Novabus: Keine Grenzüberschreitung

In seiner parlamentarischen Anfrage wandte sich der CSV-Abgeordnete Mill Majerus gleich an mehrere Ministerien, um sich nach der Auswertung des Konzeptes „Novabus“ zu erkundigen. Majerus wollte von den Verantwortlichen wissen, wie die bisherige Bilanz der Nutzung der Fahrgelegenheiten für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit ausfällt – ein Pilotprojekt, welches am 1. Mai 2008 eingeführt wurde. In ihrer Antwort stellen die Verantwortlichen fest, dass die Nutzung des Novabus seit seiner Einführung kontinuierlich gestiegen ist: Von 305 Anfragen im Mai 2008 wurde das Transportmittel im September 2009 gar 2.509 Mal angefordert. Aufgrund des großen Zuspruches sei es für die Zuständigen immer schwieriger geworden den „degré d’invalidité“ eines Nutzers zu überprüfen – weshalb seit September 2009 der Besitz einer Invalidenkarte, welche vom Innenministerium ausgestellt wird, notwendig wurde. Was die Ausdehnung des Novabus über die Grenzen des Großherzogtums hinaus anbelangt, sehen die Verantwortlichen schwarz. Sie weisen darauf hin, dass das Angebot vom Luxemburger Staat subventioniert wird: Angesichts der gestiegenen Nutzung und der damit verbundenen Kosten für den internen Transport – von 60.396 Euro im Mai 2008 auf 300.637 Euro im September 2009 – sei es somit unmöglich, das Angebot auf andere Städte der Grenzregion auszudehnen. Somit bleiben behinderte Menschen gegenüber Nicht-Behinderten weiterhin benachteiligt und diskriminiert. Dabei wären sicher auch einige Nutzer bereit, ihrer Bewegungsfreiheit zuliebe auch einen gewissen Aufpreis zu bezahlen – welcher sich an den Preisen des öffentlichen Transportes orientieren könnte.


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