CINEMA: Deux ans pour 20 minutes

La jeune cinéaste Beryl Koltz vient de gagner deux prix au festival international de courts-métrages à Clermont-Ferrand. Pourtant, elle ne rêve vraiment pas d’Hollywood.

Autoportrait à l’heure de gloire: Beryl Koltz à Clermont-Ferrand. (Photo: Beryl Koltz)

„Je ne suis pas de ceux qui recherchent le confort et la sécurité à tout prix. De plus trop de confort empêche souvent la créativité. C’est dans l’urgence qu’il faut créer“, dit-elle et ajoute que cela ne l’empêche pas d’aimer la bonne bouffe et le bon vin. Celle qui s’est faite virer d’une école de film prestigieuse – l’INSAS de Bruxelles – pour cause de désaccords idéologiques, est aujourd’hui une des étoiles montantes du cinéma luxembourgeois. mehr lesen / lire plus

THEATER: „Theater ist Volkserziehung“

Er leitet die Ruhrfestspiele in Recklinghausen und das TNL in Luxemburg. Die woxx unterhielt sich mit Frank Hoffmann über das anstehende Fringe Festival und das Theatermachen in Luxemburg und Deutschland.

Will die Theatersäle in Deutschland und Luxemburg
wieder vollkriegen: TNL-Direktor Frank Hoffmann.

woxx: Herr Hoffmann, braucht Luxemburg überhaupt ein Fringe Festival?

Frank Hoffmann: Warum braucht Luxemburg Kultur? Zumal neue Kultur, neue Stücke, die noch nie gezeigt wurden. Ich glaube, dass
man der Fringe-Szene, also den eher randständigen experimentellen Produktionen, auch einen angemessenen Rahmen bieten sollte. Es sind oft Truppen dabei, die nicht in den großen Institutionen spielen und dem entsprechend auch so gut wie gar nicht von Subventionen profitieren können. mehr lesen / lire plus

CHEZ ABDEL: Tunis-sur-Alzette

Encore un de ces restaurants à l’extérieur insipide et blanc, qui donne une impression proprette au goût du troisième âge, sorte de cantine de fonctionnaires et portant le prénom du patron. Pourtant „Chez Abdel“ est un endroit sympathique à condition de savoir faire abstraction des décors pour déguster un bon déjeuner. La carte est adaptée aux goûts occidentaux, sans trahir ses origines traditionnelles. Comment est-ce possible? Tout simplement en laissant co-exister des mets tunisiens et la cuisine luxembourgeoise. Le „Judd mat Gaardebounen“ y trouve donc aussi bien sa place qu’un vrai couscous, servi à volonté au poulet, lapin ou merguez. C’est d’autant plus attirant que les prix restent tout à fait raisonnables. mehr lesen / lire plus

EIPCP: Institutionelle Kulturkritik

Nachdem das Projekt „republicart“ im Jahr 2005 abgeschlossen wurde, versuchen die schlauen Köpfe hinter dem „European Institute for Progressive Cultural Policies“ eine neue Plattform zu erschaffen. Die neue Seite steht unter dem Motto „transform“ und widmet sich den Möglichkeiten einer Kritik an den Kulturinstitutionen. Dies in einer Zeit in der Kulturpolitik unter dem Deckmantel der Repräsentativität gerne zu Elite-Zwecken missbraucht wird. Der intereuropäische Think-Tank, mit Hauptsitz in Wien und Partnern in Holland, Deutschland, Litauen und Spanien, veröffentlicht Artikel und Arbeiten zu breitgefächerten Themenbereichen. Hinzu kommt ein Kalender, der alle interessanten Konferenzen zwischen Paris und Neuseeland auflistet sowie einen Überblick über die Ausstellungen und Besprechungen in denen das „European Institute for Progressive Cultural Policies“ selbst eingebunden ist. mehr lesen / lire plus

JUSTMAG: Anklickbar

„Justmag“ ist nur ein mag. Ein Internet-Magazin unter vielen, betrieben von 25 bis 30-jährigen Studenten, denen der Austausch ihrer kulturellen Ausflüge am Herzen liegt. Trotzdem wer hier eine Ansammlung von Berichten über peinlich ausgelebte Quarter-Life-Krisen und ähnlich kulturpessimistisches Rumgenöle vermutet, liegt falsch. Die Seite bietet unter anderem interessante Interviews mit mehr oder weniger bekannten Musikern und Künstlern – mit dem Drummer von Teenage Fanclub zum Beispiel – Buchbesprechungen, Konzertberichte, Plattenkritiken oder einfach nur Glossen über das alltägliche Leben. Bemerkenswert ist auch die Kolumne „10 Dinge, die ich an dir hasse“, in der regelmässig Stereotypen wie der Ärzte-Fan oder der Heimwerker peinlichst unter die Lupe genommen werden. mehr lesen / lire plus

PASCAL SCHUMACHER: Le jazz n’est pas un sport

Le vibraphoniste Pascal Schumacher vient de sortir un deuxième album avec son quartet. Le woxx s’est entretenu avec le jeune jazzman luxembourgeois.

