Kenneth Lonergan: Manchester By the Sea

Sprachlosigkeit und Trauer beherrschen den zweiten Spielfilm des Regisseurs und Drehbuchautors Kenneth Lonergan. Mit feinem Humor versetzt, rutscht der Film jedoch nie ins Melodramatische ab. Der ausgezeichnete Casey Affleck in der Hauptrolle ist ein weiteres Argument, einem großen Publikum diese angenehm andere amerikanische Produktion ans Herz zu legen.

Bewertung der woxx : XXX
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La La Land

Man nehme dynamische Kameraeinstellungen und kräftige Farben, verfeinere die für Musicals typischen Tanz- und Gesangseinlagen mit einer Prise Jazz und spicke alles mit Anspielungen an Klassiker des Genres. Von zwei antiseptischen DarstellerInnen mit einem obligaten Happy-Family-End-Dessert aufgetischt, fehlt diesem Menü die Würze des differenzierten Blicks auf die heutige Gesellschaft und so hinterlässt es lediglich einen faden Nachgeschmack.

L’évaluation du woxx : X
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Theodore Melfi: Hidden Figures

Bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt, einprägsam und kurzweilig inszeniert, kommt dieses Biopic gerade zur rechten Zeit um einmal mehr aufzuzeigen, dass sich das Rad der Geschichte wohl doch nicht zurückdrehen lässt. Eine Vorpremiere im Rahmen des ciné breakfast, die frühes Aufstehen unbedingt lohnt.

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John Hamburg: Why Him?

Weshalb nur verschleudern etablierte Schauspieler wie James Franco und Bryan Cranston ihr Talent in diesem pubertären, absolut witzlosen, überlangen amerikanischen Weihnachtsschinken – der es zu allem Übel erst nach den Feiertagen in die heimischen Säle geschafft hat? Schlimmer noch, die Produktionskosten von 38 Millionen wurden mit 48 Millionen Dollar Umsatz locker wieder eingespielt. Dabei dürfte so mancher sich noch vor dem Abspann sein Eintrittsgeld zurückgewünscht haben.

L’évaluation du woxx : O
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Ira Sachs: Little Men

In ihrer dritten Zusammenarbeit erzählen Regisseur Ira Sachs und Drehbuchschreiber Mauricio Zacharias, wie die Freundschaft zweier Jugendlicher durch Entscheidungen von Erwachsenen beeinflusst wird. Von jedem Pathos befreit, ist die neutrale und bedächtige Sicht auf den Mikrokosmos aller Protagonisten im Moloch New York eine reine Wohltat, und macht diesen kleinen Film ganz groß.

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Ken Kwapis: A Walk in the Woods

filmtippSehr banale Verfilmung von Bill Brysons informativem und humorvollem Wanderbuch. Die Rolle des damals Mittvierzigers auf einen inzwischen 80-jährigen Robert Redford umzuschreiben, macht die Sache auch nicht besser. Bleibt nur allen Wanderlustigen vom Kinobesuch abzuraten und ihnen die Lektüre des Buches ans Herz zu legen.

Bewertung der woxx : O

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Maya Forbes : Infinitely Polar Bear

Die Ende der 1960er Jahre angesiedelte, extrem weichgezeichnete Geschichte eines manisch-depressiven Familienvaters vermittelt nur ansatzweise etwas von den dramatiischen Auswirkungen dieser psychischen Störung. Auch Mark Ruffalo, der kettenrauchend den liebenswerten Chaoten mimt, rettet den Film nicht über leichtes Sommerunterhaltungsniveau.

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ANG LEE: Gottsuche mit Tiger

Ein beliebter, doch recht trivialer Roman diente als Vorlage für „Life of Pi“. Dank monumentaler Bildersprache gelingt es dem Regisseur Ang Lee jedoch, den Stoff in ein außergewöhnliches Kinoabenteuer zu verwandeln.

In der Not frisst der Teufel Fliegen, der Tiger Richard Parker wird sich mit (fliegenden) Fischen zufrieden geben.

Beeindruckende 9.000.000 Mal verkauft: Mit seinem 2001 erschienen Roman „Life of Pi“ hat der kanadische Autor Yann Martel einen Bestseller geschrieben, für den er aber auch den renommierten Man Booker Price gewann. Obwohl das Buch von der Kritik zwiespältig aufgenommen wurde, konnte das breite Publikum sich für das surreale Abenteuer des Piscine Molitor Patel begeistern. mehr lesen / lire plus

LISA AZUELOS: Comme t’y es belle

Cette comédie légère sur les vies de quatre femmes sérafades à Paris ne réinvente certainement pas le cinéma. Mais vous sortirez de la salle avec l’impression d’avoir passé les 85 minutes dans le salon de beauté d’Isa, tellement l’atmosphère est contagieuse. A consommer sans modération, de préférence accompagné de votre meilleure amie!

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SEMBÈNE OUSMANE: Moolaadé

A l’âge de 81 ans le réalisateur Sembène Ousmane dénonce l’excision: avec son film sincère, émouvant et fort il appelle à la résistance contre cette tradition barbare. La solidarité dont font preuve les femmes dans „Moolaadé“ nous rappelle que pour certain-e-s la lutte pour l’égalité entre femmes et hommes ne fait que commencer. A ne rater sous aucun prétexte.

A l’Utopia (dernière semaine)

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MARK FORSTER: Finding Neverland

Im Utopolis (Luxemburg) und im Le Paris (Bettemburg)

Schon mit „Monster’s Ball“ bewies Regisseur Mark Forster dass er ungewöhnlich gute Filme zustande bringt. Allerdings ist sein neuestes Werk „Finding Neverland“ etwas rührselig geraten, doch die gelungen in Szene gesetzten fantastischen Exkurse der Hauptfigur sind trotz allem auch für manchen Lacher gut. Johnny Depp zeigt sich bartlos und mit leichtem schottischen Akzent von seiner Schokoladenseite. Zum Weinen schön – nicht nur für Michael Jackson Fans.

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SCORSESE: Feel like going home

Scorcese beweist, wie vor Jahren schon Ry Cooder und Ali Farka Touré mit ihrer Gemeinschaftsproduktion „Talking Timbuktu“, dass die Wurzeln des Blues bis ins westafrikanische Mali reichen. Archivaufnahmen und spontane Sessions mit Urgesteinen des Delta-Blues machen aus dem Film eine Lehrstunde in Sachen Musikgeschichte.

Nur noch diese Woche im Utopia

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Fabián Bielinsky: Nueve Reinas

Juan et Marcos, deux voyous bien sympathiques, essayent tout pour ramasser du pognon, ceci au grand plaisir des spectateurs et spectatrices. L’histoire bien ficelée, pleine de rebondissements, vous captivera et vous fera rire jusqu’à une fin tout à fait surprenante. Allez-y, et régalez-vous!

Au Ciné Cité

Karin Enser

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