Heckler & Koch: Kritische Aktionär*innen bringen deutschen Waffenhersteller in die Bredouille

Der skandalumwitterte Kleinwaffenproduzent Heckler & Koch sagt eine für den 26. Juni vorgesehene Hauptversammlung wegen „unerwartet hoher Teilnehmerzahl“ ab.

Ein mexikanischer Marinesoldat mit einer HK21 bei einem Einsatz in Monterrey im Jahre 2010. (Foto: Wikimedia Commons)

Die „Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch“ teilen heute mit, dass der Schwarzwälder Waffenhersteller Heckler & Koch kurzfristig seine für den 26. Juni anberaumte ordentliche Hauptversammlung abgesagt und auf einen unbekannten Termin verschoben hat. Als Grund nenne der Vorstand in einer eilig versandten Mitteilung an die Aktionär*innen eine „unerwartet hohe Anmeldezahl“ zur Hauptversammlung. Diese würde die „Erwartungen und Erfahrungswerte der letzten Jahre und den für die Hauptversammlung vorgesehenen Rahmen“ übersteigen. mehr lesen / lire plus

Erdoğans erodierende Macht

In der Türkei wird am kommenden Sonntag gewählt. Nicht nur wegen der kurdischen Stimmen ist die Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan keinesfalls gewiss.

Könnte mit seiner prokurdisch-linken Partei HDP den Ausgang der Wahlen in der Türkei entscheidend beeinflussen: Der aus der Haft heraus kandidierende Präsidentschaftskandidat Selahattin Demirtaş. (Foto: Wikimedia)

Außer dem Präsidenten wählt die türkische Bevölkerung am 24. Juni auch ein neues Parlament. Wenige Tage vor den Wahlen sieht es aus, als könnten Selahattin Demirtaş und seine prokurdisch-linke HDP zum Zünglein an der Waage werden. Aktuellen Umfragen zufolge könnte Präsident Recep Tayyip Erdoğan die absolute Mehrheit verfehlen. In diesem Falle würde bei einer Stichwahl am 8. mehr lesen / lire plus

Et demain ? La terre est rare

La face sombre de la transition énergétique, voilà le sujet d’une conférence mercredi midi à l’Altrimenti. Guillaume Pitron évoquera les problèmes liés aux terres rares.

Demain, les nouvelles technologies nous permettront de vivre mieux tout en restructurant l’économie sur une base plus durable : c’est le message mis en avant par des expert-e-s comme Jeremy Rifkin, mais aussi par des politicien-ne-s engagé-e-s pour la cause écologiste. Le récit d’une « troisième révolution industrielle » bienfaisante qu’elles et ils développent apparaît presque trop beau pour être vrai.

Et effectivement, en y regardant de plus près, on constate que les technologies sont loin de résoudre l’ensemble des problèmes environnementaux, économiques et sociaux. mehr lesen / lire plus

Élections en Colombie
 : Le tournant historique 
d’un pays conservateur

Après cinquante ans d’un des conflits les plus violents au monde, la Colombie rêve avec espoir et optimisme d’une nouvelle page d’histoire. Dimanche 17 juin 2018, jour du second tour de l’élection présidentielle, un tournant décisif pour le pays et toute l’Amérique latine aura peut-être lieu.

Même menacé maintes fois de mort, le candidat Petro continue sa campagne. (Photo : EPA-EFE/Mauricio Duenas Castaneda)

« La memoria es un campo de combate, es una zona de tensión. » Nicolás A. Herrera Farfán

Cette élection sera la première présidentielle après la signature des accords de paix de 2016. Au second tour s’opposent Gustavo Petro de Colombia Humana (25 % des voix au premier tour) et Iván Duque de Centro Democrático (39 %). mehr lesen / lire plus

Italien: Für Volk, Vertrag 
und Vaterland

Ein stramm rechtes Programm und besser aufeinander abgestimmt, als manche es wahrhaben möchten: Die neue italienische Regierung könnte mehr als nur ein kurzfristiges Phänomen werden. Linke Opposition ist derweil kaum noch zu vernehmen.

Haben erstmal gut lachen: Luigi Di Maio (rechts), Arbeits-, Industrie- und Sozialminister vom Movimento 5 Stelle (M5S) und Innenminister Matteo Salvini von der Lega nach ihrer Vereidigung. Im Vordergrund der formale Chef ihrer Regierung, Premierminister Giuseppe Conte. (Foto: EPA-EFE/Alessandro Di Meo)

Knapp drei Monate dauerte es, bis die beiden relativen Wahlsieger der italienischen Parlamentswahlen, Luigi Di Maio, Sprecher des Movimento 5 Stelle (M5S) und Matteo Salvini, Vorsitzender der Lega, übereinkamen, ihre jeweiligen Ansprüche auf das Amt des Ministerpräsidenten aufzugeben. mehr lesen / lire plus

Nachtrag zur AfD-Demo in Berlin: 73-jährige „Polit-Putze“ in Handschellen abgeführt

Nach ihrer Festnahme anlässlich der AfD-Großdemonstration in Berlin erwägt Irmela Mensah-Schramm nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde sowie Strafanzeige gegen die Polizisten zu stellen.

