Tanztheater
: Neue Bühnensprache?

„Dem Gina seng nei Welt“ ist ein Tanztheaterstück der APEMH, basierend auf einer Choreographie Sylvia Camardas. Ein Stück, das Beklemmung hinterlässt und einen zu dem Schluss bringen könnte: Inklusion auf der Bühne sei nicht möglich.

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Es ist schon ein Ärgernis mit der allseits beschworenen „Inklusion“. Der Modebegriff will uns weismachen, dass alle Menschen trotz aller Unterschiede und Einschränkungen in dieser Gesellschaft harmonisch zusammenleben können. Bei diesem seligen Miteinander soll jeder dazugehören, die liberale Chancengleichheit ist das imaginierte Ziel. Doch die Inklusionsbotschaft mag auf Weihnachtskärtchen ihre Wirkung tun – im wahren Leben erweist sie sich meist doch nur als Wunschtraum und muss offenbar gerade deshalb zwanghaft beschworen werden. mehr lesen / lire plus

Gender & Migration
: „Emanzipation soll her
beigebombt werden“

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Nikita Dhawan, geboren 1972, 
ist seit Oktober 2014 Professorin für Politische Theorie mit thematischer Akzentuierung im Feld der Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Transnationaler Feminismus, Globale Gerechtigkeit, Menschenrechte sowie Demokratie und Dekolonisierung. 
Sie ist Co-Autorin des Standard-Werkes „Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung“.
 (Foto: woxx)

Im Gespräch mit der woxx warnt die indische Feministin Nikita Dhawan vor pauschalen Lösungsansätzen und erklärt, wie der Westen unter dem Vorwand der Emanzipation die Situation von Migrantinnen nicht selten verschlimmert.

woxx: In Ihrem Vortrag anlässlich der 15. Internationalen Genderkonferenz erwähnten Sie Alice Schwarzer ironisch als Ihre „Lieblingsfeministin“. Wer eignet sich in der transnationalen Genderforschung tatsächlich als Vorbild?
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Theater: Knisterne Grissini-Momente

Mit „Die Torte“, der letzten Produktion dieser Spielzeit im Kasemattentheater, erkunden drei Schauspieler sowohl ihre eigenen Grenzen wie auch die der Bühne. Ein kreatives Experiment …

1325_Event_Die_Torte_GUTEs sind lautlose Szenen, die den Blick des Betrachters ganz auf die Mimik der Schauspieler lenken, aber im Nu umschlagen in stürmische, leidenschaftliche Aktion, in die man wie in einen Strudel hineingezogen wird. Ein junges Paar feiert im Restaurant seine langjährige Beziehung, aber kennen die beiden sich überhaupt? Haben sie sich je getroffen, oder leben sie am Ende zwar miteinander, aber doch aneinander vorbei?
„Die Torte“ ist eine Collage, basierend auf Texten von Ionesco, Campbell und Tucholsky, und am Ende doch ein Schauspieler-Stück. mehr lesen / lire plus

Tram und Wohnungsbau: Erfolgsprojekte?

Vergangenen Freitag präsentierten die Minister Nagel und Bausch ihre Pläne zum Wohnungsbau und zur Tram auf Kirchberg, wohl um nach dem gescheiterten Referendum Handlungsfähigkeit auf diesem Feld zu demonstrieren. Ab Herbst 2017 soll die Tram (Kirchberg-Paffenthal) rund 10.000 Passagiere im Drei-Minutentakt befördern. Daneben stellten die Minister den Neubau von bis zu 6.500 Wohnungen auf Kirchberg in Aussicht, wovon rund 1.600 innerhalb der nächsten fünf Jahre entstehen sollen. Der Kaufpreis – gegenwärtig bei 7.150 €/m2 – soll auf 4.200 €/m2 fixiert werden, also um rund 40 Prozent sinken. In den drei neuen Wohngebieten (Quartier du Kiem, Réimerwee, J. F. K. Sud), die bis 2020 geplant sind, sollen die Baumaßnahmen zu 50-70% von der SNHBM und zu einem geringeren Teil vom Fonds du Logement realisiert werden. mehr lesen / lire plus

Monodrama-Festival: „Wie Luxemburgs Lebensrealität“ 


Zum 6. Mal findet in diesem Jahr das Fundamental Monodrama-Festival statt. 17 Produktionen in fünf Sprachen bilden einen künstlerischen Kontrapunkt zum Ausgang des Referendums. Zur Halbzeit des Festivals zieht dessen Direktor Steve Karier eine erste Bilanz.

