Sud tunisien
 : Croisée des chemins pour les migrants

À proximité de la Libye, le Sud tunisien voit passer des Africains subsahariens qui empruntent la route parsemée d’embûches vers l’Europe. Dans cette région marginalisée se retrouvent espoirs douchés, drames et illusions.

Faute de lieu approprié et de moyens, les corps des migrants sont enterrés sans identification dans une ancienne décharge municipale. (Photo : Maryline Dumas)

Houssein Bahri rêve de réunir assez d’argent pour partir en Libye et prendre un bateau vers l’Europe. Mamadou Kourbaï a perdu sa famille, noyée en Méditerranée, et ne pense qu’à rentrer chez lui. Deux hommes viennent d’être enterrés. Ils resteront probablement des inconnus à jamais. mehr lesen / lire plus

Vereinigtes Königreich
: Die Rache der Enterbten

Die Konservative Partei hat bei den Wahlen in Großbritannien ihre absolute Mehrheit im Parlament verloren. Junge Menschen und enttäuschte Stammwähler brachten sie um den fest eingeplanten Sieg.

Was das Chaos nach den Wahlen für die bevorstehenden Verhandlungen mit der EU bedeutet, ist noch unklar. Für die EU bedeutet das Wahlergebnis größere Unsicherheit. Erneut haben die Konservativen mit einem missglückten politischen Schachzug für Komplikationen gesorgt und eine unübersichtliche politische Lage geschaffen.


 (Foto: epa / Andy Rain)

Es ist das zweite Mal binnen eines Jahres, dass die Konservative Partei in Großbritannien sich verkalkuliert hat. Als der damalige Premierminister David Cameron die Bevölkerung im Juni vorigen Jahres über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens entscheiden ließ, erwartete kaum jemand, auch nicht er selbst, dass eine knappe Mehrheit der Bevölkerung für den EU-Austritt stimmen würde. mehr lesen / lire plus

Kolumbien
: Landrecht ohne Frieden

Zögernd macht sich die kolumbianische Zentralregierung daran, die Rückgabe geraubten Ackerlands an die rechtmäßigen Besitzer zu ermöglichen. Doch wo es schon mit der juristischen Umsetzung hapert, ist der Schutz der Betroffenen erst recht nicht garantiert.

Informiert mutig über die Machenschaften der kolumbianischen Großgrundbesitzer: 
José María Calle bei 
einem Treffen 
der Bauernorganisation „Tierra y Paz“. (Foto: Knut Henkel)

Eine der größten Hürden auf dem Weg zum Frieden in Kolumbien ist die Rückkehr der Bauern auf ihre Felder. Dafür und für die Umverteilung von rund drei Millionen Hektar Land hat sich die Farc-Guerilla während der Verhandlungen für ein Friedensabkommen engagiert. Mit Erfolg – trotz massiver Widerstände werden entsprechende Forderungen vom Parlament ohne erneute Abschwächungen formalisiert werden. mehr lesen / lire plus

Tunisie
 : Le Sud se soulève

Dans les régions internes défavorisées, des mouvements de protestation ont entraîné des violences ces derniers jours. En cause, la production de pétrole dans des zones qui n’en profitent pas économiquement.

Près de Douz, des jeunes ont bloqué l’entreprise Perenco. Ils demandent de l’emploi et un meilleur développement de leur région. (Photo : Maryline Dumas)

C’est une colère profonde. Un mélange de désespoir, de solitude et de misère. Dans le Sud tunisien, des manifestants bloquent, depuis fin avril, des sites pétroliers pour demander le développement de leur région et la création d’emplois. La situation s’est tendue ces derniers jours lors d’affrontements avec la police qui ont provoqué la mort d’un manifestant. mehr lesen / lire plus

Mexiko
: Das Schweigen der Komplizen


Die Situation für Journalisten in Mexiko wird immer gefährlicher. Kaum ein Verbrechen gegen Medienschaffende wird je verurteilt. Wegen der engen Verflechtung von Politik und Mafia gibt es für sie auch keinerlei effektiven Schutz.

Berichtete seit vielen Jahren über die Organisierte Kriminalität in Mexiko und musste nun dafür mit dem Leben bezahlen: der Autor und Journalist Javier Valdez. (Foto: Internet)

Plötzlich ist die Straße dicht. Reifen und Holzstangen blockieren den Weg. Ein Hinterhalt. „Steigt aus, ihr Arschlöcher“, ruft einer der etwa hundert Wegelagerer. Es ist gegen 18 Uhr, noch immer brennt die Sonne in der Region Tierra Caliente im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero. mehr lesen / lire plus

La politique étrangère de Macron
 : Dans le « command-car »

On le sait proeuropéen, mais que sait-on de plus sur les positions d’Emmanuel Macron en matière de politique étrangère et notamment de défense ?

C’est à bord d’un véhicule blindé de l’armée qu’Emmanuel Macron a effectué la traditionnelle remontée des Champs-Élysées, le jour de son investiture. (Photo : epa)

Le soir de son élection, Emmanuel Macron a fait son entrée en scène, au Louvre, sur fond d’« Hymne à la joie ». Moment largement remarqué et relayé par la presse internationale, clin d’œil à François Mitterrand qui avait fait de même, la mise en scène était destinée à faire passer un message fort : le quinquennat à venir sera placé sous le signe de l’Europe. mehr lesen / lire plus

Deutschland
: Berliner Mietenwahnsinn

Der massive Verdrängungswett-
bewerb auf dem Berliner Wohnungsmarkt hat längst auch die Mittelschicht erreicht. Ein Soziales Zentrum, rund um das sich Widerstand organisiert, wird von einer Luxemburger Briefkastenfirma aus der Immobilie geworfen – doch es wehrt sich besonders stark.

