France : Renouveau de façade

On connaît désormais le premier gouvernement de la présidence Macron. Les quelques « prises de guerre » ne sauraient camoufler son orientation très libérale.

(Photo : epa)

C’est une équipe de choc en vue des élections législatives de juin, ce premier gouvernement sous Emmanuel Macron présenté ce mercredi. À commencer par le premier ministre, Édouard Philippe. Âgé de 46 ans, issu de la droite « juppéiste », le maire du Havre pourrait s’avérer utile dans la lutte pour une majorité parlementaire qui opposera La République en marche, formation d’Emmanuel Macron, aux Républicains. Il en va de même pour Bruno Le Maire, candidat malheureux à la primaire de la droite (2,4 pour cent), dont la nomination au prestigieux ministère de l’Économie est qualifiée de « prise de guerre » par certains. mehr lesen / lire plus

Wohnungsbau: Enteignung kein Tabu

Vier von fünf WählerInnen sind Baulandbesitzer. Gerade deshalb darf die Politik die zumeist nicht wahlberechtigten, der Wohnungsnot ausgelieferten Besitzlosen nicht im Stich lassen.

(Foto: SIP)

Ist es schon Wahlkampf oder doch nur ein öffentlich geführter koalitionsinterner Meinungsaustausch zum Thema Wohnungsbaupolitik? Letzten Montag, bei einer Konferenz über die Perspektiven eines „logement abordable“ in Luxemburg, äußerte LSAP-Fraktionschef Alex Bodry sein Missfallen über die wiederholten Versicherungen des aktuellen Wohnungsbauministers Marc Hansen (DP), das Instrumentarium der Grundstücks-Enteignung nicht weiter ausbauen zu wollen.

Als das Wohnungsbauressort nach der Koalitionsbildung 2013 an die DP ging, war die Enttäuschung der LSAP-Basis groß. Seit dem Ende der blau-roten Koalition in den 1970er-Jahren hatte es die LSAP nie wieder geschafft (oder gar nicht ernsthaft versucht?), das Wohnungsbauressort an sich zu bringen. mehr lesen / lire plus

Pressehilfe: Strangulation statt Synergie

Am Dienstag ist in der Chamber eine Konsultationsdebatte über die Qualität der Medien und die Zukunft der Presse angesetzt.

(Foto: Rolf Unterberg/Bundesarchiv)

Eigentlich sollte die Debatte über die „Qualität in den Medien“ schon im März stattfinden, wurde aber dann auf den Monat Mai vertagt. Die Zielsetzung der Debatte versuchte Premier- und Medienminister Xavier Bettel in einer Note an die Chamber zu präzisieren. Aus ihr wird klar, dass es wohl vor allem um die künftigen staatlichen Zuwendungen an die Presse gehen wird.

Leider deuten die Ausführungen des Premiers auf ein grundlegendes Missverständnis des Zusammenspiels der klassischen Printmedien mit der „Online“-Presse hin. Bettel spricht von einer ständig zunehmenden Migration vom Papier in Richtung numerische Medien. mehr lesen / lire plus

France : Le jeu avec le feu

Le second tour de l’élection présidentielle française verra s’opposer Emmanuel Macron à Marine Le Pen. Faut-il faire barrage au FN ou s’abstenir devant le choix entre néolibéralisme et fascisme ?

618.608 voix. C’est ce qui aura manqué en fin de compte à la gauche pour figurer au second tour de l’élection présidentielle. À moins de deux pour cent de Marine Le Pen (21,3 pour cent), Jean-Luc Mélenchon (19,58 pour cent) aura raté de peu le face-à-face avec Emmanuel Macron (24,01 pour cent), arrivé en tête du scrutin. De quoi comprendre son visage amer le soir de l’élection…

Il a de quoi se réjouir pourtant : il a réussi son pari, celui de se placer au centre de la recomposition, inévitable, de la gauche française. mehr lesen / lire plus

„Pulse of Europe“: Leeres Geschwätz

Unpolitisch Europa abfeiern und keinerlei Forderungen nach Veränderung stellen: willkommen bei „Pulse of Europe“.

(Foto: Martin Kraft)

„Freibier und Kuchen für die EU“ – ungefähr das sieht der Gründer des luxemburgischen Ablegers von „Pulse of Europe“ als die wesentliche Aktivität dieser neuen Bewegung an. Man wolle die europäische Idee wieder „mit positiver Energie füllen“, so Jonathan Ponchon im Interview mit Radio 100,7 – und zwar durch Feiern und „Spaß haben“.

2016 in Frankfurt am Main gegründet, versteht sich „Pulse of Europe“ als eine europaweite, pro-europäische „Bürgerbewegung“, deren Ziel das Überleben des Projekts Europa ist, die sich ansonsten aber apolitisch gibt. In den meisten europäischen Städten gibt es mittlerweile Ableger, so auch in Luxemburg, erklärtermaßen das „Herz“ der europäischen Union. mehr lesen / lire plus

Srel/ADR: Mission Unterwanderung

Ist der Geheimdienst dabei, die Rechtsaußen-Partei zu unterwandern? Die neue „Srel-Affäre“ offenbart eine potenziell gefährliche Annäherung.

