LIBERTÉ D’EXPRESSION: Rire avec qui ?

Pour ce dernier épisode de notre série sur Charlie Hebdo, nous revenons sur un débat organisé à la faculté de droit de l’Université du Luxembourg intitulé « Charlie, Voltaire et les autres – paroles de juristes ».

© Carlos Schmitz

Après les commémorations, les prises de position et les prises de bec, le grand-duché a enfin aussi organisé un débat sur la question de la liberté d’expression et la liberté religieuse. Une table ronde où les thèmes discutés dans la série du woxx ont aussi été évoqués. Les prises de parole de juristes, d’avocats, juges et professeurs ont du moins illustré que l’affaire est plus que complexe, même si le droit reste – sous nos latitudes bien entendu – du côté de la liberté d’expression. mehr lesen / lire plus

SATIRE IN KUNST UND RELIGION: Spiegelbild des Wertesystems

In der Debatte um „Charlie“ scheint alles gesagt und doch lohnt ein Blick auf den Stellenwert von Satire, das revolutionäre Potenzial von Kunst als Protestform und nicht zuletzt ein Blick auf die eigentlichen Ziele der Täter.

„Maul halten und weiter dienen!“
Diese Karrikatur George Grosz’s sollte den größten Blasphemie-Protest der Weimarer Republik einläuten.

Rund einen Monat nach den Anschlägen von Paris scheint sich die Diskussion totgelaufen zu haben, die Argumente sind durchgekaut und noch immer beanspruchen alle Seiten für sich, Charlie zu sein. Die Massen-Solidarität zum Nulltarif erinnert an die linken Kundgebungen der Sechzigerjahre, auf denen das Feindbild USA noch von allen geteilt wurde und wenig Raum blieb für differenzierte Diskussionen. mehr lesen / lire plus

DJIHADISME ET BANLIEUES: Ils sont des milliers

Comment a-t-on pu en arriver là ? Une question taraude les esprits, en France, après les attentats de Paris.

Y a-t-il une continuité directe entre les émeutes de 2005 et les attentats de Paris ? (Photo: Wikimedia)

Un coup d’oeil sur l’histoire des frères Kouachi et d’Amedy Coulibaly pourrait fournir un début de réponse. Le quotidien écologiste en ligne Reporterre raconte l’enfance et la jeunesse de Chérif et Saïd Kouachi : issus d’une famille nombreuse, dont le père est absent et la mère se prostitue pour arrondir ses fins de mois, les deux frères passent leur enfance dans un quartier pauvre du 19e arrondissement de Paris. mehr lesen / lire plus

L’AVENIR DU DJIHADISME: Losers ou résistants ?

Les immenses manifs de solidarité suite aux attentats de Paris sont une bonne chose. Mais continuer à dramatiser la situation serait dangereux. Deux scénarios extrêmes pour guider le débat.

Terrasser l’ennemi intérieur – guerre d’Algérie.

« Sommes-nous en guerre ? Oui, la France est en guerre contre le terrorisme. » La semaine dernière, Manuel Valls a « fait son Bush » devant une Assemblée nationale en état d’Union sacrée. Le premier ministre a argué que les terroristes djihadistes, à travers les attentats, avaient apporté une réponse à sa question. Pourtant, s’attaquer à des journalistes en marge du mainstream et à des clients d’une supérette casher ne constitue pas vraiment un acte de guerre, comme l’aurait été un attentat contre une institution politique. mehr lesen / lire plus

BLASPHÈME: Charlie, défends-moi !

Les attentats de la semaine dernière ont aussitôt fait ressurgir l’éternelle question du blasphème face à la liberté de la presse. Un débat qui n’épargne pas le Luxembourg.

Alors que nos voisins français ne connaissent pas le délit de blasphème dans leur loi – à l’exception de l’Alsace et de la Moselle – le corset autour de la presse luxembourgeoise est déjà particulièrement étroit. Ainsi, notre Code pénal comprend pas moins de cinq articles (142 à 146) punissant le délit de blasphème – particulièrement les articles 144 et 145 stipulant que « Toute personne qui, par faits, paroles, gestes, menaces, écrits ou dessins, aura outragé les objets d’un culte » voire un « ministre d’un culte » est passible de prison ou d’amendes. mehr lesen / lire plus

SPEZIAL CHARLIE HEBDO

(© Olivier Ortelpa/wikimedia)

Chers lecteurs, chères lectrices,
Les attentats de la semaine passée nous avaient pris au dépourvu, comme beaucoup de gens. Sous le choc, il nous était difficile de réagir et d’exprimer ce que chacun ressentait dans ces moments. C’est ce que nous tentons de faire cette semaine, en donnant à chaque membre de la rédaction l’occasion et l’espace pour revenir à sa manière sur ce qui s’est passé. Une mise en pratique de la liberté de penser – notre façon de reprendre le flambeau de Charlie Hebdo.

