Theater
: „Was hat dich bloß so ruiniert?“


Absurdes Objekttheater um einen gehobenen Arm und die Schamlosigkeit der durchkapitalisierten Kunstszene – das ist „Mein Arm“, die neue Inszenierung von Linda Bonvini in der Escher Kulturfabrik.

Arme hoch! Für die Kunst und für sich selbst … (Foto: © Bohumil Kostohryz)

Auf der spärlich beleuchteten Bühne der Kulturfabrik agierte am vergangenen Freitag wider Erwarten nicht ein Schauspieler, sondern eine kleine Salamanderfigur in der Hauptrolle des Theaterstücks „Mein Arm“. Dieser Salamander, jüngster Sohn einer Familie, die sich aus einem verdrossenen Zigarettenschachtelvater, einer adretten Parfümflaschenmutter und dem älteren Boxhandschuhbruder zusammensetzt, zerrüttete das gutbürgerliche Familienleben, als er sich dazu entschloss, in den kommenden zwanzig Jahren seinen Arm zu heben und erhoben zu halten und damit die Ruhe und Alltäglichkeit seines Umfelds zu zerstören. mehr lesen / lire plus

Poésie : Réveil en vers

Au sortir de la léthargie de l’hiver, quoi de plus approprié que de revivre au son de la poésie ? C’est ce que propose depuis début février le quatrième Printemps poétique transfrontalier. Il fera halte à Dudelange lundi prochain.

En mars 2014, pour l’édition inaugurale du Printemps poétique transfrontalier, elles étaient trois auteures francophones (Danièle Corre, Véronique Daine et Hélène Tyrtoff) à se partager les scènes de trois pays, accompagnées par le violoncelliste André Mergenthaler. Maintenant dans sa quatrième année, le projet a bien grandi. Depuis 2016 déjà, deux poètes allemands se sont ajoutés aux représentants de la Belgique, de la France et du Luxembourg pour cet événement itinérant à la fois pédagogique et littéraire. mehr lesen / lire plus

Indie-Rock
: Reise zu den Ursprüngen


Mit einer Neuauflage ihres Debutalbums, das integral gespielt wird, im Gepäck, lädt The Black Heart Procession gleichermaßen Kenner und Neuentdecker am Samstagabend in die Rotunden ein.

Frühe Meister der Melancholie: The Black Heart Procession.

The Black Heart Procession entstand 1997 als Nebenprojekt der „Three Mile Pilot“-Mitglieder Pall Jenkins und Tobias Nathaniel. Der unverkennbar melancholische Charakter sollte ihnen schon bald zu einem Plattenvertrag mit dem US-Label Cargo Records verhelfen, unter welchem im Folgejahr ihr Debut-Album „1“ erschien. Im Laufe der Jahre umgaben sich Jenkins und Nathaniel im Studio und auf Tour immer wieder mit Musikern wie Joe Plummer (Schlagzeug), Jason Crane (Trompete) oder Matt Resovich (Violine). mehr lesen / lire plus

Punk-Rock
: Ein Teenie-Traum wird wahr


Steil nach oben für All The Way Down: Am 4. März stellt die luxemburgische Punk-Band im De Gudde Wëllen ihr Debütalbum „For The Princess“ vor. Ein willkommener Neuauftritt nach fast einem Jahr der kreativen Pause – nicht nur für Fans der lokalen Punk-Musik.

Auf dem Weg nach oben: All the Way Down.

Es hat sich viel verändert für die vier Jungs aus dem Norden Luxemburgs. 2009 waren Mateus Wojda, Mitchio Weber, Jim Thill und John Wolter noch stark dem Skate Punk verschrieben, und recht zügig bahnte sich All The Way Down seinen Weg durch die hiesige Musiklandschaft. „Die Punk-Szene hat uns seit unseren ersten Konzerten stets mit offenen Armen empfangen”, lobt John, Drummer und Lead-Sänger der vierköpfigen Band. mehr lesen / lire plus

Electro
 : Pas du pipeau


Samedi soir, l’étonnante electro expérimentale des Canadiens de Pick a Piper est à découvrir au Gudde Wëllen. L’univers original du groupe vaut le détour tant il sort des sentiers battus.

Psychédéliques, même sur la photo : Pick a Piper.

Pour imaginer la musique de Pick a Piper, il suffit de jeter un œil aux pochettes de ses disques. Des paysages colorés, psychédéliques et étonnants illustrent à merveille l’univers halluciné de ces trois Canadiens venus de la province de l’Ontario.