Wenn es in Luxemburg einen Preis für die verlogenste Pressemitteilung einer politischen Partei gäbe, dann käme die ADR sicher in die Top Ten. Letzten Freitag erdreistete ihr Pressesprecher sich doch tatsächlich, ihren Abgeordneten Gast Gybérien als Whistleblower hinzustellen und die bösartige Frage zu stellen, wieso die hiesigen Medien Menschen wie Antoine Deltour oder Raphaël Halet abfeiern und gleichzeitig den guten Gast attackieren. Davon abgesehen, dass hier wieder mal gezielt xenophobe Reflexe bedient wurden, ist dieser Vergleich absoluter Unsinn. Ein Whistleblower wartet nämlich nicht, bis der Skandal in den Medien ist, um anschließend zu behaupten er habe die Informationen schon drei Wochen vor der Veröffentlichung gehabt. mehr lesen / lire plus

Uni-Budget: Im Bermuda-Dreieck

Ihre Finanzprobleme darf die Uni selber lösen, bei der Gestaltung ihrer Zukunft aber haben andere das Sagen.

(Foto: MESR)

Hochschulminister Marc Hansen bricht eine Lanze für die Automonie der Luxemburger Universität: Nach dem neuen Hochschulgesetzentwurf wird der „Conseil universitaire“, der von VertreterInnen aller an der Uni tätigen Berufskategorien und von StudentInnen beschickt wird, seine Vorsitzenden selber bestimmen. Der Rektor leitet dieses Gremium nicht mehr, sondern wird ihm, wie die anderen Mitglieder des Rektorats, nur noch als Beobachter angehören.

Doch so demokratisch auch die Gestalt ist, die der Uni-Rat damit erhalten hat, seine Funktion bleibt eine lediglich beratende: Denn bei der Festsetzung des Budgets oder der Nominierung eines neuen Rektors, zum Beispiel, liegt die Entscheidungsgewalt bei dem „Conseil de gouvernance“ genannten Verwaltungsrat – der Uni-Rat wird bloß um einen „avis“ gebeten. mehr lesen / lire plus

Trump et le climat : Mauvais présage

Les effets directs du décret présidentiel anticlimat sont limités. Mais les forces à l’œuvre en faveur d’énergies plus propres suffiront-elles pour contrecarrer les facteurs qui poussent les émissions de CO2 à la hausse ?

(Photo : Phprevet, CC-BY-SA 4.0)

Annoncer la fin d’une guerre ne vaudra pas à Donald Trump le prix Nobel de la paix. En effet, c’est à la « guerre contre le charbon » que le président des États-Unis va tenter de mettre fin à travers un décret – pas de quoi susciter l’enthousiasme de l’opinion publique mondiale. Contrairement à son prédécesseur Barack Obama qui avait raflé le prix en question grâce à son beau discours de 2009 sur le désarmement nucléaire – discours d’ailleurs suivi d’aucune avancée concrète par la suite. mehr lesen / lire plus

Srel : À l’écoute

Non, le Service de renseignement n’est pas une administration comme les autres. Et c’est pourquoi l’« erreur » survenue sur une écoute est tout sauf anodine.

(Photo : © Wikimedia)

Si la politique était un concours de danse, Félix Braz, le ministre de la Justice, aurait reçu 10 points sur 10 pour la belle pirouette qu’il a effectuée cette semaine sur le parquet lors d’une interview, laquelle portait entre autres sur la « panne » du Srel chez nos confrères de la radio publique. Car pour Braz, le traitement rapide de cette erreur révélerait que « le système fonctionne bien ». mehr lesen / lire plus

Wahlen in den Niederlanden: Heimlicher Sieger

Handelt es sich wirklich um einen Sieg der fortschrittlichen Kräfte über den rechten Populismus? Und was bedeuten die niederländischen Wahlen für Europa?

Mark Rutte (Foto: Wikimedia)

Nur gute Nachrichten aus den Niederlanden: Debakel für Geert Wilders, klare Absage an den Populismus, Anfang vom Ende der rechtsnationalen Bedrohung in Europa. Aber: Die Mainstream-Medien verbreiten gute Stimmung, wo es bei genauem Hinsehen wenig Grund zur Freude gibt.

