ARCHITEKTURBIENNALE 2012: Gemeinsame Sache?

Auf der Suche nach dem „Common Ground“ berufen sich nicht wenige Projekte auf der Architektur-Biennale in Venedig auf eher Unverbindliches. Obwohl gerade in Zeiten der Krise innovative Ideen und die Fähigkeit, Ressourcen zu teilen, unabdingbar sind.

„Architecture is not only what it looks like, but also what it does“ und „Architecture is not about the conditions of design, but about the design of conditions“ – so einige Statements, die im Eingangsbereich des Arsenal hängen. Sie beziehen sich auf das Motto der 13. Ausgabe der Architekturbiennale von Venedig, die dieses Jahr vom britischen Stararchitekten David Chipperfield präsidiert wird. „Common Ground“ – eine gemeinsame Basis für Architektur und Gesellschaft zu definieren, das ist das Motto, das der 59-Jährige gewählt hat.

„Das zentrale Thema ist das, was wir alle gemein haben“, so Chipperfield, der im Herbst 2011 den deutschen Architekturpreis für den Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin erhalten hatte, in einem Interview. Statt mit einer Parade großer Namen aufzuwarten – Renzo Piano, Zaha Hadid usw. – sollten bekannte wie unbekannte Architekten besser ihr kollektives Wirken darstellen. In den 300 Meter langen Seilhallen des Arsenal, ehemals Herstellungsorte von Schiffstauen, wurde das Thema denn auch in seinen verschiedenen Facetten behandelt – in den Länderpavillons des Giardini gab es dagegen zum Teil unabhängige, nicht am Thema orientierte Auseinandersetzungen. Obwohl an den Projekten der rund 120 teilnehmenden Architekten, Künstler und Fotografen sowie der rund 50 teilnehmenden Nationen – erstmals waren auch Kosovo, Kuwait, Peru und die Türkei mit dabei – viele nicht uninteressante, auch sozial- und konsmkritische, Trends zu entdecken sind, enthält das Motto „Common Ground“, besonders, wenn es von den Architekten nur als ihr „gemeinsamer Nenner“ ausgelegt wird, wenig Potential zur Kontroverse.

„Das Thema macht jedermann glücklich, setzt aber keine Schwerpunkte. Ich vermisse eine starke, radikale Idee“, kritisiert der junge Felipe, der in einem schlichten Raum des Arsenal mit dem Titel „SPAIN MON AMOUR“ steht, das Motto. Er trägt wie alle Studenten hier einen weißen Overall – auch um die Masse jener Stimmen zu symbolisieren, die nicht im Arsenal gehört werden können. Statt Installationen oder Architekturmodelle auszustellen, läßt der spanische Kritiker Luis Fernandez-Galiano jede Woche rund ein Dutzend ArchitekturstudentInnen aus Madrid einfliegen, die den Ausstellungsbesuchern Auskunft über den Zustand der Architektur in Spanien geben sollen. „What happens when the civic spaces of architecture become the background to crises?“, so die Fragestellung. Die StudentInnen verweisen auf die großen Architekturwerke der spanischen Vergangenheit, sprechen aber auch über ihre eigene, ungewisse Zukunft: Das Platzen der Immobilienblase hat bewirkt, dass die Zahl der jährlichen Neubauten von 800.000 auf 80.000 gesunken ist. Die Hälfte der Architekturbüros in Madrid und Barcelona hat seit Beginn der Finanzkrise geschlossen; entsprechend ist auch die Arbeitslosigkeit bei jungen Architekten angestiegen.

„Das Thema ?Common Ground‘ macht jedermann glücklich, setzt aber keine Schwerpunkte. Ich vermisse eine starke, radikale Idee.“

Der öffentliche Sparkurs macht neue Investitionen unmöglich. Viele der mit Steuergeldern finanzierten Neubauten stehen leer – der Staat hat kein Geld mehr für ihren Unterhalt, sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, ist deshalb nicht möglich. „Viele Architekten gehen ins Ausland. Es gab große Protestkundgebungen, etwa im letzten Winter, als die Studiengebühren an der Uni erneut angehoben wurden“, so Susanna, eine der StudentInnen. Aber die Krise bedeute auch eine Chance. „Die Krise kann bewirken, Kräfte zu bündeln und die Gemeinsamkeiten wieder stärker in den Fokus zu rücken, auch im Hinblick auf Architektur“, meint Filipe, der sich als ungebrochenen Optimisten bezeichnet. Während es früher an der Uni viele Einzelkämpfer gegeben habe, schlössen sich die Studenten jetzt viel stärker zu Kollektiven zusammen und bildeten neue Netzwerke – obwohl Politik und Wirtschaft gerade das Gegenteil davon vorlebe.

