„Der Chavismus ist nicht reformierbar“

Am Sonntag wird in Venezuela gewählt. Klientelismus und Korruption können nur durch einen Bruch mit der Regierung Maduro gestoppt werden, meint der Gewerkschafter Santiago Arconada.

Hat noch bis vor zwei Jahren versucht, an der Rettung des Chavismus mitzuwirken: Der venezolanische Gewerkschafter Santiago Arconada. (Bildquelle: Internet)

Am kommenden Sonntag wird in Venezuela gewählt. Die Wirtschaft liegt am Boden, die Bevölkerung hungert, und täglich verlassen rund 4.000 Menschen auf der Flucht vor dem Elend das Land. Die Oppositionsbewegung ruft zu einem Boykott der Wahlen auf. Der Grund: Die beiden aussichtsreichsten Kandidaten der Rechten wurden von den Wahlen ausgeschlossen. „Leopoldo López steht wegen seiner Rolle bei den gewaltsamen Protesten 2014 unter Hausarrest“, und der ehemalige Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles darf „wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten während seiner Zeit als Gouverneur des Bundesstaates Miranda 15 Jahre lang für kein politisches Amt kandidieren“, berichtet der Journalist Tobias Lambert vom „Medienkombinat Berlin“ in der tageszeitung. mehr lesen / lire plus

Déplacés internes : 80.000 chaque jour

En 2017, les conflits et les catastrophes ont contraint 30,6 millions de personnes à fuir au sein de leur propre pays, selon un rapport publié par l’Observatoire des situations de déplacement interne (IDMC).

Photo : K. Burns, USAID

« Ce chiffre équivaut à plus de 80 000 personnes déplacées chaque jour », explique Alexandra Bilak, directrice de l’IDMC. « Il est alarmant de constater que l’ampleur de ce phénomène ne faiblit pas. Notre nouveau rapport montre la nécessité d’une nouvelle approche pour faire face aux coûts énormes des déplacements internes, non seulement aux coûts humains, mais aussi aux conséquences que ce phénomène a sur l’économie, la stabilité et la sécurité des pays touchés. 

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Revival der Friedensbewegung?

Am 11. Mai wurde der Appell für eine neue Friedensplattform vorgestellt. 68 Erstunterzeichner*innen sollen helfen, eine politisch unabhängige Bewegung auf die Beine zu stellen.

Pressekonferenz der Friddens- a Sozialplattform am 11. Mai 2018.

„Höchste Zeit, dass sich die Zivilgesellschaft aktiv in die friedenspolitischen Diskussionen einmischt“, schloss Raymond Becker, nachdem er zahlreiche Missstände in der internationalen Politik aufgezählt hatte. Er sprach am vergangenen Freitag auf der Pressekonferenz einer Gruppe von Friedensaktivist*innen, die einen Appell zur Gründung einer „Friddens- a Sozialplattform Lëtzebuerg (FSL)“ vorstellte. Die Initiative war auf dem diesjährigen Ostermarsch in Büchel in der Eifel entstanden. Dort sind noch immer Atomsprengköpfe gelagert, obwohl dank der Bemühungen des ICAN-Netzwerks solche Waffen von vielen Staaten als völkerrechtswidrig angesehen werden. mehr lesen / lire plus

Dëse Sonndeg 6. Mai: Presseclub mat der woxx

 

Wat ass vum Premier Xavier Bettel sénger Ried zur Lag vun der Natioun zréckzebehalen? Wéi steet Lëtzebuerg mat séngem Burkagesetz do? A wourop hunn d’Gewerkschaften um 1. Mee den Akzent geluegt?

Ë.a. doriwwer schwätzen dëse Sonnden  de Claude Karger vum Journal, de Lucien Montebrusco vum Tageblatt, d’Dany Schumacher vum Lëtzebuerger Wort an de Richard Graf vun der woxx. Vu kuerz no 11 bis Mëtteg op RTL Radio Lëtzebuerg.

 

(Text: RTL)
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Hoffnung trotz Haft?

Brasiliens Ex-Präsident Lula da Silva hockt nach seiner Verurteilung wegen Geldwäsche und Korruption im Knast. In den Umfragen für die Präsidentschaftswahlen im kommenden Oktober liegt er trotzdem noch immer vorn. Doch von der Justiz droht weiter Ungemach.

