Virun 100 Joer (7): Die große Oktober-Revolution

Anders als heute erlebten die Menschen in Westeuropa die Februar-Revolutioun 1917 weit stärker als Zäsur als jene im Oktober. Und im Unterschied zum Februar wurde sie auf politischer Seite auch längst nicht von allen begrüßt.

Sturm auf den Petersburger Winterpalast 1917. Nachstellung von 1920, in: WIKICOMMONS

„Etwas nach 6 Uhr griffen die Truppen des Sowjet unter Führung der Bemannung des Kreuzers „Aurora“ den Winterpalast an, welcher scheinbar der letzte militärische Punkt der Stadt war, in dem die vorläufige Regierung noch festen Fuß hatte. Die Maschinengewehre waren die ganze Nacht am Winterpalast und in den angrenzenden Straßen tätig. Der Winterpalast wurde von Regierungstruppen verteidigt, die das Feuer beantworteten. mehr lesen / lire plus

Serie 1917 (7)
: Die politischen Parteien heute und das Erbe von 1917

Reform oder Revolution? Darum ging es bei der zweiten großen Gesprächsrunde im Rahmen des Medienprojekts „1917“, die im „Kasemattentheater Bouneweg“ stattfand.

(Foto: radio 100,7)

100,7/woxx: Erschien es früher wirklich realistisch, das kapitalistische System in Luxemburg und in Europa umzuwälzen? 


Serge Urbany: Ich komme aus einer kommunistischen Familie und bin mit 16 in die KP eingetreten. Ich war damals vor allem von zwei Faktoren beeinflusst: einerseits der Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg, in der meine Familie auch aktiv gewesen war, und andererseits der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Es war aber ebenso sehr eine bewusste politische Entscheidung, in die Partei einzutreten und zu helfen, die Gesellschaft zu verändern. mehr lesen / lire plus

Verzogen – vertrieben – verschleppt

Marianne Bühler forscht bereits seit vielen Jahren zur Geschichte des Trierer Raums. Am Mittwoch zeigte sie in der Ettelbrücker Synagoge die Verbindungen zwischen den jüdischen Familien Luxemburgs, der Eifel und des Hunsrück auf. Dabei thematisierte sie auch die Zeit von Flucht und Exil nach Luxemburg in den Vorkriegsjahren.

Die Theologin Marianne Bühler forscht zu den Familienverbindungen in der Region Luxemburg-Mosel-Eifel-Hunsrück. (Fotos: woxx)

In der Region von Mosel, Eifel und Hunsrück gab es bereits sehr früh kleine jüdische Ansiedlungen, manche Spuren gehen bis ins Mittelalter zurück. Nach Luxemburg verstärkten sich die Kontakte, als es hier nach der Französischen Revolution und der damit einhergehenden jüdischen Emanzipation zu einer Wiederansiedlung kam. mehr lesen / lire plus

Martin Linster (1956-2017)
: „Politik ass Theater“


De leschte Weekend huet eis déi traureg Noriicht vum Doud vum Martin Linster erreecht. Amplaz vun engem Noruff op e laangjärege Mataarbechter vun eisem Projet drécke mer op dëser Plaz e Portrait vun him aus dem Joer 2004 of. Hien erzielt eis a sengen eegene Wierder, wéi hie säi Beruff a säi Schafe gesäit.



Wie vill duerch d’Stad kënnt, huet de Fotograf Martin Linster bestëmmt scho begéint. De Fotograf vum „Lëtzebuerger Land“, deen ëmmer op der Plaz ass, wann et e politesche Moment ze knipse gëtt, weist elo eng Auswiel vu senge Fotoen aus de leschte Joren.

De Martin Linster war Mëtt den 1990er-Jore Mataarbechter vum woxx-Virgänger GréngeSpoun.

mehr lesen / lire plus

Chronik: Virun 100 Joer (6): Eine moderne Verfassung

Große Hoffnungen setzte die Luxemburger Arbeiterbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts in die Einführung des allgemeinen Wahlrechts. Die Arbeiten zur Verfassungsrevision, die im Herbst 1917 begannen, sollten jedoch zeigen, dass das Wahlrecht auch eine Karte im Spiel der Parteien war.

