Wem gehört der „Öffentliche Raum“?

(avt) – Das Thema des neuen Forum-Hefts mag trocken klingen, sollte jedoch gerade Linke interessieren. Denn Luxemburgs Hauptstadt ist das Paradebeispiel einer unwirtlichen Stadt: Auf der einen Seite die protzige Place d’Armes, auf der anderen der gespenstische Kirchberg. Der öffentliche Raum dient in Luxemburg zum Konsum, wird mit Konsumtempeln zugepflastert. Symptomatisch ist hier die Entwicklung des Centre Hamilius, der, einst ein Treffpunkt für Jugendliche und Künstler, nun einer Shopping-Mall weichen muss. Leider sucht man in dem Heft vergeblich nach einem Beitrag darüber. Dahingegen erzählt Milena Steinmetzer in ihrem lesenswerten Beitrag „Am Ende entscheidet die Straße“ von den Hürden bei der Organisation der Schülerproteste und geht am Rande auch auf Aspekte der Gentrifizierung der Luxemburger Oberstadt ein. Auch der Versuch einer Begriffsbestimmung des „Öffentlichen Raums“ von Magali De Rocco und Gary Diderich lohnt und erweitert die Perspektive anhand von Beispielen der „Transition Minette“ oder „Urban Gardening“. Der Bericht über einen Rollinger Landwirt, der sich in biodynamischer Nutztierhaltung und Pflanzenzucht versucht, dürfte auch woxx-LeserInnen interessieren. Nicht zuletzt gibt die Forum-Redaktion eine Wahlempfehlung für den 7. Juni und einen Leitfaden in Leichter Sprache zum besseren Verständnis der drei Fragen und verleiht der leidigen Debatte durch ihren Humor endlich etwas Würze.


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