Bienensterben

(Stephanie Majerus) – In den vergangenen drei Jahren sind die Bienenbestände in Luxemburg um 41 Prozent zurückgegangen. Vor allem die parasitische Varroamilbe schwächt die Biene direkt indem sie Viren überträgt. Doch auch Monokulturen und der Gebrauch von Pestiziden führen zu einer Hungersnot unter Honig- und Wildbienen. Was kann getan werden, um die Bienenvölker zu schützen? Um ihre Vorschläge vorzustellen, hatte Natur&Emwelt diesen Dienstag zu einer Pressekonferenz eingeladen. Das auf EU-Ebene erlassene Insektizidverbot – für Produkte die Neonikotinoide enthalten – ist nur auf zwei Jahre begrenzt. Die Risikofaktoren, die andere Pestizide bergen, wurden jedoch noch nicht ausreichend untersucht. Natur&Emwelt empfiehlt deshalb Landwirten, Privathaushalten und Kommunen möglichst alternative Schädlingsbekämpfungsmittel zu wählen. mehr lesen / lire plus

WIDER DIE SYSTEMKRISE: „Eine neue, große Erzählung“

Zur Person:
Charles Eisenstein (46) ist ein Suchender. Und einer, der weitergibt, was er gefunden hat: durch seine Konferenzen und Bücher. Der studierte Mathematiker und Philosoph sagt von sich selber, die Entwicklung von Verstand und Intellekt habe ihn nicht näher an irgendeine ihm wichtige Wahrheit gebracht. Als Dreißigjähriger erlebte er – auf persönlicher Ebene – dass eine Krise auch ein Neuanfang sein kann. Heute ist der US-Amerikaner Teil einer neuen Generation fortschrittlicher Intellektueller, die versuchen, ökologische und ökonomische Theorien mit einem Bewusstseinswandel zusammenzudenken. Sein Buch „Sacred Economics“ zeichnet die Wirtschaftsgeschichte von der „gift economy“ bis zum Finanzkapitalismus nach. Und erklärt, wie man aus dem Teufelskreis von Wachstum, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und menschlicher Verarmung ausbrechen kann.

mehr lesen / lire plus

Bourses étudiantes – L’Unel s’en mêle

(Stephanie Majerus) – Il y a deux mois, la Cour de justice de l’Union européenne est parvenue à la conclusion que l’aide financière de l’Etat pour les études supérieures – depuis 2010 sous le ministre Biltgen cette aide est constituée d’une bourse et d’un prêt – ne pouvait se limiter aux résidents du Luxembourg, mais devrait aussi être accordée aux enfants des frontaliers qui poursuivent des études. Le montant de la bourse s’élèvera environ à 3.000 euros par semestre pour 2013-2014, mais une réforme de la loi est prévue pour après les élections. Pour présenter ses propositions de réforme, l’Unel (Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg) a tenu une conférence de presse ce jeudi. mehr lesen / lire plus

Forum Nr. 332

(Stephanie Majerus) – „Jenseits der Nischenpolitik“ oder „Demokratische Teilhabe“ lauten die Titel zweier Beiträge zum public forum, das von der Zeitschrift Forum am 8. Juli im Exit07 organisiert wurde. Anknüpfend an die dort vorgenommene Erörterung des verbreiteten Vertrauensverlusts in den luxemburgischen Rechtsstaat – zu dem es kam, nachdem im Frühling die dunkleren Aspekte der informellen Polit-Klüngeleien aufgedeckt worden waren -, entstand das Dossier der neuen Ausgabe zur „politischen Kultur“. Michel Pauly eruiert in seinem Artikel „In der demokratischen Realität angekommen“ rückblickend die Skandale um die Geheimdienstaffäre und gibt eine Prognose zum Wahlverlauf am 20. Oktober ab. Auch Ben Fayot zieht Bilanz, wie der Titel  „Rares Ruptures – Les six crises gouvernementales du Grand-Duché du Luxemboug (1919-2013)“ nahelegt. mehr lesen / lire plus

REBECCA ZLOTOWSKI: Amour nucléaire

« Grand Central » marque le retour du réalisme social dans le cinéma. Rebecca Zlotowski réussit le pari de renouveler le genre sans pourtant le trahir.