Pick a Piper, c’est avant tout le projet personnel de Brad Weber, qui accompagne d’ordinaire sur scène aux percussions son compatriote Daniel Snaith, plus connu sous le nom de Caribou. mehr lesen / lire plus

Théâtre
 : Les sillons de la déconne

Avec « 7 janvier(s) », la Kulturfabrik entame une coproduction exceptionnelle et poursuit sa coopération transfrontalière. La pièce coécrite par l’auteur de polars Caryl Férey et le réalisateur-acteur Gérald Dumont prend l’attentat contre « Charlie Hebdo » comme point d’ancrage d’une comédie noire.

À l’aise à la Kulturfabrik :
Caryl Férey et Gérald Dumont.

« Et surtout, dites aux gens que la pièce ne sera pas plombante », répète Gérald Dumont en fin de conférence de presse. Pas facile pourtant de s’imaginer qu’une pièce qui commence en ce 7 janvier 2015 fatal – jour des attentats contre « Charlie Hebdo » et l’Hyper Cacher – puisse être une franche rigolade. mehr lesen / lire plus

Indie pop
 : Tiens, du belge !


Oufti ! Par deux fois du Belge : Konoba et Sonnfjord.

Les temps changent : il semble que les programmateurs de l’Atelier veuillent aussi faire dans la découverte musicale – après avoir passé des années à arroser le public de musique commerciale. Les « Belgian Nights » proposent au public de petits groupes de nos voisins de l’Ouest.

Est-ce dû à l’annulation du festival« Rock-a-Field » cette année ? Ou simplement une façon de retourner aux racines ? En tout cas, l’Atelier propose désormais des nuits belges pour offrir à ses spectateurs de jeunes groupes frais issus d’un terroir plus que prolifique. mehr lesen / lire plus

Festival: Digital Rotondes


Les Rotondes se lancent dans l’ère du numérique avec le festival Multiplica – une programmation ambitieuse et hétéroclite qui aura lieu sur toutes les scènes de l’établissement.

Deux paysans ukrainiens au centre d’un spectacle numérique : « Zvizdal – Chernobyl – So far, so close » de la compagnie anversoise Berlin.

« Après deux années passées à réinvestir les lieux, nous avons atteint notre vitesse de croisière », constatait avec une satisfaction visible le nouveau maître des lieux Steph Meyers lors de la conférence de presse de mardi dernier. « C’est un festival plus conséquent que le dernier où nous étions partenaires avec l’institut Pierre Werner (IPW). mehr lesen / lire plus

Pop
: Göttlich


Für Fans des Brit-Pop der 1990er Jahre sind „The Divine Comedy“ einfach unumgänglich. Die Band um den sensiblen Barden Neil Hannon kommt an diesem Freitag nach Luxemburg.

Ganz der englische Exzentriker: Neil Hannon.

Es gibt Bands, in denen die Mitglieder die Chemie bestimmen und die nur dann richtig funktionieren, wenn alle harmonieren. Bei einer Umstellung der Besetzung verändert sich diese Chemie, was auch das Ende der Band bedeuten kann. Und es gibt die anderen. Bands die sich ganz auf einen Leader beschränken, der das Sagen hat, die Stücke schreibt und eventuell auch mal einen, der ihm nicht liegt, rausschmeißen kann. „Captain Beefheart“ war so eine Band, und auch Frank Zappas „Mothers of Invention“ war eigentlich eine Diktatur im Kleinformat. mehr lesen / lire plus

Avant-Garde: Hau drauf!

Endlich ist die Winterpause vorbei, und auch die Rotondes begrüßen wieder MusikliebhaberInnen in ihrer guten Stube – an diesem Freitag mit KrausFrink & Conrad und Monophona.

KrausFrink & Conrad:
Die bösen Buben der Perkussion-Szene.

Das Duo Victor Kraus und Martin Frink braucht man in Luxemburg fast nicht mehr vorzustellen. Die beiden Vollblutmusiker, die sich ganz den Perkussionsinstrumenten verschrieben haben, waren nicht nur bei Konzerten auf diversen Bühnen des Großherzogtums zu erleben, sondern haben auch öfters bei Theaterproduktionen – wie zum Beispiel im TNL oder im Casino – mitgewirkt.

Wer bei Perkussion nur an Schlagzeug denkt, liegt aber grundfalsch. Die Welt der Perkussionsinstrumente ist weit größer und umfasst neben den Schlaginstrumenten aller Sorten auch Melodie-Instrumente wie Xylophon, Vibraphon, Marimbaphon oder das Glockenspiel. mehr lesen / lire plus

Theater: Eine Arschflöte auf Zeitreise

Wie kriegt man den wohl mysteriösesten Maler des späten Mittelalters auf die Bühne? Das Stück „Hieronymus Bosch“ des Schweizer Autors Jérôme Junod bietet überraschende Antworten.