Auch bei dem mit dem goldenen Löwen ausgezeichneten venezolanischen Projekt „Torre David Gran Horizonte“ haben sich Bürger zur Kooperation zusammengeschlossen, obwohl, laut den Verantwortlichen, Hugo Chavez, der Präsident des Landes, von der Ehrung des wenig repräsentativen Bauwerks nicht sehr angetan war. Es handelt sich bei diesem um das fünfthöchste Bürogebäude in Caracas, das unvollendet geblieben ist, da der private Investor während der Bauzeit insolvent wurde.

Als riesige Bauruine, nur teilweise mit Spiegelfenstern verglast, ohne Aufzug und fertiges Treppenhaus, dient das ursprünglich als Symbol für den neuen Liberalismus gepante Bauwerk nun Familien der Unterschicht als Zuhause. Bis zur 30. Etage haben sich die Bewohner, die sonst in die Vororte von Caracas abgedrängt worden wären, den Bau angeeignet und sich eingerichtet. Ein Think Tank, bestehend aus dem in London ansässigen Kritiker Justin Mc Guirk und dem Fotografen Iwan Baan, hat sich den „höchsten Slum der Erde“ aus der Nähe angesehen und dokumentiert, wie die Bewohner den Bau auf ihre Art fertiggestellt haben. Im Arsenal sind beeindruckende Bilder von dieser Arbeit und vom Leben im Torre David zu sehen. „Common Ground“ ist also nicht nur der gemeinsame Platz, den Architekten planen und irgendwo installieren, sondern vor allem die Art, wie sich Menschen anschließend die Architektur selbst aneignen – so das Fazit des Think Tanks um Mc Guirk. Die Architekten sollten wieder stärker mit den Bewohnern in einen Dialog treten, statt über ihre Köpfe hinweg zu planen.

„Stadtbewohner sind für uns ebenso Spezialisten, denn keiner kennt sich so gut mit der jeweiligen Situation aus wie diejenigen, die tagaus tagein mit diesen Orten umgehen müssen.“

Dass der „Common Ground“ auch einmal wegbrechen und ein Gebäude zum Austragungsort von Konflikten und Anschauungsgegensätzen werden kann, illustriert das Basler Architekturbüro „Herzog & de Meuron“. Im Arsenal hat es seine traumatische Erfahrung mit der Hamburger Elb-Philharmonie und der von diesem Projekt verursachten politischen, budgetären und ideologischen Krisen anhand von Zeitungsartikel dargelegt. In Schlagzeilen wie „Nah am Wasser gebaut“ oder „Hamburg schönstes Groschengrab“ spiegelt sich das Desaster. Das seit April 2007 im Bau befindliche Konzerthaus in der HafenCity ist ein mahnendes Beispiel für eine falsch konstruierte „Public Private Partnership“. Die Fertigstellung des Gebäudes war für 2010 geplant, musste dann aber mehrfach verschoben werden. Zurzeit herrscht ein erneuter Baustopp, weil niemand für die Kosten, die mittlerweile auf ein Vielfaches der ursprünglich veranschlagten Summe angestiegen sind, aufkommen will.

Dass Lösungen für eine Nutzung auch weniger kostenintensiv sein können und Zwischennutzungen durchaus eine interessante, demokratische Alternative darstellen, zeigt das Beispiel eines der Berliner Flughäfen. Unter dem Titel „Tempelhof Airport“ thematisieren Mark Randel und Thomas Kupke, wie der Flughafen Berlin-Tempelhof – einer der ältesten Verkehrsflughäfen Deutschlands, dann der erste Baustein von Albert Speers Monumentalstadt „Germania“ und später Schauplatz der Luftbrücke – nach seiner Schließung am 30. Oktober 2008 eine interessante Zwischennutzung erfährt. An Ideen, auch futuristischer Natur – der Architekt Jakob Tigges wollte einen tausend Meter hohen Berg aufschütten lassen, ein anderer einen großen See anlegen usw. – mangelte es nicht. Jedenfalls versetzte die riesige Brachfläche von 380 Hektar, mitten in Berlin, alle potenten Bauträger in helle Aufregung. Doch die Berliner Regierung ließ sich Zeit mit den Planungen für eine Folgenutzung und stellt das Areal erst einmal den Menschen zur Verfügung.

