Feministische Podcasts: Feminist Snack Break

Der Journalistin Dahlia Grossman-Heinze und ihrem „Senior cat correspondent“ Howard P. Buckmulligan entgeht nichts. (©facebook.com)

 

Was sind die ausschlaggebenden Bestandteile eines coolen Podcasts? Politik, Popkultur, Snacks und ein süßer Kater. Das jedenfalls ist das Konzept der Feminist Snack Break von Bitch Media. „Feminist Snack Break is a space for feminists to come together to share conversation, laughs, and recommendations while eating a snack, and, most important for those who are feeling isolated during the especially challenging days, weeks, and months to come, it’s a constant reminder that the Bitch community is always here for you“, ist auf dem US-amerikanischen Blog bitchmedia.org zu lesen. mehr lesen / lire plus

EuGH : Tests auf Homosexualität untersagt

Asylbewerber*innen dürfen nicht dazu angehalten werden, sich einem psychologischen Test zu unterziehen, um auf ihre sexuelle Orientierung hin überprüft zu werden. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag. Gutachten sind zwar weiterhin erlaubt, jedoch muss der Respekt der Menschenwürde und der Privatsphäre gewahrt werden. Im konkreten Fall ging es um einen nigerianischen Staatsangehörigen, dessen Antrag auf Asyl in Ungarn abgelehnt worden war. Ein psychologischer Test hatte die von ihm angegebene Homosexualität nicht bestätigt. Der Bewerber klagte, der Test habe einen schwerwiegenden Eingriff in seine Privatsphäre dargestellt und habe es zudem nicht ermöglicht, seine sexuelle Orientierung festzustellen. Der EuGH befand nun, dass psychologische Gutachten unzulässig seien, deren Ziel darin bestehe, Einblicke in die intimsten Lebensbereiche der Bewerber*innen zu erhalten. mehr lesen / lire plus

Martin McDonagh
: Gewalt, Gewalt und 
nochmals Gewalt


„Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ ist ein ambitioniertes Filmprojekt mit tollem Cast. So ganz zu überzeugen weiß die Tragikomödie trotzdem nicht.

Mildred will, dass der Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter endlich gefunden wird. (Foto: outnow.ch)

Schaut man sich einen Film von Martin McDonagh an, weiß man genau, worauf man sich einlässt: pechschwarzer Humor, spritzige Dialoge, sinnlose Gewalt und ein hervorragender Cast. Wer also gerade Lust auf diese Kombination hat, kann sich mit Filmen wie „In Bruges“ oder „7 Psychopaths“ gut aufgehoben fühlen. Auch „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ entspricht wieder McDonaghs etabliertem Stil. Was bei „In Bruges“ jedoch dynamisch und originell war, mutet in diesem Fall wie eine nicht so recht gelungene Nachahmung an. mehr lesen / lire plus

Schon getreamt? Big Mouth

Erster Kuss, High-School-Partys und unerwünschte Erektionen – die Cartoon-Serie „Big Mouth“ erzählt sowohl humorvoll und vulgär als auch einfühlsam und differenziert von den Alltagserfahrungen einer Gruppe von Teenager*innen.

(©uk.newonnetflix.info)

 

Die Pubertät ist eine Zeit der großen körperlichen Veränderungen, doch auch das Sozialleben wird auf den Kopf gestellt: Da ist zum Beispiel die Sorge, dass man sich vor seiner Flamme blamiert, der Wunsch nach mehr Privatspäre oder die Angst nicht dazuzugehören. Netflix hat nun eine Serie über diese zutiefst aufwühlende Zeit herausgebracht.

Kreiert von Jennifer Flackett, Nick Kroll, Mark Levin und Andrew Goldberg, erzählt „Big Mouth“ vom 13-jährigen Andrew und seinen besten Freunden  Jessi und Nick. mehr lesen / lire plus

Mehr Inklusion gefordert

Nicht ausreichend auf Inklusion ausgerichtet, in segregierender Sprache verfasst – das Gutachten des „Conseil supérieur des personnes handicapées (CSPH)“ zum Gesetzesentwurf, der die Anliegen der „Élèves à besoins éducatifs particuliers“ regelt, fällt recht negativ aus.

(©Pixabay)

Die Kritik an den geplanten Änderungen in punkto schulischer Inklusion hält sich hartnäckig. Nachdem der CSPH bereits die geplante Änderung bezüglich der Sonderpädagogik im neuen Schulgesetz kritisiert hatte, hat die Organisation nun ein negatives Gutachten zum Gesetz zu den „Élèves à besoins particuliers“ vorgelegt.

Momentan bestehe die Erwartungshaltung, dass Menschen mit besonderem Förderbedarf sich den jeweiligen Strukturen anpassen müssen. Dabei sei das Gegenteil notwendig: „Es müssen Bedingungen geschaffen werden, damit jede*r ein ‘normales’ Leben ohne Einschränkungen führen kann“, heißt es im Avis. mehr lesen / lire plus

Geschlechtergerechte Sprache:
 Heute schon gegendert?