N’est pas le Stakhanov des partitures: Pascal Schumacher, jazzman luxembourgeois de la première génération. (Photo: woxx)

woxx: Le jazz n’a pas la priorité dans l’enseignement musical au Luxembourg. Comment ton amour pour cette musique est-il né?

Pascal Schumacher: On enseigne bel et bien le jazz au Luxembourg, mais il est vrai que je viens d’une direction différente, du domaine de la percussion contemporaine notamment. Je me suis passionné pour le jazz au cours de mes études. Le déclic m’est venu d’un de mes professeurs pendant que j’étudiais à Strasbourg. mehr lesen / lire plus

GALERIE ACKERMANN: L’amour toujours?

En pénétrant dans la galerie Ackermann, une image saute aux yeux: celle de notre couple grand-ducal, réduit au statut d’icone pop sur fond mauve. Le vide de leurs visages – on ne les réconnaît qu’à l’uniforme d’Henri – semble signifier le côté délavé d’une monarchie sur-médiatisée et d’une mise en scène d’un pouvoir loti avant tout sur le symbolique. Ironie pure, pourrait-on croire. On se trompe, pourtant. Car la peinture montre en fait que le couple „fait partie intégrante de l’imagerie populaire, qu’il reçoit et offre avec générosité son attention à la population tout en inspirant sécurité et admiration“, dit la petite note explicative. mehr lesen / lire plus

JULIE-CHRISTIE FORTIER: C’est pas grave

Esch ist die Stadt, die 2006 alle Superlative schlägt. Durch die seit April 2003 bestehende
Konschtkëscht wird die Alzettestrasse von der Bummel- und Kommerzmeile zur größten Galerie der Welt. Während in den Schaufenstern die üblichen Waren aller Art feilgeboten werden, kann man hier frische Videokunst genießen.
Und noch ein Rekord: Mit genau 40 Sekunden Laufzeit ist der Film „C’est pas grave“ der kanadischen Videokünstlerin Julie-Christie Fortier wohl einer der kürzesten seiner Art. Die 1973 im Québec geborene Allround-Künstlerin, die seit 2001 in Frankreich lebt, hat Selbstironie zum Kredo für ihre Kunst gemacht. Wo der Zuschauer eine Geschichte erwartet, setzt sie auf Endlos-Schleifen, die Heiterkeit verbreiten. mehr lesen / lire plus

AUSSTELLUNG: ExhibitionTransformation

Am Samstag öffnete die „ExhibitionTransformation“ in der Galerie QG Salzinsel ihre Pforten. Das vom Kollektiv LX5 organisierte Event wirft aber auch Fragen über das hiesige Kunstverständnis auf.

Keine elitäre Kunst produzieren, so lautet einer der Grundsätze des LX5 – Kollektivs. Es geht darum neue, junge Leute anzuziehen, aber auch gleichzeitig die Events so zu gestalten, dass sich auch Menschen ohne allzu fundiertes Wissen und Kunstverständnis in ihnen wiederfinden und sich auch wohlfühlen. Das Vermischen und das Zusammenbringen verschiedener Klassen liegt der Truppe am Herzen.

Doch das ist, gegen 19 Uhr am Samstagabend im Mitteltrakt der Kufa, bei weitem nicht der Fall. mehr lesen / lire plus

SKA-PUNK: The Disliked

The Disliked, Fresh Trash, erschienen bei Ashcan Records. Im Fachhandel für 10€ erhältlich.