Marguerite Mongenast-Servais, eine der Vorkämpferinnen für das Frauenwahlrecht. (Foto: Archives Marcel Schroeder)

„Endlich!“, titelte am 3. November 1917 die sozialdemokratische Gewerkschaftszeitung „Die Schmiede“, als im Luxemburger Parlament Bewegung in das Dossier „Allgemeines Wahlrecht“ kam, und erklärte: „Das Volk will seine Rechte haben, das Volk hat lange genug gewartet.” [1] Doch schon eine Woche später machte dasselbe Blatt unter der Schlagzeile „Das allgemeine Stimmrecht in Gefahr“ darauf aufmerksam, dass verkappte Gegner dabei seien, die Vorbereitungsarbeiten zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Luxemburg zu sabotieren. mehr lesen / lire plus

Serie 1917 (6): Eine revolutionäre Reform


In Luxemburg bedeutete die Verfassungsreform von 1919 einen Paradigmenwechsel in der Frage der politischen Partizipation. Wie weit war diese Reform durch die Russische Revolution geprägt? Darüber diskutieren Luc Heuschling und Michel Dormal.

Brauchte es die Russische Revolution, damit sich in Luxemburg das allgemeine Wahlrecht durchsetzte? Für Politikwissenschaftler Michel Dormal … (Alle Fotos: radio 100,7)

Im Herbst 1917, gleichzeitig mit dem Ausbruch der Oktober-Revolution in Russland, begannen im Luxemburger Parlament Arbeiten für eine Verfassungsrevision. Sie waren allerdings das Resultat einer Debatte zum Wahlrecht, die lange vor dem 1. Weltkrieg begonnen hatte. Weshalb wurde das allgemeine Wahlrecht immer mehr zu einem politischen Thema?
 mehr lesen / lire plus

Symbolpolitik: Vum Sockel gestierzt

Monumenter hu sou vill mat der Géigewaart wéi mat der Vergaangenheet ze dinn. 
Dat gesäit ee gutt um Beispill vum Kolonialismus.

Déi fréier Rue Richepance zu Paräis, nom Generol, deen 1802 fir déi bluddeg Ënnerdréckung vun enger Sklaverevolt op der Guadeloupe verantwortlech wor. (Quell: WikiCommons)

Dëse Summer wor an den USA e Summer vun der Konfrontatioun. Nieft villen anere Streidereien tëscht dem President Trump an der US-amerikanescher Oppositioun goung et och ëm d’Ofrappe vu Monumenter fir Protagoniste vun der Sklaverei. D’Manifestatiounen, die schnell eskaléiert sinn, hu gewisen, wéi vill Konfliktstoff d’Sklaverei an de Rassismus, ob deem sengem Fundament se konnt opgebaut ginn, haut nach enthalen. mehr lesen / lire plus

Expo
 : Le pain de Vilar Formoso

Si loin, et pourtant si proche. Vilar Formoso, petite ville frontière du Portugal avec l’Espagne, a vu passer, il y a trois quarts de siècle, des milliers de gens en fuite de la terreur nazie, venant notamment du Luxembourg. Un musée qui vient d’ouvrir ses portes rend visible cette histoire.

« Es-tu un ami ? Entre, ami ! Le pain que nous avons ici, dans ce petit abri, est aussi suffisant pour toi. » Leitmotiv sur une maison délaissée de Vilar Formoso.

Après avoir passé plusieurs hameaux de rien du tout, le train qui a grimpé de la côte portugaise vers la région des « montanhas » atteint son terminus dans une petite ville de quelques milliers d’âmes. mehr lesen / lire plus

Kirche und Antisemitismus: Nur Kinder ihrer Zeit?


Ende Mai gab es von katholischer Seite eine Reaktion auf den in der woxx 1425 erschienenen Artikel „E kopernikaneschen Tournant“. Ihr Tenor: Antisemitische Ausfälle katholischer Geistlicher im 19. Jahrhundert waren lediglich Reaktionen auf die aggressiven Attacken ihrer damaligen Gegner.

