Série : What the Facts?! (5)
 : Sous pression


Même si elle est une des premières concernées, on ne pense pas souvent à la presse quand on parle de « vérités alternatives », voire post-factuelles. Est-ce une bonne nouvelle ? Nous explorerons quelques pistes dans ce cinquième épisode de notre série.

L’équation « Fox News Is Fake News » est aussi vieille que l’humanité. (Photo : © Wikicommons)

Début avril 2017, une chose inédite s’est passée dans le paysage médiatique luxembourgeois. Pour la première fois de son histoire, le Conseil de presse a fait usage de sa possibilité de donner un « blâme formel » (« formelle Rüge » dans le texte du communiqué de presse) à l’encontre d’un de ses membres, le groupe RTL. mehr lesen / lire plus

Serie: What the facts?!
 (4): Für jeden eine Wahrheit


Politik beruht auf der Bereitschaft, zuzuhören, die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und anderen entgegenzukommen. Die Erosion dieser Offenheit erzeugt das Gefühl, in einem post-truth-Zeitalter zu leben. Teil IV unserer Serie über das „Postfaktische“.

Verteidigt den Universalismus: Der Publizist Kenan Malik. (Foto: Wikimedia)

Gefälschte Nachrichten. Alternative Fakten. Post-truth-Politik. Diese drei Themen beherrschen die derzeitigen Diskussionen. Sie sind verbunden mit der Sorge darüber, wie wir zwischen wahren und falschen Behauptungen unterscheiden können, und sie alle sind dem Anschein nach mit der Wahl von Donald Trump zum US-amerikanischen Präsidenten verknüpft. Trumps Wahlsieg wurde in den Augen vieler von einer Welle gefälschter Nachrichten begünstigt. Seine Neigung zu lügen, wie beispielsweise über die Anzahl der Zuschauer bei seiner Amtseinführung, wurde von seiner Beraterin Kellyanne Conway zur Akzeptanz „alternativer Fakten“ umgedeutet. mehr lesen / lire plus

Série : What the facts?!
 (3) : Entre sphère publique et filter bubble


Qui dit « fake news » pense aux réseaux sociaux, sans qui le phénomène n’existerait pas. Comment l’outil émancipateur qu’a été l’internet jusqu’à récemment a-t-il pu devenir le véhicule d’un renouveau antidémocratique ?

Les réseaux sociaux, un danger pour les démocraties occidentales ? C’est ce que voudraient faire croire certains.

En 2016, saint Nicolas a apporté les « fake news » au Luxembourg. Fidèle à cette tradition grand-ducale qui veut que tout arrive un peu plus tard ici qu’ailleurs, le pays a vu se dérouler sa première polémique de l’« ère post-vérité » ou « post-factuelle ». Le député CSV Marc Spautz l’avait déclenchée par un long message sur les réseaux sociaux, message selon lequel « certaines » écoles auraient interdit aux élèves de fêter la Saint-Nicolas – une hypothèse aussitôt démentie par le ministère de l’Éducation et identifiée comme mensonge par la suite. mehr lesen / lire plus

Serie: What the facts?! (2): Tote Fakten, zum Leben erweckt


Immer schön bei der Wahrheit bleiben! Das Beharren auf dem, was nachweislich der Fall ist, erscheint im „postfaktischen Zeitalter“ als ein Grundpfeiler der Demokratie. Doch wer die Fakten aufs Korn nimmt, hat nicht zwangsläufig wahrheitsfeindliche Propaganda im Sinn. Teil II unserer Serie über das „Postfaktische“.

Wendete sich bereits 1923 gegen einen Fakten-Fetischismus auch in der kommunistischen Bewegung und damit gegen die Reduktion der Idee der Weltveränderung auf ein bürokratisch-technisches Programm: der ungarische Philosoph Georg Lukács. (Quelle: gyorgylukacs.wordpress.com)

Vor ein paar Jahren gab es in einer Brüsseler Buchhandlung ein kleines Notizbüchlein zu kaufen. Fakten sind der Feind der Wahrheit, stand darauf in Englisch zu lesen: „Facts are the enemy of truth“. mehr lesen / lire plus

Serie: What the facts?! (1)
: Die Lüge höret nimmer auf


„Fake news“, „post-truth“, „postfaktisch“ – neue Schlagwörter erobern die Medienwelt. Doch was ist damit eigentlich gemeint?

