POUR CETTE SEMAINE: Lateinamerikanische Woche; Danse orientale; Cité littéraire

Lateinamerikanische Woche

Die deutsch lateinamerikanische Gesellschaft (DeLaGe) bemüht sich den Dialog der Kulturen zu fördern. 30 Jahre nach dem Putsch in Chile soll nun eine Bilanz über die Veränderung der sozialen Realitäten und die Auswirkung des „Neoliberalismus“ gezogen werden. Aus diesem Anlass veranstaltet die Gesellschaft eine Vortrags- und Filmreihe, sowie eine Fotoausstellung zu diesem Thema in Saarbrücken.

Eröffnung ist am 9. September um 17.30 Uhr in der Stadtgalerie, St. Johannesmarkt 24, mit dem Rundtischgespräch „30 Jahre Putsch: Faschismus und Neoliberalismus in Chile“. Am 11. September 1973 schlugen Bomben in den Sitz des Präsidenten der Republik Chile. Mit Unterstützung der USA putschten Militärs gegen die sozialistische Regierung. Manuel Ahumada war 17 Jahre als, als Salvador Allende ermordet wurde. Er beschreibt den Widerstand der Gewerkschaften nach dem Putsch. Elisa Neumann berichtet über Ihre Erfahrung als Psychotherapeutin von Opfern der politischen Repression. Doch neben der Vergangenheit wird auch Chiles aktuelle Situation im lateinamerikanischen Kontext beleuchtet. Wie geht es dem Land, in dem die „Chicago Boys“ ein neues Wirtschafts-Zeitalter einläuteten, heute? Vorträge und Diskussion mit VertreterInnen der DeLaGe, Roland Röder (Aktion 3. Welt Saar), Manuel Ahumada Lillo (Generalsekretär der chilenischen Gewerkschaft Cotiach) und Elisa Neumann (Psychologin und Universitätsdozentin, Chile).

Im „Kino 8 1/2“, Nauwieserstraße 19, werden jeweils um 20.30 Uhr Filme zum Thema gezeigt.

Am 9. und 10 September: „La hora de los hornos“ – Ein Film der die Geschichte Argentiniens und die Auswirkung von Kolonialismus und Neokolonialismus in Form einer komplexen Montage zeigt. In dreizehn Kapiteln werden alltägliche Gewalt und Ausbeutung, mangelnde Gesundheitsversorgung und permanente Polizeiübergriffe, die Herrschaft der reaktionären Agraroligarchie, die städtische Industriebourgeoisie, Staatsstreiche und Rassismus dargestellt und in Beziehung zueinander gebracht. Ein Klassiker des politischen Films.

Am 11. September: „Batalla de Chile – Die Schlacht um Chile“ – Ein Team von Regisseuren drehte zwischen 1970 und 1973 auf den Straßen und in den Arbeitervierteln von Santiago, in den Kupferbergwerken und Salpeterminen. Zum ersten Mal war es in Lateinamerika möglich, eine revolutionäre Situation Tag für Tag zu filmen und so die Politik der Volksregierung wie die faschistischen Methoden der Imperialisten und der einheimischen Bourgeoisie gegen diese Politik aufzuzeichnen. Herausgekommen ist ein politischer Dokumentarfilm, der Elemente der Reportage, des gefilmten Diskurses, der soziologischen Untersuchung, der journalistischen Chronik und auch des Spielfilms miteinander vereint.

Am 11. September findet in diesem Kino zur selben Zeit ein Vortrag statt: „Chile 30 Jahre nach dem Putsch“ – Über den Putsch in Chile ist viel geschrieben worden. Es gibt unzählige Interpretationen der Hintergründe und fast ebenso viele Meinungen über die jetzige „Demokratie“ in Chile. Bei der heutigen Politik der Regierungskoalition aus Sozialisten, Christdemokraten u.a., stellt sich jedoch die Frage, was von den Idealen Salvador Allendes noch übrig geblieben ist. Der Referent Alexis Donoso (Chile) von der DeLaGe wird kurz auf die besondere Situation Chiles Anfang der 70er Jahre, vor dem Putsch Pinochets, eingehen und dann die politische Entwicklung des Landes nach 1988 kritisch analysieren. Weitere Veranstaltungen sind im Sparmarkt, Försterstraße 23, vorgesehen:

Am 10. September um 18 Uhr: „Wo die Rosen blühen: Kolumbien zwischen Schmerz und Hoffnung“. Seit Jahrzehnten leidet Kolumbien unter diversen Konflikten, die eines gemeinsam haben: Immer werden sie militärisch ausgetragen und immer gehen sie zu Lasten der Ärmsten im Lande. Der von den USA unter Clinton durchgesetzte „Plan Colombia“ hat von den Friedensverhandlungen weg und sogar zu einer Zuspitzung der Kriegshandlungen geführt. Doch wie ist die Macht in Kolumbien verteilt? Was ist von der gesamtamerikanischen Freihandelszone zu erwarten? Welches Interesse haben die USA, Spanien und Deutschland an dem südamerikanischen Paradies, das in Flammen steht? Vortrag und Diskussion unter der Moderation von Thomas Schultz.

