PARC HEINTZ: Aus dem selben Guss …

(cm) – … sind die Skulpturen, die zurzeit im Parc Heintz rund um die Dexia Bil in der Route d’Esch zu sehen sind. Und das aus gutem Grund, schließlich wurden sie alle im Pangolin Hüttenwerk im englischen Gloucestershire hergestellt. Damit hat es sich auch schon mit den Gemeinsamkeiten, denn die ingesamt 30 Werke von 14 englischen Künstlern sind eigentlich grundverschieden. So gesellt sich Anthony Abrahams‘ weibliche und männliche Geschlechtsorgane vereinender „Torso“ zu den knallbunten „Krankheitsbildern“ des Skandalkünstlers Damien Hirst. Peter Randall-Pages schlichter „Dreaming Stone“ trifft auf die von Steve Hurst in Bronze verewigten Alltagsgegenstände. Besonders schön sind Jon Bucks poetische Tierfiguren. mehr lesen / lire plus

CHRISTOPHE WAGNER: Doheem

Eng Skizz éischter wéi en détailléierte Bilan iwwert d’Opfänkstrukturen fir Jugendlecher ass dem Christophe Wagner säin Dokumentär „Doheem“.

„Heiansdo denken ech, si musse mech iergendwou fonnt hunn“, seet de Steve, „vläicht zu Detrot.“ Wann den 18-Jähregen, dee schonn eng laang Heimkarriär hannert sech huet, sech eng Famill kinnt eraussichen, da wäer e gäer e Brudder vum Eminem. Säin Zëmmer am Foyer zu Bettenduerf hänkt voller Pousteren vum amerikanesche Rapper. „Dat sinn hir männlech Virbiller“, stellt den Erzéier e bësse resignéiert fest. De Steve huet déi selwecht gebleechten Hoer an dee selwechte Bandana ënnert der Baseballskap.

D’Manéier, wéi de Regisseur Christophe Wagner an „Doheem“ deene Jonken hir Kandheetsfilmer asetzt, erënnert tatsächlech e bessen un dem Marshall Mathers säi leschte Clip „Mockingbird“. mehr lesen / lire plus

EXINFERNIS: Die Laut-Treter

ExInferis heißt übersetzt „aus der Hölle“. Die gleichnamige Luxemburger Band beweist, dass auch in tiefster Finsternis kreative Lichtblicke entstehen können.

ExInferis: Marc Nickts,
Kevin Muhlen, Fabrice Mennuni, David Renard und Angelo Mangini.

„Am richtege Liewe bass de sou léif, firwat rappst de dann op der Bühn dermoossen of?“ Diese Frage bekommt Marc Nickts öfter zu hören. Der 24-Jährige ist Mitglied der Luxemburger Band ExInferis und wirkt im persönlichen Gespräch in der Tat recht harmlos. Wer sich aber „Defunctus in Heresi“, die aktuelle Scheibe der Truppe anhört, bekommt erst einmal kräftig etwas auf die Ohren.

Die fünf Jungs spielen Death Metal in Reinform mit brutalem Schlagzeug-Geknüppel, wuchtigen Gitarrenstakkatos und regelrecht ins Mikro
gerotztem Gesang. mehr lesen / lire plus

Rafel Springer: TMSIDNWTA

„TMSIDNWTA“ überschreibt der Künstler Rafael Springer seine Ausstellung, die zurzeit in der Galerie Schlassgoart in Esch/Alzette zu sehen ist. Das Kürzel steht für „Too many stories I don’t wanna talk about“. Reden tut er dann auch nicht, er malt und bildhauert gegen die unerträgliche Hektik der modernen Welt an. In der Broschüre beschreibt er in einem kurzen Einführungstext, wie eine defekte Waschmaschine das Leben des Menschen aus den Fugen bringen kann. „Der absurde Lärm dieser hastigen Welt wird immer lauter.“ Deshalb drängen sich in seinen Gemälden die bunten Linien eng aneinander – sie verwirren sich nicht und sind dennoch verwirrend für die BetrachterInnen. mehr lesen / lire plus

DEN ATELIER: „Wir sind Konsumenten“

Seit 1995 hat sich in der nationalen Musiklandschaft viel verändert. Endlich gibt’s die angesagten Bands auch quasi vor der Haustür zu sehen. Das Atelier hat entscheidend zum Umschwung beigetragen.