Rechtsradikale demonstrieren in Frankfurt am Main gegen die „Lügenpresse“: Unter Verwendung dieses Terminus hatte das Deutsche Reich im Ersten Weltkrieg Berichte ausländischer Medien über das barbarische Verhalten der deutschen Besatzer in Belgien abgestritten. (Foto: Wikimedia)

Am 23. März 1848 erschien die erste Ausgabe des „Luxemburger Wort“. Der Untertitel verkündete stolz, wofür das Blatt künftig einzutreten versprach: „für Wahrheit und Recht“. Und doch sollte kaum mehr als ein Monat vergehen, ehe die papsttreue Zeitung als „schmähliches Blatt“ bezeichnet und der Lüge bezichtigt wurde.

Vorgebracht hatte die Vorwürfe Joseph Seelhof. mehr lesen / lire plus

Autofestival und Luftverschmutzung: Entdieselung? Akzisenerhöhung!

Die Regierung versucht zaghaft, den nationalen Fuhrpark zu entdieseln und so die Belastung der Luft mit Stickoxiden (NOx) zu senken. Der Experte Michel Cames fordert dies schon seit vielen Jahren.

Michel Cames ist kein Diesel-Hasser. Aber der gelernte Ingenieur war schockiert, als ihm vor einigen Jahren klar wurde, welche Auswirkungen diese Antriebstechnik auf die menschliche Gesundheit hat. Er begann sich einzulesen und veröffentlichte 2013 gemeinsam mit Eckard Helmers die Studie „Critical Evaluation of the European Diesel Car Boom – Global Comparison, Environmental Effects and Various National Strategies“ in der Zeitschrift „Environmental Sciences Europe“. Im Februarheft von Forum wird von Cames eine kritische Analyse der Tanktourismus-Studie erscheinen.

mehr lesen / lire plus

Autokauf oder -nichtkauf
: Entdieselt und verwirrt


An der Schädlichkeit der Diesel-Abgase gibt es nichts zu deuteln. Doch was sind die Alternativen? Gehört die Zukunft wirklich dem Elektroauto?

Autofestival? Feinstaub-Alarm! Wenige Tage vor Beginn eines der wichtigsten Verkaufs-Events der Binnenwirtschaft scheint der Wettergott den LuxemburgerInnen ihre Fahrspaß-Träume vergällen zu wollen. Die Wetterlage machte, dass zum ersten Mal hierzulande der Grenzwert für Feinstaub überschritten wurde – Verursacher sind Industrie, Heizungen … und Dieselautos. Diese Antriebsart ist bekanntlich im Zuge des VW-Abgasskandals stark kritisiert worden. Die Verbrauchs- und Abgaswerte der meisten Diesel-PKW – aber auch vieler Benziner – erwiesen sich als gefälscht, insbesondere beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx). mehr lesen / lire plus

Dieselgate
: Luxemburg erwägt 
Klage gegen Audi


Wegen Einsetzen einer Abschalteinrichtung könnte die Luxemburger Regierung eine Klage gegen Audi beim Staatsanwalt einreichen. Der zuständige Minister Bausch sieht keine Schuld bei der nationalen Behörde (SNCH), die umstrittene Typen des Herstellers zugelassen hatte.

Nachhaltigkeits- und Transportminister François Bausch ließ die Luxemburger Zulassungsbehörde SNCH in einem externen Audit überprüfen. (Copyright: © eu2015lu.eu / Julien Warnand)

Die Ergebnisse des Audits über die Luxemburger Zulassungsbehörde SNCH, das der Transportminister kurz nach Beginn des VW-Skandals im Herbst 2015 in Auftrag gegeben hat, lassen auf sich warten. Schon mehrmals verschob François Bausch die Präsentation, nun soll es in zwei Wochen so weit sein.