Liebe LeserInnen,
Auch uns haben die Attentate der vergangenen Woche kalt erwischt. mehr lesen / lire plus

GEPLANTER VERSCHLEISS: Die Kaputt-Garantie

Der Elektronikmarkt ist schnelllebig. iPhone 3, iPhone 4, iPhone 5 – in kurzen Abständen kommen die Nachfolge-Geräte heraus. Der Konsument soll sich natürlich immer gleich das neueste Modell anschaffen. Helfen die Hersteller dabei nach, indem sie Schwachstellen einbauen?

In vielen elektronischen Geräten steckt ein kleines Teil, das sich Elektrolytkondensator nennt, kurz Elko. Dieser Grundbaustein von  Monitoren und Netzteilen muss viel aushalten. Häufig ist er in die Nähe von wärmeabgebenden Bauteilen platziert. Die Regel lautet: Mit je 10 Grad Temperaturerhöhung halbiert sich die Lebensdauer des Kondensators. Wenn der Monitor zu flackern beginnt oder sich von selbst ausschaltet, könnte es daran liegen, dass der Elko zu viel Wärme abbekommen hat. mehr lesen / lire plus

TRANSITION MINETTE: Bio-Bier, Tofu und Hochbeete

Zwischen symbolischem und selbstbestimmtem Handeln: Mit Einkaufskooperativen und urbanen Gärten versucht Transition Minette die Welt ein Stück weit zu verändern.

Im urbanen Garten von Esch wächst das Gemüse im Hochbeet.

Freitagabend in Esch in diesem Frühherbst: kühle Luft, wolkenloser Himmel, Kneipen, Einfamilienhäuser, neue und alte, und zwischen ihnen eine Wiese. Eine Handvoll Menschen haben sich auf der Grünfläche eingefunden. Sie sind dabei, die Lebensmittel ihrer Einkaufskooperative aufzuteilen. Lokal produzierter Kohl, Kartoffeln, Mangold und anderes Gemüse werden auf einem mit lila Graffiti aufgepeppten Tisch ausgebreitet. Nicht-lokale Lebensmittel wie Tofu, Sojamilch oder Bio-Bier kommen in Kartonkisten.

Die Gruppe nennt sich „Transition Minette“. Ihr Ziel ist die Erprobung verschiedener Klimaschutz-Strategien sowie alternativer Formen des Zusammenlebens und Wirtschaftens. mehr lesen / lire plus

CENTRE FOR ECOLOGICAL LEARNING LUXEMBOURG (CELL): Ein Inkubator für neue Ideen

Cell ist wie Transition Minette Teil der Transition-Town-Bewegung. Woxx unterhielt sich mit der Gründerin Katy Fox.

Katy Fox, Gründerin von CELL

Sie haben einen Doktor in Anthropologie. Vor allem haben Sie sich mit dem landwirtschaftlichen Strukturwandel in Rumänien befasst. In welcher Weise hat Sie diese Forschung für Ihre Cell Arbeit inspiriert?

In der Tat schockiert mich der Strukturwandel, der sich in Rumänien vollzieht. Zwischen 2006 und 2009 forschte ich über die Auswirkungen, die der EU-Beitritt mit sich brachte. Kleine landwirtschaftliche Betriebe haben wegen der erhöhten Hygienestandards und des Preisdumpings keine Überlebenschance – ganz so, wie es auch im Europa der 1960er und 1970er Jahre der Fall war. mehr lesen / lire plus

ALZHEIMER: Oberflächliche Diagnose, solides Geschäft

Demenz ist nicht gleich Demenz. Hinter den Symptomen können zahlreiche andere Ursachen stecken. Viele ließen sich behandeln oder sogar beheben, heißt es in dem Buch „Vergiss Alzheimer!“ der Wissenschaftsjournalistin Cornelia Stolze. Sie hält das Leiden für eine Auswirkung von Arzneimitteln, Depressionen und falschen Therapien.

„Neue Risikogene für Alzheimer-Krankheit entdeckt! Mediziner sagen erfolgreich Alzheimer voraus!“ Wer die Erfolgsmeldungen von Wissenschaftlern, Universitäten und Pharmafirmen liest, erfährt neuerdings von großen Schritten in der Erforschung des Leidens, heißt es zu Beginn des 230 Seiten umfassenden Buches „Vergiss Alzheimer! Die Wahrheit über eine Krankheit, die keine ist“.

Jedoch, so die Autorin: Alzheimer ist keine Krankheit wie Tuberkulose oder Krebs. mehr lesen / lire plus

DEMENZ: Vergiss mein nicht

Lange Wartelisten für einen Pflegeplatz und wenig differenzierte Strukturen für die verschiedenen Varianten der Demenz, so die Kritik von Vertretern der Alzheimer-Organisation und des Ettelbrücker Vormundschaftdienstes.