(© Damien Valette)

(© Damien Valette)

woxx: Was war die Idee des Festivals? Und wie hat es sich seit seiner Gründung verändert? Es wird ja auch an ungewöhnlichen Orten gespielt …


Steve Karier: Entstanden ist es 2010. Zuerst wurde es nur in Niederanven veranstaltet. Es ist eine Weile umhergewandert und findet jetzt im dritten Jahr in der Banannefabrik statt. Und es kommt drauf an, da ist „TaTi – Take Time“ – eine Reihe, die im öffentlichen Raum gespielt wird oder aber im Museum. mehr lesen / lire plus

Fotografie: (Un)sichtbare Frauenarbeit

„Femmes en mouvement“ im Centre de documentation sur les migrations humaines (CDMH) beleuchtet die Arbeit immigrierter Frauen im Wandel der Zeiten und macht klar: Frauenarbeit war schon vor hundert Jahren fundamental für das Funktionieren der Gesellschaft.

(© Dario_Cieol)

(© Dario_Cieol)

Dass sich die Geschichte von migrierten Frauen auch in der Minette bis heute nur fragmenthaft nachvollziehen lässt, liegt wohl an dem Grundproblem: Geschichte wird seit jeher von Männern geschrieben. Mit der Ausstellung „Femmes en mouvement“ unternimmt das CDMH nun den Versuch, aus dem Blickwinkel „Migration und Gender“ zugewanderte Frauen und ihre Arbeit von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an fotografisch zu beleuchten. mehr lesen / lire plus

Direktion von „Hëllef Doheem“ unter Druck

Die MitarbeiterInnen von „Hëllef Doheem“ traf die Nachricht Anfang Juni wie eine kalte Dusche: Von einem Tag auf den anderen kündigte der Pflegedienst an, im Rahmen allgemeiner Sparmaßnahmen 90 Beschäftigte zu entlassen. Die Folge waren Unverständnis und laute Proteste, die bei der Direktion jedoch bisher auf taube Ohren stießen. OGBL und LCGB preschen nun voran und versuchen mit allen Mitteln, einen Sozialplan zu verhindern – freilich sind ihre Aktionen nicht immer aufeinander abgestimmt. Schon meinen das Luxemburger Wort wie auch andere Medien in den unterschiedlichen Vorgehensweisen der beiden Gewerkschaften ein „Zerwürfnis“ ausgemacht zu haben: OGBL und LCGB verfolgten im Hintergrund unterschiedliche Strategien, zumal der LCGB verstärkt auf einen politischen Dialog setze. mehr lesen / lire plus

Interview: „Bis heute hat es eine Geschichtsverfälschung gegeben“

Im Gespräch mit der woxx äußert sich der Präsident des Jüdischen Konsistoriums, Claude Marx, zur offiziellen Entschuldigung des Parlaments und erläutert, wieso diese öffentliche Stellungnahme einen Meilenstein darstellt.

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Claude Marx, Jahrgang 1934, ist seit 2014 Präsident des Jüdischen Konsistoriums in Luxemburg. Er überlebte den Zweiten Weltkrieg im Untergrund in Frankreich.

woxx: Die Frage einer institutionellen Mitschuld Luxemburgs an der Shoa ist dank des Artuso-Berichts, der am 10. Februar öffentlich vorgestellt wurde, erstmals offiziell gestellt worden. In zahlreichen Kommissionssitzungen haben sich Mitglieder der Chamber mit den Inhalten des Berichts befasst. Ist nach so vielen kleinteiligen Debatten nicht die Luft raus? Und ist es nicht geschmacklos, eine Entschuldigung in derselben Sitzung auszusprechen, in der über den Ausgang des Referendums diskutiert wird?
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Ende der Abrisspolitik?