Dem will der Minister nicht vorgreifen. mehr lesen / lire plus

Russland unter Putin
: Die Souveränität der Seilschaften

Als „Vertikale der Macht“ bezeichnet Wladimir Putin das von ihm geschaffene und auf Klientelwirtschaft basierende Herrschaftssystem. Doch er jongliert mit Loyalitäten – und muss aufpassen, dass er dabei nicht die Kontrolle verliert.

Komfortabler als an Bord der Kursk: Der russische Staatspräsident im August 2105 als Teilnehmer einer Expedition der Russischen Geographischen Gesellschaft nahe der im Jahr zuvor annektierten Krim. (Foto: Website des russischen Staatspräsidenten)

„Wenn Demokratie Staatszerfall bedeutet“ sagte Wladimir Putin im September 2003 im Gespräch mit der „Washington Post“, „dann brauchen wir keine solche Demokratie“. Seit er sein Amt als russischer Staatspräsident im Jahr 2000 zum ersten Mal angetreten hat, inszeniert sich Putin als Verkörperung eines starken Staats. mehr lesen / lire plus

Disengagement statt Deradikalisierung?
: „Die Religion kommt 
ganz am Schluss“

Bernd Beier und Danièle Weber

Der Psychologe Karim El Khmlichi arbeitet seit zwei Jahren als einer von drei Direktoren des Gefängnisses im Brüsseler Stadtteil St-Gilles. Er plädiert dafür, sich nicht nur auf bereits radikalisierte Personen zu konzentrieren, sondern auch auf jene, die empfänglich sind für islamistische Ideologie.

„Emotionale Bindung ist am wichtigsten“, meint der Brüsseler Gefängnisdirektor Karim El Khmlichi: Nur durch zwischenmenschliche Beziehungen werde es möglich, Personen aus der islamistischen Ideologie herauszulösen. (Foto: Danièle Weber)

„Emotionale Bindung ist am wichtigsten“, meint der Brüsseler Gefängnisdirektor Karim El Khmlichi: Nur durch zwischenmenschliche Beziehungen werde es möglich, Personen aus der islamistischen Ideologie herauszulösen. (Foto: Danièle Weber)

woxx: Sind belgische Gefängnisse ein Ort der islamistischen Radikalisierung?


Karim El Khmlichi: Das Profil derer, die tatsächlich bereit sind, zur Tat zu schreiten, zeigt eindeutig, dass die meisten von ihnen schon einmal im Gefängnis waren. mehr lesen / lire plus

Die Situation in Luxemburg
: Keine Brutstätte


Der radikale Islam ist im luxemburgischen Strafvollzug derzeit kein Problem, zumindest, soweit es um seine gewaltbereite Variante geht – meint der scheidende Gefängnisdirektor Vincent Theis.

1395dossierextrabildEinige der Attentäter von Paris und Brüssel hatten bereits Gefängniserfahrung, manche von ihnen haben sich sogar erst im Gefängnis kennengelernt. Nicht zuletzt deshalb wurde in den vergangenen zwei Jahren häufiger die Frage aufgeworfen, ob der europäische Strafvollzug womöglich die Radikalisierung von Häftlingen begünstigt. Auch einige der jüngsten Gefängnisrevolten in Frankreich hatten angeblich einen islamistischen Hintergrund.

In Luxemburg jedoch ist dieses Problem laut Vincent Theis bisher noch kaum bemerkbar. „Im Justizvollzug sind wir noch nicht konfrontiert worden mit einschlägigen radikalisierten Attitüden bei Inhaftierten“, so der scheidende Direktor im Gefängnis in Schrassig, „wobei ich betonen möchte, dass wir hier ganz klar einen Unterschied machen zwischen Personen, die sich vielleicht auch zu einem eher fundamentalen Islam bekennen einerseits und Menschen, die radikale Ansichten vertreten, andererseits.“ Wirklich problematisch wird es für ihn erst, wenn Personen signalisieren, dass sie bereit sind, zur Tat zu schreiten: „Wenn Radikalisierung dazu führt, dass Menschen die Meinung vertreten, dass gewalttätiger Extremismus für sie in Frage kommt, dann wird sie akut und zu einer Gefahr für die Gesellschaft. mehr lesen / lire plus

