Public Forum – Montag, 15. Mai – 18h30: Welche Zukunft für den Journalismus?

Über Relevanz, Glaubwürdigkeit und Finanzierung der Medien
Eine Diskussion am
Montag 15. Mai,
18:30-21 Uhr
in den Rotonden,
Luxemburg-Bonnevoie

Ohne freien Journalismus keine Demokratie. Ohne Demokratie keine Freiheit.
Doch der klassische Journalismus steht unter Druck: Durch Facebook und Twitter verliert er an Relevanz; seine Glaubwürdigkeit wird untergraben durch Parallelwirklichkeiten, politische Kampagnen und eigene Fehler; sein hundertjähriges Finanzierungsmodell ist durch die Demokratisierung der Meinungsäußerung auf Internet und eine weitverbreitete Gratis-Mentalität bedroht.Europaweit werden neue Formen des Leser-finanzierten Journalismus ausprobiert: De Correspondent in den Niederlanden, Krautreporter in Deutschland, Mediapart in Frankreich oder Republik in der Schweiz zeigen, wo in Zukunft Qualitätsjournalismus stattfinden kann. mehr lesen / lire plus

Land, Brout, Fridden: „Der Himmel hing voller Geigen“

Im Rahmen des Medienprojektes „1917“ von Radio 100,7 und woxx diskutierten ExpertInnen am Montag im „Centre Neimënster“ über die Bedeutung der Russischen Revolution für Luxemburg. Wir fassen die wichtigsten Momente der Debatte zusammen.

Frauenwahlrecht, Arbeiterräte, Betriebsbesetzung – die Parallelen der Russischen Revolution und der sozialen Krise in Luxemburg nach 1917 waren Thema einer angeregten Debatte mit Geschichtsfachleuten. (Fotos: Paul Klensch)

100,7/woxx: Wie stellt sich die soziale und politische Lage in Luxemburg zu Beginn des Ersten Weltkriegs dar?


Tun Jost: Die Stahlindustrie war in der Zeit vor dem Krieg sehr stark gewachsen. Als der Krieg ausbrach, kehrte der Großteil der Italiener, die ganze Kontingente der Minenarbeiter gestellt hatten, nach Italien zurück, und die sehr zahlreichen deutschen Arbeiter mussten „zu den Waffen eilen“. mehr lesen / lire plus

GAZA-KONFLIKT: Darum Israel

Die Luxemburger Linke protestiert einträchtig gegen Israel. Verhältnismäßigkeit und kritische Reflexion bleiben dabei auf der Strecke.

Gebeutelter Süden Israels (Sderot). Über 3000 Raketen feuerte die Hamas seit Beginn des Jahres auf Israel ab
(Foto: Wikipedia)

Außenminister Asselborn spricht den Linken, so scheint es, aus der Seele: „Gaza wird zu einem großen Friedhof“, „die Palästinenser müssten auch eine Chance bekommen, zu existieren, nicht nur zu vegetieren“. Ganz so, als führe die israelische Armee Flächenbombardements durch und als hätte die Hamas nicht trotz angeblicher Totalblockade des Gaza-Streifens geschätzte 7.000 Raketen erhalten und zusammengebaut. „Einen hörbaren Schrei aus Europa“, fordert er, brüllen tun er und die Linke aber schon lange und ohne Unterlass. mehr lesen / lire plus

GAZA: Darum Palästina

Wieder einmal blickt die Welt nach Gaza, wieder gibt es Tote, Verletzte, Trümmer und Ruinen. Nahezu 2.000 Tote in zwei Wochen, die meisten von ihnen Unschuldige, eine Infrastruktur, die am Boden liegt, eine humanitäre Katastrophe.

Alles Terroristen? Gaza am 27. Juli.
(Foto: Oxfam International
)

Kein Staat der Welt würde zulassen, dass seine Bürger in ständiger Angst vor Raketenangriffen und Terrorattacken leben müssen, argumentieren die VerteidigerInnen Israels. Und sie haben Recht: Israel kann nicht tatenlos zusehen, wie es Raketen auf sein Territorium hagelt. Auch das so oft erwähnte Tunnelsystem der Hamas stellt eine ernsthafte Bedrohung für unschuldige BürgerInnen Israels dar. Es gibt im Völkerrecht so etwas wie ein Selbstverteidigungsrecht – „das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung“. 

