GASTRONOMIE: Natürlicher Nachgeschmack

Naturkost wird immer gefragter, Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt immer schwieriger. Das eine für das andere nutzbar zu machen, ist der Kerngedanke der Brasserie „An der Schmëdd“.

Interaktiv: Die Einbindung der audiovisuellen Wand des Centre d’accueil in die Dekoration der Brasserie.

„Was darf ich Ihnen zu trinken bringen?“, fragt die Bedienung, nachdem der Gast Platz genommen hat. Und auf die Gegenfrage, welchen Wein sie empfehlen könne, schlägt sie „einen unserer Bio-Weine“ vor. Nicht viel anders als in einem gewöhnlichen Café oder Restaurant läuft die Bestellung in der Gaststätte „An der Schmëdd“ ab. Doch unterscheidet sich dieses Lokal in mancher Hinsicht merklich von anderen. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Ferner sehen

Millionen Menschen schauen gerade in diesem Augenblick fern. Tagtäglich schalten sie die Flimmerkiste ein. Stundenlang sitzen sie vor dem Bildschirm und vergessen dabei Raum und Zeit. Genau das hat der Künstler Olivier Culmann fotografisch festgehalten und zwar aus der Perspektive des Fernsehgerätes sowie aus dem Blickwinkel der Zuschauer. Seine Fotos sind unter dem Titel „Télé-Spectateurs“ im Schloss in Clervaux ausgestellt. Im Anhang an die dortige Dauerausstellung „The Family of Man“ werden Culmanns Fotos in einem kleinen dunklen Raum als Endlos-Schleife an eine Leinwand projeziert.

Nimmt man auf einem der beiden Samtsessel Platz, wird man selbst zu dem, was man sieht: Zuschauer, Fernsehzuschauer. mehr lesen / lire plus

KINO: Immer trouble mit Andy

Im Filmgeschäft zählt Andy Bausch schon zu den alten Hasen. Neu ist dagegen seine dritte Folge von „Troublemaker“, dessen Dreharbeiten in diesem Sommer stattfanden.

Andy Bausch wurde 1959 in Dudelange geboren und ist der erste Luxemburger Filmregisseur, der den Sprung ins internationale Filmgeschäft gewagt und geschafft hat.
Sein Film „Troublemaker” (1988) erreichte Kultstatus in Luxemburg und mit „Le Club des Chômeurs” (2001) drehte er den erfolgreichsten Film der luxemburgischen Filmgeschichte.

woxx: Herr Bausch, vor drei Wochen haben Sie die Dreharbeiten für „Trouble No More“ in Chicago abgeschlossen. Wie verliefen die Dreharbeiten und der Aufenthalt in den USA?

Andy Bausch: Er war kurz und alles lief sehr schnell ab. mehr lesen / lire plus

VIDEO: Seemannsgarn für jedermann

Sieben Minuten und vierundvierzig Sekunden, genau so lange dauert die Reise mit „La Nef? des Künstlers Gabriel Helfenstein aus dem Jahre 2007. Um diese Reise anzutreten, muss man sich lediglich ins „Centre culturel de rencontre Abbaye Neumünster? – oder nach Esch oder Echternach, eben da wo die „Konschtkëschten“ aufgestellt sind – begeben und in einem der vier braunen Ledersessel Platz nehmen.

Ein leises Blubbern, gefolgt von der tiefen Stimme des Erzählers, so startet das Video. Zu sehen ist ein Schattenspiel, bei dem sich die Schatten der Meeresoberfläche und eines kleinen Schiffes auf einem dunkelroten Hintergrund abzeichnen. Das ist aber nur die Ruhe vor dem Sturm. mehr lesen / lire plus

LICHTVERSCHMUTZUNG: Sonne, Mond und keine Sterne

Seit Urzeiten fasziniert der Sternenhimmel die Menschen. Nun aber drohen Himmelsobjekte, die man bislang mit bloßem Auge erkennen konnte, im nächtlichen Lichtermeer zu versinken. Zu viel Licht in der Nacht hat auch andere weit reichende Konsequenzen.

Die Richtung und der Winkel des Lichteinfalls sind maßgeblich dafür, wie viel Licht verloren geht.

„Die Sterne, die begehrt man nicht, Man freut sich ihrer Pracht, Und mit Entzücken blickt man auf, In jeder heitern Nacht“, schrieb einst Johann Wolfgang v. Goethe in einem Gedicht. Sterne haben die Menschheit seit jeher fasziniert: man beobachtete sie, gab ihnen Namen, orientierte sich an ihnen. Auf hoher See diente früher der Polarstern als Wegweiser der Himmelsrichtung Norden, denn er ist der einzige Stern, der seine Position kaum verändert. mehr lesen / lire plus

AUSSTELLUNG: Tatort Luxemburg

An diesen schönen, sommerlichen Tagen denkt niemand gern an den Tod. Und trotzdem lauert er an jeder Straßenecke. Zumal in der rue du St. Esprit auf der Höhe des historischen Museums der Stadt Luxemburg. Einige der Flanierer wissen bereits, dass die historische Luxemburger Guillotine dort wieder aufgestellt wurde. Aber nur wenige haben eine Ahnung davon, dass hinter den Häuserwänden Waffen und Werkzeuge lagern : die von Mördern. Doch nicht nur das, auch Videoaufnahmen vom jeweiligen Tathergang sowie viele Zeitungsausschnitte stapeln sich dort. Perfekt platziert zur Inspiration von Nachahmern oder zur präziseren Planung der nächsten Tat. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis das nächste gewaltsame, grausame Verbrechen verübt wird. mehr lesen / lire plus

