Rohstoff Phosphor
: Recyceln statt verschwenden

Von der Rohstoffverknappung sind nicht nur Edelmetalle und seltene Erden betroffen, auch ein so elementarer Stoff wie Phosphor ist nicht uneingeschränkt verfügbar. Erforscht wird derzeit, wie er sich aus Klärschlamm und Fäkalien wiedergewinnen lässt.

In-vitro-Haltung von verschiedenen Kartoffelgenotypen in einem Rostocker Labor: Die Glasröhrchen mit den einzelnen Pflanzen befinden sich in Gestellen in einem Lichtregal. Hier haben die Kartoffelpflänzchen bei 20 Grad Celsius und 16 Stunden Licht optimale Wachstumsbedingungen. (Foto: Klaus J. Dehmer; Illu : Wikimedia / Riccardo Rovinetti / CC BY-SA 3.0)

Das Nichtmetall Phosphor, chemisch mit einem P abgekürzt, gehört nicht nur zu den Grundbausteinen allen Lebens, sondern neben Stickstoff auch zu den wichtigsten Düngemitteln. mehr lesen / lire plus

Elbphilharmonie in Hamburg
: Eingegipster Wohlklang

 

Nach knapp zehn aufregenden Jahren Bauzeit findet am 11. Januar in der Hamburger Elbphilharmonie das Eröffnungskonzert statt. An der Akustik wird bis zuletzt gefeilt.

Fotos: Andreas Lorenz-Meyer

Würde jetzt draußen auf der Elbe das Schiffshorn eines Ozeanriesen dröhnen, man bekäme hier drinnen nichts davon mit. Der Große Saal ist von zwei Betonschalen umgeben, und zwischen denen sitzen Stahlfederpakete, die jeglichen Hafenkrach daran hindern, in das Herzstück der Elbphilharmonie zu gelangen. Störende Geräusche von außen sind also ausgeschlossen.

Aber natürlich geht es bei einem Konzerthaus wie diesem vor allem um den Schall, der im Raum erzeugt und vom Publikum als Wohlklang wahrgenommen wird. mehr lesen / lire plus

Elektroschrott: Lang lebe das Smartphone!

Modulare Handys haben einen Vorteil: Geht ein Einzelteil kaputt, muss man kein neues Gerät kaufen, sondern nur ein Ersatzteil. Weniger Elektronikschrott also – aber haben die Modularen eine Chance, sich auf dem umkämpften Markt durchzusetzen?

Pionier in Sachen Modularität: Das Fairphone 2. (Foto: Fairphone.com)

Pionier in Sachen Modularität: Das Fairphone 2. (Foto: Fairphone.com)

Es hörte sich alles sehr vielversprechend an: ein Smartphone, das nach dem Baukastenprinzip funktioniert, bei dem also Nutzer aus Einzelteilen ihr ganz eigenes Gerät zusammenfügen können. Ara nannte Google das Projekt, aus dem am Ende ein Modul-Handy mit frei wählbaren Komponenten hervorgehen sollte. Mehrere Steckplätze waren vorgesehen, unter anderem für die Kamera, für den Lautsprecher – alles einsetz- und wieder herausnehmbar. mehr lesen / lire plus

Folgen des Klimawandels
: Kleine Sintfluten


Wenn die Erderwärmung das Klima trockener macht, wieso werden ihr dann auch die Rekordregenfälle angelastet? Wissenschaftliche Erklärungen im Vorfeld der Klimakonferenz, die Schlimmeres verhindern soll.

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Jascha Lehmann, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. (Foto: privat)

„Alarmstufe Orange“ wurde mehrfach im Spätfrühling und im Frühsommer dieses Jahres ausgerufen – der Wetterdienst Meteolux warnte damit vor heftigen Regenfällen im ganzen Land. Dennoch trafen die Überschwemmungen am 22. Juli die Einwohner der Gegend um die Weiße Ernz unvorbereitet und verursachten dramatische Schäden. Auch bei den Nachbarn herrschte um diese Zeit ungemütliches Wetter. Süddeutschland erlebte eine ganze Serie schwerer Gewitter. Diese sorgten für zahlreiche Sturzfluten innerhalb weniger Stunden. mehr lesen / lire plus

Green building: Ein Schleimpilz als Architekt

Ob Knochengerüst oder Blütenblätter, die Tricks der Natur kann der Mensch beim Bau von Häusern nutzen. Noch weiter gehen Forscher, die mit Pilz- und Schweinezellen experimentieren.

