Luxemburg-Stadt: Uneinnehmbare Festung?

Ganze 27 Mitglieder zählt der Gemeinderat der Stadt Luxemburg. Die DP besetzt kontinuierlich weit mehr als ein Drittel der Sitze und hält seit 48 Jahren ununterbrochen den BürgermeisterInnen-Posten inne.

Wie der Zieldurchlauf am 8. Oktober wohl aussehen mag? (Fotos: woxx)

Sonntag 8. Oktober 2017, 22h13. Endlich hat auch das letzte Wahlbüro seine Resultate beim Leiter des Hauptwahlbüros abgeliefert, jetzt erst kann die endgültige Sitzzahl für die einzelnen Fraktionen ermittelt werden, weil bei der Berechnung der Restsitze selbst eine Stimme ausschlaggebend sein kann.

Der Trend, der sich am Nachmittag angekündigt hatte, wird bestätigt: Die CSV kann sich zur Wahlsiegerin erklären. Sie hat die 20 Prozent-Marke geknackt und konnte vor allem den 2011 verlorenen 6. mehr lesen / lire plus

Quand la Turquie appelle à arrêter des terroristes…

Depuis que, le 3 août, le journaliste turco-suédois Hamza Yalçin a été arrêté à l’aéroport de Barcelone en application d’un mandat d’arrêt international émis à la demande de la Turquie, la grogne envers les autorités espagnoles va croissant. Le mandat d’arrêt accuse le journaliste d’avoir entre autres insulté le président turc Erdoğan et d’être lié à un groupe d’extrême gauche illégal. Le député CSV Laurent Mosar avait alors réagi par une question parlementaire au ministre des Affaires étrangères et européennes pour connaître « la pratique luxembourgeoise relative à des mandats d’arrêt internationaux émis par la Turquie contre des journalistes turcs ». mehr lesen / lire plus

Mobilität
: Besser vorankommen?

„Sharing gets you further“ heisst der Leitspruch der diesjährigen europäischen Mobilitätswoche, die vom 16. bis 22. September stattfindet.

Parkplätze zu Fahrradständern – im Londoner Stadtteil Hackney erobert sich die sanfte Mobilität nach und nach ihren Raum zurück. (Foto: woxx)

Eine europaweite Verkehrswoche, weniger als einen Monat vor den Gemeindewahlen – das hätte doch eigentlich zu stürmischer Beteiligung der Gemeinden führen müssen, könnte man meinen. Doch tatsächlich hatten sich bis zum Montag dieser Woche nur 26 Kommunen mit ihrem Programm beim Verkehrsverbund gemeldet. Zwar wird Luxemburg auch damit wahrscheinlich Spitzenreiter unter den EU-Mitgliedsstaaten werden, weil in keinem anderen Land auch nur annähernd ein Viertel der Kommunen an dieser seit 2002 veranstalteten europaweiten Kampagne teilnimmt. mehr lesen / lire plus

Pont Adolphe:
 Ten Years After

Vor zehn Jahren hatte er die Idee einer „Brücke unter der Brücke“ – Jo Simon, ehemaliger Direktor von Sudgaz. (Foto: woxx)

Als im Februar 2014 nach längerer Zeit wieder eine Fahrraddemo der Lëtzebuerger Vëlos Initiativ (LVI) stattfand, nahm an ihr auch der damals noch recht neue Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) mit seinem Faltrad teil. Besondere Aufmerksamkeit wurde damals dem „Pont Adolphe“ zuteil, der kurz vor seiner Renovierung stand. Schon seit einiger Zeit war der LVI bekannt, dass die Straßenbauverwaltung keine Möglichkeit sah, neben den Streifen für die Tram, die Autos und die FußgängerInnen auch noch einen weiteren für die RadfahrerInnen zu reservieren – dazu sei der Platz auf der Fahrdecke zu knapp.
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„The Ends of the Humanities“
: Orientierungswissen für 
die Gesellschaft


Von Sonntag bis Mittwoch findet in Luxemburg eine internationale Konferenz zum Thema „The Ends of the Humanities“ statt. In über 70 Vorträgen werden WissenchaftlerInnen aus mehreren Kontinenten die Krise der Geistes- und Sozialwissenschaften diskutieren. Die woxx sprach mit dem Organisator Georg Mein, Dekan der humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luxemburg.

(Foto: woxx)

woxx: Die von Ihnen organisierte Konferenz will ausloten, wie die „Humanities“ ihre Bringschuld gegenüber der Gesellschaft einlösen können. Wieso ein so defensiver Ansatz?


Georg Mein: Der Begriff Bringschuld wird hier etwas polemisch verwendet. Heutzutage ist vielfach die Rede von Nützlichkeitserwägungen, wenn es um Studieninhalte und die Organisation der Universität geht. mehr lesen / lire plus

Bienensterben und Insektizide: Warten auf Brüssel

Seit Jahren wird ein generelles Verbot der für Bienenvölker gefährlichen Insektenschutzmittel diskutiert.

