Ediff: Änderungen heftig kritisiert

Künftig werden die Équipes de soutien des élèves à besoins éducatifs particuliers ou spécifiques (Eseb) den RegionaldirektorInnen unterstellt sein – eine Neuerung, die zurzeit heftig diskutiert wird. So hat die Änderung des Gesetzes zu der Befürchtung geführt, die Neutralität der SonderpädagogInnen sei nicht mehr gewahrt, wenn diese ins Grundschulsystem integriert werden. Ferner gibt es, angesichts des gegenwärtigen Lehrkräftemangels, die Sorge, dass SonderpädagogInnen von nun an verstärkt im regulären Grundschulunterricht eingesetzt werden. Bildungsminister Claude Meisch versicherte indes, dass sich an der Arbeit der Eseb (davor Équipes multiprofessionelles) nichts ändere. Er räumte jedoch ein, dass in der Tat ein Personalmangel besteht. Das Ministerium sieht deshalb vor, in den kommenden Jahren das Personal in der Ediff um 150 neue MitarbeiterInnen aufzustocken. mehr lesen / lire plus

Proaktives Handeln gefordert

Menschenhandel ist in der EU weit verbreitet – was weiß man über die Opfer? Rund 16.000 von ihnen konnten zwischen 2013 und 2014 identifiziert werden. Bei der Mehrheit handelt es sich um Frauen und Kinder, zwei Drittel sind EU-BürgerInnen. Dies berichtete die europäische Koordinatorin für den Kampf gegen den Menschenhandel Myria Vassiliadou am vergangenen Mittwoch gegenüber der Presse. Auf Einladung der Menschenrechtskommission war sie nach Luxemburg gereist, um sich einen Überblick über die hiesige Lage zu verschaffen. Zu diesem Zweck traf sie sich mit VertreterInnen des Parlaments, der Polizei sowie der Zivilbevölkerung. Menschenhandel sei, nach dem Waffen- und Drogenhandel, weltweit das lukrativste illegale Geschäft, so Vassiliadou. mehr lesen / lire plus

Seenotrettung im Mittelmeer: Priorität: Leben

Bei ihrer Flucht aufs europäische Festland werden zahlreiche Menschen von SchlepperInnen ausgebeutet. Die humanitäre Seenotrettung zur Mitschuldigen zu erklären, ist aber verfehlt. Diese reagiert nur auf die bestehenden Umstände.

(Foto : Wikipedia)

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Internationalen Organisation für Migration IOM wird die Situation von Flüchtlingskindern unter die Lupe genommen. Junge Menschen werden dort als besonders gefährdet hervorgehoben – vor allem dann, wenn ihr Bildungsniveau niedrig ist. Auch alleinreisende Jugendliche sind einem großen Risiko ausgesetzt. Die Zahlen sind alarmierend: Acht von zehn flüchtenden Menschen unter 25 Jahren werden ausgebeutet. Das Fazit: Der Mangel an legalen Zuwanderungsmöglichkeiten führt dazu, dass junge Menschen sich gezwungen sehen, ihr Leben Schleppern anzuvertrauen. mehr lesen / lire plus

Tierrechte
: Veganer Mikrokosmos

Alljährlich gibt die internationale Animal Rights Conference Interessierten die Möglichkeit, sich über Tierrechte, Veganismus und Aktivismus zu informieren und miteinander auszutauschen. Auch in diesem Jahr vermittelten Erfahrungsberichte, theoretische Ausführungen und Filme wieder einen vielseitigen Einblick in die Bewegung.

Auch in diesem Jahr war die internationale Tierrechts-Konferenz in der Kufa wieder gut besucht. (© Martin Smedjeback)

Bereits zum siebten Mal fand vergangene Woche die internationale Animal Rights Konferenz in Luxemburg statt. Als 2011 nach einem geeigneten Tagungsort gesucht wurde, fiel die Wahl auf das multikulturelle und mehrsprachiche Großherzogtum. Auch dieses Jahr war die Konferenz wieder gut besucht: Insgesamt nahmen 400 Gäste aus über 40 verschiedenen Ländern sowie rund 60 Vortragende teil. mehr lesen / lire plus

Radio
: Alternativsender feiert

Schon seit 25 Jahren gibt es Radio Ara. Bis in den Dezember hinein feiert der Sender seinen Geburtstag mit vollem Programm.

Seit 25 Jahren steht Radio Ara für ein vielseitiges Angebot jenseits des Mainstream. Vielseitig zunächst, was die Zuhörerschaft betrifft – das englischsprachige Informationsprogramm AraCityRadio beispielsweise richtet sich auch an fremdsprachige ZuhörerInnen. Doch auch im Aufnahmestudio wird auf Vielfalt gesetzt: Ein Bestandteil der sendereigenen Philosophie ist es, Jugendlichen eine Plattform zu bieten, auf der sie eigene Radiosendungen produzieren können. Seit 2004 bietet Ara zu diesem Zweck, mit finanzieller Unterstützung durch das Familienministerium, eine pädagogische Betreuung an. Die entsprechenden Jugendsendungen, genannt „Graffiti“, sind von montags bis freitags zwischen 14 und 17 Uhr zu hören. mehr lesen / lire plus

EU-Programm: Gesunde Ernährung fördern

Zu Schuljahresbeginn startet ein neues EU-Schulprogramm zur Förderung gesunden Essverhaltens. Auch Luxemburg wird finanziell unterstützt.