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Der Eiffelturm: aufgebaut wie ein Knochengerüst. (Foto: Wikimedia / François Trazzi / CC-BY-SA 3.0)

Wie sehen unsere Häuser in dreißig oder vierzig Jahren aus? Woraus bestehen sie? Die Antwort könnte eine aus heutiger Sicht überraschende sein, nämlich eine bionische Antwort. Die Bionik bringt Biologie und Technik zusammen, wie der Name besagt. Man nimmt sich die Natur zum Vorbild, um technische Lösungen zu finden. Dabei wird aber nicht kopiert; es geht darum, Funktionsweisen zu übertragen, zum Beispiel die Haftkraft, die Geckos in den Füßen haben. mehr lesen / lire plus

Interview
: „Das Auto greift ins Denken ein“

Ohne Auto geht es heutzutage doch gar nicht! Genau so denken viele. Dass diese Denkweise falsch ist, meint der österreichische Verkehrsplaner Hermann Knoflacher. Seit Jahrzehnten kämpft er gegen die Pkw-Hegemonie.

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(Foto: Privat)

woxx: Herr Knoflacher, innerhalb von Städten kommt man recht gut auch ohne Auto voran. Es gibt Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen. Man kann auch Fahrrad fahren. Dennoch nehmen die Leute meist den Pkw. Warum? 


Hermann Knoflacher: Der Mensch wird zum Autofahren gezwungen. Schon ein knappes Jahrhundert lang genießt das Auto den Vorrang vor allen anderen Mobilitätsmitteln. Hier in Wien drückt sich das im Garagengesetz aus. Bis 2015 musste für jede Wohnung ein Kfz-Stellplatz errichtet werden, unabhängig vom Bedarf und der Wohnungsgröße. mehr lesen / lire plus

Das Recht auf Klimaschutz
: Klagen statt Jammern


Angesichts der drohenden Erderwärmung und der Untätigkeit der Politik kann man resignieren. Oder handeln, zum Beispiel indem man vor Gericht zieht.

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Trügerische Anden-Idylle. Wegen des Klimawandels droht eine Überflutung der peruanischen Stadt Huaraz. (Foto: Wikimedia / Uwebart / CC-BY-SA 3.0)

Zu den Menschen, die unmittelbar vom Klimawandel betroffen sind, gehören jene, die im Einzugsbereich von Gletschern leben. Schmelzen diese, weil es wärmer wird, steigt der Wasserpegel der Bergseen und Flüsse und es drohen Überflutungen. Saúl Luciano Lliuya, peruanischer Bergführer, lebt im Andenort Huaraz auf 3.000 Metern Höhe. Oberhalb von Huaraz liegt ein Bergsee, der in den letzten Jahren immer mehr Wasser aufgenommen hat, weil die Gletscher abtauen. mehr lesen / lire plus

Glyphosat-Debatte
: Strategien der Verharmlosung

Je nach durchgeführter Studie ist Glyphosat mal hochgefährlich, mal bloß halb so schlimm. Wir haben nachgefragt, wie es zu den Studienergebnissen kommt und welche Interessen hinter ihnen stecken.

Die Agrarökologin Angelika Hilbeck forscht und lehrt am Institut für Integrative Biologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 
Sie hat am 2008 erschienenen Weltagrarbericht mitgearbeitet. (Foto: Edvard Kristiansen / edvardk.com)

Die Agrarökologin Angelika Hilbeck forscht und lehrt am Institut für Integrative Biologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 
Sie hat am 2008 erschienenen Weltagrarbericht mitgearbeitet. (Foto: Edvard Kristiansen / edvardk.com)

woxx: Ende Juni läuft die EU-Zulassung für Glyphosat aus. Es herrscht Uneinigkeit in Europa, ob sie verlängert werden soll. Was meinen Sie, gehört Glyphosat aus dem Verkehr gezogen?