In Luxemburg war es im 19. Jh. die katholische Presse, die antisemitische Vorstellungen in die große Masse hineintrug. Der Priester und Zeitungsredakteur Jean-Baptiste Fallize steuerte seinen Teil dazu bei. (Quellen: WikiCommons, Cornischong)

Worum ging es: Am 26. Mai erschien in der woxx ein Beitrag der Autorin, der die Umbenennung der früheren „Montée Monseigneur Fallize“ in Ettelbrück – und genereller den veränderten Umgang mit der Geschichte von Judentum und Antisemitismus in Luxemburg – behandelte. mehr lesen / lire plus

Chronik: Virun 100 Joer (5)
: Die Stunde des Pazifismus

Eine der Ursachen der Russischen Revolution im Jahre 1917 war die Kriegsmüdigkeit der russischen 
Bevölkerung. Zugleich war die 
Revolution ein Ruf nach einem europäischen Friedensschluss ohne 
jegliche Bedingungen. Auch in Luxemburg war damit die Frage gestellt, wie sich die Sozialdemokratie zum Krieg positionieren sollte.

Endlich Frieden: Russische und deutsche Soldaten tanzten miteinander, um das Ende des Krieges an der Ostfront 1918 zu feiern.
(Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-S10394 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de)

„Gleich nach dem Gelingen der russischen Revolution am 28. März richtete der Petrograder Arbeiter- und Soldatenrat einen Aufruf an die Völker der Welt, in dem er die europäischen Völker zu gemeinsamem entscheidenden Vorgehen zu Gunsten des Friedens aufforderte, ‚Friede ohne Annexionen und Entschädigungen auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts der Völker‘ war in seiner kürzesten Fassung das russische Programm.“ So hieß es im Sommer 1917 in der Gewerkschaftszeitung „Die Schmiede“.  mehr lesen / lire plus

Serie 1917 (5): Gemeinsam 
gegen den Krieg?


Eigentlich wollte die internationale sozialistische Bewegung zusammenhalten und sich für den Frieden einsetzen. Doch bei Beginn des Ersten Weltkriegs gerieten viele westeuropäische Arbeiterparteien in eine tiefe Krise. Um die Beziehung zwischen Sozialismus, Russischer Revolution und Pazifismus geht es im folgenden Gespräch mit Charel Roemer und Raymond Klein.

Der woxx-Journalist Raymond Klein, seit 35 Jahren von der Geschichte der 
Russischen Revolution fasziniert. (Fotos: Radio 100,7)

War der Frieden zwischen den Nationen vor dem Ersten Weltkrieg bereits ein gesellschaftliches Thema?


Charel Roemer: Das Thema war stark präsent, wenn auch vielleicht nicht so wie nach dem Ersten Weltkrieg. Der Pazifismus war jedoch eher in bürgerlichen Kreisen zu finden, wo man sich vor allem mit dem Völkerrecht als schiedsrichterlichem Instrument zur Konfliktregelung auseinandersetzte. mehr lesen / lire plus

Populismus
: Am Numm vum Vollek

Wat ass Populismus, wéi huet en sech historesch ausgedréckt, a gëtt et Populismus nëmme vu riets? An der wëssenschaftlecher Analys gëtt dee Begrëff méi als eng Strategie oder e Politikstil wéi als eng Ideologie beschriwwen.

Populistesch Tendenzen, e stännege Begleedeffekt vum demokratesche Parlamentarismus? Hei d’Beispill vum Leo Müller senger „Nationaldemokratescher Bewegung“ an den 30er-Jore vum 20. Joerhonnert. (Quelle: Bibliothèque nationale du Luxembourg)

Virun e puer Wochen hat ech de Pleséier, un enger Gespréichsronn zum Thema Rietspopulismus deelzehuelen, déi vun der Monatszäitschrëft forum organiséiert gi wor. Zwou Froe si mer direkt an de Kapp komm, wéi ech déi Invitatioun krut: Wat heescht Populismus iwwerhaapt, an ass dat dann e Phenomen, dee politesch nëmme riets ze fannen ass? mehr lesen / lire plus

Chronik: Virun 100 Joer (4): 1917: das Jahr des großen Streiks

Ende Mai 1917, mitten im Krieg, riefen die Arbeiter im Süden des Landes den Streik aus. Welche waren ihre Motive? Und was hatte der Streik mit der Russischen Revolution zu tun?

Eines der seltenen Bilder zum Juni-Streik von 1917, hier eine Demonstration in Düdelingen.