(Bildquelle: pixnio)

Kindern die Vorteile einer gesunden Ernährung vermitteln – das ist das Kernziel eines am 1. August in Kraft getretenen Programms der Europäischen Union. In seinem Rahmen können EU-Länder, die in ihren Schulen Obst, Gemüse und Milch anbieten, finanzielle Unterstützung beantragen. Begleitet wird dies durch ein umfassendes Bildungsprogramm, das SchülerInnen über die europäische Landwirtschaft aufklären und zum Verzehr von Obst, Gemüse und Milch anregen soll. Das Programm kann in der ganzen EU ab dem ersten Tag des Schuljahres 2017/18 umgesetzt werden.

Zu erfüllende Vorgaben

Mitgliedstaaten, die dieses – durch die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) unterstützte – Programm in Anspruch nehmen wollen, müssen sich an eine Reihe von Vorgaben halten. mehr lesen / lire plus

Edgar Wright: Autojagd mit Beat


Mit „Baby Driver“ hat der britische Regisseur und Drehbuchautor Edgar Wright eine Actionkomödie produziert, die das Niveau vieler anderer Sommer-Blockbuster weit übersteigt.

Ohne Sonnenbrille und Musik in den Ohren fährt Baby (Ansel Elgort) nirgendwo hin.

„He’s a looney. Just like his tunes.“ – So beschreibt Bats (Jamie Foxx) an einer Stelle die Hauptfigur von „Baby Driver“. Wirklich „looney“ ist Baby (Ansel Elgort) zwar] nicht, aber dafür hat er eine andere Eigenart: Ob zu Hause, während Arbeitssitzungen oder beim Autofahren – immerfort hört er Musik auf seinem iPod. Dabei handelt es sich aber nicht um passive Aufnahme. Baby gestaltet sein Leben nach dem Lied, das er gerade hört – und umgekehrt. mehr lesen / lire plus

Fünf Fragen an
: Sarah Diederich


Im Vorfeld der Gemeindewahlen interviewt die woxx jede Woche eine Kandidatin. Dieses Mal haben wir mit Sarah Diederich gesprochen, die für Är Equipe in Kopstal-Bridel antritt.

Sarah Diederich ist 21 Jahre alt und wohnt in Bridel. Sie studiert internationale Volkswirtschaftslehre und allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen. Sie ist Vizepräsidentin der Jonk Sozialisten Lëtzebuerg (JSL).

woxx: Obwohl Sie noch sehr jung sind, haben Sie bereits viele Jahre des sozialen und politischen Engagements vorzuweisen. Was hat Sie zu dem Engagement motiviert?


Sarah Diederich: Ich bin der Meinung, dass es nicht ausreicht, sich zu beschweren. Es ist wichtig, sich aktiv für seine Interessen einzusetzen und eigene Ideen einzubringen. mehr lesen / lire plus

Animal Rights Conference

Nächste Woche dreht sich in der Kulturfabrik in Esch/Alzette alles ums Thema Tierrechte. Im Rahmen der alljährlichen International Animal Rights Conference werden vom 7. bis zum 10. September zahlreiche Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden angeboten. Es wird ein breites Spektrum abgedeckt – von Aktivismus über Ernährung, bis hin zu Klimawandel und zwischenmenschlichen Beziehungen. In der Präsentation „Early Intervention Network: Striking at the Roots of Animal Exploitation“ am Donnerstagnachmittag stellen die AktivistInnen Sarah Bruckhaus und Jens Tuider einen Ansatz vor, der Aufklärung über Veganismus vom jüngsten Kindesalter an zur Grundlage hat. Abends folgt eine Vorführung des Films „Unlocking the Cage“. Die Dokumentation handelt von einem Gerichtsprozess, in dem sich der Anwalt Steven Wise für die Anerkennung von Tierrechten einsetzt. mehr lesen / lire plus

HIV: Zu viele Neuinfektionen

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist die Zahl der HIV-Neu- infektionen in Luxemburg gestiegen. Das Gesundheitsministerium will nun darauf reagieren.

(Bild: Wikimedia Commons)

„Wir können keine positive Bilanz ziehen“, so Gesundheitsministerin Lydia Mutsch auf einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Der Jahresbericht 2016 des Comité de surveillance du SIDA verzeichnet einen traurigen Rekord: Im letzten Jahr kam es zu 98 HIV-Neuinfektionen. 2015 waren es noch 94 gewesen. 75 Neuinfizierte waren Männer, 25 Frauen. Besonders betroffen sind die 26 bis 35-Jährigen.

39 Personen haben sich durch heterosexuellen, 32 durch homo- oder bisexuellen Geschlechtsverkehr angesteckt. Während nach wie vor Sexualkontakte die Hauptursache der Verbreitung sind, lässt sich seit 2014 eine Zunahme der Infektionen durch intravenösen Drogenkonsum feststellen. mehr lesen / lire plus

Tourismus
: Die Massen kommen


Das Bewusstsein für nachhaltiges Reisen ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Aber reicht es, den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren?