Une histoire d’amour qui ne sert que de prétexte pour mieux montrer les conditions de travail abominables dans lesquelles doivent travailler et survivre les ouvriers précaires du nucléaire.

L’entretien d’embauche se fait, en passant, dans un couloir. « Tu comprends l’anglais ? » « Non », répond Gary. Mais peu importe, on le console d’un « Ça ira » lapidaire. Le désintérêt du recruteur en dit long sur l’attractivité du job : assurer des petits travaux d’entretien dans une centrale nucléaire. Sans diplôme, Gary (Tahar Rahim) accepte de travailler dans un contexte à haut risque. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Bunt die Welt, Luxemburg lustlos

Die Galerie Am Tunnel zeigt die Retrospektive „Bernd Schuler: Portraits and Landscapes 1973-2013“.

Uschi Obermeier – Munich 1973

Liest der Besucher das bedeutungsvolle Wort „Retrospektive“ im Titel der Ausstellung, ist er geneigt anzunehmen, eine besondere Berühmtheit sei auf dem Boden, oder besser im Untergeschoss, der verschlafenen Hauptstadt Luxemburg gelandet. Doch dem ist keineswegs so. Bernd Schuler entpuppt sich nach einer erfolglosen Google-Suche als ein Nobody, als Jemand ohne Wikipedia-Eintrag. Trotzdem gönnt die BCEE dem Fotografen aus Gemersheim eine Retrospektive. Das ist mutig, ja fast verwegen.

Viele von Schulers Fotos sind bunt, quietschig und schick. Besonders „Galli Domestici“ und „Recreation II“ veranschaulichen Absurditäten des alltäglichen Lebens. mehr lesen / lire plus

Veggie Day: Alles Gemüse?

Künftig soll einmal pro Woche ein vegetarisches oder veganes Gericht in staatlichen Kantinen verabreicht werden. Das jedenfalls wünscht sich die Vegan Society und versucht Parteien für ihr Anliegen zu gewinnen.

Alles idyllisch? 60 Prozent der deutschen Getreideproduktion landet in Tiermägen.

 „Grüne wollen uns das Fleisch verbieten“, so titelte „Bild“, Deutschlands größte Boulevardzeitung, vor zwei Wochen, als die Debatte um den „Veggie Day“ entbrannte. Ähnlich polemisierend ereiferte sich CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe über die „Bundesverbotsrepublik“, die die Grünen angeblich anstreben. Tatsächlich aber ist die Idee eines „Veggie Day“, also eines Tages in der Woche, an dem vegetarische Gerichte speziell angeboten werden, nicht neu. mehr lesen / lire plus

SKULPTUREN: Wie die Römer

„Argilus Kids“, die Fotoausstellung im „Tunnel am Gronn“, zeigt das Resultat der Sommeraktivitäten der Aktion Bambësch vom vorigen Jahr.

Die Jugendlichen der „Aktioun Bambësch“ beim kreativen Schaffen.

„Es ging darum, Flachreliefe nachzubilden, und zwar indem das Umfeld und die Porträtierten ganz mit Lehm eingeschmiert wurden“ erklärt der Fotograf Luc Ewen, der bereits seit zehn Jahren für das „Centre d’animation et de loisirs“ (Capel) arbeitet. Ihm bereitet die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Freude, denn „oft kommen diese auf wunderbare Ideen. Ein Jugendlicher wies zum Beispiel darauf hin, dass die Römer lange Gewänder trugen, und schlug vor, dass wir lange Tücher ganz mit Lehm einschmieren sollten“. mehr lesen / lire plus

NEILL BLOMKAMP: Jenseits von Elysium

Wer sich mehr erhofft hat als einen weiteren US-amerikanischen Blockbuster, wird enttäuscht. „Elysium“ setzt ganz auf Action. Die Sozialkritik bleibt auf der Strecke.

Apokalyptisches Endzeitszenario: Reichlich testosterongeladenes Geballere.

