Space mining: Buchstabe und Geist des Gesetzes

„Völkerrechtswidrig!“ So lautet die Einschätzung zum Luxemburger Space-Mining-Gesetz seitens des deutschen Weltraumrechts-Experten Stephan Hobe. Das vom Deutschlandfunk am Dienstag veröffentlichte Interview hat in Luxemburg für Aufmerksamkeit gesorgt. Wer es sich anhört, merkt, dass die Journalistin und der Journalist keinen Unterschied machen zwischen der Ressourcennutzung und der Aneignung von Gebieten auf fremden Himmelskörpern. Letzteres stünde im klaren Widerspruch zum Weltraumvertrag, ist aber in der luxemburgischen Gesetzgebung nicht vorgesehen. In Sachen Nutzung des Weltraums legt Hobe den Vertrag von 1967 sehr strikt aus. Privatwirtschaftliche Aktivitäten seien „beim Start von Satelliten erlaubt, beim Ressourcenabbau verboten“. Das ist eine mögliche Lesart von Artikel 1, der lautet: „Die Erforschung und Nutzung des Weltraums (…) ist Sache der gesamten Menschheit.“ Aber nicht die einzige. mehr lesen / lire plus

Diesel-Problem gelöst?: Freie Fahrt!

In Deutschland scheut sich die Politik, konsequent gegen die von den Dieselautos verursachte Luftverschmutzung vorzugehen. Auch in Luxemburg versucht man, sich um das Problem herumzudrücken.

(Foto: Wikimedia / Adrian Michael / CC BY-SA 3.0)

Hartes Durchgreifen war nicht angesagt beim Diesel-Gipfel am Donnerstag in Berlin. Bundesregierung und Autokonzerne einigten sich auf eine sanfte Lösung für die Verbesserung der Luftqualität: ein Software-Update. Damit sollen die Trickschaltungen, mit denen der Stickoxid-Ausstoß während der Normtests künstlich gesenkt wurde, beseitigt werden, aber ohne dass der Schadstoffausstoß über den Grenzwert steigt. Kostspieligere Hardware-Nachrüstungen mit Filtern oder Einspritz-Vorrichtungen standen ebensowenig zur Diskussion wie Fahrverbote für einen Teil der Dieselfahrzeuge. mehr lesen / lire plus

La gauche en crise (4/4)
: Un projet !


Pour conclure notre série sur les malheurs de la social-démocratie et de ses alliés, une réflexion plus approfondie : depuis les bouleversements en France jusqu’aux blocages allemands, en passant par le fragile équilibre luxembourgeois.

Est-ce la social-démocratie qu’ils enterrent ? 
Emmanuel Macron et François Hollande le 8 mai 2017 à l’Arc de Triomphe, commémorant la « victoire de 1945 ». (Photo : EPA/Stéphane de Sakutin)

« Pas un seul migrant à la rue, cela veut dire créer de nouveaux centres de premier accueil. » La rhétorique d’Emmanuel Macron lors de sa déclaration récente sur la politique d’asile vise à ménager la chèvre et le chou. mehr lesen / lire plus

Linke Parteien in der Krise (3/4)
: Rotwein pur


Im Cafetin, wohin Déi Lénk einlädt, sind die Steaks zart und die Weine schwer. Wer fragt da nach Macron oder Corbyn? Auch gehören Salatblätter, Bratkartoffeln und Grappa zum Menü wie die zivilgesellschaftlichen Bewegungen zur radikalen Linken.

Aufbruchstimmung? Nichts ist einfach für Déi Lénk. (Foto: RK)

„Wichtig für uns war, kritische Oppositionsarbeit zu leisten“, sagt der Abgeordnete Marc Baum, „und das haben wir eingelöst.“ Die Partei Déi Lénk hat an diesem Mittwoch als letzte Fraktion zur Bilanzpressekonferenz mit anschließendem Essen geladen. Ins Cafetin de Buenos Aires, wie in den Jahren zuvor – vermutlich sind da, wo eine Entscheidung zwischen griechischer, spanischer und portugiesischer Politik und Küche zu Konflikten führen würde, Grillfleisch und die Verbundenheit zur lateinamerikanischen Linken konsensfähig. mehr lesen / lire plus

Fünf Fragen an: Nadine Tornambé-Duchamp


Im Vorfeld der Gemeindewahlen interviewt die woxx jede Woche eine Kandidatin. Dieses Mal ist es Nadine Tornambé-Duchamp, LSAP-Kandidatin in Suessem.

(Foto: Claude Piscitelli)

woxx: Sie waren die erste Ingenieurin, die im technischen Dienst einer Gemeinde eingestellt wurde. Wo hat man es als Frau schwerer, im Beruf oder in der Politik?