Verantwortlich für den ersten Wiederaufbau auf dem ehemaligen Flugfeld ist das Architektenkollektiv „raumlabor“. In dessen Selbstdarstellung heißt es: „Stadtbewohner sind für uns ebenso Spezialisten, denn keiner kennt sich so gut mit der jeweiligen Situation aus wie diejenigen, die tagaus tagein mit diesen Orten umgehen müssen. So können wir wertvolle Informationen gewinnen über Geschichten, Ängste, Wünsche, existentielle Bedürfnisse oder auch Defizite, die wie ein unsichtbares Geflecht über jeder räumlichen Situation liegen. Wir impfen dieses gesammelte Wissen über die Situation mit einer Portion Imagination“. Das Konzept der von raumlabor betriebenen Ideenwerkstatt Tempelhof, das die Aktivierung des Standorts durch Pioniernutzungen mit langfristigen städtebaulichen Entwicklungskonzepten verknüpft und als integrativen Bestandteil des gesamten Entwicklungsprozesses versteht, hat sich bewährt: Zwischen struppigem Gras und den Landebahnen sind mittlerweile Allmende-Gärten, ein Skulpturenpark, eine Kinderstadt und anderes mehr entstanden. Neben Kiten, Skaten und Grillen gibt es auch Autorenlesungen und spontane Unplugged-Konzerte. Die Berliner haben aus dem Tempelhofer Feld mittlerweile einen Ort gemacht, von dem Stadtplaner träumen.

Auch im deutschen Pavillon in den Giardini geht es um Wiederverwertung vorhandener Bausubstanz und um Zusammenarbeit. So prangen auf der Fassade des klassizistischen Pavillons in großen Buchstaben die drei Wörter „Reduce Reuse Recycle“.

Im Gebäudeinnern hat der Generalkommissar des deutschen Pavillons, Muck Petzet, großformatige Fotos von 16 Architekturprojekten aufhängen lassen, die allesamt eine jeweils andersartige Auseinandersetzung mit dem Motto der Ausstellung dokumentieren. Petzet möchte das Chipperfield-Motto „Common Ground“ als Anstoß zur Überwindung der bisherigen prekären Einzelkämpferstruktur innerhalb der deutschen Architektenschaft verstanden wissen. Deshalb liegt die Besonderheit der gezeigten Projekte auch weniger in spektakulären formalen Eingriffen als in intelligenten Umnutzungsstrategien. Der Titel des deutschen Biennale-Beitrags ist denn auch wie ein Aufruf formuliert: „Reduce Reuse Recycle“.

Die minimalistische Gestaltung des Pavillons und die Verwendung venezianischer Hochwasserstege als Sitzgelegenheiten sind ebenfalls Ausdruck der Idee des „Re-use“ und der Vermeidung von Abfall. Ausschlaggebend für Petzet war die Feststellung, dass die Gesamtbevölkerung in Deutschland schrumpft und altert und dass der Klimawandel, die Energieknappheit usw. Städte und Regionen zunehmend unter Veränderungsdruck setzen: „Es geht um Verkleinerung, Revitalisierung, Umnutzung und Ergänzung in bestehenden Gebäuden und das Füllen von Lücken im Gewebe der Städte“, so Petzet in dem Ausstellungskatalog. Dabei müsse der Gebäudebestand – auch die wenig geschätzten Gebäude der Nachkriegsmoderne – als wichtige energetische, kulturelle, soziale und architektonische Ressource erkannt und eine grundsätzlich affirmative Haltung gegenüber dem Vorhandenen entwickelt werden. Der erfolgreiche Slogan für die Umwertung von Müll zu Wertstoff „Reduce Reuse und Recycle“ sollte auch im Gebäudebestand stärker zur Auswirkung kommen. „Je weniger Änderungen vorgenommen werden und je weniger Energie dafür notwendig ist, desto effektiver ist die Umbaustrategie“, lautet das Rezept von Petzet. Dabei wachse der Architekt in eine ganz neue Rolle hinein: Er ist nicht mehr der Schöpfer von neuen Welten, sondern wird zum Entwickler von bestehenden Strukturen. Der deutsche Beitrag will mit „Reduce, Reuse und Recycle“ anhand von konkreten Architekturbeispielen verschiedener Büros die Rückkehr zu einer Haltung des selbstverständlichen Weiterbauens propagieren.

„Der Architekt ist nicht mehr der Schöpfer neuer Welten, sondern wird zum Entwickler bestehender Strukturen.“

Japan dagegen geht in seinem Beitrag von einer tabula rasa-Lage aus. „Do people need architecture? Is there anything architecture can contribute to? What is a primitive form of architecture?“, so die Fragen, die hier gestellt werden. Der von Toyo Ito kuratierte und von jungen Architekten mitgestaltete Pavillon mit dem Thema „Home for All“ setzt sich mit dem Wiederaufbau einer vom Tsunami verwüsteten Region auseinander und beeindruckt vor allem durch die von angeschwemmten Materialien inspirierten und zusammengesetzten Architekturmodelle.

