CLOUD GEGEN TREIBHAUSEFFEKT: Klimaschutz 2.0

Informationstechnologie verbraucht nicht nur Strom und trägt zur Erderwärmung bei (woxx 1176). Sensibilisierung durch Online-Spiele, CO2-Footprint-Apps und Mitfahrzentralen zeigen: Die Technik kann Teil der Lösung sein.

Regionale Produkte … wie in alten Zeiten.

Nicht nur Merkel und Obama, auch Nutzer mischen in der großen Klimapolitik mit. Zumindest bei „Keep Cool“, einem Online-Spiel. Da treffen sechs Kontrahenten aufeinander, jeder repräsentiert eine Ländergruppe, etwa Europa oder die Erdöl exportierenden Staaten. Die Aufgabe lautet: Baut Fabriken, um die Wirtschaft anzukurbeln! Allerdings stoßen die Produktionsstätten Treibhausgase aus, was dramatische Folgen hat – vom Hochwasser bis zur Verbreitung von Krankheiten. Die Spieler müssen sich daher umstellen, anstelle der schwarzen Fabriken grüne aufstellen. mehr lesen / lire plus

KEIN WELTUNTERGANG VOR 2052: Geduld, Kassandra!

Auch die übernächste Klimakonferenz wird’s nicht richten. Und was dann? Die langfristigen Prognosen von Jørgen Randers verstören Pessimisten wie Optimisten gleichermaßen. Und Demokraten sollten besser gleich weghören.

„Der König überall.“
Friedrich der Große,
„wohlwollender Diktator“,
inspiziert den von ihm
gegen die Ernährungskrise verordneten Kartoffelanbau.

Gute Nachrichten zum Auftakt der 19. Weltklimakonferenz in Warschau: Die beiden Länder mit dem höchsten CO2-Ausstoß, China und die USA, arbeiten zusammen und haben große Fortschritte bei der Senkung ihrer Emissionen erzielt. Doch im Falle Chinas handelt es sich um eine Senkung des Ausstoßes relativ zum BIP (Bruttoinlandsprodukt), welches weiterhin schnell wächst. Und die US-Maßnahmen werden nicht reichen, um den Rückstand aufzuholen, der durch den ungehemmten Ausstoß des vergangenen Jahrzehnts entstanden ist. mehr lesen / lire plus

KLIMAFORSCHUNG: Das Rätsel der tiefen Wolken

Heiß werden kann einem bei der Lektüre der Zusammenfassung des 5. UN-Klimarat-Berichts, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde. Die Messdaten-Serien sind genauer und länger als im Vorgängerbericht von 2007, aber einige Faktoren im Erdsystem sind immer noch unergründet.

Tief hängende Stratuswolken verdecken die Sonne. Schlecht für die Seele, aber gut fürs Klima. (Foto: Simon Eugster / Wikimedia)

Im Mai meldete die amerikanische Ozean- und Atmosphären-Behörde einen Rekord: Die Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre hat 400 parts per million (ppm) überschritten. Das letzte Mal war im Pliozän so viel Treibhausgas in der Atmosphäre, seit etwa einer Million Jahre aber hat sich die Konzentration zwischen moderaten 180 und 280 ppm bewegt – bis zum Beginn des Industriezeitalters. mehr lesen / lire plus

WASSER: Genug für alle?

Die Vereinten Nationen erklärten den Zugang zu Wasser zum Menschenrecht. Aber Hunderte von Millionen haben zu wenig zum Trinken und Waschen. Auch weil das meiste Wasser für die Landwirtschaft verbraucht wird. Wie könnte die Lage verbessert werden?

Der Mensch verbraucht jährlich etwa 20 Kubikmeter Wasser zum Trinken und zur Hygiene – so viel passt in einen kleinen Lastwagen. Die Menge entspricht aber nur einem Bruchteil des wirklichen Verbrauchs. Die Produktion von Lebensmitteln verschluckt pro Kopf das Fünfundsiebzigfache: etwa 1500 Kubikmeter im Jahr.

Der Grund: In Nahrungsmitteln steckt enorm viel virtuelles Wasser, zwischen zwei und drei Kubikmeter in einem Kilogramm Brot und knapp sechs Kubikmeter in einem Kilogramm Schweinefleisch. mehr lesen / lire plus

NACHHALTIGKEIT: Stadtentwicklung selbst gemacht

Von neuen Wohnmodellen und reduziertem Individualverkehr reden viele. Aber wo sind die Städte, die damit ernst machen? Ein Musterbeispiel ist Tübingen.

Identifikation mit dem Lebensraum schafft neue Möglichkeiten.