Nadine Tornambé-Duchamp: Seinerzeit als Frau in einem Männerberuf anzufangen, war mit Sicherheit schwieriger, als es für mich heute in der Politik ist. Aufgrund meiner Erfahrungen im Beruf habe ich jetzt kein Problem, mich zu behaupten. Außerdem bringt mir die tägliche Praxis im technischen Dienst in Esch einen Vorteil im Verständnis – sowohl der Struktur einer Gemeinde als auch der einzelnen Themengebiete. mehr lesen / lire plus

Schuh platzt am 2. August

Der ökologische Fußabdruck der Menschheit ist zu groß für diese Erde. Nach den Berechnungen des Global Footprint Network fällt 2017 der Earth Overshoot Day, der Tag, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unsere Verhältnissen leben, auf den 2. August. Das bedeutet, dass die Menschheit von Januar bis Juli so viel von der Natur verbraucht hat, wie die Erde in einem ganzen Jahr erneuern kann. Da der Verbrauch steigt, rückt das Datum jedes Jahr ein bisschen nach vorn. Berücksichtigt werden Ressourcen wie Fischbestände und Wald, aber auch der CO2-Ausstoß, der 60 Prozent des gesamten Fußabdrucks ausmacht. Die 1,7 Erden, die wir mittlerweile benötigen würden, um unseren Verbrauch zu decken, sind ein Mittelwert. mehr lesen / lire plus

Neue Weltraumfirma Kleos: Big Brother or bust

Die Erfolgsgeschichte des Luxemburger „Space Cluster“ geht weiter. Diese Woche ist eine britische Firma hinzugeklommen, die ein hochinteressantes Projekt hat – das aber auch Fragen aufwirft.

Die Besatzung der HMS Kleos, bereit für die Landung in Luxemburg. (Foto: RK)

„Das ist es, was ich mit kurzfristigem Nutzen meine“, freute sich Étienne Schneider über die künftige Zusammenarbeit der neuen Firma Kleos mit dem bereits ansässigen Unternehmen Emtronix. Der Wirtschaftsminister lud am Montagmorgen zu einer Pressekonferenz, um die Ansiedlung eines neues Unternehmens im Bereich „Space Resources“ bekanntzugeben.

Bei Kleos handelt es sich um eine Tochter der auf Technologieentwicklung für Luft- und Raumfahrt spezialisierten britischen Firma Magna Parva. mehr lesen / lire plus

La transition, ça (se) chauffe !

L’été n’en finira plus, c’est le sentiment qu’on peut avoir en ces jours de canicule. Mais l’hiver viendra, et on risque d’avoir bien froid dans les endroits mal chauffés. Comme dans le nouvel espace de co-working aménagé à la Maison de la transition Mesa à Esch. Pour y remédier, il est prévu de construire en automne un poêle de masse ultra-efficace de type Rocket Stove (qui émet un son semblable à celui d’une fusée). Pour financer le projet, Mesa fait en partie appel au crowd-funding (jusqu’au 23 août). Plus d’infos : www.kisskissbankbank.com/transition-minett-rocket-stove-mesa

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Linke Parteien in der Krise (2/4): Rosa oder rot?

Die LSAP lud in die Annexe. Macron oder Corbyn, wer führt die Sozialdemokratie aus der Krise? Anders als vergangene Woche bei den Grünen, gibt es in der LSAP unterschiedliche Antworten – und ein unterschiedlich entwickeltes Problembewusstsein.

Rote Servietten unterm roten Sonnenschirm: Bei Gelegenheit bekennt die LSAP durchaus Farbe.(Foto: RK)

„Ich hätte nicht für Macron gestimmt in der ersten Runde.“ Alex Bodry steht zu seiner Aussage von vor den französischen Präsidentschaftswahlen. „Ich betrachte ihn als Liberalen, und Renzi ist das zum Teil auch“, erläutert der LSAP-Fraktionspräsident im Gespräch mit der woxx. Vielleicht ist Emmanuel Macron aber trotzdem eine Chance für Frankreich, fügt er hinzu. mehr lesen / lire plus

Fünf Fragen an
: Joanne Goebbels

Im Vorfeld der Gemeindewahlen interviewt die woxx jede Woche eine Kandidatin: Dieses Mal haben wir Joanne Goebbels getroffen, LSAP-Kandidatin in der Hauptstadt.

Dass Joanne Goebbels in Luxemburg-Stadt für die LSAP kandidiert, hat nicht einfach mit Familientradition zu tun. Die 38-Jährige beschreibt sich als durch und durch politisch; 
sie engagiert sich neben der Partei auch in ihrem Beruf als Sekundarschullehrerin und privat bei Transition-Bonneweg. (Foto: Christian Aschman)

woxx: Warum sind Sie in der Gemeindepolitik aktiv?


