DEMENZ: Vergiss mein nicht

Lange Wartelisten für einen Pflegeplatz und wenig differenzierte Strukturen für die verschiedenen Varianten der Demenz, so die Kritik von Vertretern der Alzheimer-Organisation und des Ettelbrücker Vormundschaftdienstes.

„Wichtig ist, die betroffene Person, da abzuholen, wo sie sich befindet.“

„Mutter, wohin gehst du?“, fragt der Sohn besorgt. „Ich weiß es nicht“, antwortet die alte Frau mit dem weißen Haar und schlurft davon. „Vergiss mein nicht“, lautet der Titel des seit Anfang des Jahres in Deutschland angelaufenen berührenden Films von David Sieveking. Darin dokumentiert der deutsche Filmemacher, wie die dementielle Erkrankung seiner Mutter die Familie vor enorme Herausforderungen stellt, aber zugleich auch einen neuen Anfang entstehen lässt: Denn die Krankheit wird zum Ausgangspunkt einer Erinnerungsarbeit, in der mit Hilfe von Bildern und Erzählungen die Vergangenheit und die latenten Konflikte seiner Familie rekonstruiert werden. mehr lesen / lire plus

VORMUNDSCHAFT: Wer darf was?

Das Vormundschaftsgesetz in Luxemburg ist zu knapp gefasst und bezieht sich fast ausschließlich auf die Finanzen. So die Kritik des Vormundschaftsrichters Sandro Luci.

Sandro Luci hat in Straßburg Recht studiert. Nachdem er drei Jahre als Anwalt tätig war, wurde er 1999 zum Richter ernannt. Seit acht Jahren ist er nun als Vormundschaftsrichter aktiv.

Woxx: Wieviele der Vormundschaften, die Sie einsetzen, haben mit Demenzkrankheiten zu tun?

Sandro Luci: Ich kenne die genaue Anzahl nicht, aber insgesamt betreue ich ungefähr 4.000 Vormundschaft-Dossiers in den unterschiedlichsten Stadien. Die Fälle sind über ganz Luxemburg verstreut. Ich kann aber nicht genau sagen, wieviele Personen altersdement sind oder sich aufgrund eines Autounfalls im Koma befinden und unter Vormundschaft stehen. mehr lesen / lire plus

EU-VERFASSUNG: Die nächste kommt bestimmt!

Ein Buch über die linken Debatten zur europäischen Verfassung gewinnt eine neue Aktualität. Eurokrise und institutionelle Reformen werfen erneut die Frage nach den europapolitischen Zielen auf.

Deutsch-französischer Streit, britische Austritts-Drohung, schwierige Verhandlungen über den langfristigen Haushalt – die europapolitische Tagesaktualität könnte vergessen lassen, dass auf dem Höhepunkt der Krise ehrgeizige politische Ziele den Politikern ins Auge gefasst wurden: Die EU sollte stärker zusammenwachsen und dabei sozialer und politischer werden.

Gemeinsam dagegen

Die kühnsten Befürworter eines föderalen Europa forderten einen Konvent, der, wie Anfang des vergangenen Jahrzehnts, einen neuen europäischen Vertrag ausarbeiten sollte. Die Kommission und der Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy legten immerhin im Dezember „Roadmaps“ vor, die ein eigenständiges EU-Budget und neue wirtschaftspolitische Aufgaben vorsahen. mehr lesen / lire plus

EUROPÄISCHE LINKE: Mosaik der Strategien

Fast zehn Jahre nach der Verfassungsdebatte verfügt die Linke immer noch nicht über eine europapolitische Strategie. Zwar ist sie, wie in Frankreich, stärker geworden, doch die Positionen der einzelnen Parteien bleiben widersprüchlich.

Waren die Anhänger des Nein wirklich nur souveränistische Dinosaurier? Ein Teil der Linken hofft auf das Ableben der EU, doch ein anderer setzt auf das Aussterben der Nationalstaaten.