Angelika Hilbeck: Mir reicht die wissenschaftliche Evidenz, die sich aus peer-reviewed Studien ergibt, um zu sagen: Weder Glyphosat noch Roundup noch ihre Abbauprodukte gehören in unsere Nahrung und in die Natur. mehr lesen / lire plus

Wem gehört das Asteroiden-Spice?
: Goldrausch im All

Die Rechtslage beim Rohstoffabbau im Weltraum ist alles andere als klar. Im Science-Fiction-Epos Dune kommt es zum Krieg um das Spice… Wird die Menschheit den Frieden im All bewahren können?

(Foto: Wikimedia / NASA/JPL-Caltech / PD)

Unermessliche Schönheit, unermesslicher Reichtum. Fiktive Darstellung des Asteroidengürtels. (Foto: Wikimedia / NASA/JPL-Caltech / PD)

„16 Psyche“ hat einen Durchmesser von 250 Kilometern. Damit zählt er zu den größten Brocken im Asteroidenhauptgürtel, einer Ansammlung von Himmelskörpern zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Der Asteroid wurde vermutlich durch eine Kollision freigesprengt und wäre somit der Kern eines Protoplaneten. Aber nicht nur deswegen weckt „16 Psyche“ ein gewisses Interesse, sondern auch wegen seiner Rohstoffvorkommen. mehr lesen / lire plus

Millionen Smog-Tote
: Dachpfannen gegen dicke Luft

Höchste Zeit, zu erforschen, woher die Luftverschmutzung kommt. Insbesondere der Feinstaub gefährdet die Gesundheit, in China wie in den USA und in Europa.

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Ästhetik des Untergangs, Shanghai 2008. (Foto: Wikimedia / Suicup / CC-BY-SA 3.0)

Im Dezember wurde Peking mal wieder vom Smog heimgesucht. Eine Stadt wie im Nebel, Atemmasken tragende Gestalten in den Straßen – diese Bilder liefen durch die Nachrichten. Dabei gehört die chinesische Hauptstadt nicht einmal zu den schmutzigsten Metropolen des Planeten.

Es ist die Stadt Ahwaz, in Südwest-Iran gelegen, die die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgestellte Top-Ten-Liste der Städte mit Luftverschmutzung anführt. Dort sorgt die rundherum angesiedelte Schwerindustrie für ziemlich dicke Luft. mehr lesen / lire plus

Surfen hinterlässt Spuren: Komfort oder Privatsphäre?


Sich frei und bequem im WWW bewegen, ist für viele ein Stück Lebensqualität. Doch was tun gegen die virtuellen „Spanner“, die unsere Daten ausspähen und sammeln?

Spanner gibts nicht nur am stillen Örtchen. Auch im Internet bewegen wir uns unter den Blicken von Google und Co. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (Foto: Raymond Klein)

Spanner gibts nicht nur am stillen Örtchen. Auch im Internet bewegen wir uns unter den Blicken von Google und Co. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (Foto: Raymond Klein)

„To browse“ bedeutet so viel wie stöbern oder sich umsehen. Ein zutreffender Name, denn Browser sind genau dafür da. Mit den Programmen lassen sich Seiten im World Wide Web darstellen. Sie dienen sozusagen als Fenster zum Internet. Zwar herrscht Browser-Wahlfreiheit, aber die großen Vier – Microsofts Internet Explorer, Googles Chrome, Apples Safari und Mozillas Firefox – teilen sich den Markt weitgehend untereinander auf. mehr lesen / lire plus

Ozeane und Klimawandel
 : Das zweite CO2-Problem


Das Meer ist unser geheimer Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel, denn es absorbiert CO2. Wird aber seine Aufnahmekapazität überschritten, drohen verheerende Folgen.