Im Jahr 2154 suchen ökologische Krisen und Epidemien die Erde heim, deshalb haben sich 0,1 Prozent der Bevölkerung auf Elysium verschanzt – einer sternförmigen Raumstation, die um die Erde kreist. Neill Blomkamps Science Fiction führt eine politische Allegorie vor, in der sich die Lage der Habenden und der Habenichtse bis zum Extrem zugespitzt hat. Die Privilegierten leben in einer Welt, in der Krankheiten per Knopfdruck ausradiert werden und die Freizeit sich in grünen, sauberen Parkanlagen und auf gediegenen Poolparties abspielt. mehr lesen / lire plus

INSELGESCHICHTEN: Der Ort des Mangels

„Lampedusa – Begegnung am Rande Europas“ ist ein vielschichtiges ethnographisches Porträt des Kulturanthropologen Gilles Reckinger über die Einwohner der italienischen Mittelmeerinsel.

Lampedusa, die italienische Insel im Mittelmeer, wird in den Medien seit geraumer Zeit fast ausschließlich in Zusammenhang mit der rigorosen EU-Flüchtlingspolitik erwähnt. Gilles Reckinger zeichnet in seiner Ethnographie ein anderes Bild von der Insel und ihren 5.700 Bewohnern, eines jenseits der mediatisierten Flüchtlingsankünfte. Ihn interessiert das Alltagsleben der Einwohner an diesem „Ort der Übergänge“, ihre Sorgen und Ängste, ihre Freuden und Träume. Der Ethnologe schreibt über Begegnungen, über Inselbewohner, über Lampedusani.

Da wäre beispielsweise der Taxifahrer Tommasos. Den 55-Jährigen lernt der Autor kennen, als dieser gerade eine deutsche Journalistin herumchauffiert. mehr lesen / lire plus

PENTECÔTISTES: Les bons conseils

Si l’église catholique est de moins en moins populaire, d’autres variantes du christianisme savent attirer les foules. Visite dans une communauté évangélique du quartier de la gare.

« Joy », « Peace », « Love » – Le service pentecôtiste se tient dans un décor simple.

Dimanche matin, dans une arrière-cour de la rue de Strasbourg, juste en face du « Dame Blanche bar ambiance », un homme aux cheveux grisonnants et en costume bleu prépare sa présentation PowerPoint. Derrière lui un jeune homme accorde sa guitare basse, à sa gauche un autre jeune homme installe une caméra vidéo. L’homme au costume bleu est Adama Ouedraogo, un pasteur pentecôtiste originaire du Burkina Faso. Dans les années 1990, il part à Bruxelles pour faire des études de théologie, puis retourne au Burkina. mehr lesen / lire plus

Yasuni-Initiative geplatzt

(sm) – Vergangenen Donnerstag erklärte der ecuadorianische Präsident Rafael Correa die 2007 initiierte Yasuni-Initiative für gescheitert. Der Treuhandfonds, der die Förderung von Erdöl in einem der weltweit artenreichsten Regenwälder verhindern sollte, wurde aufgelöst. Eine nachhaltige Entwicklung Ecuadors und ein internationaler Beitrag zum Klimaschutz sollten durch einen internationalen Fonds von 3,6 Milliarden US-Dollar gesichert werden. Allerdings lagen die Einzahlungen bei nur 52.227.852 US-Dollar. Luxemburg war eine der insgesamt 15 Regierungen, die dem Projekt finanzielle Unterstützung zugesagt hatten. Für die Initiative sollte eine Million Euro aus dem Fast-Start-Finance-Programm des Kyoto-Fonds transferiert werden. Luxemburg liegt damit weit über dem Minimum das verlangt wurde, behauptete Paul Polfer vom Mouvement écologique gegenüber dem „Radio 100,7“. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Visuelles Tagebuch

Im Zentrum der Ville Haute laden das Cercle Cité und die Photothèque de la Ville de Luxembourg Touristen und Einheimische zu einer nostalgischen Zeitreise durch die Hauptstadt des Großherzogtums ein.

