Klimawandel und Aktienwert
: Gewitterwarnung für Unternehmen

Die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels beschränken sich nicht auf die durch Katastrophen verursachten Schäden. Eine Schweizer Firma hilft dabei, die Auswirkungen auf den Unternehmenswert abzuschätzen.

Oliver Marchand hat früher für den Schweizer Wetterdienst gearbeitet. Jetzt untersucht er im Auftrag von Managern und Investoren, für welche Unternehmen morgen die Sonne scheint und bei welchen dunkle Wolken am Horizont aufziehen. (Bildquelle: privat)

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer und holen sich ihre Energie aus dem Ozean, dessen Temperatur mindestens 26 Grad Celsius betragen muss. Die entstehenden Windgeschwindigkeiten können über 300 Kilometer pro Stunde erreichen. Tropische Wirbelstürme sind großflächig; ihr Durchmesser kann einige Hundert Kilometer betragen. mehr lesen / lire plus

Mobilfunk-Strahlung
: „Die Situation ist unbefriedigend“


Handys senden hochfrequente elektromagnetische Strahlung aus. Welche Wirkung hat die auf Menschen? Besonders auf jene, die das Smartphone ständig oder sehr oft ans Ohr halten?

Sarah Drießen, die Leiterin des Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit (Femu), einer interdisziplinäre Einrichtung der Uniklinik RWTH Aachen, beurteilt im Interview den aktuellen Forschungsstand.

Es gibt eine Fülle von Studien zu den Gesundheitsrisiken häufiger Handynutzung, doch sind die Ergebnisse, zu denen sie kommen, sehr unterschiedlich. Einige Untersuchungen behaupten, dass die Strahlung gefährlich sei, weil sie das Hirntumor-Risiko erhöhe oder die männliche Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtige. Andere geben Entwarnung. Ein umstrittenes Thema also. Sarah Drießen leitet das Femu-Zentrum in Aachen, das beobachtet, was sich in Sachen Handystrahlung so tut. mehr lesen / lire plus

Klima-Anlagen-Wandel
: Draußen heiß, drinnen schön kühl


Im Zuge der Erderwärmung heizen sich Wohngebäude stärker auf, der thermische Komfort leidet darunter. Herkömmliche Klimatisierung ist häufig umweltschädlich. Doch es gibt bessere Kühltechniken, die mit Erdsonden arbeiten.

Glasfassade ohne Rafflamellen und mit Klimageräten. (Foto: Wikipedia / David Brazier / CC BY-SA 3.0)

Die Juni-Hitzewelle gibt einen Vorgeschmack auf die heißen Sommer, die uns in Europa bevorstehen, sollte nichts Entscheidendes gegen die Erd-
erwärmung getan werden. Die Zahl der Sommertage über 25 Grad Celsius nimmt zu, besonders in Tieflagen gibt es häufiger Tropennächte. Das heißt, die Temperatur sinkt dann auch nachts nicht unter 20 Grad Celsius.

Auch in den letzten Jahren war das Wetter häufig extrem heiß. mehr lesen / lire plus

Sprachassistenten
: Kühlschrank schreibt Einkaufsliste


Das Internet der Dinge – also die Verknüpfung von Gebrauchsgegenständen und Apparaten mit dem World Wide Web – soll vieles einfacher machen. Doch wie seiht es mit dem Datenschutz aus?

(Foto: Wikimedia)

Sprachassistenten sollen auf so ziemlich alles antworten können. Aber bestimmte Themengebiete lassen sie dann doch lieber unkommentiert, wie ein im Netz kursierendes Video zeigt. Im Mittelpunkt steht dabei Echo, Amazons Lautsprecherbox. Oder genauer die Sprachassistentin Alexa, deren Stimme aus der Box erklingt. Alexa kann sehr viel. Bittet man sie, Musik abzuspielen oder die Wettervorhersage durchzugeben, so wird der Wunsch erfüllt. In dem kurzen Video steht Alexas menschliche Besitzerin vor dem Gerät und fragt: „Alexa, würdest du mich anlügen?“ Alexa antwortet treu: „Ich versuche immer, die Wahrheit zu sagen. mehr lesen / lire plus

Offshore-Windkraft und Meeresökologie: Roboter auf Tauchgang


Die Wasserschichtung im Meer kann durch kleinste Eingriffe durcheinandergebracht werden. Roboter helfen dabei, die Auswirkungen von Windrädermasten zu verstehen.