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Euphausia superba. Die Krillbestände sind gefährdet durch die CO2-Aufnahme der Meere. (Foto: Uwe Kils / Wikimedia / CC-BY-SA 3.0)

Viel ist beim Klimaschutz vom 2-Grad-Ziel die Rede. Die Erdatmosphäre darf sich um nicht mehr als diese 2 Grad erwärmen, wenn das Schlimmste, der Kollaps des Ökosystems Erde, vermieden werden soll. Um unter dieser Marke zu bleiben, müssen aber die Klimagas-Emissionen, die vor allem auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurückgehen, erheblich gedrosselt werden. Was man dabei schnell übersieht: Riesige Kohlendioxidmengen entweichen nicht nur in die Luft. mehr lesen / lire plus

Einen Monat vor dem Klimagipfel
: Wird Paris ein Erfolg?


Ab dem 30. November wird an der Seine über ein neues Weltklimaabkommen verhandelt. Die großen CO2-Emittenten Russland, Indien, China, Brasilien, USA haben ihre nationalen Klimaziele veröffentlicht. Susanne Dröge, Klimapolitik-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, über die Chancen für einen erfolgreichen Gipfel.

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Die Klima-Expertin Susanne Dröge kann bei den großen CO2-Emittenten keine richtige Begeisterung für den Klimaschutz erkennen. Dennoch ist sie optimistisch, was die Erfolgsaussichten für die Pariser Konferenz angeht.

woxx: Indien hat Anfang Oktober als einer der letzten Groß-Emittenten seine nationalen Klimaziele veröffentlicht. Das Land will Treibhausgase bis 2030 um 33 bis 35 Prozent, gemessen an 2005, reduzieren. mehr lesen / lire plus

Kakao-Welthandel
: Fair- statt Edel-Bitter

Was für die Konsumenten süß schmeckt, kann für die Erzeuger bitter sein. Labels und Verhaltenskodexe sollen den Kakaoanbau nachhaltiger gestalten.

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Lecker, fair, bio – und auch 
noch schön anzusehen: 
die handgeschöpfte Schokolade der österreichischen Firma Zotter. 
Im Hintergrund: Monde-diplomatique-Atlas 2010, Kapitel Afrika. (Foto: woxx)

Mitteleuropäer essen gern und viel Schokolade. Über zwölf Kilogramm verzehrt ein Deutscher durchschnittlich im Jahr, ein Niederländer kommt auf knapp zehn, ein Österreicher auf knapp acht Kilogramm. Zum Vergleich: Die Chinesen gönnen sich gerade 100 Gramm pro Kopf und Jahr. Für Luxemburg scheint es neuere Zahlen nicht zu geben, doch dürfte das Land nicht weit hinter dem Schoko-Spitzenreiter Schweiz liegen, wobei, ähnlich wie dort, ein Teil der Verkäufe auf das Konto von Tank- oder Bergtouristen geht. mehr lesen / lire plus

Tote in der Cloud: Bewahren oder Löschen?


Was passiert nach meinem Tod mit den Familienfotos in der Cloud? Und mit meinem Facebook-Profil? Ohne Zugangsdaten sind meine Angehörigen vom Wohlwollen der Dienstleister abhängig.

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Calvary Cemetery, Queens, New York. Stadt der Toten, Stadt der Lebenden. Im Netz kann das Andenken an Verstorbene weiterleben. (Foto: Plowboylifestyle / Wikipedia / PD)

Stirbt jemand, der zu Lebzeiten viel im Internet unterwegs war, kann es sein, dass er eine beträchtliche Menge an Daten zurücklässt. Tausende E-Mails sind in irgendeinem Postfach gespeichert, unzählige Posts finden sich bei Facebook. Möglich auch, dass der Verstorbene einen Cloud-Speicher nutzte, um Videos von Reisen aufzubewahren. Die Dateien liegen dann zum Beispiel bei Dropbox. mehr lesen / lire plus