1322_KUSDenkmalschutzDer Abriss von historischen Bauten ist in Luxemburg fast schon gang und gäbe. Wie schon beim geplanten Abriss des Bourg-Gemen-Hauses auf Limpertsberg, sah der städtische Gemeinderat offenbar keine Notwendigkeit, zwei Belle-Époque-Gebäude in der Avenue de la Gare (Galerie Bradtke und das Nachbarhaus) zu schützen. Zwar liegt offenbar noch keine Abrissgenehmigung vor, doch sind Bauprojekte geplant, sodass die Bürgermeisterin das Vorhaben wieder einmal mit dem Argument der „fehlenden Harmonie“ rechtfertigte. Grund zur Empörung für den Verein „Sauvegarde du Patrimoine a.s.b.l.“, der sich seit Jahren für Standards im Denkmalschutz stark macht. Dass das Übereinkommen zum Schutz des architektonischen Erbes (Granada-Konvention) nun 30 Jahre nach seiner Unterzeichnung ratifiziert wird, ist immerhin ein kleiner Trost, verpflichten sich die Vertragspartner in ihr immerhin dazu, die Verunstaltung, Beschädigung und Vernichtung geschützter Güter verhindern zu wollen. mehr lesen / lire plus

Referendum: Luxembourgish Angst

Im Vorfeld des Referendums lieferten sich die Parteien eine nationalistische, bevormundende Wahlkampagne. Doch die Debatte um die Mitbestimmung von Ausländern hat den Graben nur vertieft. – Die persönliche (An)sicht einer Nicht-Luxemburgerin …

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Wenig einfallsreich: Die meisten Parteien spielten in ihren Kampagnen die nationale Karte oder indoktrinierten die WählerInnen mit „Jo“ oder „Nee“. (Fotos: woxx)

Nach Luxemburg zu fahren, war für mich lange mit einem Aufatmen verbunden. Kaum passierte man die Grenze bei Igel/Wasserbillig, wurde der Umgangston freundlicher. Statt mit einem „Fahrschein bit-te!“ angeherrscht zu werden, wurde ich mit einem gut gelaunten „Moien“ begrüßt, stimmte etwas mit der Fahrkarte nicht, wurde schon mal ein Auge zugedrückt, und nicht selten verwickelte mich einer der CFL-Schaffner in einen Plausch. mehr lesen / lire plus

Frittparade 2000
: Back to the Frittes

Maskénada zieht mit der Friture Henriette durch Luxemburg und feiert so sein 20jähriges Bestehen. Mit „Frittparade 2000“ nimmt das Künstlerkollektiv sich selbst auf die Schippe. Das Unterhaltungsstück ist nicht zuletzt eine trashig-bissige Parodie auf Luxemburg selbst.

1322_Event_frittparade_4Serge Tonnar ist längst Kult – auch wenn er dies vor allem seinem eigenen Selbstverständnis zu verdanken hat. Bürgerlichen gilt er als Enfant terrible, Linken hingegen ist er oft zu gefällig, seine Texte sind ihnen zu wenig kritisch und, wie manche finden, fast ein wenig anbiedernd. Und doch vermag kaum jemand, vieles von dem, was Luxemburg ausmacht, so ironisch in Worte zu fassen wie er. mehr lesen / lire plus

Diego Martínez Vignatti: La tierra roja

1322tippBullige Männer und etwas zu viel Testosteron, doch trotzdem ein sehenswerter Film, der den Zusammenhalt einer Gemeinschaft beschwört – im Kampf gegen mächtige Multis und deren Einsatz von agrotoxischen Stoffen. Das Engagement der lokalen Bevölkerung gegen die Umweltverpestung wirkt noch lange nach. mehr lesen / lire plus

Ausstellung: Ich bin, was ich zeige


Eine Ausstellung aus dem Bonner „Haus der Geschichte“ im Historischen Museum der Stadt Luxemburg zeigt Symbole und Zeichen als Ausdruck von Lebenshaltungen. Sind wir aber das, was wir zur Schau stellen?

