Genitale Selbstbestimmung

Bereits zum sechsten Mal wird am heutigen Montag der Welttag der genitalen Selbstbestimmung begangen.

© bundesforum-maenner.de

Der „Weltweite Tag der genitalen Selbstbestimmung“ fordert unter anderem weltweite Gesetzesinitiativen, die den Schutz aller Kinder unabhängig vom Geschlecht vor nicht-therapeutischen Genitaloperationen vorsehen. Im Fokus stehen an diesem Aktionstag drei Aspekte. Zunächst die Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen, bei welcher die Klitoris(vorhaut) und /oder Labien ganz oder teilweise entfernt werden. Obwohl diese Praxis international als Menschenrechtsverletzung, geschlechtsspezifische Gewalt, Kindesmisshandlung und Körperverletzung gilt, werden jährlich immer noch Millionen Mädchen Opfer solcher Eingriffe. Im Rahmen des Welttages der genitalen Selbstbestimmung werden neben der Penisbeschneidung zudem operative Eingriffe bei intergeschlechtlichen Säuglingen und Kindern kritisiert. mehr lesen / lire plus

Urteil zu Gruppenvergewaltigung auch in Luxemburg kritisiert

Rund hundert Menschen demonstrierten am Sonntagnachmittag vor der spanischen Botschaft. Anlass dazu gab ein Gerichtsurteil in Pamplona.

(© Epa) Im Anschluss an die Urteilsverkündung protestierten Tausende vor dem Gericht in Pamplona.

Fünf Männer sind in Spanien wegen sexuellen Missbrauchs zu neun Jahren Haft und einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt worden. Dies nachdem sie im Juli 2016 in Pamplona eine 18-jährige Frau in einen Hausflur gedrängt und sich dabei gefilmt hatten, wie sie sich an ihr vergingen. Das Gericht urteilte, dass es sich dabei nicht um eine Vergewaltigung handele, weil es „weder Schläge noch Drohungen“ gegeben habe.

Seit Bekanntgabe des Urteils des Landgerichts Navarra in Pamplona kam es in Spanien zu zahlreichen Protesten. mehr lesen / lire plus

Informatik ist nicht nur Männersache

Das Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain lädt zu einem Vortrag ein, der den Anteil von Frauen an der Geschichte der Informatik beleuchtet.

© Pixabay

 

„Making Code – Changing Codes – Frauen in der Geschichte der Informatik“ – so der Titel einer Veranstaltung, die am kommenden Donnerstag, dem 15. März im Casino Luxembourg stattfindet. Im Fokus steht dabei nicht nur Informatikgeschichte, sondern auch deren Beeinflussung durch sich historisch wandelnde Geschlechterverhältnisse. So wird dem Beitrag von Naturwissenschaftlerinnen, Philosophinnen, Mathematikerinnen, Programmiererinnen und Ingenieurinnen an Entwicklungen der Informationstechnik bis heute nur wenig Beachtung geschenkt. In ihrem Vortrag beleuchtet Veronika Oechtering, wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ der Universität Bremen, diese Problematik und stellt die wichtigsten Akteurinnen vor. mehr lesen / lire plus

Baustelle Gendergerechtigkeit

Auch in diesem Jahr stellt die Plattform JIF zum Weltfrauentag am 8. März einige Forderungen. Im Zentrum stehen diesmal prekäre Arbeitsverhältnisse von Frauen in Luxemburg.

© Journée Internationale des Femmes 2018

Zum siebten Mal startet die Plattform Journée International des Femmes (JIF) zum Weltfrauentag am 8. März eine Sensibilisierungskampagne. Im Fokus der diesjährigen politischen Forderungen steht der Arbeitsmarkt, da die Situation auf diesem einer der Hauptgründe ist, weshalb sich Frauen gesellschaftlich in einer fragileren Lage befinden als Männer. Handlungsbedarf gibt es in diesem Kontext unter anderem beim Gehalt, der Kinderbetreuung sowie alleinerziehenden Eltern.

Teil der Kampagne ist zudem eine symbolische Aktion auf der Place d’Armes am Donnerstag zwischen 12 und 14 Uhr. mehr lesen / lire plus

Feministische Podcasts: Feminist Snack Break

Der Journalistin Dahlia Grossman-Heinze und ihrem „Senior cat correspondent“ Howard P. Buckmulligan entgeht nichts. (©facebook.com)

 

Was sind die ausschlaggebenden Bestandteile eines coolen Podcasts? Politik, Popkultur, Snacks und ein süßer Kater. Das jedenfalls ist das Konzept der Feminist Snack Break von Bitch Media. „Feminist Snack Break is a space for feminists to come together to share conversation, laughs, and recommendations while eating a snack, and, most important for those who are feeling isolated during the especially challenging days, weeks, and months to come, it’s a constant reminder that the Bitch community is always here for you“, ist auf dem US-amerikanischen Blog bitchmedia.org zu lesen. mehr lesen / lire plus

AUDIO Queeres Verlegen (7): w_orten & meer

Das letzte Kurzinterview in der Reihe zum queeren Verlegen ist einem Kreuzberger Buchverlag gewidmet.