Irmela Mensah-Schramm 2013 bei einem Graffiti-Workshop in Suvilahti, Helsinki. (Foto: Ppntori)

Irmela Mensah-Schramm, die sich selber gerne „Polit-Putze“ nennt, ist für woxx-Leser*innen keine Unbekannte: in einem Porträt vom Oktober 2016 erklärt die heute 73-Jährige, weshalb sie seit Jahren „Mit dem Schrubber gegen Hassparolen“ agiert. Am Sonntag, dem 27. Mai, war sie zwar nicht mit dem Schrubber unterwegs, postierte sich aber mit einem Plakat mit der Aufschrift „A-bartig. F-ies, D-ämlich“ gut sichtbar am Berliner Hauptbahnhof, um gegen die groß angekündigte Demonstration der „Alternative für Deutschland“ (AfD) zu protestieren … wie zehntausende andere Menschen auch. mehr lesen / lire plus

Bosnien und Herzegowina: Nadelöhr nach Europa

An der bosnischen Grenze zu Kroatien können Flüchtlinge auf die Unterstützung der kriegserfahrenen Bevölkerung zählen. Die lokalen Helfer*innen rechnen mit einem dramatischen Anstieg der Zahl derer, die auf dem Weg in die EU ihr Glück nun hier versuchen. Zweiter und letzter Teil unserer Reportage.

Kräfte sammeln, bevor es weitergeht: Flüchtlinge campieren im Stadtpark der an der Grenze zu Kroatien gelegenen bosnischen Kleinstadt Velika Kladuša. (Fotos: Lorenz Matzat)

Ein Abend Anfang Mai. Im Stadtpark von Velika Kladuša, im äußersten Nordwesten Bosnien-Herzegowinas gelegen, machen sich elf Personen zu Fuß auf den Weg in Richtung Grenze. Sollte es ihnen gelingen hinüberzukommen, liegt ein schmaler Streifen Kroatien vor ihnen. mehr lesen / lire plus

Socfin cinq ans après : Promesses non-tenues

Photo: grain.org

Il n’y pas eu de manifestation cette année à l’occasion de l’assemblée générale de Socfin, qui s’est tenue le mercredi 30 juin à Luxembourg.

Les associations et ONG en soutien aux luttes des communautés affectées par les activités de Socfin ont préféré faire le bilan des promesses (non-tenues) par le groupe agro-industriel multinational spécialisé dans la culture de palmiers à huile et d’hévéa (caoutchouc) pour montrer que les agissements de Socfin ne font que confirmer les limites de l’engagement volontaire des entreprises. Selon eux, il serait temps que l’État luxembourgeois agisse en obligeant les entreprises domiciliées sur son territoire à respecter les droits des populations affectées par leurs activités. mehr lesen / lire plus

„Es wird hier wie in Griechenland werden“

Das verschlafene bosnische Örtchen Velika Kladuša könnte sich zum Brennpunkt der jüngsten Fluchtroute in die Europäische Union entwickeln. Zu Besuch in einer Kommune, in der auch Ex-Polizisten und Restaurant-Besitzer sich nicht lange bitten lassen, wenn rasche Hilfe geboten ist.

Geflüchtete betrachten ein Smartphone, das von kroatischen Grenzschützern kaputtgeschlagen worden war. Der Besitzer des Geräts wurde illegaler Weise auf bosnisches und damit außerhalb der EU befindliches Terrain zurückgeführt. (Foto: Lorenz Matzat)

In der vergangenen Woche hatte unser Korrespondent Tobias Müller aus Sarajevo berichtet, dass die sogenannte Balkanroute für Menschen auf der Flucht vor allem via Bosnien und Herzegowina wieder an Bedeutung gewinnt. mehr lesen / lire plus

Die Wiederkehr der Kosaken

Während der Fussball-WM sollen paramilitärische Kosakenverbände für Ordnung sorgen und unliebsame Proteste unterdrücken. Als konservative Sittenwächter agieren sie weitgehend außerhalb demokratischer Kontrolle.

„Retro“ der unsympathischsten Art: Neo-Kosaken blockieren den Eingang zu einer von ihnen als „blasphemisch“ und „unpatriotisch“ empfundenen Kunstausstellung in Krasnodar. (Bildquelle: Flickr)

Wenn in zwei Wochen Fußballfans aus aller Welt nach Russland reisen, werden sie auch den Mitgliedern eines ganz besonderen Traditionsvereins, den so genannten Kosaken, begegnen. Ihm gehören die Männer in Tarnanzügen und mit pelzbekränzten Hüten an, die Anfang Mai gemeinsam mit der Polizei öffentlichkeitswirksam über eine Demonstration der Oppositionsbewegung um Alexej Nawalny hergefallen sind. Die Miliz, die seit einigen Jahren vermehrt als Hilfspolizei firmiert, soll auch während der WM für die öffentliche Ordnung sorgen. mehr lesen / lire plus

Loss and damages : Un défi pour la justice climatique

L’Astm et Caritas invitent à un lunch-débat le mercredi 30 mai à 12 heures au Citim – invité du jour : Bruno Nicostrate.