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Gehört zum Markenzeichen Xavier Bettels, wie der Bär auf der Kaffeesahne: sein Halstuch. Was aber sagt es über den Premier aus?Die Krawatte als männliches Machtattribut, wie schon Balzac es wusste. (©MHVL)

Der Mensch ist ein Lebewesen, das permanent Symbole und Zeichen gebraucht, um sich in seiner Umwelt zurecht zu finden, so Ernst Cassirer in seiner „Philosophie der symbolischen Formen“. Mehr noch, Cassirer zufolge ist jede Form des Weltbezugs auf eine Symbolisierung angewiesen. mehr lesen / lire plus

Erholung des Mietmarktes?

(avt) – Nach dem angekündigten Gesetz zu Wohnungsbeihilfen und der geplanten Umstrukturierung des Fonds du logement, hat sich nun auch die zweite Wohnungsbaugesellschaft, die „Société nationale des habitations à bon marché“ (SNHBM) ambitionierte Ziele gesteckt. Die Gesellschaft, die anteilsmäßig Staat, Rentenkasse, Sparkasse und mehreren Städten gehört, baut und verkauft zu verhältnismäßig „günstigeren Preisen“. Rund 250 Wohneinheiten will die SNHBM, die bis dato knapp 80 davon pro Jahr auf den Markt brachte, künftig bauen. In Olm-Sigelsriech ist sogar ein „projet d’envergure“ mit 800 Wohneinheiten geplant. Auch die Zahl ihrer Mietobjekte möchte die SNHBM um 50 neue Mietwohnungen jährlich steigern. Das Kapital der Gesellschaft wurde von 30 auf 56 Millionen Euro erhöht. mehr lesen / lire plus

Ende der Diskriminierung von Trans- und Intersexuellen?

(avt) – Es mehren sich die Zeichen, dass die Regierung der Pathologisierung von transsexuellen und intersexuellen Personen ein Ende setzt. Am 12. Mai empfing Gesundheitsministerin Lydia Mutsch Repräsentanten von „Intersex & Transgender Luxembourg (ITGL). In der Unterredung wiesen diese auf die Pathologisierung von transidenten Personen hin – darunter fallen aufgezwungene Hormonbehandlungen und sogenannte ‚geschlechtsangleichende’ chirurgische Eingriffe. Dr. Erik Schneider von ITGL schlug vor, die Bezeichnung „dysphorie de genre“ aus dem Krankheitskatalog der CNS zu streichen, und berichtete von einer neuen Anlaufstelle für Eltern. Am 17. Mai, anlässlich des internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie, unterzeichnete Familienministerin Cahen außerdem die IDAHO-Deklaration, deren Ziel es ist, der Diskriminierung und Gewalt gegen lesbische, bisexuelle, transgender- und intersexuelle Personen (LGBTI) ein Ende zu setzen. mehr lesen / lire plus

Inklusion: Eine Stadt für alle?

Die von der Stadt Luxemburg veranstalteten Sensibilisierungswochen sollten die Menschen mit Einschränkungen aller Art vertraut machen. Doch während die Hauptstadt in Sachen Partizipation voranprescht, bleibt es in den Kommunen bei Einzelinitiativen.

Ziehen alle an einem Strang?  Die städtische Behindertenbeauftragte Madeleine Kayser und Gemeinderat Joël Delvaux (erste Reihe), sowie DP-Schöffe Patrick Goldschmidt, Bürgermeisterin Lydie Polfer, die grüne Verkehrsschöffin Sam Tanson und der Gemeinderat Guy Foetz (déi Lénk) beim Neujahrsempfang im Grand Théâtre.

Ziehen alle an einem Strang?
Die städtische Behindertenbeauftragte Madeleine Kayser und Gemeinderat Joël Delvaux (erste Reihe), sowie DP-Schöffe Patrick Goldschmidt, Bürgermeisterin Lydie Polfer, die grüne Verkehrsschöffin Sam Tanson und der Gemeinderat Guy Foetz (déi Lénk) beim Neujahrsempfang im Grand Théâtre.

Sie bleibt das Schlüsseldokument und der Dreh- und Angelpunkt: die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Luxemburg unterzeichnete das Dokument im Jahre 2007, 2010 wurde es ratifiziert und ein ambitionierter Aktionsplan aufgestellt, dem der Regierungsrat schon im März 2009 zustimmte. mehr lesen / lire plus

Drei Farben – keine Grautöne?