Der Trevi-Brunnen in Rom ist stets gut besucht. Immer wieder kommt es vor, das TouristInnen darin verbotenerweise ihre Füße eintauchen oder gar ganz reinspringen. (Foto: ©Flickr)

In den letzten 20 Jahren hat sich das Reiseverhalten stark verändert. Die Menschheit verreist zusammengerechnet im Jahr mehr als eine Milliarde mal – mehr als doppelt so oft als noch 1995. Flüge sind heute günstiger, die Menschen haben mehr Geld. Der alljährliche mehrwöchige Pauschalurlaub ist mehreren kürzeren Städte-
trips gewichen. 2016 bereisten laut World Travel Monitor 26 Prozent von weltweit insgesamt 1,1 Milliarden UrlauberInnen Metropolen. mehr lesen / lire plus

Gemeindewahlen: Keine Gleichheit in Sicht

Vielerorts bemüht man sich um ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis in den Luxemburger Gemeinderäten. Darüber, wie das zu erreichen sei, gehen allerdings die Meinungen auseinander.

Diese Karikatur aus dem Jahre 1869 illustriert humorvoll die Ängste, die damit einhergehen, Frauen mehr politische Mitsprache zu gewähren. (Foto : © Wikimedia Commons)

„Wir haben uns vorgenommen, durch Information, Sensibilisierung und konkrete Initiativen alles daranzusetzen, dass Gleichheit in der Kommunalpolitik verwirklicht wird“. Mit diesen Worten hatte die Ministerin für Chancengleichheit, Lydia Mutsch, vor wenigen Monaten der Geschlechterungleichheit in den Gemeinderäten den Kampf angesagt. Zusammen mit dem Syndicat des Villes et Communes Luxembourgeoises (Syvicol) startete das Ministerium für Chancengleichheit (MEGA) deshalb Ende letzten Jahres eine großangelegte, aber nicht unumstrittene Kampagne. mehr lesen / lire plus

Terrence Malick: Der Puls des Lebens

Von Event zu Event,
von Beziehung zu Beziehung, von Lied
zu Lied – in diesem
Film befindet sich alles im Fluss.

Mit „Song to Song“ beschließt Terrence Malick seine unoffizielle Trilogie. Trotz einer Zunahme narrativer Elemente dominieren auch hier wieder Atmosphäre und Ästhetik.

Repetitiv, oberflächlich, langweilig, inkohärent, grauenhaft – die Adjektive, mit denen das neueste Werk von Terrence Malick in den letzten Monaten beschrieben wurde, verheißen nichts Gutes. Dabei unterscheidet sich „Song to Song“ nicht wesentlich von Malicks vorherigen beiden Filmen. Doch genau darin sehen viele das Problem. Bereits in „The Tree of Life“ (2011) war eine gewisse Schwerpunktverschiebung erkennbar geworden: Weg von linearer Narration und klassischer Dramaturgie, hin zu einer assoziativen Collage aus Tonaufnahmen und ästhetisch reizvollen anspruchsvollen Bildern. mehr lesen / lire plus

Fünf Fragen an: Sandra Laborier

Im Vorfeld der Gemeindewahlen interviewt die woxx jede Woche eine Kandidatin oder einen Kandidaten. Dieses Mal haben wir mit Sandra Laborier gesprochen, die für déi Lénk in Esch/Alzette antritt.

(Foto: Émile Hengen)

woxx : Wie wurden Sie politisiert?

Ich habe eigentlich keinen klassischen Prozess durchlaufen. Bei mir in der Familie ist zum Beispiel niemand parteipolitisch engagiert. Nachdem ich mein Studium im Ausland abgebrochen hatte und wieder nach Luxemburg gezogen war, kam ich zum ersten Mal mit Menschen in Kontakt, die ein soziales Interesse und eine gesellschaftskritische Haltung an den Tag legten. Auch bei Radio Ara, wo ich kurz darauf eine Stelle antrat, war ich von politisch interessierten Menschen umgeben. mehr lesen / lire plus

Planning Familial zieht Bilanz

In einem jüngst publizierten Bericht blickt das Planning Familial auf seine Aktivitäten im Jahr 2016 zurück. Zählte das Planning 1967 noch lediglich 23 Kundinnen, so waren es im vergangenen Jahr fast 4.000 aus dutzenden verschiedenen Ländern. Das Team beantwortete im Berichtsjahr 33.005 Anfragen. Von Fortbildungs- und Informationsangeboten in den Bereichen der sexuellen und affektiven Bildung, konnten 5.053 Personen profitieren. Besonders geprägt war das Jahr von den Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der Organisation, die von zahlreichen Aktivitäten, Konferenzen und Seminaren umrahmt wurden. So zum Beispiel im Juli von dem, als Teil einer Kampagne zur Forderung eines gesetzlichen Verbots der Prostitution, aufgeführten Spektakel „Drive-in“. mehr lesen / lire plus