Sie befinden sich hier: Petz Bartz vor seinem Konzertsaal.

Im Vorhof des Ateliers weist eine Engländerin in schwarzen Bikerklamotten unseren Fotografen schroff zurecht: „You can pack up your camera man, the band’s not gonna be here for another four hours.“ Auch nach mehreren Versuchen, das Missverständnis aufzuklären, will sie nicht wirklich glauben, dass es uns nicht um Zakk Wylde geht, der an diesem Abend im Atelier auf der Bühne steht, sondern um Petz Bartz, sonst eher der Mann im Hintergrund. mehr lesen / lire plus

FLUYD: Gesunde Schizophrenie

Fast schon ein kleines Comeback: Nachdem es still geworden war um Fluyd, möchte es die Band mit ihrem neuen Album „Magma“ noch einmal wissen.

Große Erwartungen: Fluyd

Jeff Seyler zeichnet einen Kreis in die Luft. „So funktioniert Popularität: Cool, cool, cool, und dann plötzlich Scheiße.“ Der Leadsänger ist missmutig. Ende der Neunziger stand die Band mit ihrem ersten Album „Swarm“ an der Spitze der Luxemburger Rockszene – ein zweites Mini-Album, „Mind your Mind“, fand dann 2002 aber kaum noch Beachtung. Plötzlich war Fluyd passé. Viele dachten, die Band habe sich aufgelöst. Dabei machten die sechs auch abseits der Scheinwerfer weiter Musik. mehr lesen / lire plus

GUS VAN SANT: Last Days

„Last Days“, ce n’est non seulement la déchéance d’une rock star, mais surtout celle d’un réalisateur, qui n’a visiblement plus rien à dire.

Un homme marche à travers la forêt. Il grogne. Il enlève ses vêtements et se baigne dans un fleuve. Il rentre à la maison et se prépare des Choco Crispies. Au loin, un buisson s’agite un peu. L’homme grogne. Il met une robe et se maquille. Un représentant des pages jaunes lui rend visite. L’homme grogne. Il regarde dans le vide. Son ami, assis sur le canapé, fredonne une chanson. Et il fredonne. Un buisson s’agite. Longtemps.

Cette critique vous ennuie? mehr lesen / lire plus

Zach Braff: Garden State

Pour ceux ou celles qui ne se laissent pas tenter par les grosses machines hollywoodiennes, voilà un vrai bijou du cinéma indépendant américain à découvrir. „Garden State“, réalisé, écrit et interprété par le jeune Zach Braff, réussit à garder l’équilibre entre la comédie et le drame. Rafraîchissant.

A l’Utopia mehr lesen / lire plus

MUSIQUE: We will rock you (hopefully …)

Changement de directeur, point d’interrogation sur la programmation: à peine un mois avant l’ouverture, le projet Rockhal semble toujours en friche.

Pour l’instant, il faut encore mettre un casque si l’on veut visiter le chantier de la Rockhal à Esch-Belval. Durant ces dernières semaines, on avait l’impression que l’état du bâtiment reflétait celui du projet dans son ensemble. L’annonce, puis l’annulation du concert de Charles Aznavour et le changement de direction ont quelque peu endommagé l’image du Centre des musiques amplifiées (CMA).

La présidente de l’Asbl Rockhal, Josée Hansen, se veut apaisante: „Ech gesinn dat ganz onhysteresch“. Il y aurait tout simplement eu un remaniement – pas de quoi crier au scandale. mehr lesen / lire plus

THEATRE: „C’est pas tous les jours facile de jouer à la femme-cowboy“

Metteur en scène, chorégraphe, publiciste – à 28 ans,
Karolina Markiewicz défie les catégorisations. Bref, c’est une artiste qui se mêle de tout*.

Art contre indifférence: Karolina Markiewicz (photo: Christian Mosar)_

Mauvaise idée que de se donner rendez-vous dans le bistrot de la Kulturfabrik le jour de la Fête de la Résistance. La salle est bondée, les résistant-e-s – affichant fièrement leurs badges „Non à la Constitution“ – poursuivent les débats à (très) haute voix. Ce qui fait que, pour discuter de la performance „Danse ++“, qui sera présenté dans l’ancien „Schluechthaus“ vendredi prochain, 20 mai, il faut faire des efforts. mehr lesen / lire plus

LITTERATURE: „Et schreiwt een ëmmer sech selwer“

A 82 ans, le poète luxembourgeois Emile Hemmen a toujours suivi sa propre voie, en dehors des tendances.