„Wichtig ist, die betroffene Person, da abzuholen, wo sie sich befindet.“

„Mutter, wohin gehst du?“, fragt der Sohn besorgt. „Ich weiß es nicht“, antwortet die alte Frau mit dem weißen Haar und schlurft davon. „Vergiss mein nicht“, lautet der Titel des seit Anfang des Jahres in Deutschland angelaufenen berührenden Films von David Sieveking. Darin dokumentiert der deutsche Filmemacher, wie die dementielle Erkrankung seiner Mutter die Familie vor enorme Herausforderungen stellt, aber zugleich auch einen neuen Anfang entstehen lässt: Denn die Krankheit wird zum Ausgangspunkt einer Erinnerungsarbeit, in der mit Hilfe von Bildern und Erzählungen die Vergangenheit und die latenten Konflikte seiner Familie rekonstruiert werden. mehr lesen / lire plus

VORMUNDSCHAFT: Wer darf was?

Das Vormundschaftsgesetz in Luxemburg ist zu knapp gefasst und bezieht sich fast ausschließlich auf die Finanzen. So die Kritik des Vormundschaftsrichters Sandro Luci.

Sandro Luci hat in Straßburg Recht studiert. Nachdem er drei Jahre als Anwalt tätig war, wurde er 1999 zum Richter ernannt. Seit acht Jahren ist er nun als Vormundschaftsrichter aktiv.

Woxx: Wieviele der Vormundschaften, die Sie einsetzen, haben mit Demenzkrankheiten zu tun?

Sandro Luci: Ich kenne die genaue Anzahl nicht, aber insgesamt betreue ich ungefähr 4.000 Vormundschaft-Dossiers in den unterschiedlichsten Stadien. Die Fälle sind über ganz Luxemburg verstreut. Ich kann aber nicht genau sagen, wieviele Personen altersdement sind oder sich aufgrund eines Autounfalls im Koma befinden und unter Vormundschaft stehen. mehr lesen / lire plus

EU-VERFASSUNG: Die nächste kommt bestimmt!

Ein Buch über die linken Debatten zur europäischen Verfassung gewinnt eine neue Aktualität. Eurokrise und institutionelle Reformen werfen erneut die Frage nach den europapolitischen Zielen auf.

Deutsch-französischer Streit, britische Austritts-Drohung, schwierige Verhandlungen über den langfristigen Haushalt – die europapolitische Tagesaktualität könnte vergessen lassen, dass auf dem Höhepunkt der Krise ehrgeizige politische Ziele den Politikern ins Auge gefasst wurden: Die EU sollte stärker zusammenwachsen und dabei sozialer und politischer werden.

Gemeinsam dagegen

Die kühnsten Befürworter eines föderalen Europa forderten einen Konvent, der, wie Anfang des vergangenen Jahrzehnts, einen neuen europäischen Vertrag ausarbeiten sollte. Die Kommission und der Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy legten immerhin im Dezember „Roadmaps“ vor, die ein eigenständiges EU-Budget und neue wirtschaftspolitische Aufgaben vorsahen. mehr lesen / lire plus

EUROPÄISCHE LINKE: Mosaik der Strategien

Fast zehn Jahre nach der Verfassungsdebatte verfügt die Linke immer noch nicht über eine europapolitische Strategie. Zwar ist sie, wie in Frankreich, stärker geworden, doch die Positionen der einzelnen Parteien bleiben widersprüchlich.

Waren die Anhänger des Nein wirklich nur souveränistische Dinosaurier? Ein Teil der Linken hofft auf das Ableben der EU, doch ein anderer setzt auf das Aussterben der Nationalstaaten.

„Abzuwarten bleibt, wem diese Hoffnung nützt“, mit diesen Worten schließt das nebenstehend besprochene Buch, ein skeptisches Echo auf die Erklärung der PCF-Vorsitzenden am Tag nach dem französischen Referendum: „Heute erhebt sich große Hoffnung.“ Zwar wurde durch das französische Nein das Prestige der EU-Institutionen dauerhaft erschüttert, doch die Festschreibung des neoliberalen Kurses im Vertrag von Lissabon konnte nicht verhindert werden. mehr lesen / lire plus

CHINA GLOBAL: Partner für Luxemburg, Modell für die Welt?

Welches Land möchte nicht gerne Tender sein, wenn China die Wachstumslokomotive ist? Doch Partner und Nachahmer sollten auch die Schattenseiten des Pekinger Modells zur Kenntnis nehmen.

Das alte und das neue China: Mit Pragmatismus 300 Millionen Menschen aus der Armut geholt.

Die drastischen wirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen lassen heute eine Frage zu, die noch vor 25 Jahren völlig verrückt geklungen hätte: Ist China ein potentieller strategischer Partner für Luxemburg? Klar ist: Die Regierung des Großherzogtums hat in den vergangenen zehn Jahren einige Anstrengungen unternommen, um Verbindungen zum Reich der Mitte zu knüpfen: von der Einrichtung eines Generalkonsulats in der Finanzmetropole Shanghai über zahlreiche offizielle Besuche bis zur Teilnahme an der Weltausstellung 2010. mehr lesen / lire plus