Von der israelischen Regierung zwar oft bemüht, ist die Argumentation mit diesem Recht im Falle des Nahostkonflikts doch nicht so ohne Weiteres anwendbar: Wer nämlich ein Gebiet völkerrechtswidrig besetzt hält, kann sich nicht auf das Selbstverteidigungsrecht berufen, wenn der Besetzte Widerstand leistet. mehr lesen / lire plus

AMPELGESPRÉICH (III): Sozial, ökologisch, radikal

In Luxemburg noch nicht realistisch, ist eine rot-rot-grüne Koalition in Deutschland rechnerisch möglich, aber politisch nicht gewünscht. In unserer dritten Runde haben wir Dan Kersch (LSAP), Sam Tanson (Déi Gréng) und Tun Jost (Déi Lénk) zusammengebracht, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erörtern.

Die KandidatInnen des dieswöchigen Ampelgesprächs v.l.n.r:
Dan Kersch (LSAP),
Sam Tanson (Déi Gréng)
und Frank „Tun“ Jost (Déi Lénk).

Interview: Richard Graf und Raymond Klein

woxx: Wie die Wahlen am 20. Oktober ausgehen, wer am Ende regiert, das weiß niemand. Was ist besser, in der Regierung sein oder in der Opposition?

Dan Kersch: Wir sind lieber in der Regierung, weil man dort am meisten bewegen kann. mehr lesen / lire plus

AMPELGESPRÉICH (II): Sozialabbau verhindern

In der zweiten Debattenrunde zu dritt streiten VertreterInnen des linken Spektrums – Cátia Gonçalves (LSAP), Tréis Gorza (Déi Lénk) und Alain Herman (KPL) – über die Möglichkeiten fortschrittlicher Politik in Luxemburg.

Die KandidatInnen des dieswöchigen Ampelgesprächs v.o.n.u: Alain Herman (KPL), Tréis Gorza (Déi Lénk) und Cátia Gonçalves (LSAP).

Interview: Richard Graf und Anina Valle Thiele

woxx: Die Finanzkrise hat auch zu einem Revival marxistischer Systemkritik geführt. Doch hat das wenig auf die Wahlresultate sich „links“ nennender Parteien abgefärbt. Wieso eigentlich?

Alain Herman: Die extreme Rechte, besonders im Osten und Südosten Europas, ist durch die aktuelle Krise gestärkt worden – man denke etwa an Ungarn und Griechenland. mehr lesen / lire plus

AMPELGESPRÉICH (I): Libéral mais pas égal

Pour notre première discussion à trois voix, nous avons réuni ce qu’on pourrait appeler la frange libérale de la politique luxembourgeoise : Corinne Cahen (DP), Marc Goergen (Pirates) et Manuel Huss (Déi Gréng).

Les candidat-e-s de gauche à droite : Corinne Cahen (DP),
Marc Goergen (Piratepartei)…

…et Manuel Huss
(Déi Gréng). (Photos : Christian Mosar)

woxx : Madame Cahen, récemment la ville de Luxembourg a vu la fermeture d’une vingtaine de boutiques de luxe – ce qui a provoqué un petit scandale. En tant qu’ancienne présidente de l’Union des commerçants de la capitale, avez-vous vu venir une telle évolution ?

Corinne Cahen : Premièrement, il ne s’agit pas de fermetures de boutiques de luxe – elles y sont toujours, exceptée peut-être une. mehr lesen / lire plus

GEWERKSCHAFTEN UND KRISE: Die ungehemmte Liberalisierung stoppen

Wenig streitsüchtig, aber vielschichtig in der Analyse: Die Gewerkschaftsvertreter und der Arbeitsminister, die am Dienstag an der woxx-Debatte teilnahmen, sehen die Daseinsberechtigung der organisierten Arbeitnehmerschaft alles andere als in Frage gestellt.

Teilnehmer am woxx-Streigespräch: Patrick Dury, LCGB-Präsident, Nicoals Schmit, Arbeitsminister (LSAP), Claude Thümmel, Generalsekretär FNCTTFEL und Jean-Claude Reding, Präsident des OGBL. Moderation: Danièle Weber und David Wagner.

