Kolumbien: Der Frieden ist nicht links


Die Wandlung der Guerilla Farc in eine politische Partei führt nicht zur Stärkung der kolumbianischen Linken. Statt dessen nehmen die Streitigkeit auch innerhalb der verschiedenen Spektren zu.

Drängen ins kolumbianische Parlament: Die AktivistInnen der Dachorganisation für soziale Bewegungen, „Marcha Patriótica“. (Foto: Internet)

Timoleón Jiménez ist Geschichte. Der ehemalige Oberkommandierende der ältesten und größten noch aktiven Guerilla Lateinamerikas tritt nun immer häufiger unter seinem zivilen Namen Rodrigo Londoño auf. Denn das Friedensabkommen zwischen den Farc und der kolumbianischen Regierung (woxx 1391) ist unterzeichnet, der Kongress muss in den kommenden Wochen die vertraglichen Vereinbarungen in Form von Gesetzen und Verfassungsänderungen ratifizieren.

In diesen Tagen beginnt die auf sechs Monate angelegte Demobilisierung der etwa 6.600 Kämpfer und einer noch nicht bekannten Zahl an Milizionären. mehr lesen / lire plus

Kolumbien
: Die FARC wird demobilisiert


Die Delegierten der dienstältesten Guerilla Lateinamerikas haben auf ihrer Konferenz das mit der kolumbianischen Regierung geschlossene Friedensabkommen angenommen. Nun müssen sich die Farc als politische Partei bewähren.

Von der Volksarmee zur Volkspartei? Ob die Farc ihr Image etwas verbessern konnten, wird sich zeigen, wenn am 2. Oktober die kolumbianische Bevölkerung ihrerseits über den Friedensschluss mit der Guerilla entscheiden wird. (Foto: Wikipedia)

Von der Volksarmee zur Volkspartei? Ob die Farc ihr Image etwas verbessern konnten, wird sich zeigen, wenn am 2. Oktober die kolumbianische Bevölkerung ihrerseits über den Friedensschluss mit der Guerilla entscheiden wird. (Foto: Wikipedia)

So sehr sie sich auch bemühen, der berühmte Funke will nicht überspringen. „Salsa-n-Groove“ heißt die Band, die auf einer Bühne mitten auf einem Acker in der Yarí-Ebene im kolumbianischen Departamento Caquetá steht. Immer wieder ruft der Sänger die Zuhörer zum Tanzen auf, doch die meisten bleiben auf ihren weißen Plastikstühlen sitzen. mehr lesen / lire plus

Kolumbien
: „Die Zivilgesellschaft 
muss Druck ausüben“

Der Historiker Mauricio Archila hofft, dass ein Friedensschluss zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla Farc den sozialen Bewegungen des Landes neue Möglichkeiten eröffnen wird.

„Die Existenz militärisch starker Guerillas hat der legalen Linken sehr viel politischen Raum genommen“: der kolumbianische Historiker Mauricio Archila. (Foto: Universidad Nacional de Colombia)

„Die Existenz militärisch starker Guerillas hat der legalen Linken sehr viel politischen Raum genommen“: der kolumbianische Historiker Mauricio Archila. (Foto: Universidad Nacional de Colombia)

woxx: Die Friedensverhandlungen in Kolumbien sind weit fortgeschritten. Bald wollen die Guerilla Farc und die kolumbianische Regierung den Friedensvertrag zur Beendigung ihres bewaffneten Konflikts unterzeichnen. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos stellt das Ende des bewaffneten Konflikts oft als Lösung aller Probleme des Landes dar. Was kann mit dem Friedensprozess wirklich erreicht werden?
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