(Foto: Wkimedia Commons)

Spätestens, seit es im April 2008 im baden-württembergischen Oberrheingraben zu einem großen Bienensterben kam, sind die schädlichen Wirkungen der Neonicotinoide einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Damals waren mehr als 11.000 Völker betroffen, weil sie dem Wirkstoff Clothianidin ausgesetzt waren, der in der Region zur Mais-Saatgutbeizung eingesetzt wurde. Dieses Produkt der Firma Bayer ist eines von sieben Insektiziden auf Neonicotinoid-Basis, die seit Anfang der 1970er-Jahre auf dem Markt sind.

In der Folge gab es mehrere Versuche, den Gebrauch dieser Wirkstoffe zu verbieten oder zumindest einzudämmen. Denn Neonicotinoide hatten zum Zeitpunkt des erwähnten Vorfalls einen Marktanteil von weltweit 24 Prozent bei Insektenschutzmitteln und waren in 120 Ländern zugelassen. mehr lesen / lire plus

Fin du soutien au Dakota Access Pipeline

Les initiateurs de l’appel « No Dakota Access Pipeline » au Luxembourg (www.nodapl.lu) peuvent se féliciter : suite à une mobilisation internationale et des protestations continues au grand-duché, le Fonds de compensation – qui gère les avoirs du système de pension luxembourgeois – a décidé d’abandonner son soutien financier aux entreprises impliquées dans le Dakota Access Pipeline aux États-Unis. En mars, quelques activistes luxembourgeois avaient lancé un appel public au fonds et à la banque BNP Paribas, dans laquelle l’État luxembourgeois détient des parts, pour qu’ils se retirent du financement de ce pipeline, qui apporte le pétrole brut issu du fracking du Dakota du Nord vers l’Illinois et qui enfreint les droits des Sioux de Standing Rock. mehr lesen / lire plus

Lebensmittelzertifizierung: Sterne am Labelhimmel

Ein staatliches Lebensmittel-Logo soll für mehr Klarheit sorgen. Doch das nun vorgestellte Sternesystem könnte sich als wenig aussagekräftig erweisen.

Rund 20 Qualitätslabel im Nahrungsmittelbereich kennt das kleine Luxemburg. Es wurde Zeit, etwas Ordnung in diesen Dschungel zu bringen, meinte der Minister für Landwirtschaft und Konsumentenschutz Fernand Etgen (DP) am vergangenen Dienstag, als er sein Gesetzespaket zur Zertifizierung der Luxemburger Labels und zur Promotion des Luxemburger Agrarsektors vorstellte.

Der Ausarbeitung dieses Maßnahmenpaketes war die Petition 668 vorausgegangen, die im Juni 2016 von den traditionellen Bauernverbänden in der Chamber eingereicht worden war. Sie forderten, dass künftig öffentliche Kantinen dazu verpflichtet werden, bei ihren Lebensmitteleinkäufen lokale ProduzentInnen zu bevorzugen. mehr lesen / lire plus

Ansparen bis zum Sabbatjahr

Im zweiten Anlauf scheint es zu gelingen: Die Regierung wurde mit der Staatsbeamtengewerkschaft über den sogenannten „compte épargne temps“ (CET) handelseinig. Bislang war es beim Staat nicht möglich, Überstunden oder nicht genommene Urlaubstage, außer bis in die Anfangsmonate des Folgejahres, anzusammeln. Das soll sich jetzt ändern: Staatsbedienstete (und ArbeitnehmerInnen die in établissements publics sitzen und statutarisch ihren staatlichen KollegInnen gleichgestellt sind) dürfen wohl ab 2018 Überstunden und sogar Urlaubstage über Jahre hinweg ansammeln und sie dann eins zu eins, zum Beispiel in Form eines Sabbatjahres, abbummeln. Um den CET aufstocken zu können, müssen allerdings mindestens 25 Urlaubstage im Jahr genommen werden – von den 32, auf die beim öffentlichen Dienst Anspruch besteht. mehr lesen / lire plus

Universität Luxemburg
: Leise Kritik


Trotz Rektor- und Budgetkrise kommt die Debatte um das neue Uni-Gesetz nicht so richtig in Fahrt.

Der schöne Blick aus dem Fenster des Rektorats trügt: Wohin die Uni.lu steuern wird, enstcheidet auch in Zukunft vor allem der „conseil de gouvernance“, dem fast nur Außenstehende angehören. (Foto : woxx)

„Als das Universitätsgesetz 2003 verabschiedet wurde, gab es keinen Zeitplan, wann das Gesetz einer obligatorischen Revision unterzogen werden müsse. Es wäre besser gewesen, hierfür zehn Jahre vorzusehen“, so Raymond Bisdorff in einer am 17. Juni ausgestrahlten Debatte im Radio 100,7 an der er, neben dem delegierten Minister für Hochschulausbildung und Forschung, Marc Hansen (DP), und der hochschulspolitischen Sprecherin der CSV-Fraktion, Martine Hansen, als Vertreter der Vereinigung der Professoren an der Universität Luxemburg (Apul) teilnahm. mehr lesen / lire plus

Wohnungsnot: Einer für alles

Sozialer Wohnungsbau, energetische Sanierung – „déi Lénk“ wollen einen neuen öffentlichen Träger, der alles koordiniert.