Der Glider-Roboter beim Untertauchen. (Foto: Raimo Kopetzky/HZG)

Im Meer geht es turbulent zu. Alles wird ständig durcheinandergemischt. Dafür sorgen die Wirbel an der Oberfläche, die der Wind erzeugt, und am unteren Ende der Wassersäule das Aufeinandertreffen von schneller und langsamer fließendem Wasser. Die Gezeitenströmung reibt dort am Meeresgrund, wodurch sich das Wasser in Bodennähe langsamer bewegt. Etwas darüber, weiter weg vom Grund, fließt es schneller, weil es dort keine Reibung gibt. So entsteht eine Scherung, wie der Unterschied der Fließgeschwindigkeiten genannt wird. mehr lesen / lire plus

Interview
: Wie fest sitzen die antarktischen Korken?


Schelfeis hat für die Stabilität des antarktischen Inlandeises, die von permanenter Kälte abhängt, zentrale Bedeutung. Wie stark der Meeresspiegel global ansteigt, hängt auch von ihm ab. Interview mit dem Ozeanografen Tore Hartmann, der mehrere Monate auf dem Fichner-Schelfeis im Westen der Antarktis geforscht hat.

(Fotos: T. Hattermann/AWI)

woxx: Das Filchner-Schelfeis ist eine sehr abgelegene Region. Wie sind Sie dahin gekommen?


Hattermann: An- und später abgereist sind wir über die britische Antarktisstation „Rothera“ auf der Antarktischen Halbinsel. Von dort sind es dann noch einmal gut 1.000 Kilometer bis zu unserem Einsatzort. Wir Forscher und die Ausrüstung kamen mit kleineren Flugzeugen dorthin. Ein Großteil der schweren Bohrausrüstung wurde per Schiff direkt an die Schelfeiskante transportiert. mehr lesen / lire plus

Umwelt-DNA und Naturschutz
: Artenvielfalt im Wasserkanister


Statt Lebewesen aufzuspüren und zu zählen, wird man künftig einfach eine Wasserprobe nehmen. Mit deren Hilfe kann man sozusagen vom Teil aufs Ganze schließen. Für den Umweltschutz bietet die neue Technik viele Möglichkeiten.

Das Wasser, das die DNA von vielen Tieren enthält, wird mit einem 1-Liter-Kanister aus dem Fluss Glatt geschöpft. (Foto: Eawag)

Das Monitoring von Meereslebewesen ist eine umständliche und teure Angelegenheit. Denn was da unten lebt, entzieht sich dem Blick; ab 200 Metern Tiefe ist alles stockdunkel. Um die im Wasser lebenden Arten aufzuspüren, braucht man Schleppnetze, die den Meeresgrund abgrasen. Mit dem Fang lassen sich dann Vorkommen und Häufigkeit ungefähr bestimmen. mehr lesen / lire plus

Rohstoff Phosphor
: Recyceln statt verschwenden

Von der Rohstoffverknappung sind nicht nur Edelmetalle und seltene Erden betroffen, auch ein so elementarer Stoff wie Phosphor ist nicht uneingeschränkt verfügbar. Erforscht wird derzeit, wie er sich aus Klärschlamm und Fäkalien wiedergewinnen lässt.