„Die Stadt sollte sich nicht aus der Liegenschaftspolitik zurückziehen, sondern aktiv Grundstücke erwerben und nicht darauf vertrauen, dass ein großer Projektentwickler kommt, bei dem die Stadt nach fünf Jahren einen fertigen Stadtteil abholt“, betont Cord Soehlke, Baubürgermeister der Stadt Tübingen in Baden-Württemberg. Und: „Unsere Erfahrung ist, dass man über den Grundstücksbesitz sehr viel steuern kann, was soziale und ökologische Kriterien sowie städtebauliche Qualitäten anbelangt.“

Unter dem Titel „Neue Wege gehen in der Gemeindeentwicklung und der Planung von Siedlungen“ fand diese Woche eine vom Mouvement Ecologique organisierte Konferenz statt, bei der das Tübinger Modell vorgestellt wurde. mehr lesen / lire plus

AGRARPOLITIK: Die Renaissance des Gartens

Über die Ineffizienz der EU-Agrarpolitik, die schwierige Zukunft der Landwirtschaft und das Potential des Gartens sprach die woxx mit dem Agrarspezialisten Benedikt Haerlin, der demnächst nach Luxemburg kommt.

Wenn die Landschaft zur Fabrik wird.

Was wurde seit der Abfassung des Weltagrarberichtes eigentlich umgesetzt? Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Benedikt Haerlin: Ich ziehe eine gemischte Bilanz. Einerseits ist seit 2009, als der Bericht veröffentlicht wurde, sehr vieles in die falsche Richtung gelaufen. Stichworte sind zum Beispiel Spekulation mit Lebensmitteln oder Boden, Landgrabbing, aber auch die Intensivierung der Landwirtschaft in vielen Regionen der Welt anstelle einer Agro-Ökologisierung, sowie der Missbrauch von Agrarflächen für die Produktion von Energie und Sprit. mehr lesen / lire plus

NATURWUNDER ALS ROHSTOFFQUELLE: Und jetzt die Tiefsee?

Sie ist der größte Lebensraum des Planeten – und der unbekannteste dazu: Nicht einmal ein Prozent der Tiefsee ist erforscht. Bergbaufirmen wollen nun am Meeresgrund lagernde Rohstoffe abbauen.

Leuchtet verlockend blau, fischt ohne Wurm und Leine: der Schwarzangler.

Die eigentliche Tiefsee beginnt bei tausend Metern. Dorthin dringt kein Sonnenlicht, und der Druck ist so immens, dass ein Mensch ganz einfach zerdrückt würde. Kalt ist es auch da unten. In den Tiefseegräben sinkt die Temperatur auf beinahe null Grad.

Viele sonderbare Wesen leben in der Dunkelheit, zum Beispiel der Tiefsee-Anglerfisch, ein gruseliger Geselle mit imposantem Maul und langen, spitzen Zähnen, die durchsichtig wie Glas sind. mehr lesen / lire plus

WELTERNÄHRUNG: Insekten sind nicht Igitt

Von allen exotischen kulinarischen Gebräuchen ist der Verzehr von Insekten möglicherweise der zukunftsträchtigste. Käfer und Heuschrecken statt Rinder und Hühner zu essen, könnte helfen, die Nahrungsmittelknappheit zu überwinden.

Immer mehr Menschen müssen satt werden, bis 2050 wahrscheinlich neun Milliarden. Aber wovon? Die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat eine Kampagne gestartet, die den Verzehr von Sechsbeinern und deren Larven propagiert. Werden Ameisen und Mehlwürmer unser täglich Brot sein?

Der Proteinanteil von Insekten – zwischen 22 und 91 Prozent ? spricht dafür. Es gibt zum Beispiel die rotbeinige Heuschrecke aus Nordamerika, eine Ernteplage ersten Grades, die weder Klee noch Sojabohnen noch Hülsenfrüchte verschont. mehr lesen / lire plus

BIENEN: Pestizide sind ein Tabu

Die Varroamilbe ist nicht das alleinige Übel, das den Bienenvölkern zusetzt, sondern ebenfalls die dauernde Belastung mit Pestiziden. Und die sind obendrein nicht alle meldepflichtig.

Roger Dammé, Präsident des
„Landesverband fir Beienzuucht“
über die Schwierigkeiten
in der heutigen Imkerei.

woxx: Es gibt Presseartikel, in denen behauptet wird, dass das vieldiskutierte Bienensterben übertrieben werde – Bienensterben habe es schließlich schon immer gegeben …

Roger Dammé: Beim Bienensterben handelt es sich sicherlich nicht nur um ein gefühltes Phänomen. Es gibt immer mal wieder Jahre, in denen mehr Bienen sterben als gewöhnlich. Bis zu 10 Prozent Verlust über den Winter ist normal, aber in den letzten 10 bis 15 Jahren hat das Bienensterben insgesamt zugenommen – das ist belegt. mehr lesen / lire plus

GARTEN: Mobilitätspass für den Mangold

Klein, kompakt und wendig: In puncto Ergonomie ist das Hochbeet ein Fortschritt ? aber das Tischbeet setzt noch eins drauf. Die Modernisierung des Gärtnerns ist nicht aufzuhalten.

„Mein Rücken sagt Ja,“ antworten vor allem Senioren auf die Frage, weshalb Hochbeete in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Gartenboden schießen. Denn Gartenarbeit hält zwar bekanntlich fit, aber die gebückte Haltung beim Unkrautjäten, Säen oder Pflanzen ist Gift fürs Kreuz, genauso wie das immer noch gern praktizierte alljährliche Umgraben – treu nach dem Leitsatz: In Schmerzen sollst du deine Gartenarbeit verrichten.