(De-)Radikalisierung im Knast

Nach den islamistisch motivierten Anschlägen von Paris und Brüssel wurde auch die Frage laut, inwiefern die Situation in europäischen Haftanstalten ungewollt zur Radikalisierung sich als muslimisch identifizierender Häftlinge beitragen kann. In Frankreich hat ein soeben erschienenes Buch des Soziologen Farhad Khosrokhavar, der als Experte für das Thema gilt, die Debatte in den vergangenen Tagen neu entfacht. Auch in Belgien ist man sich des Problems bewusst. Der Psychologe und Philosoph Karim El Khmlichi war acht Jahre lang im Auftrag des belgischen Justizministeriums als psychologischer Berater in verschiedenen belgischen Gefängnissen tätig und ist nun selbst Direktor einer Strafvollzugsanstalt. Ihn haben wir zur Rolle des Islam im Strafvollzug und zu Möglichkeiten einer Entradikalisierung befragt. mehr lesen / lire plus

Von Moskau nach Luxemburg: „Ich hatte Angst 
um mein Leben“


Jahrelang hat sich die 37-jährige Irina Fedotova in der Russischen Föderation für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) engagiert. Weil man ihr das Leben zur Hölle gemacht hat, ist sie vergangenen August nach Luxemburg geflohen und hofft nun auf Asyl.

Möchte sich im Exil in Luxemburg für Flüchtlinge engagieren: Die russische LGBTI-Aktivistin Irina Fedotova. Foto: David Angel

Möchte sich im Exil in Luxemburg für Flüchtlinge engagieren: Die russische LGBTI-Aktivistin Irina Fedotova. (Foto: David Angel)

woxx: Warum mussten Sie die Russische Föderation verlassen?


Irina Fedotova: Ich habe während der vergangenen zehn Jahre für meine Rechte als Homosexuelle in Russland gekämpft. Ich war eine der OrganisatorInnen der Moskau Gay-Pride und ich habe wegen meiner sexuellen Orientierung, wegen meines sozialen Geschlechts und der Xenophobie anderer viel Diskriminierung erfahren. mehr lesen / lire plus

LGBTI-Flüchtlinge in Luxemburg
: Unsichtbar bedeutet nicht geschützt


Die sexuelle Orientierung von Flüchtlingen ist in Luxemburg kaum ein Thema. Gut so, könnte man meinen. Doch das greift ein wenig zu kurz.

1362regardsthf

(Photos : Julia Druelle)

Wer von „Flüchtlingsströmen“, „-wellen“, „-fluten“ und sogar „-lawinen“ redet, löscht den Einzelnen mit seinem Leid und seinen Nöten aus. Dies gilt auch für die Situation von lesbischen, schwulen, transgender sowie bi- und intersexuellen (LGBTI-) Flüchtlingen. Rund 175 Millionen Menschen – 2,5 Prozent der Weltbevölkerung – sind gezwungen unter Bedingungen zu leben, die für sie bedrohlich bis lebensgefährlich sind, soweit man in ihrem Umfeld ihre sexuelle Orientierung kennt. Das gilt für etwa ein Prozent von ihnen: 1,75 Millionen Menschen sind willentlich oder unwillentlich unter solchen existenzbedrohenden Bedingungen „geoutet“. mehr lesen / lire plus

Pas-de-Calais :
 Faillite de la politique d’asile européenne


La « jungle » de Calais, campement de fortune hébergeant plusieurs milliers de migrants, est – en partie – démantelée par les autorités françaises depuis peu. Serge Kollwelter était à Calais, mais aussi à Grande-Synthe, où une autre jungle a vu le jour. Il nous livre son récit.

(Photo : Julia Druelle)

(Photo : Julia Druelle)

La région du Pas-de-Calais est depuis des années un tremplin pour de nombreux Afghans, Africains, mais aussi Iraniens, Syriens et Irakiens qui tentent de passer en Angleterre. À Calais, mais aussi à Dunkerque, à une quarantaine de kilomètres de là, ils se retrouvent dans des squats et des campements de fortune. mehr lesen / lire plus