(Foto: Wikimedia/ STEINMETZDEMEYER)

Wohnungsbauminister Marc Hansen (DP) hat keine leichte Aufgabe. Er sieht sich einem enormen Nachholbedarf beim sozialen Wohnungsbau gegenüber, ist dabei aber Mitglied in einer Partei, die sich hartnäckig gegen jede Form der Sozialisierung von Privatbesitz sperrt. Zudem gibt es im kleinen Luxemburg viele, die auf verschiedenen Ebenen mitreden wollen, wenn es um die Schaffung von Wohnraum geht. Der Minister spricht von einem Puzzle aus Tausenden von Teilen, das es zusammenzusetzen gilt.

Die Kollegin aus dem Energieressort, Staatssekretärin Francine Closener (LSAP), hat ebenfalls Grund zur Sorge: Die energetische Sanierung der Altbauwohnungen erweist sich als komplizierter als gedacht. mehr lesen / lire plus

Die Brücke unter der Brücke

(Fotos: woxx)

Am Sonntag, dem 17. September darf das gemeine Volk zum ersten Mal die unter dem Pont Adolphe angebrachte Hängebrücke für Langsamverkehr in Anspruch nehmen. Die freischwebende Plattform darf dann von RadfahrerInnen und von FußgängerInnen gleichermaßen genutzt werden. Pünktlich zum „Dag ouni Auto“, der im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche stattfinden wird, sollen einige Hauptachsen und Nebenstraßen in der Stadt „autofrei“ erklärt werden und die Oberstadt erstmals seit dem Beginn der Renovierungsarbeiten am Pont Adolphe wieder mit einer für die Fahrräder reservierten Piste an den Plateau Bourbon angebunden werden. Das 6,2-Millionen-Projekt hängt unbemerkt bereits seit gut einem Jahr an Ort und Stelle und ist eigentlich eher dem Umstand zu verdanken, dass die Kosten der Renovierung des Pont Adolphe noch etwas „Sputt“ ließen. mehr lesen / lire plus

forum 375: Stadtentwicklung, Populismus, Europa …

„Die offene Stadt?“ titelt forum und liefert die Antwort als Illustration gleich mit: eine Glasglocke über der grünen Hauptstadt, ihrerseits von einer unwirtlichen bräunlich eingefärbten Peripherie umgeben. Das Ideal einer Stadt, deren Luft frei macht, funktioniert längst nicht mehr. Im Inneren drängt die Gentrifizierung die Alteingesessenen hinaus. Und die gute Luft ist auch dahin, die Glocke als Schutz reines Wunschbild. Die kommunalen Wahlprogramme sind zwar schon gedruckt, doch kommt das forum-Dossier, das sich fundamentalen Fragen widmet, die von politischer Partizipation über Biodiversität bis zu neuen (erschwinglichen) Wohnformen reichen, rechtzeitig, um den KandidatInnen auf den Zahn zu fühlen. Ob allerdings die Einschätzung der forum-Redaktion, das Thema Populismus sei nicht mehr ganz so brenzlig, nicht doch etwas zu optimistisch ist? mehr lesen / lire plus

Universität Luxemburg: „Wir stehen an 
einem Scheideweg“

Auch nach dem Rücktritt des Rektors hat eine Diskussion um die Zukunft der Universität Luxemburg kaum stattgefunden. Die woxx unterhielt sich mit Georges Steffgen, Professor für Sozial- und Arbeitspsychologie, der den Aufbau der Uni von Anfang an begleitet hat und sich als einer der Wenigen öffentlich zu Wort meldet.

woxx: Der Stadtforscher Markus Hesse fragt im forum, ob es am Ende „tatsächlich ein Missverständnis“ gewesen sei, die Hochschule in Luxemburg Universität zu nennen, weil ihr Charakter im Grunde ein rein instrumenteller sei. Wie sehen Sie das?


(Fotos: woxx)

Georges Steffgen: Wir befinden uns derzeit in einem Entscheidungsprozess über die zukünftige Gestaltung der Universität Luxemburg. mehr lesen / lire plus

Luxtram: Es rollt

(Fotos: woxx)

Bei Luxtram läuft alles nach Plan – zumindest was die technischen Aspekte anbelangt. Daran konnte sogar der heftige Regen am Mittwochmorgen nichts ändern. Mit großem Presseaufgebot verließen zum ersten Mal zwei Tramzüge das Areal des Tramschapp, um einige hundert Meter weit eine Jungfernfahrt zu absolvieren. Dass es sich dabei nicht um eine einfache PR-Show handelte, machten die angespannten Mienen der Ingenieure und Techniker deutlich, für die die Testfahrt eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur endgültigen Inbetriebnahme bedeutete. Geprüft wurden vor allem die Konformität der Gleise und Weichenanlagen. Spannend war die Überquerung des Rond-Point Serra, für die der Autoverkehr aus allen Richtungen lahmgelegt wurde. mehr lesen / lire plus