„The Disliked“, nennt sich eine neue luxemburgische Ska-Punk Combo, die soeben ihr erstes Album auf Ashcan Records veröffentlicht hat. Die „Fresh Trash“ betitelte Platte strotzt vielleicht nicht gerade vor originellem Songwriting, dafür ist sie aber erfreulich energiegeladen. Die insgesamt neun Titel schwimmen irgendwo zwischen klassischem Knüppelpunk und Ska-Passagen mit ruhigeren Einlagen. Aber auch rockigere Sounds fehlen nicht – ein paar Anleihen aus dem Heavy Metal stecken hie und da ihre hochgeföhnte Haarmähne heraus. Die raue Stimme des Sängers verleiht den Songs Authentizität. Das Ganze ist unterlegt mit einem subtilen Trompetenspiel, das der Musik der „Ungeliebten“ den letzten Schliff verpasst. mehr lesen / lire plus

COMICS: Film ohne Budget

Der luxemburgische Comic-Zeichner Andy Genen ist ein relativ neues Gesicht in der – hier zu Lande – noch sehr kleinen Comic-Branche. Trotzdem hat er kürzlich sein Erstalbum „De leschte Ritter“ veröffentlicht.

ND Genen, so wie er sich selbst sieht und zeichnet: bunt und fantasievoll.

Die Kulisse wirkt wie gemalt. Weihnachtliches Schneegestöber hellt die Abenddämmerung auf die langsam durch die großen Fenster in dem schummrigen Escher Café dringt. Der Kaffee dampft und wie aus weiter Ferne klingen die Löffel in den Tassen, oder sind es doch die Rentiere im Himmel? Egal, denn Andy Genen ist sowieso in der Comicwelt zu Hause. Doch ein Traumberuf erfordet auch Kompromisse. mehr lesen / lire plus

LUC BESSON: Un ange reste

Le grand retour de Luc Besson derrière la caméra laisse perplexe. De très belles images et de très bons acteurs: pourtant „Angel-A“ ne décolle pas.

Amélie Polar? L’ombre du doute plane sur les talents de Luc Besson. Ici: Jamel Debbouze et Rie Rasmussen sur le plateau de „Angel-A“.

Oui, ils lui ont fait payer le taxi. Taxi 1, Taxi 2 et Taxi 3. Ces dernières années, Luc Besson a inondé le marché du cinéma français avec tellement de navets, qu’il aurait mieux fait d’en faire une salade. Toutefois, traiter „Angel-A“ de „supernova dans la constellation de la lobotomie heureuse“, comme le fait le rédacteur de „chronic’art“, webmag parigot et ultra-branché, relève de la surenchère et peut-être même de la jalousie envers celui qui a régné presque sans partage – et sans réaliser un seul de ses films, se retranchant derrière le rôle de producteur – sur le cinéma français. mehr lesen / lire plus

KULTURJAHR 2007: Rotunde „Zum blauen Hirsch“

Braucht Luxemburg überhaupt ein Kulturjahr 2007? Was wurde aus 1995 gelernt? Sind wir keine Provinz mehr?

Er rollt, der Hirsch. Nur wohin? Und für wen?
(Foto: Cat)

„Kulturpolitik wird in Luxemburg in letzter Instanz von der ‚Inspection Générale des Finances‘ gemacht“, schrieb Robert Garcia vor fast genau zehn Jahren in seiner Analyse über das gerade ausgeklungene Kulturjahr 1995 im „Grengespoun“. Heute hat der aufmüpfige Kritiker von einst selbst einen blauen Hirsch zu überwachen. Als Koordinator über ein Kulturjahr 2007, das sich ebendieses Tier als Symbol gewählt hat. Am schicken Holztisch, in einem kleinen Häuschen zwischen den Bonneweger Rotunden, in dem sich das Organisationsteam des Kulturjahres angesiedelt hat, sitzt ein nachdenklicher Mann, der von sich selbst sagt, er sei vor zwei Jahren noch unsicher gewesen über die Machbarkeit des von ihm geplanten Programms. mehr lesen / lire plus

LE COLIBRI BLEU: Kombinationen mit Plastikbuddhas

Restaurant Le Colibri Bleu, 2-4, rue de la Croix, L-3716 Rumelange, Tel: 26 56 02 10

Zugegeben: die Dekorationen könnten etwas weniger kitschig sein. Aber der spröde Charme der Plastikbuddhas und die ausgebleichte Disney-Girlande, die seit ewigen Zeiten über den Köpfen der Gäste hängt, können in die Irre führen. Denn das Rümelinger „Colibri Bleu“ hat sich einen Namen gemacht wegen seiner – in Luxemburg wahrscheinlich einmaligen – Speisekarte. Hier fließen die Esskulturen fremder Zivilisationen zusammen, und es ist dem Gast überlassen sich ein harmonisches Menü zusammenzustellen. Ein breitgefächertes Angebot an asiatischer Küche, vor allem chinesische und thailändische Gerichte, treffen auf alles was in der südamerikanischen Küche so rumbrutschelt. mehr lesen / lire plus