Gewiss, das Wahlergebnis von Wilders’ „Partij voor de Vrijheid“ (PVV) liegt bei 13 Prozent, der Hälfte dessen, was sie vor etwa einem Jahr in den Umfragen erreichte. Doch im Vergleich zu den Wahlen von 2012 konnte die PVV sich um ein Drittel verbessern, und das nicht minder rechte, neu angetretene „Forum voor Democratie“ erhielt zusätzlich 1,8 Prozent der Stimmen (alle Zahlen beziehen sich auf provisorische Wahlergebnisse). mehr lesen / lire plus

Deutschland, Frankreich, Europa: Verpasste Chancen

Die anstehenden Wahlen dürften weder in Berlin noch in Paris wirklich fortschrittliche Regierungen an die Macht bringen. Damit stirbt auch jede Hoffnung für Brüssel.

(Bild: Europawahlen 2014)

Martin Schulz ist ein kluger Mann. Sein plötzliches Antreten als Kanzlerkandidat war verblüffend, sein Werben für eine gerechtere Politik fand sogleich viel Zustimmung.

Rote Parolen und große Reformversprechen, das ist mehr, als man in den vergangenen Jahren von der SPD zu hören bekam. Aber immer noch zu wenig und zu spät für einen wahren politischen Neuanfang in Deutschland. Vielleicht reicht Schulz‘ taktisches Geschick ja gerade noch für die Herbeiführung einer rot-rot-grünen Mehrheit. Doch ein entsprechendes politisches Projekt wird es nicht geben, eine Strategie dazu hätten die SPD und ihre Partner lange vorher entwickeln müssen. mehr lesen / lire plus

Solidarité plutôt qu’exclusion : À bas les murs !

Alors que le monde compte plus de murs que jamais, il est temps de se recentrer sur ce qui nous unit plutôt que ce qui nous divise.

(Photo : © EPA)

À chacun ses murs. Tandis que le monde s’offusque – à juste titre – du mur que Donald Trump prévoit de faire construire entre les États-Unis et le Mexique afin de retenir les mouvements migratoires, le monde compte, à ce jour, 65 murs qui délimitent des frontières. En 1989, il y en avait 16. Parmi ces murs, certains se trouvent en Europe, celui entre la Hongrie et la Serbie étant probablement le plus connu. mehr lesen / lire plus

Kulturpolitik: Filterblase

Groß war sie angekündigt worden, die „Rede vom Theater“ des Dramaturgen und Dramatikers Olivier Garofalo – aber leider verpasste der von Gemeinplätzen nur so strotzende Redetext viele Gelegenheiten, bei denen die wirklichen Probleme der hiesigen Theaterszene und Kulturpolitik hätten benannt werden können.

Man kann Garofalo seinen Wunsch nun wirklich nicht übelnehmen: „Die luxemburgische Theaterszene ist in meinen Augen prädestiniert, auf der Bühne im Modus der Ästhetik interkulturelle Konzepte zu entwickeln, die zukunftsweisend für das europäische Theater sein könnten. Luxemburg mit seiner regen Theaterszene, flankiert durch die Forschung der Theaterwissenschaften an der Universität Luxemburg, könnte federführend, impulsgebend, innovationsauslösend sein“, so formuliert er es am Anfang seiner Rede. mehr lesen / lire plus

Nationalitätengesetz und Demokratiedefizit: Ein Tropfen auf den heißen Stein

Die Reform des Nationalitätengesetzes vermag die fortschreitende Verschärfung des Demokratiedefizits nicht aufzuhalten. Trotzdem gibt es Gezeter aus der rechten Ecke.

Es ist eine in Teilen verwässerte Version, die am Ende von der Chamber verabschiedet wurde: Mit 57 Ja-Stimmen nahmen die Abgeordneten am Donnerstag vergangener Woche die Reform des Nationalitätengesetzes an. Einzig die ADR stimmte dagegen. Bodenrecht der ersten Generation, Herabsetzung der Mindestaufenthaltsdauer von sieben auf fünf Jahre, Flexibilisierung der Sprachenkriterien… Die Reform soll dazu dienen, dem unaufhaltsam wachsenden Demokratiedefizit in einem Land, in dem 47 Prozent der Bevölkerung aus AusländerInnen besteht, zumindest ansatzweise beizukommen. Interessanterweise stimmte sogar die CSV, die 2008 die Zugangsbestimmungen für die Nationalität erheblich erschwert hatte, der Gesetzesvorlage nun ebenfalls zu. mehr lesen / lire plus

France : Et si tout n’était pas perdu ?

(PHOTOS: Wikimedia/Parti socialiste)

L’« affaire Fillon », dernier revirement en date de la campagne pour l’élection présidentielle, rebat définitivement les cartes. La gauche devrait se saisir de l’occasion.

C’est une opération de la dernière chance : depuis lundi, François Fillon tente de reconquérir la France, ou du moins celle qui lui était favorable jusque-là. Jusqu’au moment, plus précisément, où le « Canard enchaîné » avait révélé qu’il avait, des années durant, rémunéré sa femme Penelope avec de l’argent public. Depuis, il avait dégringolé dans les sondages au rythme des différentes révélations que faisaient les médias : implication des enfants de François Fillon, possible trafic d’influence, éventuel détournement de fonds. mehr lesen / lire plus