„Sicherheit ist nun mein Job“

Von der Guerilla zum Bodyguard: Einstige Farc-Mitglieder sollen künftig linke Politiker, Journalisten und Gewerkschafter schützen. Ein Besuch im Ausbildungs-Camp, wo auch viele Frauen die Kurse durchlaufen.

In ihrem neuen Job als Personenschützerin nicht weniger fokussiert als während ihrer Zeit bei der Guerilla Farc: die ehemalige Guerillera Erika Tovar López. (Foto: Knut Henkel)

Fast 20 Jahre lang war Erika Tovar López als Guerillera der Farc in den Bergen Kolumbiens im Einsatz. Nach dem Friedensabkommen mit der Regierung drückt sie nun wieder die Schulbank: „Hier durchlaufen wir eine Ausbildung, um unsere Schutzperson zu verteidigen. Beim Farc-Training in den Bergen absolvierten wir hingegen eine Kampfausbildung. mehr lesen / lire plus

Sternchen für mehr Inklusion

Dass ein geschlechterbewusster Sprachgebrauch der woxx ein wichtiges Anliegen ist, dürfte für die meisten unserer Leser*innen keine neue Information sein. Dennoch mag einigen in den letzten Wochen diesbezüglich eine Veränderung aufgefallen sein: Wurde auf unseren Seiten bisher nämlich in deutschsprachigen Texten mit großem Binnen-I gegendert (z.B. SchülerInnen), so verwenden wir neuerdings ein Sternchen (Schüler*innen). Was an sich nur nach einer kleinen Umstellung aussieht, enthält einen größeren symbolischen Wert. Während das Binnen-I nämlich die Geschlechterbinarität – also die Annahme, dass es nur zwei Geschlechter gibt – zementiert, ist das Sternchen ein sprachliches Hilfsmittel, um verschiedene Geschlechter und Identitäten zu berücksichtigen. Nun dürfte aufmerksamen Leser*innen nicht entgangen sein, dass die woxx das Sternchen anders verwendet als dies gemeinhin getan wird. mehr lesen / lire plus

Dëse Sonndeg: Sylvester-Presseclub mat der woxx

UPDATE: den MP3 ass lo online

Um Programm vum RTL-Presseclub vum 31. Dezember, ab 11.15: Lescht Regierungs-Projeten, Oppositioun, Wahl-Sujeten 2018.

D’Regierung huet hire leschte Staatsbudget presentéiert a wëll Land a Leit mat Rifkin an aneren digitalen a Space-Mining-Projeten fit fir d’Zukunft maachen. Trotz allem läit d’Equipe vum Premier Bettel net an der Gonscht vun den aktuelle Wielerëmfroen a Politsondagen.

Wat muss nach geschéien, fir d’Rudder erëmgedréint ze kréien? Hunn d’Gemengewahlen awer nach en Impakt op d’national Politik? Wéi schléit sech d’Oppositioun a wat ginn d’Wahlkampfsujeten 2018?

Invitéen an der Spezial-Editioun beim Roy Grotz sinn d’Dany Schumacher aus dem Wort, den Dhiraj Sabharwal vum Tageblatt, de Raymond Klein vun der Woxx, de François Aulner vum Paperjam, an de Claude Karger aus dem Journal. mehr lesen / lire plus

Best Wishes: Mein Spacemining-Unternehmen

« Le Jardin des délices » de Jérôme Bosch (daté d’environ 1494 à 1505).

Da Zeitungmachen in absehbarer Zukunft riskiert, zu einem brotlosen Gewerbe zu werden, hat das woxx-Team ein Adem-gesponsortes Weiterbildungsseminar zum Thema „Meine Ich-AG im Zeitalter des Spaceminings“ besucht. Hier die besten Leseproben aus den Abschlussberichten der Teilnehmer*innen.

First Contact
(ja) – Wir schreiben das Jahr 2117. Genau ein Jahrhundert, nachdem das entsprechnende Gesetz verabschiedet wurde, tritt endlich die erste Spacemining-Mission eines Raumschiffs unter luxemburgischer Flagge in die heiße Phase. Wurde bisher neben einigen wenigen Testbohrungen auf dem Mond vor allem Eis zur Gewinnung von Wasserstoff auf erdnahen Objekten abgebaut, so soll die „Etienne 1“ nun in neue Gefilde vordringen. mehr lesen / lire plus

Intergalaktische Zeiten

Die letzte Ausgabe der woxx im „alten“ Jahr ist resolut auf Zukunft eingestellt: Ein Dossier zu digitalen Medien und unsere Vorstellungen über die wirtschaftlichen Chancen des Spaceminings – da sieht selbst die hochglänzende Konkurrenz mit den vielen freudestrahlenden, solariumgebräunten Konterfeis der Wirtschaftsbosse altbacken aus. Die Doppelausgabe erlaubt es dem woxx-Team „zwischen den Jahren“ einmal tief Luft zu holen und erst wieder am 5. Januar zu erscheinen. Wem bis dahin langweilig werden sollte, dem sei ein Blick auf woxx.lu empfohlen: „Am online“, wie unser Staatsminister zu sagen pflegt, gibt es keine Pause. Dort wirken die woxxler*innen etwaigen Entzugserscheinungen entgegen, üben sich in diversen Formen inklusiver Schreibweisen und testen neue Formate in Schrift, Ton und demnächst wohl auch Bild aus. mehr lesen / lire plus

Spliffs vom Staatsbeamten?