Nostalgie pur: Batty Fischers Fotos sind zwar keine Meisterwerke, jedoch vermitteln sie den feinen Sinn für Humor des Fotografen. (©photothèque de la ville de Luxembourg)

Die im Ratskeller gezeigte Ausstellung von Fotografien Batty Fischers erweist sich als regelrechtes Stadtporträt. Nahezu 70 Jahre lang bildete die Stadt Luxemburg für den Hobbyfotografen das Hauptmotiv oder diente als Hintergrundkulisse für all die Alltagsgeschehnisse, die er der Dokumentierung für wert hielt.   

Batty Fischer erblickte das Licht der Welt im Juli 1877 in der Rue du Marché-aux-Herbes. mehr lesen / lire plus

FAMILIENMODELLE: Andere Wege

Nicht in allen Familien trifft man auf Vater, Mutter und leibliche Kinder, und nicht immer ist die Mutter die Haupterziehende. Viele Eltern entschließen sich zur Adoption. Immer mehr Väter nehmen eine Elternzeit. Eltern sind zunehmend alleinerziehend. Ist das klassische Familienmodell überholt?

Gibt es sie überhaupt noch, die klassische, heile Familie?

Es ist 19 Uhr, in der schwülen Abendluft ist Carine, in lässiger sommerlicher Arbeitskleidung, gerade dabei, den Rasen zu mähen. Ihr Sohn häuft das schon gemähte Gras auf einen Anhänger. Sie sieht mich und bittet mich, ihr in das Wohnzimmer zu folgen. Das Licht bleibt ausgeschaltet, wir sitzen im Halbdunkeln am Wohnzimmertisch. mehr lesen / lire plus

„Risflecting“

(sm) – Vergangenen Montag fand im CarréRotondes, auf Einladung von 4motion und Cept, ein Vortrag von Gerald Koller zu dem von ihm entwickelten Handlungsmodell zur Rausch- und Risikobalance, kurz „Risflecting“, statt. Koller, der bereits seit über zehn Jahren mit Risflecting arbeitet, befürwortet eine Pädagogik, welche Risikobereiche nicht tabuisiert, sondern jungen Menschen Lebenskompetenzen mit auf dem Weg gibt, um Rauscherfahrungen kultivieren zu können. Hierfür müsse man den Begriff „Sicherheit“ neu überdenken, so Koller. „Was macht subjektive Sicherheit aus? Selbstsicherheit, Vertrauen und Awareness? – Und wie können Pädagogen junge Menschen in ihrer subjektiven Sicherheit stärken?“ Um Jugendliche auf den Umgang mit Rausch- und Risikosituationen vorzubereiten, müssten diese auf das soziale Umfeld und die eigene physische und psychische Verfassung während der Risikosituation vorbereitet werden. mehr lesen / lire plus

LIFESTYLE: „Starke Party. Starker Körper“

Bei der ewigen Bemühung um Gewichtsabnahme sind strapaziöse, die Ausdauer stark beanspruchende Sportaktivitäten und Methoden, die auf Verzicht und Restriktionen aufbauen, aus der Mode gekommen. Stattdessen treffen wir auf Zumba-Instruktoren, die von „Tanzen“ und „Parties“ erzählen, und Weight-Watchers-Anhänger, die einem versichern, dass sie keinen Diät- Masochismus betreiben.

Abnehmen als Lebensmotto! Weight Watchers wirbt mit schwachsinnigen Slogans.

Synthetisierter spanischer Gesang, unterlegt mit monotonen Rhythmen, dröhnt aus den Boxen. Dazu schwenken etwa zwanzig Leute energisch ihre Arme, drehen sich im Kreis, schwingen auch mit den Hüften und stampfen zuweilen hin und her. Alle Bewegungen sind mehr oder weniger aufeinander abgestimmt. Frauen, Männer, Jugendliche, dunkel- und hellhaarige, wohlgenährte, magere und sportliche – alle in schwarzer Jogginghose, haben sich zum Zumba-Tanzen zusammengefunden. mehr lesen / lire plus

AUSSTELLUNG: Vorbild Documenta

Verhaftungen von Bloggern und Dissidenten, Behinderung der Arbeit von NGOs, schwere Einschränkungen der Meinungs-freiheit ? liest man aktuelle Berichte von Nichtregierungsorganisationen zur Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten, kommt man nicht gerade auf den Gedanken, dass die Situation für Gegenwartskunst dort besonders günstig ist. In Sharah findet in diesem Jahr bereits zum 11. Mal eine Kunst-Biennale statt. Die woxx sprach mit Danijel Benjamin Cubelic über Zensur und moderne Kunst im arabischen Raum.