Doch seit einigen Jahren hat der epikureische Virus auch hiesige Gärten befallen. mehr lesen / lire plus

Walking, talking, eating

Réveillez vos sens en (re)découvrant la ville : les soirs des 18 et 19 avril, le LCTO propose une « City promenade gourmande » qui permet de découvrir les beaux coins de la ville, tout en stimulant le palais. Au cours de la promenade qui dure tout de même quatre heures repas compris, vous dégusterez ainsi l’apéritif culinaire à la Brasserie Neumünster au Grund, le plat principal au « Kniddelkinnek » dans le vieux quartier de la ville haute et le dessert au « Chocolate House » au Marché-aux-Herbes. Si le concept est original, c’est vrai qu’avec une participation de 70 €, ce n’est pas donné. Par contre, le LCTO a veillé à proposer les deux soirées en bilingue. mehr lesen / lire plus

Cellules d’action horticoles

Face au format anachronique et pas toujours multiculturel des associations classiques, de nouvelles formes d’échange apparaissent dans le paysage jardinier. C’est le cas par exemple de CELL, Centre for ecological learning Luxembourg. Ce « groupe d’action » apparemment franco-anglophone, se réunit une fois par mois notamment à Beckerich. L’initiative a plusieurs cordes à son arc : retrouver le plaisir du travail manuel, améliorer concrètement le monde environnant, se creuser la tête sur le devenir de la planète. Sur la parcelle du CELL poussent donc des plantes variées : ateliers pratiques en jardinage, groupes de travail, habitat écologique etc. Ainsi, vous pourrez en avril apprendre la cuisine végétalienne, en mai participer à un « Herb Workshop » ou vous inscrire pour un « atelier pratique de la transition » en débroussaillant une forêt et en apprenant la permaculture. mehr lesen / lire plus

Vitamines à gogo

Intégré dans le Musée national d’histoire et d’art, le petit restaurant Green Art Café jouit non seulement d’un intérieur agréable par la rigueur de l’architecture muséale, mais également d’une terrasse sur le parvis grandiose. De plus, c’est un des rares lieux en ville qui proposent des salades de bonne qualité. Un buffet de crudités, jambon, poisson, et autres accompagnements de bonne qualité vous permet de composer vous-même votre salade, adaptée à votre goût et à votre faim. Plusieurs formules sont sur la carte du menu: soupe et salade, soupe et pasta ou les trois. Côté vitamines, on propose également des jus de fruits frais. mehr lesen / lire plus

FUKUSHIMA +1: Strahlend sauber

In Fukushima strahlen die Reaktorkerne immer noch. In Luxemburg klafft ein Widerspruch zwischen Anti-Atom-Rhetorik und der Förderung der französischen Nuklearindustrie. Zeit für den nächsten Knall?

Geisterstadt Luxemburg. Mit einer spektakulären Aktion erinnerte Greenpeace Luxemburg an den Atomunfall vor einem Jahr in Fukushima.

Am 11. März 2011 löste ein Erdbeben der Stärke 9, gefolgt von einer 15 Meter hohen Welle, einen der größten Unfälle in der Geschichte der Atomenergie aus. Ein Jahr später sind die Reaktorkerne in Fukushima noch immer nicht stabil, und die Experten untersuchen noch immer, was alles schiefgegangen ist. Weniger Beachtung wird der Tatsache geschenkt, dass es noch schlimmer hätte kommen können: Wäre es nicht gelungen, die Stromversorgung der Pumpen in Fukushima wiederherzustellen, oder wären die Folgen des Erdbebens in anderen Reaktoren gravierender gewesen, so hätte man Tokyo evakuieren müssen – ein Szenario, auf das sich die Regierung insgeheim eingestellt hatte. mehr lesen / lire plus

ZWANZIG JAHRE NACHHALTIGKEIT: Von Rio bis Rio

Nachhaltigkeit ist nicht erst seit gestern ein Modewort. Doch was haben die internationalen Bemühungen wirklich gebracht? Und was kann man vom bevorstehenden „Rio + 20“-Gipfel erwarten?

Grüne Tonne 1992 und Jo’burger 2002. Die alten Cartoons unseres Zeichners Guy W. Stoos lassen sich problemlos recyceln. Ein Grund zur Freude?

Die Blaskapelle auf dem Promenadedeck der Titanic stimmt ein neues Stück an: den „Green Economy“-Marsch. Die Stimmung ist gelöst, der Kapitän hat soeben mitgeteilt, dass die Kurskorrektur fortgesetzt und das Ingenieurteam neu organisiert wird. Und dass die Kollision mit dem Subprime-Eisberg dem Schiff außer ein paar Schrammen nichts hat anhaben können.

So in etwa ist auch die Lage im Vorfeld des „Rio + 20“-Gipfels auf dem Dampfer Erde. mehr lesen / lire plus