Seit 2014 besteht der Verlag w_orten & meer, der in Berlin-Kreuzberg ansässig ist. Die ersten Werke sind 2015 erschienen, das Programm behandelt vor allem antirassistische und feministische Politiken. Herausgegeben werden aber nicht nur Sachbücher, sondern auch literarische Publikationen, wobei das Sprengen von Genregrenzen zum Verlagsprogramm gehört. Auch der kreative Umgang mit Sprache und das bewusste Brechen mit sprachlichen Normen wird bewusst gefördert. Im Rahmen der queer-feministischen Buchmesse „Queeres Verlegen“ hat sich die woxx mit w_orten & meer über aktuelle Titel, die Organisation des Verlages und die Finanzierung gesprochen. mehr lesen / lire plus

#MeToo : Une tribune « proporcs » relance le débat

Une tribune de cent femmes françaises en réponse au mouvement #MeToo a beaucoup fait parler d’elle cette semaine. Tout comme la réponse de trente militantes féministes.

Nouveaux rebondissements dans le débat sur les violences sexuelles faites aux femmes : après le mouvement #MeToo, né au cours de l’« affaire Weinstein », et la campagne « Time’s Up », lancée par 300 actrices du monde du cinéma, voilà qu’une centaine de femmes françaises ont pris la parole il y a une semaine… pour dénoncer une prétendue « haine des hommes et de la sexualité ».

Défendant la « liberté d’importuner », les 100 femmes, dont l’actrice Catherine Deneuve, mais aussi l’auteure Sarah Chiche ou encore l’écrivaine Catherine Millet, voient dans le mouvement #MeToo un « sursaut de puritanisme ». mehr lesen / lire plus

AUDIO Queeres Verlegen (6): SchwarzRund

Bei „Queeres Verlegen“ waren nicht nur Verläge oder Magazinprojekte vertreten, sondern auch Einzelkünstler_innen. Eine von ihnen war SchwarzRund.


Ein Blog, Podcasts, Zines und ein Roman – das Portfolio von SchwarzRund ist beeindruckend. Die Künstler_in beschäftigt sich vor allem mit den Themen Queer und „Race“, hat aber auch schon Zines zu Elternschaft und Körperlichkeit veröffentlicht. Ihre Veröffentlichungen laden oft zum Ausfüllen und „Mitarbeiten“ ein, um einen Reflexionsprozess bei den Lesenden auszulösen. Mit der woxx hat sich SchwarzRund über ihre Zines, ihren Roman „Biskaya“ und die Finanzierung dieser Publikationen unterhalten. Mehr Informationen über SchwarzRund finden sich auf ihrer Website.

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Schluss mit Sexismus!

Nachdem sich tausende Opfer sexueller Übergriffe unter dem Hashtag #metoo outeten, hätte es bei einem kurzweiligen Aufschrei bleiben können, doch mittlerweile wird in Hollywood versucht, nachhaltig gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe vorzugehen.

(© timesupnow.com)

Mehr als drei Monate ist es mittlerweile her, dass die breite Öffentlichkeit erstmals von den sexuellen Übergriffen des Hollywood-Moguls Harvey Weinstein erfuhr.  Seither sind zahlreiche weitere Opfer mit Anschuldigungen vorgetreten, nicht nur gegen Weinstein, sondern auch gegen viele andere Produzenten, Schauspieler und Regisseure. In den sozialen Netzwerken meldeten sich hunderttausende Opfer von Missbrauch und sexueller Belästigung unter dem Hashtag #metoo zu Wort.

Zunächst war das mediale Interesse groß. mehr lesen / lire plus

AUDIO Queeres Verlegen (5): Queerulant_in

Die Queerulant_in beschäftigt sich oft mit Themen, die in feministischen Kreisen wenig behandelt werden. Und sie ist auch in Luxemburg erhältlich.

Eine Zeitschrift, die in ehrenamtlicher Arbeit erstellt wird und dazu auch noch kostenlos verteilt und verschickt wird, ist selten. Die Queerulant_in beschäftigt sich vor allem mit sexuellen und geschlechtlichen Identitäten und den Machtstrukturen, die sich dahinter verstecken. Die meisten Ausgaben haben einen Schwerpunkt, der sich oft mit Themen auseinandersetzt, denen auch in der feministischen „Bubble“ wenig Beachtung geschenkt wird, wie zum Beispiel Asexualität oder Elternschaft von trans Menschen. Die Queerulant_in versteht sich als queer, politisch und unkommerziell und will so einen Gegenpol zu klassischeren schwul-lesbischen Szenemagazinen bilden. mehr lesen / lire plus

Weihnachtslieder
: Santa is watching you!