Die niederländische Regierung will einen Konstruktionsfehler bei der Duldungspolitik der Coffee-Shops beheben. Bislang darf Gras straffrei verkauft, aber nicht angebaut werden. Die Ladenbetreiber*innen müssen also auf dem Schwarzmarkt kaufen. Hier soll der Staat nun selbst in die Bresche springen. Doch Gras vom Gewaltmonopolisten finden längst nicht alle eine gute Idee.

Spliffs aus Staatsanbau? Klingt für manche nach einem Horrortrip. (Foto: pixabay)

Seit Langem gibt es in den Niederlanden ein politisches Tauziehen um die „illegale Hintertür“ der Coffee-Shops. Durch die kommt die Ware herein, die die Geschäfte dann ganz offen verkaufen. Nicht legal, sondern, wie man das dort seit 1977 nennt, „geduldet“. mehr lesen / lire plus

Postkutschen-Nostalgie

„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ lautet ein vielgebrauchter Journalist*innenspruch. Auch die woxx enthält an ihrem normalen Erscheinungstag – Freitag – Informationen, die für den sofortigen „Konsum“ gedacht sind, und seien es nur die Angaben im Kulturkalender, der das tägliche Angebot ab Freitag bis zum nächsten Wochenende vorstellt. Umso frustrierender für die Leser*innen (aber auch das woxx-team) wenn die Zeitung erst am Montag – oder sogar überhaupt nicht – eintrifft. Das war in den vergangenen Wochen häufiger der Fall und bei einigen Abonnent*innen sogar wiederholt. Als Ursachen nennt die Post nicht genauer spezifizierte Umstrukturierungen in ihrem Vertriebssystem. Schön und gut. mehr lesen / lire plus

E Sonndeg, 10. Dezember: Presseclub mat der woxx

D’Resultater aus dem Politmonitor, d’Zukunft vun der asbl Esch 2022, déi zweet Phase vum Brexit, e Bréif vum Vize-Premier Schneider un den CSV-Spëtzekandidat Wiseler an e neit Mobilitéitsgefill duerch den Tram – dat sinn d’Sujeten vum RTL-Presseclub um Sonndeg tëscht Véierel op 11 an 12.

Mat derbäi d’Dani Schumacher aus dem Wort, den David Marques vum Quotidien, d’Josée Hansen aus dem Land an de Richard Graf vun der woxx.

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„Die Behörden geht Geschlecht nichts an“

„Es fühlt sich für mich immer so an, als würde ich nur einen Teil von mir zeigen.“ – So fasst Vanja den Alltag mit intergeschlechtlicher Identität zusammen. Vor dem deutschen Verfassungsgericht hat Vanja erfolgreich für eine dritte Option bei der Geschlechtereintragung geklagt. Das Interview mit Vanja in der kommenden Printausgabe der woxx.

Abschalten bitte: binäre Codes zur Definition von Geschlechteridentität.

Eine Revolution war es nicht – aber doch ein wichtiger Schritt: Am 8. November hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass intersexuelle Menschen in Deutschland ab Ende 2018 neben einer männlichen oder weiblichen Angabe nun eine dritte Option für ihre Geschlechtsidentität wählen können. mehr lesen / lire plus

Ratko Mladić wegen Völkermord verurteilt

Der ehemalige Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Armee muss lebenslänglich ins Gefängnis.

Zu lebenslanger Haft verurteilt: Ratko Mladic, der ehemalige Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Armee. (Foto: ICTY)

Lebenslange Haft – so lautet das Urteil gegen Ratko Mladić, das heute am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag ergangen ist. Der mittlerweile 75-jährige Mladić war einst Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Armee. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er in dieser Funktion zahlreiche Kriegsverbrechen zu verantworten hat, die zwischen 1992 und 1995 im jugoslawischen Bürgerkrieg unter seinem Befehl begangen worden sind. So trage er die unmittelbare Verantwortung für das Massaker an Tausenden gefangenen bosnischen Muslimen in Srebrenica, den Terror gegen das belagerte Sarajevo und die „ethnische Säuberung“ serbisch besiedelter Teile Bosniens. mehr lesen / lire plus

„In Kolumbien haben wir keine Zukunft“

Ein Jahr ist es her, dass die kolumbianische Regierung ein Friedensabkommen mit der Guerilla Farc unterzeichnet hat. Doch die brutale Repression gegen Kokabauern gefährdet den brüchigen Frieden. Angesichts der mafiaartigen Praktiken der Paramilitärs hält der Staat hingegen still – Gründe dafür sind Angst und Korruption.

