IMMIGRATION: Incohérences

« Apprenez le luxembourgeois ! » expliquent les textes de loi rédigés … en français. La politique d’immigration luxembourgeoise n’est qu’une grande contradiction.

« Si un étranger veut vivre en France, il doit bien parler français. Ils ne vont pas lui répondre en espagnol ! ». Ce genre de phrase est l’argument supposé massue de nombre d’adeptes de l’apprentissage du luxembourgeois par les candidats étrangers à l’obtention du passeport frappé du lion
rouge. Oui mais voilà, chers compatriotes, nous vous réservons un scoop qui fera longtemps parler de lui : la France, ce n’est pas le Luxembourg. Et tenez-vous bien : cela vaut également pour l’Allemagne, et pour bien d’autres pays encore. mehr lesen / lire plus

OLYMPIADE IN CHINA: Zu kurz gegriffen

Die Diskussion über einen Olympiaboykott ist nützlich, sensibilisiert sie doch für die Frage der Menschenrechte. Aber der Westen muss auf Glaubwürdigkeit achten.

Was die Möglichkeit freier Meinungsäußerung bringt, haben die vergangenen Wochen gezeigt. Unter dem Einfluss der weltweiten Entrüstung, von der die Störmanöver beim Fackellauf nur die Spitze darstellen, hat sich die Debatte über die Olympischen Spiele in China weiterentwickelt. In den Tagen nach den Ereignissen im Tibet befanden sich Sportfunktionäre und Politiker in der Defensive. Sie beschränkten sich auf die Aussage, man müsse Sport und Politik trennen und ein Boykott komme nicht in Frage.

Mittlerweile kritisiert Marc Theisen, Präsident des Luxemburger Olympischen Komitees, China offen in Sachen Menschenrechte und hat diese Probleme nach eigenen Angaben in einer Sitzung des Internationalen Komitees zur Sprache gebracht. mehr lesen / lire plus

DROITE: Marque nationale

Machisme, identité nationale : petit à petit, l’ADR s’affirme comme le parti à droite de la droite, « made in Luxembourg ».

Y a-t-il un parti d’extrême droite au Luxembourg ? La dernière formation politique que l’on pouvait classer aisément dans cette catégorie, la « National Bewegung » a disparu peu après son échec électoral de 1994. Et c’est tant mieux. Mais voilà : la politique a horreur du vide. Et il serait illusoire de croire que le Luxembourg ferait exception à une époque où dans presque tous les Etats européens, de telles formations enregistrent des succès plus ou moins importants.

L’extrême droite n’est pas un bloc homogène et s’est toujours adaptée – si elle espérait acquérir un minimum de poids politique – aux diverses situations nationales ou régionales. mehr lesen / lire plus

BOMBENLEGER-AFFÄRE: Nebenkriegsschauplatz?

Nicht die Abberufung der Polizeispitze, sondern die Begründung des Vorgangs überrascht. Die interne Polizeikontrolle bedarf einer dringenden Reform.

Luxemburg verfügte bis vor kurzem über einen großzügigen Polizeidirektor: In einem Kommuniqué erklärt Pierre Reuland, seine Suspendierung als Chef der großherzoglichen Polizei zu akzeptieren, damit das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei erhalten bliebe. Das klingt wie ein freiwilliger Abgang, den der Betroffene aus eigenem Antrieb heraus vollzieht.

Am Tag vor dieser Pressemitteilung lautete es noch ganz anders: Der zuständige Minister Luc Frieden informierte die Abgeordnetenkammer, er habe den Direktor und den Generalsekretär der Polizei abberufen. Nicht einmal die übliche Formel „Ich habe sie um ihren Rücktritt gebeten“ kam über seine Lippen. mehr lesen / lire plus

La fin justifie l’optimisme

Sommes-nous à l’abri des retombées de la crise américaine ? Les arguments des optimistes ne tiennent en tout cas guère debout.

CRISE FINANCIÈRE

Monte ou descend ? Acheter ou vendre ? N’espérez pas trouver dans le woxx les « tuyaux pour devenir millionnaire » … ou pour limiter vos pertes. Mais quand les marchés financiers jouent au yoyo, cela ne concerne pas que les boursicoteurs. La crise financière pourrait se répercuter sur l’économie réelle, et entraîner le monde vers l’abîme, comme dans les années 30. Si les politiciens, notamment Jean-Claude Juncker, se montrent optimistes, la plupart des experts voient l’avenir en noir.

Programme de relance, baisse éclair des taux d’intérêt, plan de sauvetage des rehausseurs (les assureurs des obligations) – aux Etats-Unis, les tentatives pour empêcher un effondrement de l’économie se sont succédées ces derniers jours. mehr lesen / lire plus

AUTOSTEUER: Zahlen für Benzin und Blech

Im Namen der Umwelt fordern Gegner der Autosteuerreform, stattdessen die Sprittaxen zu erhöhen. Eigentlich macht es Sinn, beide Steuern zu erhöhen, doch die Kritik an der Vorgehensweise der Regierung ist berechtigt.