„Alle Tage Kohlrabien, Kohl und Möhren ist nichts, um arbeiten zu gehen,“ so hieß es im Dezember 1916 auf einer Arbeiterversammlung. Und weiter: „Entweder schafft die Regierung uns Futter oder wir legen die Arbeit nieder.“ Die Kartoffeln seien teurer geworden als die Orangen, was damals etwas hieß. [1] Die katastrophale Lebensmittelsituation und die steigenden Preise wurden auch nicht durch entsprechend höhere Löhne in den Eisenhütten kompensiert. mehr lesen / lire plus

Serie 1917 (4): Der große Juni-Streik

„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will” – dieser bekannte Vers aus einem Arbeiterlied beschreibt prägnant die Erwartung der Luxemburger Arbeiter, die im Ersten Weltkrieg zunehmend auf das Mittel des Streiks in ihren Arbeitskämpfen setzten. Über den ersten Massenstreik von 1917 in der Eisenindustrie diskutierten Jacques Maas und Jean-Marie Majerus.

Wie kam es mitten im Krieg zum ersten Massenstreik in Luxemburgs Geschichte. Spielte die Russische Revolution die Rolle eines Katalysators? Darüber diskutierten Jean-Marie Majerus (links) und Jacques Maas (rechts). (Fotos: Radio 100,7)

woxx: Wie war der Entwicklungsstand der Luxemburger Gewerkschaften zu Beginn des Ersten Weltkriegs?


Jacques Maas: Man kann von einer gewissen Verspätung sprechen, besonders im Vergleich mit der Großregion. mehr lesen / lire plus

Europäeschen Kolonialismus: Exploration du monde


Am Nationalmusée leeft zënter e puer Wochen eng Ausstellung iwwer Portugal als Séifuerernatioun. D’Geschicht vum portugisesche Welträich ass méi komplex a schreift sech an déi vum europäesche Kolonialismus an.

João de Castro (1500-1548), Séifuerer a Vizekinnek vu Portugisesch-Indien. (Quell : WikiCommons)

„In the fifteenth century, Portugal, the country with the oldest borders in Europe, began to create a global empire that would extend its sphere of influence all the way from Africa to Asia and Brazil.“ Mat dëse Wierder gëtt déi eng Ausstellung iwwer Portugal am Nationalmusée ageleed. „Portugal: Drawing the World“ ass hiren Titel, an et handelt sech ëm eng Ausstellung, déi vum „Museu Nacional de Arte Antiga“ vu Lissabon konzipéiert an zesumme mam Lëtzebuerger Nationalmusée fir Lëtzebuerg adaptéiert gouf. mehr lesen / lire plus

Rassistesch Denkstrukturen an der woxx?

Lescht Woch hat d’woxx-Autorin Renée Wagener zum kopernikaneschen Tournant geschriwwen, deen am Ëmgang mat Juddentum an Antisemitismus zu Lëtzebuerg festzestelle wier. Ee Beispill fir dësen Tournant wier d’Ëmbenennung vun enger Strooss vun Ettelbréck, déi bis elo nom Monseigneur Jean-Baptiste Fallize benannt wor: Deem seng antisemitesch Positioune goufe lescht Joer och am „Lëtzebuerger Wort“ veruerteelt. Apparemment ginn et awer nach Kreesser, an deenen deen Tournant nach net stattfonnt huet. Dorop deit op alle Fall eng Facebook-Debatt hin, ausgeléist duerch e Bäitrag vum Jean-Jacques Flammang, Pater vun der Häerz-Jesu-Kongregatioun. An engem ironeschen Toun huet hien op de woxx-Artikel reagéiert an ënner anerem geschriwwen: „Wann de schokéierte Lieser di puer Zitate am Woxx liest, da freet hien sech secher, op dee Monseigneur do nët en direkte Beroder vum Hitler a Sachen Antisemitismus war.“ De Flammang huet och der woxx-Autorin ënnerstallt, si wier selwer vu „rassistëschen Denkstrukturen“ géintiwwer der Kierch geplot. mehr lesen / lire plus

Antisemitismus
: E kopernikaneschen Tournant


Zu Ettelbréck ass eng Strooss ëmbenannt ginn. De Grond: Deen, deem seng Memoire joerzéngtelaang doduerch geéiert gouf, datt déi Strooss no him benannt gouf, wor en notoreschen Antisemit.