Am 12. September um 20 Uhr: „Argentinien am Scheideweg“ – Der neue Präsident Nestor Kirchner ist vom Provinzgouverneur zum Superhelden der Nation avanciert. Er hat es geschafft, sich sowohl die Unterstützung vom IWF als auch von Fidel Castro zu sichern. Dieser Spagat verschafft ihm zur Zeit die Unterstützung von 80 Prozent der argentinischen Bevölkerung. Allerdings stehen ihm schwierige Zeiten bevor: Der IWF verlangt immer härtere Einschnitte, demgegenüber sind die Forderungen der Arbeiter und Arbeitslosen. Diese gegensätzlichen Interessen werden besonders deutlich am Beispiel der besetzten Fabriken wie Brukman und Zanon. Der Soziologe Luciano Di Pietr wird einen Blick über die schwierige politische Lage in Argentinien vermitteln. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über den Vortrag zu diskutieren. Ebenfalls: „Zanon: Produktionsschule“ – Das Video vermittelt einen Einblick in den Arbeitsalltag der besetzten Fabrik Zanon in Neuquén, Argentinien.

Am 13. September um 16 Uhr: „Lula in der Zwickmühle“ – Die Wahl Luis Ignazio Da Silvas, eines Gewerkschaftlers der Arbeiterpartei, zum Präsidenten, hat in großen Teilen der Bevölkerung Brasiliens die Hoffnung auf einen Wechsel der Politik geweckt. Sein „Fame Zero“ (Nullhunger-Programm) hat gerade die Armen auf eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage hoffen lassen. Für die Mehrheit der Bevölkerung hat sich jedoch seit seinem Amtsantritt nichts geändert. Der Jurist Xerxe Guzmao aus Brasilien wird eine kritische Bilanz der bisherigen Regierungspolitik ziehen und mögliche Perspektiven analysieren. Im Anschluss gibt es wieder einmal die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über den Vortrag zu diskutieren.

Um 18 Uhr: „Soziale Unruhen in dem Andenstaat“ – Die US Regierung drängt darauf, die Koka Plantagen in Bolivien zu vernichten, was den Bauern dort ihrer Lebensgrundlage beraubt. Deshalb hat dies den Anstoß zu Massenprotesten gegeben. Diese Protestbewegung hat sich auf die Staatsangestellten und Arbeiter ausgeweitet. Die Regierung antwortete mit Repressionen, musste jedoch im Endeffekt die verhängten Maßnahmen zurückziehen. Der Bolivianer Ramiro Medina wird einen kurzen Abriss der Ereignisse präsentieren.

Um 20 Uhr: „Für das Abtreibungsrecht“ – Das argentinische Recht sieht keine Möglichkeit für Abtreibung vor. Dies bringt viele Frauen in eine Zwangslage, in der ihnen als einziger Ausweg ein illegaler Schwangerschaftsabbruch mit all seine Risiken bleibt. Das Video zeigt, wie eine Gruppe von Arbeiterinnen darüber diskutiert, wie sie das Problem angehen können. Und: „Zur Lage der Frau in Lateinamerika“ – Die lateinamerikanische Frau ist immer mehrfach belastet, weil sie einerseits unter der Ausbeutung durch das wirtschaftliche System leidet und andererseits durch die soziale Unterdrückung, die durch den „machismo“ entsteht, ausgegrenzt wird. Diese Problematik betrifft allerdings nicht alle Frauen gleichermaßen. Abhängig von ihrer finanziellen und sozialen Situation, sehen sie sich außer mit der Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt und der geschlechtsspezifischen Diskriminierung, auch noch mit rassistischen Vorurteilen konfrontiert. Die Referentin wird diese komplexe Problemstellung erläutern und zeigen welche Probleme sich daraus für die Frauen im Alltag ergeben. Auch hier sind im Anschluss, Fragen und Diskussion möglich.

Zum Abschluss: Konzert mit dem „Duo Ambiente“.

Danse orientale

La danse orientale est une expression mélodique. En tant que telle, elle est tantôt fluidité, spiritualité, exubérance, sensualité ou retenue. Le „raqs sharqi“ est l’expression de l’archétype féminin éternel. Les cours que proposent Alexandra et Trixy (pédagogues de danse) comportent d’un côté les éléments de base et les techniques de la danse orientale, de l’autre des relaxations et des techniques corporelles pour éduquer la conscience du corps et augmenter la flexibilité, préparations incontournables pour pouvoir danser la „Belly Dance“.

Les nouveaux cours pour débutantes commencent le 15 septembre à 20 heures au Jack’s Gym, 281, route de Thionville à Hesperange. Pour infos et inscriptions, veuillez téléphoner au 52 52 72.

Cité littéraire

Am Samstag dem 13. und am Sonntag dem 14. September wird aus Vianden eine „Cité littéraire“. Ab 10 Uhr gibt es auf dem Bücherfest jede Menge Ausstellungen rund ums Buch, Lesungen mit Luxemburger Autoren wie Josy Braun, Guy Rewenig, Marco Schank und Frank Wilhelm, literarische Promenaden und Musikunterhaltung. Diese sind gratis, außer der Vorführung „Dantes Göttliche Komödie“ (Konzert/Lesung), deren Eintritt 10 € ohne und 8 € mit Mitgliedskarte der a.s.b.l. „KultOureilen“ kostet.

Außerdem gibt es auch Kalligraphiekurse für Groß und Klein, sowie Satz-, Druck- und Buchbindekunst zu erlernen. Anmelden kann mensch sich hierzu unter der Telefonnummer 83 41 12. Da das Programm die Redaktion erst kurz vor dem Druck erreichte finden sie das genau Programm dieser Veranstaltung erst nächste Woche in unserem „wat ass lass?“ oder jetzt schon unter www.woxx.lu und www.cité-littéraire.lu


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