Im Wahljahr 1994 ging ein Aufschrei der Entrüstung durch Luxemburg, weil die grüne Partei es gewagt hatte, einen Benzinpreis von 50 Franken zu fordern. Wer hätte damals gedacht, dass sich eines Tages sogar der Automobile-Club für eine Erhöhung des Spritpreises einsetzen würde. Auslöser dieser unerwarteten Positionierung der Autofahrer-Lobby war die von der Regierung bereits 2006 angekündigte massive Erhöhung der Autosteuer im Namen des Klimaschutzes. Allerdings wird sie erst jetzt heiß diskutiert, wo die Verwaltung mit Verspätung die seit dem 1. mehr lesen / lire plus

TRAITÉ DE LISBONNE: Le coup contre l’Europe

Ni drapeau, ni hymne, l’Europe a néanmoins une devise: cause toujours, tu m’intéresses. Lorsque cela les arrange, les dirigeants de l’Union font de la démocratie européenne un paillasson.

« Il n’y aura pas de traité si un référendum a lieu en France, qui serait suivi par un référendum au Royaume-Uni. La même chose se produirait dans tous les Etats membres si un référendum y était organisé. » Ces propos, rapportés par Bernard Cassen dans la dernière édition du Monde diplomatique, sont du président français, Nicolas Sarkozy. Mais voilà, avec la signature du traité de Lisbonne, les dirigeant-e-s européennes, et les faiseurs d’opinion du « mainstream », peuvent souffler. mehr lesen / lire plus

KLIMAKONFERENZ AUF BALI: Falsche Prioritäten

Fortschritte gibt es bei den Bali-Verhandlungen in der Frage der Finanzierung der Anpassung an die Erderwärmung. Doch für die Verhinderung des Klimakipps fehlen die Mittel – und, bei den meisten Teilnehmern, der Mut.

Zuerst die gute Nachricht: Die internationale Staatengemeinschaft will Geld locker machen, um den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern zu helfen. Gewiss, Ziel der Klimaverhandlungen in Bali ist es, den Temperaturanstieg unter zwei Grad zu halten. Dennoch werden der Anstieg des Meeresspiegels oder die Desertifikation manche Regionen hart treffen – in der Regel in den Entwicklungsländern. Es wäre also nur gerecht, wenn die Kosten der Anpassung von den Industrieländern getragen würden – sie haben am meisten zum Klimawandel beigetragen. mehr lesen / lire plus

BOMMELEEER: Eine Nummer zu groß

Juncker schweigt, Frieden zögert. Das macht vor allem deutlich:
Das Bombenleger-Dossier bedarf einer politischen Kontrolle jenseits der Exekutive.

(Foto: www.police.lu)

Normalerweise ist Luc Frieden ein Mann der starken Worte. Noch im September, anlässlich der Patronatsfeier der Polizei, hatte er verkündet, die öffentliche Sicherheit sei eine seiner Prioritäten. Im gleichen Atemzug hatte er eine verbesserte Ausstattung des Polizeiapparates und eine Aufstockung von 1.500 auf 2.000 Mann bis 2015 versprochen. Zwar sei der „internationale Banditismus“ bis jetzt nicht in Luxemburg angekommen und die Kriminalität mit 5.600 Vorfällen auf 100.000 Einwohner auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau, doch sei Vorbeugung angesagt.

Die polizeiliche Aufrüstung – in jüngster Zeit vor allem durch die wie Pilze aus dem Boden schießenden Überwachungskameras symbolisiert – sie findet spätestens seit dem 11. September ihre Begründung im international angespannten Umfeld. mehr lesen / lire plus

DROGUES: Coke en stock

La poudre blanche continue son avancée sur le marché européen, détruisant au passage les espoirs d’une baisse de la mortalité.

« L’Europe risque d’échouer à réduire le nombre de décès liés à la drogue », peut-on lire dans la conclusion du dernier rapport annuel de l’Observatoire des drogues et des toxicomanies. Même si certains secteurs du business de la drogue semblent en baisse – notamment la consommation de cannabis – « les décès liés à la drogue atteignent des niveaux historiques et ne diminuent plus » indique le même rapport.

Ce qui est intéressant de voir, c’est que ces décès ne semblent pas être causés par l‘ « usual suspect » : l’héroïne. mehr lesen / lire plus

CSV: In der Defensive

Weil die Christsozialen nicht wissen, wie die Post-Juncker-Ära aussehen soll, werfen sie ihren politischen Mitstreitern Elektoralismus vor.

