TGV Luxembourg-Bali

Drei bis vier Dutzend Pressetermine pro Woche – Luxemburgs Medienzirkus wird ganz schön auf Trab gehalten. Zwischen  10 und 12 Uhr ist die Konkurrenz unter den Medienevent-Veranstaltern besonders hart –  schließlich will man die Chance nutzen, eventuell in den RTL-Radio-Mittagsnachrichten unter zu kommen. Man muss also schon mit mindestens einem anwesenden Minister locken, um aus der Menge heraus zu stechen. Um so bitterer die Mienen der schreibenden Zunft, wenn beispielsweise der Verkehrsminister – anders als versprochen –  in Bali hockt, obwohl die CFL gar Sensationelles zu berichten weiß: Ab Montag können BahnkundInnen mit einem achtsitzigen Bus über die hoffnungslos überfüllte Düdelinger Autobahn zur „Gare Lorraine TGV“ düsen, um dort diverse Schnellzug-Angebote in Anspruch zu nehmen. Doch die obligaten Oberweis-Schnittercher und ein paar Gläser Sekt machen den Minister und seinen Bali-Trip schnell wieder vergessen – und die Ursache, weshalb, verdammt nochmal, der Lothringer TGV-Bahnhof ohne Schienenanbindung an Luxemburg irgendwo in der Pampa errichtet wurde.


Kriteschen an onofhängege Journalismus kascht Geld - och online. Ënnerstëtzt eis! Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld - auch online. Unterstützt uns! Le journalisme critique et indépendant coûte de l’argent - en ligne également. Soutenez-nous !
Tagged . Bookmark the permalink.

Comments are closed.