In-vitro-Haltung von verschiedenen Kartoffelgenotypen in einem Rostocker Labor: Die Glasröhrchen mit den einzelnen Pflanzen befinden sich in Gestellen in einem Lichtregal. Hier haben die Kartoffelpflänzchen bei 20 Grad Celsius und 16 Stunden Licht optimale Wachstumsbedingungen. (Foto: Klaus J. Dehmer; Illu : Wikimedia / Riccardo Rovinetti / CC BY-SA 3.0)

Das Nichtmetall Phosphor, chemisch mit einem P abgekürzt, gehört nicht nur zu den Grundbausteinen allen Lebens, sondern neben Stickstoff auch zu den wichtigsten Düngemitteln. mehr lesen / lire plus

Elbphilharmonie in Hamburg
: Eingegipster Wohlklang

 

Nach knapp zehn aufregenden Jahren Bauzeit findet am 11. Januar in der Hamburger Elbphilharmonie das Eröffnungskonzert statt. An der Akustik wird bis zuletzt gefeilt.

Fotos: Andreas Lorenz-Meyer

Würde jetzt draußen auf der Elbe das Schiffshorn eines Ozeanriesen dröhnen, man bekäme hier drinnen nichts davon mit. Der Große Saal ist von zwei Betonschalen umgeben, und zwischen denen sitzen Stahlfederpakete, die jeglichen Hafenkrach daran hindern, in das Herzstück der Elbphilharmonie zu gelangen. Störende Geräusche von außen sind also ausgeschlossen.

Aber natürlich geht es bei einem Konzerthaus wie diesem vor allem um den Schall, der im Raum erzeugt und vom Publikum als Wohlklang wahrgenommen wird. mehr lesen / lire plus

Elektroschrott: Lang lebe das Smartphone!

Modulare Handys haben einen Vorteil: Geht ein Einzelteil kaputt, muss man kein neues Gerät kaufen, sondern nur ein Ersatzteil. Weniger Elektronikschrott also – aber haben die Modularen eine Chance, sich auf dem umkämpften Markt durchzusetzen?

Pionier in Sachen Modularität: Das Fairphone 2. (Foto: Fairphone.com)

Pionier in Sachen Modularität: Das Fairphone 2. (Foto: Fairphone.com)

Es hörte sich alles sehr vielversprechend an: ein Smartphone, das nach dem Baukastenprinzip funktioniert, bei dem also Nutzer aus Einzelteilen ihr ganz eigenes Gerät zusammenfügen können. Ara nannte Google das Projekt, aus dem am Ende ein Modul-Handy mit frei wählbaren Komponenten hervorgehen sollte. Mehrere Steckplätze waren vorgesehen, unter anderem für die Kamera, für den Lautsprecher – alles einsetz- und wieder herausnehmbar. mehr lesen / lire plus

Folgen des Klimawandels
: Kleine Sintfluten


Wenn die Erderwärmung das Klima trockener macht, wieso werden ihr dann auch die Rekordregenfälle angelastet? Wissenschaftliche Erklärungen im Vorfeld der Klimakonferenz, die Schlimmeres verhindern soll.

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Jascha Lehmann, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. (Foto: privat)

„Alarmstufe Orange“ wurde mehrfach im Spätfrühling und im Frühsommer dieses Jahres ausgerufen – der Wetterdienst Meteolux warnte damit vor heftigen Regenfällen im ganzen Land. Dennoch trafen die Überschwemmungen am 22. Juli die Einwohner der Gegend um die Weiße Ernz unvorbereitet und verursachten dramatische Schäden. Auch bei den Nachbarn herrschte um diese Zeit ungemütliches Wetter. Süddeutschland erlebte eine ganze Serie schwerer Gewitter. Diese sorgten für zahlreiche Sturzfluten innerhalb weniger Stunden. mehr lesen / lire plus

Green building: Ein Schleimpilz als Architekt

Ob Knochengerüst oder Blütenblätter, die Tricks der Natur kann der Mensch beim Bau von Häusern nutzen. Noch weiter gehen Forscher, die mit Pilz- und Schweinezellen experimentieren.