Auf dem Papier ist der Grad der Syndikalisierung in Luxemburg recht beachtlich, doch wie sieht es mit der aktiven Beteiligung am Gewerkschaftsleben aus? Jean-Claude Reding, Präsident des OGBL, ist eher zuversichtlich: Die Alterspyramide der Mitgliedschaft seiner Gewerkschaft ist am breitesten in der Kategorie der 30- bis 50-Jährigen, während die 20- bis 30-Jährigen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung unterrepräsentiert sind. mehr lesen / lire plus

CONTRA: « La situation humanitaire a dépassé toutes les bornes »

Michel Legrand : Si nous avons manifesté pacifiquement et dignement dans les rues de Luxembourg samedi dernier, c’est parce que nous avons voulu d’abord, au-delà de toute option partisane, exprimer notre émotion et notre indignation face aux centaines de morts et aux milliers de blessés qu’entraînent depuis la fin du mois de décembre 2008 à Gaza les affrontements d’une extrême violence entre les forces armées israéliennes et les groupes armés palestiniens dont le Hamas. Si le Hamas a une responsabilité dans les événements, il est trop facile, comme le font certains gouvernements européens et plus encore Israël, de lui en faire porter toute la responsabilité, et d’occulter ainsi les principaux tournants des dernières années et tout autant une situation d’occupation qui dure depuis 42 ans. mehr lesen / lire plus

PRO: « Israël n’avait pas d’autre choix »

Mario Hirsch : Israël ne prétend pas seulement défendre sa population, mais a l’obligation de le faire. Après tout, garantir la sécurité de ses citoyens est un des principaux devoirs de tout gouvernement, surtout dans un contexte démocratique où les gouvernements sont redevables de leurs actes et omissions. La menace des tirs de roquettes est bien réelle, même si ceux qui accusent Israël de dépasser les bornes se livrent à une comparaison douteuse en comptabilisant les pertes civiles de part et d’autre. Ils oublient tout d’abord que dans le cas du Hamas, les victimes civiles sont préméditées et voulues, tandis que dans le cas des opérations militaires de l’Etat hébreu elles sont accidentelles et à ranger dans la catégorie des dommages collatéraux. mehr lesen / lire plus

TABLE RONDE PRISON: Faillite d’un système

Plutôt que de débattre de l’emplacement pour un second centre pénitentiaire, le woxx a préféré organiser un débat sur le principe même de la politique d’incarcération. Compte-rendu.

Il n’y a pas que des populistes à la Luc Frieden qui parlent de politique carcérale. Ici, les participant-e-s à la table ronde du woxx.

« Le problème au Luxembourg, c’est que l’on investit chaque centime dans la construction de bâtiments, mais rien dans les personnes ». Cette phrase de la députée socialiste Lydie Err, prononcée lors de la table ronde sur la politique carcérale organisée par le woxx lundi dernier, ne résume certainement pas l’ensemble des propos tenus, mais donne une bonne indication du malaise par rapport à la politique pénale du Luxembourg. mehr lesen / lire plus

DEBATTE: Jo’burg – look back in anger?

Hat der Gipfel von Johannesburg die Weltgemeinschaft weitergebracht, insbesondere in der Klimafrage? In Luxemburg blicken die Protagonisten mit eher gemischten Gefühlen zurück, das machte das woxx-Streitgespräch vom Montag deutlich.

(rw) – Eine Bilanz von Johannesburg zu ziehen und Perspektiven aufzuzeigen, dazu waren am Montag zwei Politiker und zwei Vertreter der Zivilgesellschaft in den „Wëlle Mann“ zusammen gekommen: Unter Moderation von Raymond Klein (woxx) diskutierten Umweltminister Charles Goerens (DP), Claude Turmes, Europa-Abgeordneter von „Déi Gréng“, Pascal Husting (Greenpeace) und Marc Elvinger, Präsident des „Cercle de coopération des ONG de Développement“. Wir dokumentieren die Runde in geraffter Form.

woxx: Wie sieht einen Monat nach dem Gipfel von Johannesburg die Bilanz bei der Zivilgesellschaft und den politischen Akteuren aus? mehr lesen / lire plus

DEBATTE: Das Luxemburg von morgen heute gestalten

Die steigende Bevölkerungszahl macht Angst. Sie könnte aber auch eine Chance für Luxemburg sein, wenn die Politik sich Konzepte für die Zukunftsgestaltung geben würde. Ein woxx-Streitgespräch.

Wie sehr das Thema „700.000 Einwohnerstaat“ weiterhin die Gemüter bewegt, zeigte der voll besetzte Saal in der Kulturfabrik. Wir dokumentieren in gekürzter Form die unterschiedlichen Standpunkte.

Jean-Claude Fandel: „Die CGFP spricht eine Angst aus, die real vorhanden ist.“

Um die Angst vor den Fremden loszuwerden, müssen wir nach Wegen suchen, wie wir mit ihnen vertraut werden können. Die CGFP drückt in Leitartikeln oder Gutachten diese Angst aus, die weit über den öffentlichen Dienst oder die Mitglieder der CGFP hinaus in unserer Bevölkerung zu finden ist. mehr lesen / lire plus