Lorsqu’on lui demande s’il a l’impression que tous les aspects de son travail artistique ont été abordés au cours de l’interview, si tout a été dit, Emile Hemmen hausse les épaules: „Vous savez, une conversation ne se termine jamais vraiment.“ Il tient néanmoins à ajouter sa définition personnelle de la poésie: „La poésie est l’image inachevée d’une plénitude qui nous est refusée.“ Constat amer, dirait-on, mais l’écrivain ne le voit pas de cet oeil. Car ce côté inachevé est pour lui également la promesse d’une ouverture. mehr lesen / lire plus

T42: Ende offen

Von der Schülerband zu Familienvätern: Nach 15 Jahren hängt T42 endgültig die Instrumente an den Nagel. Aber ein neues Projekt steht bereits in den Startlöchern.

Eric Falchero und John Rech

„Wir sind nicht cool“, sagt Philipp Seymour Hoffmann in Cameron Crowes Film „Almost Famous“ zu einem viel zu netten milchbärtigen Jungen, der unbedingt mit den großen Rockstars rumhängen möchte. Dieses Gefühl, nicht wirklich cool zu sein, kennt John Rech nur zu gut. Von der ersten Stunde an stand der Düdelinger bei den Folk-Rockern T42 hinter dem Mikrofon, löste in den Neunzigern in Luxemburg eine regelrechte Fanhysterie um seine Person aus und musste doch von Seiten der KritikerInnen immer wieder Schelte einstecken. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Röntgenblick

Sind wir alle nur Marionetten und ist das Leben nichts als eine gigantische Kulisse? Die junge Fotografin Jessica Theis wirft einen Blick hinter die Fassaden.

Zur Abwechslung vor der Linse: die Fotografin Jessica Theis.

Ein gemütlich-altmodisches Wohnzimmer mit einem dunkelgrünen Stoffsofa. An der Wand hängen bunte Ölgemälde. Auf dem Tisch mit dem weißen Spitzendeckchen liegt ein Stück Alufolie. Eine ältere Dame sitzt nach vorne gebückt – sie zieht sich eine Linie Koks in die Nase.

Kein Sorge, das Foto aus Jessica Theis‘ Serie „Generationen“ ist nicht echt. Die Dame saß lediglich Modell für die Abschlussarbeit der 24-jährigen Fotografin. „Ich habe sie nach einer Theatervorstellung kennen gelernt“, erzählt Theis. mehr lesen / lire plus

BLUES: Amos Lee

Pour faire court, on pourrait dire qu’Amos Lee, c’est Norah Jones au masculin: même maison de disques (Blue Note), même personnel et même approche minimaliste en ce qui concerne les arrangements. C’est d’ailleurs Lee Alexander, le bassiste de Jones, qui a produit le premier album d’Amos Lee, qui porte le nom de l’artiste. Et si vous croyez entendre la voix de la chanteuse, vous n’hallucinez pas, elle signe effectivement les deuxièmes voix et joue du piano. Les puristes vont reprocher à ce disque un manque de profondeur ou d’originalité, car c’est vrai que Lee se contente de cuisiner les bonnes vieilles recettes du blues et cela avec des ingrédients allégés. mehr lesen / lire plus

ROCK: Biolay décoiffé

Dire qu’avec son nouvel album „A l’origine“ Benjamin Biolay a découvert le rock, comme l’ont fait certain-e-s journalistes français-es, serait sans doute exagéré. Mais il est vrai que cet opus décoiffe plus que ses prédécesseurs. Certes le chansonnier flotte toujours dans une espèce de mélancolie existentialiste („Mon amour m’a baisé“ ou „Mes peines de coeur“) – le mal de vivre est cependant contrebalancé par des arrangements moins élégants et plus rugueux. A écouter absolument: la chanson-titre „A l’origine“ dans laquelle l’auteur Biolay aligne les trouvailles („A l’origine les poules étaient des nuggets“), et le très beau „Dans mon dos“. Parmi les invité-e-s, on note Françoise Hardy pour le duo „Adieu triste amour“ et une chorale enfantine qui procure un peu d’innocence à un disque merveilleusement désabusé. mehr lesen / lire plus