Neben Plätzchen und Glühwein sind auch Sexismus und emotionale Erpressung nicht aus den alljährlichen Weihnachtsritualen wegzudenken – so scheint es jedenfalls, wenn man sich die Texte mancher der bekanntesten Weihnachtslieder anhört.

Schaut man sich die Texte mancher Weihnachtslieder genauer an, kann es richtig unheimlich werden. (Bildquelle: flickr)

Es ist wieder einmal die Jahreszeit, in der man genötigt wird, Weihnachtslieder zu hören. Allen, die sich dem entziehen wollen, bleibt nicht viel übrig, als Einkaufsstraßen, Supermärkte und kommerzielle Radiosender zu meiden. Doch warum sollte man das wollen, handeln die meisten dieser Lieder doch von Verliebtheit, Spaziergängen im Schnee oder dem Weihnachtsmann, der Groß und Klein mit Geschenken beglückt? mehr lesen / lire plus

AUDIO Queeres Verlegen (4): Queer Trash Distro

Wie lassen sich mit einfachsten Mitteln selbstgemachte Zines vertreiben?

Eine Zine-Distro ist so etwas wie ein Verlag für Zines, also selbstgemachte kleine Magazine, die meist auf Kopierern oder mit günstigen Mitteln gedruckt werden. Die „queer trash distro“ hat sich auf Zines von trans Menschen spezialisiert und behandelt Themen wie Gender, Körper, Neurodivergenz (sogenannte „seelische Krankheiten“), aber auch Sucht und Nüchternheit. Im Rahmen der queer-feministischen Buchmesse hat sie woxx sich mit Simo von der queer trash distro über das Konzept der distro und die Finanzierung unterhalten.

Weitere Informationen über die „queer trash distro“ finden sich auf queertrashdistro.org, die Zines finden sich im dazugehörigen Shop. mehr lesen / lire plus

AUDIO Queeres Verlegen (3): Brav_a

Die „Bravo“ kennen alle. Im Rahmen der feministischen Buchmesse „Queeres Verlegen“ hat die woxx mit der Brav_a geredet, einer Zine, die einen queeren Gegenpart zu dem bekannten Jugendmagazin bildet.

Cover: Brav_a

Die Idee klingt ebenso einfach wie faszinierend: Ein queeres, feministisches Gegenstück zur „Bravo“. Ein Jugendmagazin, in dem Sexualität, Liebe und Gefühlswirrungen nicht skandalisiert, sondern mit Ernst und Respekt behandelt werden. Das Konzept der Brav_a geht auf, und nicht einmal auf liebgewonnene Rubriken wie die Fotolovestory oder den „Pyscho-Test“ muss dabei verzichtet werden. Wobei es in der Brav_a bei letzterem eher um Themen wie „Wie bürgerlich bist du?“ oder „Die Politgruppe und du“ geht. mehr lesen / lire plus

Laurie Penny im Interview: „Die Revolution kommt langsam“

Auf Einladung des Cid Fraen an Gender hat die britische Journalistin und Autorin Laurie Penny am 6. November ihr neues Buch „Bitch Doktrin: Gender, Macht und Sehnsucht“ im Kulturzentrum Neumünster vorgestellt. Wir haben mit der jungen Feministin gesprochen.

Die 31-jährige Penny schreibt nicht nur Bücher und Essays, sondern ist auch auf Twitter aktiv und betreibt den Webblog „Penny Red“. (© www.edition-nautilus.de)

woxx: Muss die Gesellschaft in sich zusammenfallen, damit eine wirkliche Revolution möglich wird?


Laurie Penny: Ich begegne oft Männern, vor allem in der Linken, die der Meinung sind, dass es nur möglich ist, eine neue Welt aufzubauen, nachdem die gegenwärtige komplett zerstört wurde. mehr lesen / lire plus

Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Der 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Auch in Luxemburg wird er begangen.

(© MEGA)

Die Silvesternacht 2015 in Köln, der HarveyWeinstein-Fall in Hollywood – es scheint Skandalen wie diesen zu bedürfen, damit die Problematik der Gewalt gegen Frauen ins öffentliche Bewusstsein dringt. Dabei sind sexuelle Übergriffe, häusliche Gewalt und Vergewaltigungen allgegenwärtig. Auch in Luxemburg. Um das nicht vergessen zu machen, wird jährlich zum 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen begangen.

Gewalt gegen Frauen und Kinder ist nach wie vor ein Tabuthema. Um dem entgegenzuwirken, gedenkt das Chancengleichheitsministerium (Mega) künftig verstärkt auf Sensibilisierung und Information zu setzen.

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