Viele Kunsthistoriker – viele Meinungen, doch keine scheint zu passen. (Foto: ©Chris Rogl)

Wenig weiß man über das Leben von Hieronymus van Aken, außer dass er am 9. August 1516 in der Sint-Jans-Kathedrale in s’-Hertogenbosch nahe Tilburg in Holland beigesetzt wurde, ein angesehener Bürger war und dass seine Bilder schon zu seinen Lebzeiten für Furore sorgten. Seine drei Triptychen („Die Versuchung des Heiligen Antonius“, „Der Garten der Lüste“ und „Das Jüngste Gericht“) gehören zu den meistdiskutierten Objekten der Kunstgeschichte, und Experten rätseln immer noch über die eigentliche Bedeutung der Werke. mehr lesen / lire plus

Jazz
: Ein Alien ist gelandet

Stefano Bollani ist eine der merkwürdigsten musikalischen Kreaturen, die Italien in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat – ob im Pop, Jazz oder in der Klassik, dem Tausendsassa gelingt es, jedem Stil seine persönliche Note zu verleihen.

Ausnahmetalent mit Humor: Stefano Bollani.

Gut, dass die Philharmonie auf Kirchberg wie ein – zwischen den mehr oder weniger gelungenen architektonischen Kreationen ringsherum – notgelandetes Raumschiff aussieht. Denn eine bessere Location hätte Stefano Bollani im Großherzogtum nicht finden können, um sein neues Album „Arrivano gli Alieni“ (die Außerirdischen landen) zu präsentieren. Und auch auf diesem Werk überrascht er seine Zuhörer wieder – indem er singt. mehr lesen / lire plus

Blues/Singer-Songwriter
: Unendliche Weiten


Zum Jahresauftakt lädt das Team des „Gudde Wëllen“ den Ausnahmemusiker Jonathon Linaberry zu sich ein. Unter dem Pseudonym „The Bones of J.R. Jones“ tritt der New Yorker Musiker ohne falsche Bescheidenheit in große Fußstapfen.

Knochentrocken und doch tief beeindruckend: „The Bones of J.R. Jones“.

Auch wenn man – wie der Schreiber dieser Zeilen – bei dem Wort „Singer-Songwriter“ die Beine in die Hand nimmt und schnell um die nächste Ecke verschwindet, aus Angst demnächst mit einer Überdosis Gefühlsduselei langsam zu Tode gequält zu werden – so sollte man Jonathon Linaberry doch zumindest eine Chance geben. Denn, obwohl einem die Sounds ziemlich bekannt vorkommen, ist „The Bones of J.R. mehr lesen / lire plus

Theater
: De granzegen Al-68er

„De schéine Männchen“ vum Guy Rewenig ass, wann een et léif mengt, gehuewene Cabaret. Ma virun allem ass et eng Failliteerklärung, vun engem Auteur, deen definitiv d’Schlappe verluer huet.

Déck Kabelen lafen aus engem Fernsehswon direkt an d’Häerz vum TNL op der Lonkécher Strooss. RTL filmt zënter laangem mol nees eng Kéier en Theaterstéck – integral – fir et dann am Januar sengem Publikum ze weisen. Eng gutt Noriicht u sech, well de Sender vum Kierchbierg huet no der Lunghi-Affär sécher nees en Ettleches gutt ze maachen mat der „Kultur-
szeen“. Fir de Guy Rewenig, Auteur vum Stéck, awer eng schlecht Noriicht: Hien ass domadder definitiv op RTL-Niveau ukomm. mehr lesen / lire plus

Instrument rare
 : Un goût d’alpages


Décembre, c’est le mois des émerveillements pour les plus petits, certes. Mais cela n’oblige pas les plus grands à renoncer aux découvertes non plus. Le woxx a donc déniché parmi le foisonnement d’événements hivernaux une idée originale pour tous.

Alexandre Jous et Étienne Sibille donneront un petit goût helvète au Luxembourg ces prochains jours.

Quand on vous dit cor des Alpes, à quoi pensez-vous ? Sûrement à de vertes vallées haut perchées, riantes de soleil, gorgées d’abondance, où la sonnerie de cet imposant instrument retentit et résonne longtemps dans l’écho. À son origine, il y a quelque 400 ans, le cor des Alpes servait à la communication dans les montagnes, grâce à sa portée exceptionnelle qui peut atteindre 50 kilomètres dans des conditions optimales de vent et de température de l’air. mehr lesen / lire plus