Ernesto Neto: While Culture Moves Us Apart, Nature Brings Us Together, 2013

woxx: In Sharjah, einem der sieben Emirate der V.A.E., findet bereits zum 11. Mal die größte und ehrgeizigste Kunstausstellung der Arabischen Welt statt. mehr lesen / lire plus

VALENTINSTAG UND MEHRFACHBEZIEHUNGEN: Polyamo… was?

„Ich bin eben so.“ Für alle, denen das als Erklärung für Mehrfachbeziehungen nicht reicht, stellt die woxx zu Valentinstag die in Luxemburg kaum bekannte polyamoröse Bewegung vor. In den USA gibt es dazu Bücher, in Frankreich Mythen und in Deutschland Vorträge.

„Hallo, ich bin Polly … und will raus
aus dem Mono-Käfig.“

Stefanie Krüger ist Diplompädagogin, doch in ihrer Freizeit beschäftigt sie sich nicht nur mit erziehungstechnischen Themen, sondern auch mit Problemen von Liebe und Beziehungsstruktur: Warum sollen wir monogam leben? Kann man auch mehr als einen Menschen lieben? Um eine öffentliche Diskussion anzuregen, hat sie gemeinsam mit Bettina Sto?i? einen Vortrag ausgearbeitet. mehr lesen / lire plus

SLUMTOUR IN MUMBAI: Drachensteigen auf dem Müllberg

Januar ist der Monat der Ferienkataloge. Keine Lust auf Sandstrand und Sonnenbrand? Vielleicht lieber eine Slum-Safari, wie sie mittlerweile in mehreren Großstädten des Südens angeboten werden? Ein kritischer Bericht aus Indien.

Alles Banane? Slum-Shirts und Stofftaschen im Merchandising-Angebot von Reality Tours.

Drei Kinder in ärmellosen, schmutzig verschwitzten Shirts und kurzen Shorts laufen barfuß über eine mit zertrampelten Plastikflaschen und zerfetzten Plastiktüten übersäte Ebene. Eine Mauer! Sie springen drüber, landen auf einem Wellblechdach und entkommen schließlich in den engen Gassen eines Slums ihren beiden Verfolgern – zwei Polizisten, Sonnenbrillenträgern in khakifarbener Uniform, die drohend ihre Holzstöcke schwingen.

Die bekannte Verfolgungsjagd aus dem Film „Slumdog Millionaire“ spielt sich in Dhavari, Mumbais größtem Slum, ab. mehr lesen / lire plus

RELIGIONSUNTERRICHT: Freiheit, die ich glaube

Den Religionsunterricht abschaffen? Das fordern seit Jahrzehnten laizistisch eingestellte Organisationen – und befinden sich damit auf Konfrontationskurs zur katholischen Kirche. An der protestantischen Kirche haben sie dabei allerdings keinen Verbündeten.  

Der Religionsunterricht ist der einzige Bereich, „in dem Kirche und Staat eng zusammenarbeiten“, so Volker Strauß, Pfarrer der protestantischen Gemeinde der Dreifaltigkeitskirche, gegenüber der woxx. In allen anderen Belangen sieht er die Trennung von Kirche und Staat als gegeben an, da das Erbe des napoleonischen Konkordats sämtliche religiöse Gemeinschaften dem Staat unterordnet. Außerdem werde in Luxemburg niemand gezwungen, ein Glaubensbekenntnis abzulegen. Zwar kämen die Gehälter der christlichen Pfarrer vom Staat, doch sei dies kein Exklusivrecht der christlichen Kirchen. 

„Wenn ich etwas bedauere als Protestant, dann ist es die Tatsache, dass wir keinen Zugang zum nationalen Religionsunterricht haben“, führt der Pfarrer aus. mehr lesen / lire plus