Die wenigsten würden wohl von sich behaupten, beim Schreiben von Texten bewusst auf eine sexistische Sprache zurückzugreifen. Dabei ist, sich gendergerecht auszudrücken, keineswegs nur eine Frage des guten Willens.

(Bildquelle: Pixabay)

Einmal den Entschluss gefasst, bei seinem Sprachgebrauch künftig niemanden, schon gar nicht marginalisierte Geschlechtergruppen, auszugrenzen, gilt es sich erst einmal einen Überblick über entsprechende Möglichkeiten zu verschaffen. Doch schon bald kann sich ein Gefühl der Überforderung einstellen. „StudentInnen“, „Student_innen“, „Student*innen“ „Studierende“. Was ist da der Unterschied? Wofür sollte man sich am besten entscheiden? Wer hier nicht über gewisse Grundkenntnisse verfügt, mag verleitet sein, sogleich das Handtuch zu werfen.

Auf die Intention kommt es an

Unabhängig davon, welchen Ansatz man wählt – „geschlechterneutrale“, „gendergerechte“ oder „nicht-
sexistische Sprache“ – Umsetzungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche. mehr lesen / lire plus

Sean Baker
: Kindheit fernab von 
Disneyworld

Mit „The Florida Project“ gelingt dem US-amerikanischen Filmemacher Sean Baker der Spagat zwischen knallhartem Sozialrealismus und leichter Unterhaltung.

(Fotos : outnow.ch)

Fast von der ersten Sekunde an herrscht in „The Florida Project“ Bewegung. Und genauso geht es in den darauffolgenden 110 Minuten weiter. Im Zentrum stehen die Bewohner*innen des lila angestrichenen Motels „Magic Castle“ in Florida. Vor allem den jungen Gästen gilt das Interesse.

Es sind Sommerferien, doch von Langeweile keine Spur. Der Alltag ist geprägt von Eis essen, dem Ausspionieren der Nachbar*innen und dem Erkunden der Umgebung. Auf diese Weise wird das Motel für die Kinder zum regelrechten Abenteuerspielplatz. mehr lesen / lire plus

CCDH fordert weitere Bemühungen

Im Kampf gegen Gewalt gegen Mädchen und Frauen wurde hierzulande bereits viel getan, es bleibt aber noch Luft nach oben, so die Vertreter*innen der konsultativen Menschenrechtskommission (CCDH) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Anlass war die Vorstellung ihres Gutachtens zum Gesetzesprojekt 7167, das die Umsetzung der Istanbul-Konvention vorsieht. Auf ebendiese beruft sich die CCDH, wenn sie im Gesetzesentwurf fehlende Definitionen der Konzepte „weibliche Genitalverstümmelung“ und „häusliche Gewalt“ kritisiert. Im aktuellen Text liege der Fokus zudem ausschließlich auf der physischen Gewalt. Diese Beschränkung entspreche nicht den Forderungen der Istanbul-Konvention und müsse erweitert werden, so die Juristin Deidre Du Bois. Außerdem beanstandet die CCDH, dass die Bedürfnisse von Frauen, die sich aufgrund eines Handicaps oder eines Migrationshintergrundes in einer besonders verletzlichen Lage befinden, zu wenig bedacht wurden. mehr lesen / lire plus

Weniger Fleisch essen, nachhaltig produzieren

Der Fleischatlas 2018 ist da. Darin werden konkrete Pisten zum Umbau der industriellen Tierhaltung aufgezeigt.

(©bund.net)

Am gestrigen Mittwoch, den 10. Januar wurde der „Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung“ veröffentlicht. In insgesamt 20 Kapiteln werden darin zahlreiche Zahlen, Grafiken und Lösungsansätze rund um die Themen Tierhaltung, Fleischproduktion und -konsum dargelegt. Auch wenn, wie im Vorwort beschrieben, das gesellschaftliche Bewusstsein für nachhaltige Ernährung, Tier- und Klimaschutz in den letzten fünf Jahren stark angestiegen ist, steht eine grundlegende Veränderung immer noch aus. Nicht zuletzt deshalb, weil einige wenige Großunternehmen vom gegenwärtigen Produktionsmodell profitieren. Vor dem Hintergrund, dass Schätzungen nach der Fleischkonsum bis zum Jahr 2050 weltweit um 85 Prozent steigen soll, erscheint die Problematik umso dringlicher. mehr lesen / lire plus

Die Monster kommen!

In der städtischen Cinémathèque werden noch bis zum Ende diesen Monats restaurierte Horror-Klassiker der Produktionsfirma Universal gezeigt.

(©alarencontreduseptiemeart.com)

„Frankenstein“, „Dracula“, „The Mummy“ – selbst ohne die entsprechenden Bücher gelesen oder Filme gesehen zu haben, sind diese Titel den meisten bekannt. Ihre filmische Geburtsstunde verdanken die jeweiligen Monster allesamt der US-amerikanischen Produktionsfirma Universal. Seither wurden sie in unzähligen Remakes und Spin-offs aufgegriffen. Die Cinémathèque ehrt die Klassiker nun mit einer Horror-Reihe, die noch bis zum Ende diesen Monats andauert.