(Foto: CSV)

Laut Parteipräsident François Biltgen war der CSV-Kongress am letzten Wochenende zwar ein wichtiger, aber kein Wahlkongress. Generalsekretär Marco Schanck hatte dem zuvor beigepflichtet: Die Spekulationen über eine Regierung ohne CSV-Beteiligung seien unangebracht. Stattdessen sollten sich die Verantwortlichen der anderen Parteien lieber mit Visionen für die Zukunft beschäftigen. Damit wurde allerdings erst recht deutlich, wie sehr die Wahl 2009 der CSV im Nacken sitzt. Selbst wenn Juncker nicht (wie von vielen befürchtet und einigen erhofft – oder sollte es doch eine Mehrheit sein, die hofft?) vorzeitig nach Europa weggelobt wird und als Zugmaschine erhalten bliebe, tut sich die CSV schwer mit ihrer Zukunft. mehr lesen / lire plus

GENDER: Die Hausfrau ist tot, es lebe die Teilzeit-Mutti

Erwerbsarbeit ist in. Doch statt des Kochlöffels schwingen die Frauen noch längst nicht das Zepter in der Arbeitswelt. Mit Halbtagsjobs sorgen sie für heile Welt – daheim und im Betrieb.

Früher Zeichen sozialen Aufstiegs, heute Auslauf-modell: die Hausfrauen-Ehe (Illustration: Internet)

Still und heimlich hat es sich davon gemacht, das in Luxemburg einst so beliebte Hausfrauenmodell. Nur noch vier Prozent der jungen Frauen in Luxemburg haben laut einer Umfrage vor, nach der Geburt eines Kindes ihre Erwerbstätigkeit aufzugeben, so die Soziologin Blandine Lejealle anlässlich einer Pressekonferenz des Chancengleichheitsministeriums am Mittwoch. Dies entspricht der langsam aber stetig steigenden Frauenerwerbsrate. Auch wenn die noch längst nicht den europäischen Durchschnitt erreicht hat (54,6% gegenüber 58,4% im Jahr 2006) und zu großen Teilen der Erwerbsfreudigkeit von Grenzgängerinnen und ansässigen Ausländerinnen zu verdanken ist, so hat sich doch gerade die Erwerbstätigkeit der „Stacklëtzebuergerinnen“ überproportional entwickelt. mehr lesen / lire plus

PROTECTION DES DONNÉES: Collectionnite aiguë

Interpeller une personne, prendre ses empreintes digitales et sa photo. Utiliser ce profil, plus l’accès aux banques de données administratives, pour mieux contrôler les « méchants ». Ce rêve de petit flic mégalo risque de devenir réalité.

Collectionner les photos de suspects comme d’autres les timbres…

Jusqu’où encore les promoteurs d’un Etat policier abuseront-ils de notre indifférence ? Les lois et les règlements grand-ducaux se succèdent, contribuant à établir une surveillance toujours plus complète de l’ensemble des citoyen-ne-s. Une nouvelle étape est en train d’être franchie avec le projet de loi 5563, qui vient d’être avisé par le Conseil d’Etat et sera maintenant examiné par les député-e-s. mehr lesen / lire plus

FINDEL-URTEIL: Vergiftetes Erbe

Das jüngste Urteil gegen den Findel-POS zeigt, dass die politische Klasse nichts dazugelernt hat.

Mit falschen Mitteln ein unsinniges Ziel verfolgen – das ist es, was Luxemburgs Regierungen seit über zehn Jahren in Sachen Findel vorexerzieren. Und immer wieder geben die Gerichte jenen recht, die gegen die zweifelhaften staatlichen Genehmigungsverfahren klagen. Vor zwei Wochen wurde in erster Instanz der Klage von Grundbesitzern stattgegeben, deren Immobilien im "Plan d’occupation des sols" (POS) von 2003 nicht mehr als Bauland eingestuft werden. Das sei im Plan unzureichend begründet, befand das Gericht, und stellte damit die Rechtmäßigkeit des ganzen POS in Frage.

Besagter Plan sollte, über die Köpfe der betroffenen Gemeinden hinweg, die Grundlage für alle Neubauten im Findel-Areal legen. mehr lesen / lire plus

CSV: Im Zweifelsfalle rechts

Innerhalb weniger Monate hat das Image der CSV als moderne, fortschrittsorientierte Partei zu bröckeln begonnen. Die unumgänglich gewordene Positionierung zu Gesellschaftsfragen macht sichtbar, dass die Partei längst nicht an konservativem Potenzial eingebüßt hat.

Eine Regierung ohne CSV? Anlässlich des woxx-Rundtischgesprächs vor einigen Wochen brachten die eingeladenen Herren Politiker mit unterschiedlichen Argumenten ihre Skepsis über die Realisierbarkeit einer Ampelkoalition zum Ausdruck. Dabei kam jedoch ein Aspekt zu kurz: dass es – im Unterschied zu den Siebzigerjahren – weder linke Aufbruchstimmung noch Ras-le-Bol-Gefühl bei den WählerInnen gegenüber einer christlich-sozial geführten Regierung gibt.

Dies ist vor allem einem Jean-Claude Juncker zu verdanken, der es seit seinem Amtsantritt versteht, sich selbst und seiner Partei ein modernes und aufgeschlossenes Image zu verschaffen. mehr lesen / lire plus