INSTALLATION/VIDEO: Kindergeburtstage und andere Identitätsprobleme

Viele bunte Luftballons hängen an einer großen weißen Wand. Fixiert sind sie mit einem gelben Klebefilm. Lustige Kostüme und witzige Accessoires stehen zum Verkleiden bereit. Betrachten kann man sich dann in einem schönen großen Spiegel dessen Holzrahmen in einem Rosa gestrichen ist, wie nur Prinzessinnen es lieben würden. An der weißen Wand nebenan hat jemand mit brauner Farbe einen Spruch hingemalt. Bunte Bilder, farbige Fotos und zerknitterte Zettel schmücken die restlichen Wände. Ein weißer und ein schwarzer Bildschirm sind in Betrieb. Das leere Glasgefäß am Rand wird vielleicht noch mit Bonbons gefüllt. In der Mitte des Raumes ist auf jeden Fall genug Platz zum Stehen und zum Tanzen. mehr lesen / lire plus

ROUD-WÄISS-BLO UNI: Master of Luxembourg

Luxemburg stellt zweifelsohne eine sprachliche Ausnahmesituation in Europa dar. Dies wird ab kommenden Herbst eines der Themen einer neuen Hochschul-disziplin an der Universität Luxemburg sein.

Wer Luxemburgisch-Lehrer werden will, kann an der Uni „Lëtzebuergesch als Friemsprooch” belegen. Seit neustem wird auch der Master „Lëtzebuerger Studien” angeboten.

„Ausschlaggebend für Luxemburg schließlich ist die Tatsache, dass es im Grunde genommen nicht ein zweisprachiges, sondern ein dreisprachiges Land ist. Denn der Dialekt, der sonstwo nur die Umgangssprache eines Volkes bildet, hat für den Luxemburger die Bedeutung einer wirklichen Muttersprache?. Das erkannte bereits 1909 Batty Weber, damaliger Chefredakteur der „Luxemburger Zeitung?. Ein Jahrhundert später ist Luxemburgisch immer noch in aller Munde: als Muttersprache der Mehrheit der in Luxemburg ansässigen Bevölkerung und als staatlich anerkannte Nationalsprache sowie mündliche Amtssprache neben den beiden offiziellen, im Schriftverkehr benutzten Amtssprachen Deutsch und Französisch. mehr lesen / lire plus

Installation/Video: Kunst wie Sand am Meer

Ein wenig Sand hier, ein kurzer Film dort. Guillaume Leblon lässt mit seiner Kunst Fragen offen im Raum stehen.

Muschelsand und Muschelgehäuse zwischen den Füßen. Der Blick in die Ferne stößt auf unterschiedliche Grautöne. Am Rand liegen Holzbretter, auf denen die Witterung deutliche Spuren hinterlassen hat. Zwei weiße Decken aus Filz sind mit Sand bedeckt. Mehrere Holzpalisaden formen eine Art Wellenbrecher. Zwei alte Stricke schlängeln sich im Sand. Im Hintergrund ist stets ein Rauschen zu vernehmen. Ein paar Schritte weiter gräbt sich eine Krabbe in den Sand ein und verschwindet. Ein Tag am Meer, was sonst könnte man so beschreiben? Aber weit und breit ist kein Wasser in Sicht. mehr lesen / lire plus

VIDEO/INSTALLATION: Spiel mir das Video vom Schmerz

In den 60er und 70er Jahren diente psychische und physische Gewalt sowie Schmerz in der Kunst vor allem dem Protest gegen den Staat und seine Politik. Heutzutage beabsichtigen Künstler wie
Ellen Blumenstein mit diesen Sujets Emotionen zu wecken und zu provozieren.

Eine rechte Hand schlägt im Sekundentakt auf einen nackten Oberschenkel. Unaufhörlich. Passend zum Rhythmus des Liedes von Poplegende Brenda Lee, das im Hintergrund ertönt. Nach einigen Schlägen färbt sich der Schenkel in den Farben schwarz und blau – von den Blutergüssen. Acht Minuten dauert das Ganze und dann beginnt es wieder von vorne. Eine Endlosschleife.

„The Pain Game? dagegen, läuft nach einem festgelegten Muster. mehr lesen / lire plus

ZEITUNGEN: Kann man Kunst lesen?

Bücher, Zeitungen und Zeitschriften gelten in erster Linie der Information und der Dokumentation. Doch der Künstler Christoph Keller sieht in ihnen ein Mittel der Kunst.

Auf den Regalen liegen Bücher, auf dem großen Tisch in der Mitte Zeitungen und Zeitschriften und auf einem kleinen Tisch am Rand wenige Schallplatten, CDs und DVDs. Die Mehrzahl von ihnen ist auf Englisch, viele deutsche Publikationen und einige wenige französische sind auch dabei. Sortiert sind sie nach Herausgeber oder Verleger, deren Name jeweils in greller orangefarbener Schrift daneben steht. Das indirekte Licht der Leselampen lädt zum Schmökern ein. Viele bunte Plastikhocker sind im Raum verteilt und bieten eine Sitzgelegenheit für diejenigen die lesen, blättern oder einfach nur nachdenken möchten. mehr lesen / lire plus