Diplômé en sciences sociales et politiques publiques européennes, Bruno Nicostrate est chargé de plaidoyer sur les politiques climatiques pour le bureau européen du réseau d’ONG de développement, ACT Alliance. Son constat : « Nous vivons déjà dans un monde à + 1 °C et les impacts augmentent à des niveaux de fréquence et d’intensité sans précédent. La plupart des États des Caraïbes sont détruits par des ouragans au-dessus de leur catégorie maximale, l’été européen est rythmé par des incendies incontrôlables et la corne de l’Afrique est confrontée à une quatrième année consécutive de sécheresse et de famine.  mehr lesen / lire plus

Bosnien und Herzegowina
: Flucht ohne Ankunft


Seit zwei Jahren ist die sogenannte „Balkan-Route“ praktisch dicht. Tausende Migranten sitzen fest. Ihnen gilt Bosnien und Herzegowina als letztes Schlupfloch in die EU. Der Weg führt über Sarajevo, von wo die Menschen vor nicht allzu langer Zeit selbst geflohen sind. 
Teil I einer zweiteiligen Reportage.

Die Bilder gleichen sich: Flüchtlinge campen im Park von Sarajevo, doch es könnte auch Brüssel sein oder Berlin. (Fotos: Lorenz Matzat
)

Die Schlange windet sich am Rand des leeren Bahnhofsvorplatzes entlang. 50 oder 60 Menschen, als Silhouetten nur erkennbar, warten im schwachen Schein der wenigen Laternen auf einen Plastikteller voll Reis. Es ist kurz nach 21 Uhr. mehr lesen / lire plus

Besuch auf der Balkanroute

Vor zwei Jahren hat die EU die Hauptroute für Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und anderswo für geschlossen erklärt. Doch wer ohne Existenz dasteht, versucht es weiter, etwa über Bosnien und Herzegowina. Die Menschen dort helfen auch, weil Land und Leute selbst noch vom Bürgerkrieg gezeichnet sind.

Untergebracht in einer Ruine des jugoslawischen Bürgerkriegs: Flüchtlinge aus Syrien und andernorts nahe der einstmals belagerten bosnischen Stadt Bihać. (Foto: Lorenz Matzat)

Mit dem sogenannten „Türkei-Deal“ und der Schließung der EU-Außengrenzen in Kroatien und Ungarn im März 2016 wurde die sogenannte „Balkanroute“ öffentlichkeitswirksam als für Flüchtlinge unpassierbar erklärt. Die irregulären Migrantenströme auf dem westlichen Balkan seien zu Ende gekommen, so damals EU-Ratspräsident Donald Tusk. mehr lesen / lire plus

Conférence le 23.5 : Rompre avec le dogme du libre-échange

Le Citim invite à une conférence sur les alternatives aux capitalisme avec l’économiste Olivier Bonfond.

Olivier Bonfond, économiste, conseiller au Cepag (Centre d’éducation populaire André Genot – un mouvement d’éducation permanente en Belgique) et membre du CADTM (Comité pour l’abolition des dettes illégitimes) a écrit un livre au titre étrange: « Il faut tuer TINA ». TINA est l’abréviation de « There Is No Alternative », la célèbre citation de Margaret Thatcher, lancée il y a presque 40 ans, pour déclencher une formidable course vers un libre-échangisme sans limites et une mondialisation néolibérale inouïe. Le sous-titre du livre est bien plus concret et sait réconforter les lectrices et lecteurs : « 200  propositions pour rompre avec le fatalisme et changer le monde ». mehr lesen / lire plus

Venezuela
: „Wenn genug Leute wählen, ist Maduro am Ende“

Noch bis vor zwei Jahren hat der Gewerkschafter Santiago Arconada die Regierung Maduro beratend unterstützt. Inzwischen glaubt er, dass dessen klientelistische Politik nicht reformierbar ist. Die woxx sprach mit ihm über die bevorstehenden Wahlen, die Wirtschaftskrise und die Notwendigkeit von radikaler Selbstkritik.

„Wir haben die Korruption um uns herum gesehen und nicht ausreichend denunziert“: Der Gewerkschafter und Umweltexperte Santiago Arconado über die Frage der Mitverantwortung an der venezolanischen Misere. (Foto: www.cafeycafe.com)

woxx: Warum lehnen Sie die Politik von Präsident Nicolás Maduro ab?


Santiago Arconada: Für mich begann der allmähliche Niedergang bereits 2007, als Hugo Chávez in seiner zweiten Amtszeit das übergeordnete Ziel des Sozialismus vorgab. mehr lesen / lire plus