1319kulturtippsFaarwen

(avt) – Die Spielzeit neigt sich auch beim Kaleidoskop-Theater, das sich mit den letzten Stücken Veränderung auf die Fahnen geschrieben hat, dem Ende zu. In der letzten Produktion des kleinen Ensembles, „3 Faarwen“ von Roger Seimetz, werden die Nachkriegszeit und ihre Narrative hinterfragt. „3 Faarwen“ führt in die Zeit davor und dazwischen, in die Jahre der Anfänge, denen es ja bekanntlich zu wehren gilt. Eine ältere Dame erinnert sich an die sogenannte „gute alte Zeit“. Ein aktuelles Stück, das nicht zuletzt auch Bezug auf den Artuso-Bericht und seine Folgen nimmt. mehr lesen / lire plus

Fotografie: Made by Mankind

Mit der Serie „Memory Lab“ begeben sich Luxemburger Museen fotografisch auf Spurensuche. „Traces“ weist subtil auf Spuren von Kriegen hin, „Transit“ zeigt den Menschen als Durchreisenden und als Zerstörer.

© Tania Boukal

Die Vielfalt der Ausstellungen, die im Rahmen des europäischen Monats der Fotografie in Luxemburg gezeigt werden, überfordert einen schier. In der Serie „Memory Lab“ trifft zeitgenössische Fotografie auf Geschichte. In vier Museen sind die Memory Labs zu sehen, die die Frage stellen, wie Fotografie die europäische Geschichte mit ihren Kriegen behandeln kann. Die Ansätze der Fotografen variieren zwischen einfühlsamer, persönlicher Annäherung, ironischer Distanzierung und analytischer Subjektivität und beeindrucken.

Die Fotografen in Memory Lab III im Ratskeller des Cercle Cité nehmen Bezug auf unterschiedliche gewaltsame Konflikte. mehr lesen / lire plus

Theater: Überflutungsängste

Wolfgang Hagemanns Inszenierung von Henning Mankells „Lampedusa“ will ein Lehrstück über Vorurteile und Toleranz sein, plätschert jedoch an der Oberfläche.

Statische Konstellation: Verständnisvolle Moderatorin (Julia Malik) und ihr Talk-Gast (Rahel Jankowski). (Foto: Bohumil Kostohryz)

Der Dialog der Kulturen ist gescheitert! Zu dem Schluß kommt man nach dem Besuch einer Vorstellung von „Lampedusa“ im Kasemattentheater, einem Stück, das einem zwar wunderbar vor Augen führt, wie Menschen aneinander vorbeikommunizieren und jeder in seiner eigenen Welt mit seinen Vorurteilen lebt, das jedoch letztlich wenig Aufklärungspotenzial enthält. Statt Aufklärung gibt es ein gnadenloses Reproduzieren von Klischees. Irgendwann hört man gelangweilt auf, auf einen Höhepunkt zu warten – zu Recht, denn den gibt es in Wolfgang Hagemanns Inszenierung des Drei-Personen-Stücks im Kasemattentheater auch gar nicht. mehr lesen / lire plus

Logement: Tropfen auf den heißen Stein

Mietbeihilfen für sozial Schwache stellte Xavier Bettel in seiner Rede in Aussicht. Eine soziale Maßnahme? Déi Lénk prescht derzeit in der Hauptstadt mit einer Motion vor und will strukturell etwas verändern.

(© Wiki Commons)

Bislang hat die Regierung in Sachen Wohnungspolitik nicht viel vorzuweisen. In seiner Rede zur Lage der Nation unternahm Xavier Bettel den Versuch, bei diesem Thema aus der Defensive herauszukommen. Dabei ging er ganz nach Politik-Drehbuch vor: ein positives Beispiel hervorheben und eine zukünftige Maßnahme ankündigen. Demonstrativ verwies der Premier auf zwei Wohnprojekte auf Kirchberg, die jeweils zu einem Drittel von privaten Promotoren realisiert werden, die die Wohnungen zu einem maximalen Quadratmeterpreis von 4.200 Euro – also deutlich über dem Marktpreis – anbieten wollen. mehr lesen / lire plus