„Abzuwarten bleibt, wem diese Hoffnung nützt“, mit diesen Worten schließt das nebenstehend besprochene Buch, ein skeptisches Echo auf die Erklärung der PCF-Vorsitzenden am Tag nach dem französischen Referendum: „Heute erhebt sich große Hoffnung.“ Zwar wurde durch das französische Nein das Prestige der EU-Institutionen dauerhaft erschüttert, doch die Festschreibung des neoliberalen Kurses im Vertrag von Lissabon konnte nicht verhindert werden. mehr lesen / lire plus

CHINA GLOBAL: Partner für Luxemburg, Modell für die Welt?

Welches Land möchte nicht gerne Tender sein, wenn China die Wachstumslokomotive ist? Doch Partner und Nachahmer sollten auch die Schattenseiten des Pekinger Modells zur Kenntnis nehmen.

Das alte und das neue China: Mit Pragmatismus 300 Millionen Menschen aus der Armut geholt.

Die drastischen wirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen lassen heute eine Frage zu, die noch vor 25 Jahren völlig verrückt geklungen hätte: Ist China ein potentieller strategischer Partner für Luxemburg? Klar ist: Die Regierung des Großherzogtums hat in den vergangenen zehn Jahren einige Anstrengungen unternommen, um Verbindungen zum Reich der Mitte zu knüpfen: von der Einrichtung eines Generalkonsulats in der Finanzmetropole Shanghai über zahlreiche offizielle Besuche bis zur Teilnahme an der Weltausstellung 2010. mehr lesen / lire plus

EIN BUCH GEGEN DIE KRISE: Von China lernen?

„Die Gewinner der Krise“ ist ein originelles Buch über Chinas wirtschaftliche und politische Optionen. Von einem linken Standpunkt aus vergleicht Felix Lee die chinesischen Erfolge mit den westlichen Fehlentwicklungen.

„Ist China nun kommunistisch, oder herrscht hier der Raubtier-Kapitalismus?“, fragt Felix Lee in seiner Einleitung. Zwar sei das Wissen über das ferne Land enorm gewachsen, doch für viele Menschen werde China dadurch nur noch rätselhafter. Lee erkundet in seinem Buch, was der Westen in Krisenzeiten von dem – tendenziell erfolgreicheren – Reich der Mitte lernen kann. Implizit beantwortet er die Frage der Natur des chinesischen Systems: kein liberaler Kapitalismus, und schon gar kein orthodoxer Kommunismus – eher eine sich permanent erneuernde Form der sozialen Markwirtschaft. mehr lesen / lire plus

WWW.ERINNERUNG.NET: Nichts als Grabsteine

Auch im Internet wird versucht, die Erinnerung an Verbrechen und Völkermord wachzuhalten. Das geht weit über reine Information hinaus.

Neue Arten,
an dramatische vergangene Ereignisse zu erinnern.
Ein freies Internet bietet Raum für künstlerische oder kollektive Aufarbeitung von Geschichte.

Auf der Seite „Memory Loops“ ist Erinnerung wie ein virtuelles Kunstwerk aufgebaut. Nutzer sehen als erstes eine Stadtkarte von München: Der Wirrwarr grauer Straßenzüge auf schwarzem Hintergrund, darauf verteilt lauter blaue Kreise, die im Zentrum dicht beieinander und teilweise übereinander liegen. Geht man auf einen dieser Kreise, so erscheinen
Adressen, zum Beispiel Lenbachplatz 3. Beim Anklicken ist plötzlich eine Kinderstimme zu hören, die eine Mitteilung von Hitlers Privatsekretär Martin Bormann aus dem Jahr 1942 verliest: „Betrifft beschlagnahmte Kunstschätze bei der Firma Bernheimer, München“. mehr lesen / lire plus

STAATEN GEGEN DAS INTERNET: Verfolgung im Netz

Staatliche Internet-Zensur versucht, die freie Meinungsäußerung einzuschränken. Autoritäre Regierungen scheuen bei den Kontrollmaßnahmen keinen Aufwand, doch Blogger und Dissidenten lassen sich nicht den Mund verbieten.

Die Große Mauer ist einzigartig. Die „Great Firewall“, mit der die chinesische Regierung den Internetzugang einschränkt, leider auch. Ob sie wohl ausreicht, einen Dammbruch zu verhindern?