Im Kontrast zu dieser Demut protzt der russische Pavillon geradezu mit Hightech. So kann der Besucher im Keller des Gebäudes durch Spione Fotos von den über 60 geheimen Städten, die im kalten Krieg überall in der Sowjetunion errichtet wurden, betrachten. Die Bewohner dieser Orte, Wissenschaftler und Techniker, die an den geheimen Waffenprogrammen der Regierung arbeiteten, führten oft ein Doppelleben. Im ersten Stockwerk dann bekommt der Besucher ein I-Pad in die Hand gedrückt, um in den ausschließlich mit zweidimensionalen „Quick Response“-Codes ausgefüllten Sälen zu flanieren. Hier wird dem Publikum das „neue Russland“ und sein Großprojekt „The Skolkovo Innovation Center“ vorgeführt, eine Stadt in der Nähe von Moskau, in der bis 2017 neben einer Uni rund 500 IT-, Biomedizin-, Nuklear- und Raumfahrtforschungszentren angesiedelt werden sollen. „Common Ground bedeutet hier, dass weltweit anerkannte Star-Architekten erstmals bei der Gestaltung eines Masterplans für eine neue Forschungsstadt zusammenwirken“, so die junge Aufseherin im Eingang des Pavillons. Im Gegensatz zur Vergangenheit mit ihren geheimen Forschungsstädten gebe es nun erstmals eine weltweit öffentliche Ausschreibung. Zugänglich ist jedoch auch dieses Projekt nur einer begrenzten Schicht – nämlich jener, die sich zumindest ein I-Pad leisten kann.

Während in Russland noch auf dem Reißbrett Großprojekte geplant werden, sieht sich Belgien schon mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert. Unter dem Titel „The Ambition of the Territory“ werden die zukünftigen Herausforderungen der Raumplanung in dicht besiedelten Gebieten, wie Flandern, thematisiert. Visualisiert wird diese Auseinandersetzung durch Kohlezeichnungen des Künstlers Ante Timmermans, durch Architekturmodelle, Videos und geografische Karten. Gerade, weil die Wohlfahrtsstaaten auf dem Prinzip des Konsums von Land, Rohstoffen und Waren basieren, sind – wenn nicht umgedacht wird – künftige Konflikte zwischen ökonomischer Dynamik, demografischer Entwicklung und ökologischen Herausforderungen unabwendbar, so das Fazit der Belgier: „We have reached the limit“. Der Konsum müsse durch ein neues Prinzip ersetzt werden, das die Gesellschaft und die verschiedenen Raumverwertungen wieder zueinander führt, sodass die Elemente auf eine produktive Art und Weise wieder verschränkt werden. Ein Beispiel: die direkte Nutzung der in Fabriken anfallenden Abwärme in benachbarten Wohnhäusern. Gerade die Segregation der einzelnen Aktivitätskomplexe in Industriezonen, Wohngegenden, Shoppingmalls etc. sei nicht nachhaltig; es müsse wieder zu einer stärkeren Durchmischung und regionalen Autonomie kommen. „Besser planen und mehr teilen, ist das Motto der Belgier“, erläutert der junge Italiener, der für die Aufsicht im belgischen Pavillon zuständig ist.

„In der Realität jedoch gibt es keinen Common Ground mehr in Venedig – die Schere zwischen Arm und Reich klafft zu weit auseinander.“

Darauf angesprochen, wo er denn den „Common Ground“ in Venedig sehe, meint er, dass dieser vor allem physisch erfahrbar sei. „Es ist die ganze Stadt mit ihren Plätzen, auf denen sich die Menschen treffen – Venedig ist wie eine große Bühne“. In der Realität jedoch gebe es keinen common ground mehr in Venedig – zu weit klaffe die Schere zwischen Arm und Reich mittlerweile auseinander. Viele könnten sich kein Haus mehr leisten, selbst in der Umgebung von Venedig. „Sie können ihr Leben hier nicht planen, es gibt keinen Arbeitsmarkt. Entweder finden sie eine Auskunftsstelle auf der Biennale, so wie ich, oder sie müssen in der Gastronomie arbeiten.“ Auch sei die Stadt chronisch blank und die Arbeit der Stadtobrigkeit mangelhaft. „In anderen vergleichbaren Städten, zum Beispiel Amsterdam oder Kopenhagen, ist alles viel gepflegter und effizienter.“ Trotz des Massentourismus fließe letztlich zu viel Geld in private Taschen. „Diejenigen die Geld einstecken, kümmern sich nicht um die Stadt, sondern bereichern sich nur selbst. Es ist eine Art kultureller Prostitution … „, so der junge Italiener.

Common Ground – eine Utopie also? Zumindest zeigen sich vor dem Hintergrund der Krise die Hindernisse auf dem Weg zu einer gemeinsamen Basis in größerer Deutlichkeit. Handlungen sind also von Nöten.

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Siehe auch Interview: Architektur, eine aussterbende Disziplin?


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