POP: Tanita Tikaram

Tanita Tikaram wurde als One-Hit-Wonder abgehakt, nachdem ihre Karriere nach dem ersten großartigen Album „Ancient Heart“ gehörig ins Stottern geriet. Was kaum jemand weiß: Die 36-jährige Britin hat weiter regelmäßig CDs produziert, von denen aber lediglich ihre treuen Fans Notiz nahmen. Mit ihrer sechsten Platte „Sentimental“ setzt Tikaram noch einmal zum Come-back an. Aber diese lahme Mischung aus Jazz und Italo-Pop kann wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. War ihre dunkle Altstimme in den Achtzigern eine willkommene Abwechslung inmitten des Synthiepop-Einerleis, so stößt die Sängerin beim Versuch, sich sinnlich zu geben, überdeutlich an ihre Grenzen. Die Songs klingen alle gleich, die Texte sind nichtssagend und austauschbar, die Arrangements gepflegt aber uninspiriert. mehr lesen / lire plus

RICHARD LINKLATERS: Before Sunset

Eine Liebesgeschichte für ZynikerInnen: Richard Linklaters Sequel zum Kultfilm „Before Sunrise“ ist rundum gelungen. Ethan Hawke und Julie Delpy schlüpfen zum zweiten Mal in die Rolle des amerikanisch-französischen Liebespaares Jesse und Céline. Fans des ersten Teils dürfen diesen Nachschlag nicht verpassen. Und das Schöne ist: Das Ende bleibt wieder einmal offen. mehr lesen / lire plus

JACQUES AUDIARD: De battre mon coeur s’est arrêté

A l’image de son titre sophistiqué, „De battre mon coeur s’est arrêté“ est un film qui prend mille détours pour faire oublier qu’il ne va nulle part.

Plus torturé qu’artiste: Romain Duris dans la peau d’un pianiste raté.

Avec toutes les cigarettes que fument les personnages (masculins) dans le dernier opus de Jacques Audiard, il y a de quoi ressortir de la salle de cinéma avec un cancer du poumon, rien qu’à les regarder. „De battre mon coeur s’est arrêté“ est un western urbain: nicotine, whisky, sang qui gicle, combat à mains nues, machos peu recommandables qui trompent leur femme avec des bimbos – tout est là. mehr lesen / lire plus

JEANNY KRATOCHWIL: Hinter den Kulissen

Fast jedes Mal, wenn sich in Luxemburg der Vorhang hebt, ist sie mit von der Partie. Und trotzdem bleibt die Bühnenbildnerin Jeanny Kratochwil am liebsten im Hintergrund.

Draufgängerin mit Realitätssinn: Jeanny Kratochwil arbeitet seit zwanzig Jahren als selbstständige Bühnenbildnerin.

Wer es gewohnt ist, vor allem hinter den Kulissen zu arbeiten, der fühlt sich im Rampenlicht oftmals nicht so richtig wohl. Jeanny Kratochwil liebt das Theater und ihren Beruf, aber auf die Bühne drängt es sie nicht. Höchstens am Premierenabend, wenn auch das Team ausnahmsweise auf die Bretter darf, um sich zu verbeugen.

Dem Theaterpublikum fällt es in der Regel kaum auf, das Bühnenbild. mehr lesen / lire plus

MUSEK?: Da-da-da

An enger Lëtzebuerger Musekslandschaft, déi sech ëmmer méi verrennt, tëscht Emo Screamo, Retro an Ego bekenne sech déi zwee Avantgardiste vu Plakeg oder Ugedoen couragéiert zum Dada.

Mam Kapp widdert d’Scheif: de Moogy Meyer an de René Lauer alias Plakeg oder Ugedoen.

„Du hues vergiess ze froen, wee vun eis de Plakegen ass a ween den Ugedoenen“, seet de René Lauer, eng Halschent vum Duo Plakeg oder Ugedoen um Enn vum Interview. Dat wéilten d’JournalistInnen nämlech ëmmer als éischt wëssen. „A mat der Zäit fällt eis guer keng domm Äntwert méi dorop an.“ Op hierem Internetsite www.plakeg.org proposéieren de René Lauer an de Moogy Meyer verschidden Interpretatioune vum Wuert – den déiwe Kär vun deem Konzept hunn se sech allerdéngs net getraut eraus ze schaffen. mehr lesen / lire plus