„Reporter ohne Grenzen“ bezeichnet derzeit zwölf Länder sehr plakativ als „Feinde des Internet“: China, Kuba, Iran, Myanmar (Birma), Nordkorea, Saudi-Arabien, Bahrain, Syrien, Belarus (Weißrussland), Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam. Tunesien und Ägypten gehören seit dem „arabischen Frühing“ nicht mehr zu dieser ersten Kategorie. Sie haben den Status „unter Beobachtung“, so wie zwölf andere Nationen: Eritrea, Russland oder die Türkei, aber auch Frankreich und Australien. mehr lesen / lire plus

NETZNEUTRALITÄT: Die guten ins Töpfchen?

Filtertechnologie ermöglicht es, Internet-Datenpakete selektiv zu behandeln. Doch wenn die Netzbetreiber bestimmte Inhalte bevorzugt behandeln, benachteiligen sie andere. Damit ist die Online-Freiheit auch in der westlichen Welt bedroht.

Ohne Netzneutralität droht das Internet, wie jetzt bereits das Fernsehen, von Medienkonzernen beherrscht zu werden. Zeichnung von Titom zur
De-facto-Zensur im
belgischen Fernsehen. (ILLU: TITOM – LICENCE CREATIVE COMMONS BY-NC-ND 2.0 BE)

Für das Internet gilt das Gleiche wie für andere neue Technologien: Manche sehen es als Hort des Bösen, andere preisen es als Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dem Internet feindlich gesonnen sind auch autoritäre Regierungen, die entweder die Online-Bewegungsfreiheit stark einschränken oder ihren Bürgern den Zugang zum Netz grundsätzlich erschweren, wie der zweite Beitrag dieses Dossiers belegt. mehr lesen / lire plus

SLANG RADIO: Durch die Welle

Sascha Lang ist nach einer Augenkrankheit erblindet. 2010 hat er das Internetradio „Slang Radio – Radio für ein barrierefreies Leben“ aufgebaut. Die woxx sprach mit ihm über sein Radioprojekt und den Protesttag der Menschen mit Behinderungen.

„Die anderen Radios reden zu wenig über Behinderung“, so Sascha Lang.

woxx: „Slang Radio – Radio für ein barrierefreies Leben“- ist das Radio von Nutzen, wenn es darum geht, die Belange von Menschen mit Behinderungen zu vertreten?

Sascha Lang: Entstanden ist „Slang Radio – Radio für ein barrierefreies Leben“ am 5. Februar 2010, und ich glaube schon, dass wir einiges bewegt haben, dass wir Dinge verständlicher machen konnten – auch wenn wir bisher leider nur im Internet senden, da wir uns keine terrestrischen Frequenzen leisten können. mehr lesen / lire plus

Barrierefreiheit: Sorry, no access!

Seit 20 Jahren gehen in den Staaten der Europäischen Union am 5. Mai Menschen auf die Straßen, um mehr gesellschaftliche Teilhabe zu fordern. Obwohl Deutschland und Luxemburg die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert haben, stoßen Menschen mit Behinderung hier im Alltag immer wieder auf Hürden.

„Barrierefreiheit“ lautet in diesem Jahr der Slogan des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. – Ein sperriger Begriff, der ebenso wie das Modewort „Inklusion“ einen Soll-Zustand beschreibt: eine Gesellschaft, in der allen Menschen mit einer physischen oder psychischen Einschränkung die Teilhabe an sämtlichen Lebensbereichen offensteht. Wie das gehen soll? Indem von Anfang an auch an Leichte Sprache, Gebärdensprache, Vorleseprogramme oder Braille-Schrift gedacht wird, an Kommunikationsformen, die auch jenen Menschen zugänglich sind, die nicht lesen können, Lernschwierigkeiten oder eine Seheinschränkung haben oder blind sind. mehr lesen / lire plus

WAHLAUSGANG: New Deal

Wer hat gewonnen, wer verloren? Darüber streiten noch die Parteien, während über Land bereits die ersten Koalitionen stehen. Die woxx behält kühlen Kopf und bietet einige Tage nach der Wahl einen kritischen Blick auf das Abschneiden sämtlicher angetretenen Parteien.