Nachdem gestern bereits der auf einer Buchvorlage der britischen Autorin Mary Shelley basierende Film „Frankenstein“ (1931) gezeigt wurde, erwartet Filmbegeisterte heute Abend, dem 9. mehr lesen / lire plus

Schluss mit Sexismus!

Nachdem sich tausende Opfer sexueller Übergriffe unter dem Hashtag #metoo outeten, hätte es bei einem kurzweiligen Aufschrei bleiben können, doch mittlerweile wird in Hollywood versucht, nachhaltig gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe vorzugehen.

(© timesupnow.com)

Mehr als drei Monate ist es mittlerweile her, dass die breite Öffentlichkeit erstmals von den sexuellen Übergriffen des Hollywood-Moguls Harvey Weinstein erfuhr.  Seither sind zahlreiche weitere Opfer mit Anschuldigungen vorgetreten, nicht nur gegen Weinstein, sondern auch gegen viele andere Produzenten, Schauspieler und Regisseure. In den sozialen Netzwerken meldeten sich hunderttausende Opfer von Missbrauch und sexueller Belästigung unter dem Hashtag #metoo zu Wort.

Zunächst war das mediale Interesse groß. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? She’s gotta have it

Spike Lees Netflix-Serie „She’s Gotta Have iIt“ erzählt auf unterhaltsame Weise von einer jungen, schwarzen, polyamourösen Künstlerin.

(© indiewire.com)

„Race is America’s biggest problem, always has been (since we got off the boat), always will be.“ Dieser 1989 von Spike Lee geschriebene Satz hat traurigerweise nichts an  Aktualität eingebüßt. Die Aussage beschreibt darüber hinaus kurz und knapp die Agenda der meisten von Lees Filmen. Während er beispielsweise mit „Malcom X“ (1992) einen Film über den neben Martin Luther King bekanntesten schwarzen Bürgerrechtler und umstrittenen Vertreter eines „black nationalism“ gedreht hat , erzählt „Do the Right Thing“ (1989) von einem Tag im New Yorker Stadtteil Brooklyn. mehr lesen / lire plus

Mehr Elternurlaub

Die Anzahl an Urlaubstagen, die Eltern im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls ihres Kindes zusteht, ist seit dem ersten Januar erhöht worden und flexibler geregelt. Bei Kindern bis zum vierten Lebensjahr gibt es für jeden Elternteil pro Kalenderjahr 12 Urlaubstage; bei solchen zwischen 4 und 13 Jahren sind es dagegen achtzehn. 5 Urlaubstage gibt es bei Kindern zwischen 13 und 18 Jahren. Die Urlaubstage müssen nicht an einem Stück genommen werden. Liegt beim Kind eine Beeinträchtigung von mindestens 50 Prozent der physischen oder mentalen Fähigkeiten vor, wird die jeweilige Zahl an Urlaubstagen verdoppelt. Es ist nicht möglich, dass beide Elternteile den Familienurlaub gleichzeitig beanspruchen. mehr lesen / lire plus

Sally Potter: Kein Grund zum Feiern

Die politische Komödie „The Party“ 
zeigt eine Star-Besetzung in Höchstform. In schlichtem Schwarz-Weiß bringt Filmemacherin Sally Potter ihre Sicht der gegenwärtigen britischen Gesellschaft auf die große Leinwand.

Mit „The Party“ zeigt Sally Potter ihr Talent, Humor in jedem noch so desaströsen Situation auszumachen. (Fotos: outnow.ch)

Ein Haus, eine Dinner-Party, vier Paare: Die Prämisse von „The Party“ ist denkbar simpel. Filme dieser Art – eine Handvoll Figuren, wenige Räume, eine Unmenge an größeren und kleineren Konflikten – gibt es zahlreiche. Es ist nicht überraschend, dass viele von ihnen – so zum Beispiel „Who’s Afraid of Virginia Woolf“, „Carnage“, oder „Fences“ – auf Theaterstücken basieren. mehr lesen / lire plus

Der „Foie“ kann gar nicht „gras“ genug sein

Was die einen als Resultat von Tierquälerei ablehnen, gilt für andere als unverzichtbare Delikatesse: Stopfleber.

1998 hat der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz der EU sämtliche Möglichkeiten der Stopfleberproduktion als grausam eingestuft. Seither ist die Herstellung in vielen europäischen Staaten, darunter auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich, untersagt. Import und Verkauf aber bleiben in diesen Ländern weiterhin erlaubt. In Frankreich wurde Stopfleber 2006 sogar per Gesetz als „Kultur- und Gastronomieerbe Frankreichs“ unter besonderen Schutz gestellt. Das Land ist der weltweit größte Foie-Gras-Hersteller: 90 Prozent des globalen Bestands stammen aus der Grande Nation.

Bei der sogenannten Stopfmast werden die Enten über einen Zeitraum von 12 bis 21 Tagen mithilfe eines 50 Zentimenter langen Metallrohrs zwangsgefüttert. mehr lesen / lire plus