Joanne Goebbels: Ich bin in der Stadt Luxemburg aufgewachsen, und als ich von der Uni zurückkam, habe ich mich bei den Stater Sozialisten engagiert. Die Gemeindepolitik ist der erste Schritt. mehr lesen / lire plus

Prohibition des armes nucléaires : To ban or not to ban

Libérer le monde des armes nucléaires est un vieux rêve. Un nouvel élan vient d’être pris, mais le chemin s’annonce long et difficile.

(Wikimedia / Fastfission / CC BY-SA 3.0)

Parlons d’un traité qui n’existe pas. Le Traité pour l’interdiction des armes nucléaires, adopté par 122 pays, le 7 juillet de cette année dans l’enceinte de l’ONU. Et qui n’existe pas parce que les médias n’en parlent presque pas. Même le woxx n’a pas relayé la nouvelle la semaine dernière par manque de place – vivement qu’on concrétise notre nouveau projet de journal en ligne ! Nous avions tout de même présenté il y a deux ans déjà l’initiative en faveur d’un tel traité (woxx 1320), et annoncé il y a un mois l’aboutissement probable des négociations (woxx 1428). mehr lesen / lire plus

Linke Parteien in der Krise (1/4)
: Grüne Fülle

Erste Station der Presse-Gelage zum Abschluss der politischen Saison: Déi Gréng im Syriously. Was ein Buffet über Macronisierung, Partei-Identität und Pragmatismus aussagt.

Bäume schützen vor Sonne und Austrocknen, aber nicht vor Regen und Flutwellen. (Foto: RK)

Die Sozialdemokraten sind out, die Grünen sind in. Wirklich? Zumindest sind die Grünen anders. Die Partei, die in den 1980ern angetreten war, um das Großherzogtum – zum Besseren – auf den Kopf zu stellen, hebt sich immer noch ein bisschen vom Volksparteien-Einheitsbrei ab. Zum Beispiel bei der alljährlichen Bilanzpressekonferenz vor den Parlamentsferien mit anschließendem Essen. Anders als bei den anderen Parteien sind, gemäß einem 2014 eingeführten Brauch, die Regierungsmitglieder hier mit von der Partie. mehr lesen / lire plus

Loi sur le space mining : Objectif thune

Sans éclat, mais aussi sans enthousiasme, la Chambre a adopté le texte qui doit faire du Luxembourg un des hauts lieux de l’exploitation économique de l’espace.

Apanage de l’humanité entière. La sonde spatiale européenne Rosetta en action. (Source: ESA–C. Carreau / ATG medialab)

« Que la force soit avec nous ! » Étienne Schneider ne l’a pas dit, mais cela aurait bien résumé le débat sur le projet de loi autorisant le space mining à la Chambre. En effet, ce jeudi, le ministre a obtenu le soutien d’une écrasante majorité pour sa démarche encore controversée il y a quelques mois. Franz Fayot, rapporteur du projet de loi, ne s’était pas privé d’évoquer « Star Wars », en affirmant qu’une partie du CSV était du « côté obscur » – celui des critiques du programme spatial. mehr lesen / lire plus

Tesla : pile-poil pour les énergies renouvelables

Remplacer entièrement l’électricité à base d’énergies fossiles par de l’énergie renouvelable ? Impossible, a longtemps été la réponse des experts. Elon Musk est sur le point d’apporter un démenti cinglant à ce gros mensonge, explique l’environnementaliste Tim Hollo dans le « Guardian ». Il compte sur le fondateur de Tesla pour assurer le bon fonctionnement du réseau de l’état fédéral d’Australie-Méridionale, critiqué par le lobby fossile pour sa dépendance aux énergies renouvelables. La difficulté est que même si le vent et la lumière du soleil suffisent amplement pour couvrir en quantité la consommation annuelle, cette électricité n’est pas forcément produite au moment où l’on en a besoin. mehr lesen / lire plus

Rénovation énergétique : Voudrait mieux faire

Une stratégie à quatre volets et 33 mesures, c’est ce que le ministère de l’Économie a présenté. Derrière des métaphores médicales et musicales volontaristes se cache un grand embarras.

Pour bien rénover, il faut tout rénover.
(Coyau / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

« Il faut traiter les patients par une approche globale. » Non, ce n’est pas une conférence de presse de la ministre de la Santé, mais de la secrétaire d’État à l’Économie. Ce lundi, Francine Closener a présenté la stratégie nationale de rénovation énergétique, les « patients » désignant les 60 pour cent de bâtiments au Luxembourg construits avant 1990. mehr lesen / lire plus