In vielen brasilianischen Städten wurden die 1. Mai-Demonstrationen für Forderungen zur Freilassung des inhaftierten Ex-Präsidenten Lula genutzt. (Bildquelle: Twitter)

Seit Anfang April sitzt der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Lula da Silva wegen Korruption und Geldwäsche im Gefängnis. Anfang der Woche ist nun ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet worden, in dem ihm gleichlautende Vergehen vorgeworfen werden. Neben ihm wird unter anderem gegen Gleisi Hoffmann ermittelt; die Vorsitzende der „Partido dos Trabalhadores“ (PT) soll Schmiergelder angenommen haben. mehr lesen / lire plus

Woxxenende 2018

Teambuilding für die einen, Gelegenheit, sich den ersten Muskelkater des Jahres zu holen, für die anderen: Jedes Jahr im Frühjahr mietet die woxx – in der Großregion oder in anderen Gegenden – ein Ferienhaus für ein langes Wochenende und ermöglicht es so einem Großteil des Teams, ein paar Tage, unbelastet vom alltäglichen Redaktionsstress, miteinander zu verbringen. Diesmal verschlug es die woxx ins windungsreiche Tal der Semois. Zuvor wurde aber noch dem europäischen Biermuseum in Stenay ein gebührender Besuch abgestattet, Bierprobe inklusive. Mit von der Partie waren auch ehemalige Mitarbeiter*innen, und auch das Wetter spielte mit. Bei der Mountainbiketour, die unvermeidlich mit einem strammen Aufstieg aus dem engen Tal in den Ardennen begann, war die Sonne sogar viel zu warm. mehr lesen / lire plus

Letzter Stopp vor Erdoğan

Gut sieht es nicht aus für die türkische Opposition, die Präsident Erdoğan bei den vorgezogenen Neuwahlen sein Amt streitig machen will. Der surft derzeit auf einer nationalistischen Welle.

Unterstützung für Erdoğan und den türkischen Feldzug in Nordsyrien: Nationalistischer Aufmarsch am 25. Februar 2018 in Brüssel. (Foto: woxx)

„Wer den nationalen Zusammenhalt gegen die terroristisch-kurdische Bedrohung beschwört, hat in der Türkei immer noch mit die besten Karten.“ Das meint selbst ein Autor, der auch „nachvollziehbare Gründe“ in der türkischen Militäroffensive um Afrin in Nordsyrien erkennt.

Dieses Machtkalkül war es sicherlich auch, das Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan am vergangenen 18. April gemeinsam mit Devlet Bahçeli, dem Vorsitzenden der nationalistischen MHP, die eigentlich für den 3. mehr lesen / lire plus

Mit Öko gegen Arme

Die Verdrängung sozial schwacher Mieter*innen aus ihrem Wohnraum ist nicht nur in der deutschen Hauptstadt in vollem Gange. Die energetische Gebäudesanierung wird dabei nicht selten zur Waffe, um Menschen mit knapper Kasse zum Auszug zu zwingen.

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woxx@home: Personalkarussell

Nur einen Monat, nachdem wir uns von unserem langjährigen Mitarbeiter David Angel verabschieden mussten, konnte die in einem kruzialen Moment der Entwicklung der woxx entstandene personelle Lücke wieder geschlossen werden. Wer hinter dem (in der vergangenen Woche wieder aufgetauchten) Kürzel fb den jetzigen Minister für nachhaltige Entwicklung und woxx-Mitbegründer François Bausch vermutete, konnte sich im woxx-Impressum eines Besseren belehren lassen: Es steht für Frédéric Braun, früherer Journalist beim „Quotidien“, der sich ein erstes Mal mit dem woxx-typischen Format einer shortnews herumgeplagt hatte. In der vorliegenden Ausgabe darf er gleich mehrfach zuschlagen und auch mit seinem vollen Namen unterzeichnen – damit ist wohl jede Verwechslung ausgeschlossen. mehr lesen / lire plus

Ostermarsch: Luxemburg gegen Atomwaffen?

„Atomwaffen sind verboten“, so heißt es in dem Aufruf mehrerer luxemburgischer NGOs zur Teilnahme am Ostermarsch am 2. April in Büchel. Der Atomwaffenverbotsvertrag wurde im Juli vergangenen Jahres im Rahmen der Uno beschlossen, doch gehören die Atommächte und die meisten westlichen Staaten nicht zu den Unterzeichnern (siehe woxx 1445, „Peinlicher Nobelpreis“). Auch Luxemburg hat zusammen mit den restlichen Nato-Ländern den Vertrag boykottiert, weshalb der Aufruf fordert: „Wir müssen unseren Regierungen klar machen, dass wir den Beitritt zum Verbotsvertrag erwarten und den Abzug aller Atombomben aus Europa!“ Im Fliegerhorst Büchel, nur 90 km Luftlinie von Luxemburg entfernt, sind seit 1958 amerikanische Atomwaffen stationiert. mehr lesen / lire plus

woxx@home: Durchwachsen

Auch 2017 ist nicht gelungen, die woxx in den Ruin zu treiben – aber irgendwelche Gewinne an die Anteilseigner*innen sind auch nicht zu vermelden. Solche waren auch gar nicht beabsichtigt, als das Projekt vor beinahe 30 Jahren an den Start ging. Aber ganz ohne Überschüsse kommt auch eine selbstverwaltete Zeitung nicht aus: Um eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zu ermöglichen – und seien es auch nur Löhne, die im Luxemburger Kontext vertretbar sind – reicht eine Punktlandung nicht aus. 2016 gab es einen Reingewinn von 32.725 Euro, der allerdings vor allem durch die Nichtbesetzung eines Redaktionspostens zustande kam. Die Vollversammlung, die am Donnerstag die Abschlusskonten für 2017 verabschiedete, sah sich mit einem Defizit von knapp 5.100 Euro konfrontiert. mehr lesen / lire plus

