Luxembourg: SUSHI PLACE

cuisine japonaise

Plastic Place

(suwa 540/00) – Wer Geschmack am unterkühlten Charme italienischer Designerküchen findet, wird sich wenigstens am Outlook des neuen Sushi Place in der „Avenue de la Liberté“ freuen können, der vor Kurzem einen Brillenladen nahe des „Rousegäertchen“ ersetzt hat. Ansonsten haben Fans japanischer Küche dazu wenig Grund. An sich ist das Selbstbedienungssystem, bei dem die Köstlichkeiten auf Reis selbst nach Belieben ausgewählt werden können, durchaus angenehm. Doch jedes einzelne Sushi ist dabei in Zellophan verpackt – seit wieviel Stunden, weiß niemand außer dem Betreiber. Die ausgewählten Zellophanpaketchen werden zuerst einmal (zu recht stolzen Preisen) bezahlt, um dann auf einem Plastikteller vor Ort verzehrt oder mitgenommen zu werden. mehr lesen / lire plus

Luxembourg: ELEVATOR

bistrots

Gar nicht trivial

(barho 524/00) – Eher für sein Bier und seine Billardtische als für seinen intellektuellen Touch ist das Pub „Elevator“ an der Hollericher Straße bekannt. Sonntag abends aber ist alles anders. Da dürfen alle zuschlagen, die sich an den Million-Dollar-Shows satt gesehen haben und die Fragen von „Trivial Pursuit“ bereits auswendig können. Dann serviert nämlich Quizmaster Mike seine 35 Fragen, an denen sich dann die teilnehmenden Teams über einem Pint die Zähne ausbeißen dürfen. Geraten wird quer durch den Garten, vom schnellsten Salzwasserfisch über die Namen der Teletubbies bis hin zum Vornamen unseres werten Premiers oder Figuren der griechischen Mythologie. mehr lesen / lire plus

Pop / Folk: BADLY DRAWN BOY

The Hour of Bewilderbeast

Vielversprechend

(tm 544/00) – Bevor sein Debütalbum erschien, hat der aus Manchester stammende Damon Gough aka Badly Drawn Boy schon eine handvoll EPs auf seinem eigenen kleinen Alternative-Label „Twisted Nerve“ veröffentlicht. Nun legt er mit „The Hour of Bewilderbeast“ (XL Recordings) ein Singer-Songwriter-Werk vor, das stellenweise an Elliot Smith und John Lennon erinnert. Er selbst bezeichnet seine Musik als Future-Folk oder progressiven Pop. Dass Kritiker ihn ständig mit Beck vergleichen, kümmert BDB wenig. Die 18 Kompositionen seines Erstlings sprechen für sich: intelligent, abwechslungsreich, lyrisch und voller Wärme. Retro, aber dennoch hip. Grenzenlos erfrischend.

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Space-Pop: APPLIANCE

Six Modular Pieces

Hypnotisch

(mt 543/00) – Bereits auf ihrem Debütalbum „Manual“ entpuppten sich „Appliance“ aus dem britischen Exeter als eine der vielversprechendsten Neuentdeckungen in Sachen Space-Pop. „Six Modular Pieces“ (Mute) orientiert sich ebenfalls am 70er Jahre Krautrock und präsentiert eine gelungene Mischung aus „Can“, 60ties Psychedelia, recherchiertem Noise-Rock und repetitivem Wave. Das Resultat der 30-minütigen 6-Track-EP (darunter vier instrumentale Songs) ist erstaunlich und unwiderstehlich. Anschnallen und abheben!

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Rock: BUCKLEY JEFF

Intensiv

(tm 537/00) – Als vor ein paar Jahren Jeff Buckleys Tod die Runde machte, war nicht nur die gesamte Musik(er)welt erschüttert. Schliesslich hatten wir dem Sohn des 60ties Folk-Sängers Tim Buckley eines der schönsten Werke seit langem zu verdanken. „Grace“ begeistert nach wie vor und behält auch nach dem Ableben dieses herausragenden Songwriters einen enormen künstlerischen Wert. Jetzt erscheint nach „Sketches “ das zweite posthume Buckley-Album mit einer Auswahl der besten Live-Aufnahmen seiner 95/96er Mystery White Boy-Tour (Columbia). Die 12 Songs (+3 Bonus-Tracks) wurden an verschiedenen Abenden aufgezeichnet und geben uns das Gefühl, ein Teil dieser himmlischen Show gwesen zu sein. mehr lesen / lire plus