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Der Eiffelturm: aufgebaut wie ein Knochengerüst. (Foto: Wikimedia / François Trazzi / CC-BY-SA 3.0)

Wie sehen unsere Häuser in dreißig oder vierzig Jahren aus? Woraus bestehen sie? Die Antwort könnte eine aus heutiger Sicht überraschende sein, nämlich eine bionische Antwort. Die Bionik bringt Biologie und Technik zusammen, wie der Name besagt. Man nimmt sich die Natur zum Vorbild, um technische Lösungen zu finden. Dabei wird aber nicht kopiert; es geht darum, Funktionsweisen zu übertragen, zum Beispiel die Haftkraft, die Geckos in den Füßen haben. mehr lesen / lire plus

Interview
: „Das Auto greift ins Denken ein“

Ohne Auto geht es heutzutage doch gar nicht! Genau so denken viele. Dass diese Denkweise falsch ist, meint der österreichische Verkehrsplaner Hermann Knoflacher. Seit Jahrzehnten kämpft er gegen die Pkw-Hegemonie.

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(Foto: Privat)

woxx: Herr Knoflacher, innerhalb von Städten kommt man recht gut auch ohne Auto voran. Es gibt Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen. Man kann auch Fahrrad fahren. Dennoch nehmen die Leute meist den Pkw. Warum? 


Hermann Knoflacher: Der Mensch wird zum Autofahren gezwungen. Schon ein knappes Jahrhundert lang genießt das Auto den Vorrang vor allen anderen Mobilitätsmitteln. Hier in Wien drückt sich das im Garagengesetz aus. Bis 2015 musste für jede Wohnung ein Kfz-Stellplatz errichtet werden, unabhängig vom Bedarf und der Wohnungsgröße. mehr lesen / lire plus

Das Recht auf Klimaschutz
: Klagen statt Jammern


Angesichts der drohenden Erderwärmung und der Untätigkeit der Politik kann man resignieren. Oder handeln, zum Beispiel indem man vor Gericht zieht.

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Trügerische Anden-Idylle. Wegen des Klimawandels droht eine Überflutung der peruanischen Stadt Huaraz. (Foto: Wikimedia / Uwebart / CC-BY-SA 3.0)

Zu den Menschen, die unmittelbar vom Klimawandel betroffen sind, gehören jene, die im Einzugsbereich von Gletschern leben. Schmelzen diese, weil es wärmer wird, steigt der Wasserpegel der Bergseen und Flüsse und es drohen Überflutungen. Saúl Luciano Lliuya, peruanischer Bergführer, lebt im Andenort Huaraz auf 3.000 Metern Höhe. Oberhalb von Huaraz liegt ein Bergsee, der in den letzten Jahren immer mehr Wasser aufgenommen hat, weil die Gletscher abtauen. mehr lesen / lire plus

Glyphosat-Debatte
: Strategien der Verharmlosung

Je nach durchgeführter Studie ist Glyphosat mal hochgefährlich, mal bloß halb so schlimm. Wir haben nachgefragt, wie es zu den Studienergebnissen kommt und welche Interessen hinter ihnen stecken.

Die Agrarökologin Angelika Hilbeck forscht und lehrt am Institut für Integrative Biologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 
Sie hat am 2008 erschienenen Weltagrarbericht mitgearbeitet. (Foto: Edvard Kristiansen / edvardk.com)

Die Agrarökologin Angelika Hilbeck forscht und lehrt am Institut für Integrative Biologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 
Sie hat am 2008 erschienenen Weltagrarbericht mitgearbeitet. (Foto: Edvard Kristiansen / edvardk.com)

woxx: Ende Juni läuft die EU-Zulassung für Glyphosat aus. Es herrscht Uneinigkeit in Europa, ob sie verlängert werden soll. Was meinen Sie, gehört Glyphosat aus dem Verkehr gezogen?


Angelika Hilbeck: Mir reicht die wissenschaftliche Evidenz, die sich aus peer-reviewed Studien ergibt, um zu sagen: Weder Glyphosat noch Roundup noch ihre Abbauprodukte gehören in unsere Nahrung und in die Natur. mehr lesen / lire plus