De J.-B. Fallize, e kathoulesche Kulturkämpfer am 19. Joerhonnert. 
Säin Antisemitismus ass laang Zäit ausgeblend ginn. (Quell: WikiCommons)

„Et drängt sech einfach op.“ Dat wor dem Jean-Paul Schaaf, Buergermeeschter vun Ettelbréck, säi Constat an der Sëtzung vum Ettelbrécker Gemengerot vum 26 Abrëll. Domat huet en op eng Propositioun vun de Gréngen am Ettelbrécker Gemengerot reagéiert, fir d’Montée Monseigneur Fallize, eng kleng Ettelbrécker Strooss, ëmzebenennen. [1]

De Jean-Baptiste Fallize, dee vun 1844 bis 1933 gelieft huet, huet an der Zäit vum Kulturkampf an den Achtzegerjore vum 19. mehr lesen / lire plus

Serie 1917 (2): Eine neue Weltordnung?
: Kommunismus: eng Alternativ zur Sozialdemokratie?

Reform oder Revolution? Die Frage ist so alt wie die Arbeiterbewegung. Doch was bedeutete das Aufkommen des Kommunismus nach 1917 für die Sozialdemokratie? Darüber diskutierten Änder Hoffmann und Régis Moes.

Gab es immer schon Teile der Ar-
beiterbewegung, die das kapitalistische System radikal abschaffen wollten? 


Der Historiker Régis Moes ist Spezialist zu Fragen des Kalten Krieges. (Fotos: Radio 100,7)

Régis Moes: Die Spannungen zwischen revolutionären und parlamentarisch orientierten Bewegungen kann man während des gesamten 19. Jahrhunderts erkennen. Revolten wie die „Commune“ von 1870 in Frankreich entstanden meist in einem Krisenkontext, häufig auch am Ende eines Krieges, der für die Bevölkerung meist Engpässe in der Lebensmittelversorgung und in der Organisierung des Alltags bedeutete und zur Radikalisierung beitrug. mehr lesen / lire plus

Chronik: Virun 100 Joer (3): Eine linke Alternative zur Sozialdemokratie?

Wie hältst du’s mit der Revolution? Diese Gretchenfrage stellte sich nach 1917 auch für die Luxemburger Sozialistische Partei.

Luxemburgische Version des Kommunistischen Manifestes, 1983 (übersetzt von Romain Hilgert).

In Deutschland wurde die Frage bereits seit dem 19. Jahrhundert diskutiert: Sollte man auf einen revolutionären Umbruch setzen, der den Sozialismus bringen würde, oder in kleinen Schritten gesellschaftliche Reformen anstreben, die die Lage der Arbeiterschaft verbessern würden? In der Praxis zeigte sich, dass die Sozialdemokratie dort, wo sie auf kommunaler Ebene Wahlen gewinnen konnte, zu einer Reformkraft heranwuchs, die auf konstruktive politische Arbeit setzte statt auf Konfrontation. Dass es in der Sozialdemokratie aber zwei Flügel gab, einen revolutionären und einen reformistischen, wurde spätestens deutlich, als der Erste Weltkrieg ausbrach und in Deutschland die Mehrheit der sozialdemokratischen Abgeordneten für die Kriegskredite stimmte. mehr lesen / lire plus

2. Londoner Vertrag
: 1867: och e Stéck Zäitgeschicht


Eng Ausstellung am Nationalmusée mécht op den 150. Joeresdag vum 11. Mee 1867 opmierksam. Den Datum vun der Ënnerschrëft vum 2. Londoner Vertrag huet fir vill Leit net méi vill Bewandnis. Mee en ass e Beispill dofir, datt déi Lëtzebuerger an déi europäesch Geschicht net am 20. Joerhonnert ugefaangen hunn.

D’Post huet dës Woch esouguer e speziellen Timber fir 150 Joer 2. Londoner Vertrag erausbruecht: D’Stad konnt sech no Westen erweideren, do wou fréier Festungsmauere stoungen ass elo de Stater Park. (Quell: Post Lëtzebuerg, Kontext sàrl)

„Le 11 mai 1867 est sans conteste la date la plus importante de notre histoire. mehr lesen / lire plus