Auf der Flucht: die ehemalige kolumbianische Staatsanwältin María Nancy Ardila. (Foto: Knut Henkel)

Staatsanwältin María Nancy Ardila hat lediglich ihren Job gemacht – und das haben bereits zwei ihrer Familienmitglieder mit dem Leben bezahlt. Im Süden Kolumbiens  hatte sie, beinahe zufällig, stockende Ermittlungen gegen eine paramilitärische Bande wieder aufgenommen, die in der Region Caicedonia den Drogenhandel kontrolliert. mehr lesen / lire plus

Russlands zerstrittene Rechte

Beim nationalistischen „Russischen Marsch“ zeigte sich am vergangenen Samstag, wie tief die Gräben innerhalb der Russischen Rechten sind. Doch das macht sie nicht weniger gefährlich.

Neonazis beim „Russischen Marsch“ in Moskau im Jahr 2012. (Foto: RiMarkin/Flickr)

Wenn in der letzten Zeit in der Presse von russischen Rechten die Rede war, dann vor allem in der Berichterstattung zum Prozess gegen eine „Nazi-Gang“, die in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt 14 Obdachlose ermordet hat.

Unsere Moskauer Korrespondentin Ute Weinmann analysiert fundierter: In der kommenden Ausgabe der woxx liefert sie einen Zustandsbericht der russischen rechten Szene. Ihr Urteil: Die Anführer der verschiedenen Gruppierungen sind sich nicht grün, und das führt zu Konkurrenz und Misstrauen im organisierten Milieu. mehr lesen / lire plus

woxxenrückblick (1)

Rifkin, tote Insekten, Klimakonferenz und straflose Multis – was diese Woche wichtig war.

Die wichtigste Nachricht der Woche gleich am Anfang: In Zukunft wird es mehr online-woxx geben. Unter anderem werden wir jeden Freitag die wichtigsten Nachrichten der Woche zusammenfassen und dabei auch einen Überblick über die gedruckte woxx geben. Wer genau wissen will, was sich im Print findet, kann das unter diesem Link sehen.

Vorige Woche schon fand in der Chamber ein Hearing über die berühmt-berüchtigte Rifkin-Studie statt. Welche drei Lektionen daraus zu ziehen sind, haben wir hier verraten, eine detaillierte Analyse gibt es ab heute in den Kiosken. mehr lesen / lire plus

Bolivarianischer Bankrott

Die Wahlen konnten die regierenden Sozialisten für sich entscheiden, doch Grund zur Hoffnung gibt es deshalb nicht. Venezuela steckt in einer schweren Wirtschaftskrise – und die ist zu einem guten Teil selbst gemacht.

Lange Wartezeiten in der onkologischen Abteilung eines Krankenhauses in der venezolanischen Hauptstadt Caracas – doch die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. (Foto: Wolf-Dieter Vogel)

In den venezolanischen Krankenhäusern fehlt es an allem, wie uns unser Lateinamerika-Korrespondent Wolf-Dieter Vogel von vor Ort berichtet: keine Schmerzmittel, keine Blutkonserven, keine Medikamente für die Chemotherapie. Für nicht wenige Menschen ist dies im Grunde ein Todesurteil. Von der kostenlosen Behandlung in Gesundheitszentren, einst ein Aushängeschild der chavistischen „bolivarianischen Revolution“, ist ebenfalls wenig geblieben. mehr lesen / lire plus

Mehr online-woxx

Die woxx ignoriert den heutigen Feiertag und startet – Totenkult zum Trotz – ihr neues Online-Konzept. Ein Vorgeschmack.

Äußerlich hat sich zwar (noch) nichts verändert, wir werden aber ab sofort verstärkt Inhalte online setzen, die nicht in der Printausgabe erscheinen. Wir werden die Aktualität kritisch begleiten und Appetithäppchen im Hinblick auf kommende Artikel präsentieren. Für die woxx hört ein Thema nicht auf, wenn der Artikel gedruckt ist. Kommen neue Informationen dazu oder gibt es Antworten auf Fragen, die wir aufgeworfen haben? Darüber wollen wir unsere LeserInnen informieren – deswegen legen wir großen Wert auf Updates zu unseren Artikeln. Auch unsere Agenda-Seite ist neu gestaltet und bietet nun einen noch besseren Überblick darüber, was in Luxemburg und der Großregion los ist. mehr lesen / lire plus