WECHSEL IN DER HAUPTSTADT
Kein Plebiszit
Richard Graf
Paul Helminger wirft das Handtuch und will damit dem Wählerwillen gerecht werden. Doch bewirkt er damit das Gegenteil.

 

Es sind 514 Stimmen, die Xavier Bettel am vergangenen Sonntag mehr auf sich vereinen konnte als der bisherige Bürgermeister Paul Helminger. Da auf jeden Kandidaten eine oder zwei Stimmen abgegeben werden können, ist davon auszugehen, dass es am Ende 257 WählerInnen waren, die den Ausschlag für Helmingers Rücktritt gaben.

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OFFRE D’ÉLECTRICITÉ: Certifié vert

De plus en plus verte, l’électricité consommée au Luxembourg ? Six mois après Fukushima, le woxx analyse en profondeur l’offre sur le marché, et notamment les us et les abus de la certification.

Electrons déviés pour former un faisceau circulaire. L’électricité est une entité malléable. Du courant fossile peut être transformé en courant vert grâce à la certification.

Quelle est la couleur de votre courant électrique ? Même si, par le passé, vous n’avez pas opté explicitement pour un des tarifs « verts » des fournisseurs luxembourgeois, le courant que vous recevez est déjà vert clair… En effet, au fil des ans, les fournisseurs ont progressivement augmenté la part des sources d’énergie renouvelables dans le mix qu’ils livrent aux ménages, tendance qui s’est accélérée suite à l’accident nucléaire de Fukushima. mehr lesen / lire plus

SAATGUT: Landwirtschaft als Dienstleister der Industrie

Wer das Saatgut kontrolliert, kontrolliert das Lebensmittelsystem. In der Praxis der Züchtung und in den Eigentumsverhältnissen im Saatzucht-Bereich ist eine Kehrtwende nötig, wenn die Vielfalt der landwirtschaftlichen Pflanzensorten erhalten und die Landwirtschaft umwelt- und menschenverträglich gestaltet werden soll.

In der Saatgutindustrie trägt jedes Pflänzlein seinen Barcode. Die Saatzucht ist aufwendig, eine Pflanze braucht meist rund zehn Jahre beim Züchter bevor ihre Qualität den Kriterien der Saatgutzulassung entspricht.

Basis der Pflanzennutzung ist das Saatgut. BäuernInnen und GärtnerInnen haben Pflanzen und Sorten über Jahrtausende weiterentwickelt. Wurde das Saatgut bis Mitte des 20. Jahrhunderts weitestgehend selbst gewonnen, ausgesät und weitergegeben – so sind seit geraumer Zeit Kräfte am Werk, die diese Gewohnheitsrechte und Traditionen abzuschaffen versuchen. mehr lesen / lire plus

MOBILITE DOUCE: Dépistage en bicyclette

Dans la ville de Luxembourg, le nombre de pistes cyclables
s’est multiplié. Pour le meilleur et pour le pire.

Deux-roues, démerdez-vous ! Descendre l’avenue de la Liberté en direction de la Gare, c’est déjà une aventure. Mais à hauteur de la Poste, la piste s’arrête net.

29 passages dès 7h52 du mat’. La piste du Viaduc est une véritable « véloroute », et les cycles y sont comptés comme un « vrai » moyen de transport.

Après le confort de la piste du Viaduc, les cyclistes qui veulent rejoindre la Ville-Haute doivent traverser la chaussée dans des conditions suboptimales.

Ça déraille !

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Arm sind immer die Anderen

Die beiden aktuellen Ausstellungen in Trier und in Luxemburg, die sich mit dem Thema Armut beschäftigen, geben Aufschluss darüber, wie konsequent sich unsere Gesellschaft noch immer ein Tabuthema vom Halse hält.