„Punaise!“

Das französische Schimpfwort, das in der Regel mit lang anhaltender Endsilbe intoniert wird, um auf einen plötzlichen, meist auch sehr unangenehmen Vorfall aufmerksam zu machen, war am vergangenen Dienstag in der woxx-Redaktion kaum zu überhören, als gegen 15 Uhr die Nachricht von der vorläufigen Schließung der Cinémathèque wegen einer Bettwanzen-Invasion eintraf. Neben Juckreiz haben die genannten Schädlinge – „punaises“ auf französisch – noch einen ganz anderen unangenehmen Effekt: Die genau zu dem Zeitpunkt mühsam fertiggestellten Cinémathèque-Programmseiten wurden zur Makulatur, denn sämtliche Vorstellungen des kommunalen Kinos sind für einen Monat abgesagt. Zu Opfern der Katastrophe wurden damit aber auch zwei redaktionelle Seiten, da die Seitenzahl einer woxx-Ausgabe immer durch vier teilbar sein muss und Ersatz so schnell nicht aufzutreiben war. mehr lesen / lire plus

Al-Sisi allein zu Haus

Anfang kommender Woche wird in Ägypten der Präsident neu gewählt. Wie vorigen Sonntag in Russland, ist auch am Nil nicht mit einer Überraschung zu rechnen. Machtkämpfe werden in dem Land jedoch gleichwohl ausgetragen.

Vom Komplettabriss bedroht: Das älteste noch existierende Kairoer Hotel „Continental Savoy“. (Foto: Ekkehart Schmidt)

Vielleicht sollten autokratische Herrscher die Wahlen in ihren jeweiligen Ländern künftig auf ein gemeinsames Datum legen. Dann wäre wenigstens auf diese Weise etwas Spannung gegeben. Wie der am vergangenen Sonntag mit 76,6 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählte russische Präsident Putin, hat auch der amtierende ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi dafür gesorgt, dass kein Kandidat und keine Kandidatin ihm den Posten streitig machen wird. mehr lesen / lire plus

Russland vor Putins Wiederwahl

Vor den russischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag ging Amtsinhaber Putin auf Nummer sicher: Zugelassen waren nur Kandidat*innen, die ihm nicht gefährlich werden können.

Verlässt sich nicht auf Zufälle oder Demokratie: Der russische Präsident Wladimir Putin vor seiner Wiederwahl. (Bildquelle: Kreml)

Während die sieben männlichen Kandidaten und eine einzige weiblichen Kandidatin für den Posten des russischen Präsidenten mit Themen wie Anhebung der Einkommen, Privatisierung staatlicher Konzerne, Nationalisierung des Bankensystems zu punkten versuchen, lassen Wladimir Putin solche Pflichtübungen kalt. Wie unsere Russland-Korrespondentin Ute Weinmann berichtet, hat der amtierende russische Präsident auf die ihm zustehende Werbezeit in den Medien verzichtet.

Wieso sollte er auch, schließlich bietet ihm sein Amt ein Forum, mit Taten statt mit Worten zu überzeugen: Während die prospektive Nachfolge in TV-Debatten über nationale Sicherheitskonzepte streitet, bedient Putin den dafür zuständigen Apparat. mehr lesen / lire plus

woxx@home: Halber Abschied

Über 40 Namen finden sich auf der Liste der Personen, die bei der woxx seit ihrem Beginn fest oder befristet angestellt waren – die vielen freien Mitarbeiter*innen nicht einmal eingerechnet. Im Journalismus wird seit jeher viel gewechselt. Viele ehemalige Kolleg*innen arbeiten jetzt für andere Medien, einige haben sich beruflich neu orientiert – nicht immer freiwillig, sind doch die Einkommensbedingungen im Pressewesen bekanntlich nicht die besten. In einen kleinen Team wie der woxx bedeuten solche Abgänge immer auch einen Bruch. Da verlässt nicht nur eine Person die Redaktion, da geht auch eine bestimmte Art zu schreiben, und ein Netz von Verbindungen ist plötzlich nicht mehr da, das nicht immer einfach zu ersetzen ist. mehr lesen / lire plus