Nach all den Essayisten, Artikelschreibern und politischen Sonntagsrednern haben nun endlich auch die Museen sie entdeckt: die Armut. Ein Thema, das, wenn es auch nicht ganz und gar omnipräsent ist, doch immer häufiger zwischen den Zeilen der aktuellen Geschehnisse auftaucht. Sei es der drohende Absturz der Euro-Zone infolge der Überschuldung Griechenlands, sei es die immer alltäglicher werdende Prekarisierung der jungen (und älteren) Generation – die Armut, oder die Angst vor ihr, ist zu einem unüberhörbaren Nebenton in unserem sozialen Lebensgefühl geworden. mehr lesen / lire plus

TRIER: Gesichter der Armut?

Eine Ausstellung in Trier zeigt künstlerische Darstellungen von Armen und gesellschaftlich Ausgegrenzten aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Exponate geben Aufschluss über das Bild, das Wohlhabende seit je her von den Armen hatten.

Brotlose Künstler. Picassos Radierung „Das karge Mahl“ ist eine würdevolle Darstellung Armer.

Liebermann, de Vries, Rembrandt, Hofer, Picasso, Kollwitz, Sander und schließlich der soeben bei der Kunstbiennale in Venedig posthum geehrte Schlingensief ? es sind zweifellos „große Künstler“, mit deren Werken die Ausstellung „Armut ? Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“ derzeit Touristen aus der Grenzregion ins Rheinische Landesmuseum und das Stadtmuseum Simeonstift nach Trier lockt.

Von der Antike bis in die Gegenwart ist der Bogen gespannt. mehr lesen / lire plus

LUXEMBURG: Näischt ze räissen, näischt ze bäissen

„Armes Luxemburg?“ Mit dieser provokativen Frage lockt das hauptstädtische Geschichtsmuseum – pünktlich zur Krise – zu seiner neuen Ausstellung.

Bitterarm, aber pittoresk: Szene im Stadtgrund 1905/06. Der mitleiderzeugende Blick auf die Armut ist oft kein spontaner, die meisten Fotos sind gestellt.

„Familie mit 8 Kindern bewohnt 1 Zimmer und 2 kleine Räume unter dem Dach. Eltern und die 2 kleinsten Kinder, 4 Monate und 2 Jahre, schlafen in dem Zimmer, in welchem gekocht, Wäsche gemacht, gewohnt wird. Windeln liegen umher, ein Rabe wohnt mit im Zimmer. In dem einen Dachzimmer schlafen 3 Knaben in einem Bett, einer davon ist epileptisch. Fenster von 0,50 qm, Bewurf fällt ab, Kinder sammeln Hundeexkremente für Gerberei. mehr lesen / lire plus

JUGEND: Niveaulimbo 2010

Jugendliche sind konsumorientiert, kaum engagiert und politisch demotiviert? Das stimmt sicher nicht. Allerdings scheint die junge Generation im klassischen Sinne weniger aktiv zu sein. Schuld daran sind auch gesellschaftliche Bedingungen.

„People try to put us d-down, Just because we get around, Things they do look awful c-c-cold, I hope I die before I get old“, hieß es in dem Song „My Generation“ von The Who. Einer der bedeutensten englischen Rockbands der 1960er Jahre und die „Radau-Combo“ der Mod-Bewegung. Und heute? Auch heute kommt die Jugend herum. Sie stützten sich stark auf informelle Gruppen und Cliquen und möchten sich nicht gerne in verkrustete Strukturen einfügen.

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BELVAL: La forêt, les hauts-fourneaux, les friches

De reconversion en reconversion, le site de Belval suit l’évolution du Luxembourg de pays agraire en passant par le global player industriel jusqu’à la cité des services et des sciences. En voici une histoire.

Un regard nostalgique sur l’ère industrielle : l’usine de Belval vue par le photographe Marcel Schroeder.

Ah, les forges du Sud ? pour ceux et celles qui occupaient les bancs de l’école primaire dans les années 60 ou 70, cela rappelle les excursions de classe légèrement ennuyeuses en bus, les hauts-fourneaux s’étant pour l’occasion substitués aux châteaux du Nord. Des labyrinthes d’acier rouillé, de tuyaux, d’escaliers interminables et des bonhommes en casque qui expliquaient les procédés compliqués de la fabrication de l’acier. mehr lesen / lire plus