Gegen den Druck durch hohe Mieten auf dem Berliner Wohnungsmarkt: Das war dieses Jahr auch auf der Revolutionären 1. Mai-Demo ein Thema. (Foto: Matthias Coers)

„Wir hatten noch nie so viele kämpfende Häuser in der Stadt. Es gibt über hundert Hausgemeinschaften in Berlin, wo sich MieterInnen organisieren“, so der Stadtsoziologe Andrej Holm Mitte April bei einer Veranstaltung in dem kleinen Sozialen Zentrum „Friedel54“ im Berliner Stadtteil Neukölln. mehr lesen / lire plus

Belarus
: Aus den Fehlern nichts gelernt


Am traditionellen Tschernobyl-Marsch in der belarussischen Hauptstadt Minsk beteiligten sich neben Atomkraftgegnern viele Oppositionelle, denen sonst kaum Raum für politische Artikulation bleibt. An seinen Plänen zum Bau des ersten eigenen Atomkraftwerks hält das belarussische Regime trotz zahlreicher Pannen fest.

Unerschrockene Atomkraftgegner: Demonstration in Minsk gegen den Bau eines Kernreaktors im belarussischen Ostrowets. (Foto: Twitter)

Dass die traditionelle Kundgebung am Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl ohne Repression verlaufen würde, dessen konnten sich die Atomkraftgegner und -gegnerinnen am 26. April in Minsk nicht sicher sein. Nur einen Monat zuvor war das belarussische Regime mit aller Härte gegen Sozialproteste vorgegangen, landesweit wurden mehr als 1.100 Demonstrierende festgenommen. mehr lesen / lire plus

Tunisie
 : Légère reprise du tourisme


Depuis fin 2016, les chiffres du secteur touristique tunisien ont entamé une pente ascendante. Une bonne nouvelle que les professionnels relativisent cependant, tant la crise a été grave.

Le Café des délices de Sidi Bou Saïd a perdu en fréquentation mais profite tout de même des visiteurs locaux. (Photos : Maryline Dumas)

Ridha Kefi feuillette son petit cahier rempli de chiffres. 63.000, 28.000, 47.000, 48.000, 47.000, 36.000, 35.000 dinars : les recettes de son magasin d’objets artisanaux, dans la médina (vieille ville) de Tunis, ont enchaîné, entre 2010 et 2016, les hauts et les bas sans jamais retrouver le niveau d’avant la révolution de 2011. mehr lesen / lire plus

Irak
: Entronnen, aber traumatisiert

Der „Islamische Staat“ hat im Nordirak an Gelände verloren. Doch die Wunden bleiben, die das Regime des „Kalifats“ verursacht hat. Ein Besuch im Flüchtlingslager „Sharia“, in dem auch viele YezidInnen leben, die den jihadistischen Häschern entkommen sind.

Vom „Islamischen Staat“ entführt worden, doch dann gelang ihr die Flucht: Die 18-jährige Adiba (zweite von links) zu Besuch im Flüchtlingslager „Sharia“, hier mit ihrer Schwägerin und deren Kindern. Adibas Geschwister sowie ihr Vater sind noch in den Händen der Jihadisten. Sie selbst lebt mittlerweile in Deutschland. (Foto: Bernd Beier)

Ein Flüchtlingslager nahe Dohuk, einer Großstadt im kurdischen Nord-
irak. Es ist ein Lager, wie man es sich vielleicht typischerweise vorstellen mag, und es ist riesengroß. mehr lesen / lire plus

Türkei
: Der Süperpräsident

Angesichts der knappen Mehrheit und diverser Unregelmäßigkeiten ist das Referendum eine schwache Legitimation für den grundlegenden Umbau des politischen Systems der Türkei. Präsident Recep Tayyip Erdoğan lässt sich davon nicht stören.

Verhöhnung seiner Gegner als präsidiale Geste: Präsident Erdoğan nach Ende des Referendums vor seinem Amtssitz am 17. April in Ankara. (Foto: EPA/Tumay Berkin)

„Wir haben in der Türkei ein Sprichwort“, sagt die Cartoonistin Ipek Özsüslü lachend. „Ein halbleeres Glas kann im Auge des Betrachters auch halbvoll sein.“ Die 32-Jährige arbeitet für den Verlag „LeMan“, der die Satire-Zeitschriften „LeMan“ und „Bayan Yanı“ herausgibt. Alle Zeichner haben vor dem Referendum für ein Nein gekämpft. mehr lesen / lire plus

Türkei
: „Die Türkei ist der AKP ausgeliefert“

Murat Sevinç ist Staatsrechtler und lehrte bis Anfang 2017 an der Universität von Ankara. Per Notstandsdekret wurde er im Februar 2017 entlassen, 2.585 Menschen verloren allein im Bildungsbereich ihren Arbeitsplatz. Mit der woxx sprach Sevinç über das kommende Referendum, die Ziele der AKP und den Widerstand der „Nein“-Kampagne.

Akademische Unfreiheit: Die Entlassung des Verfassungsrechtlers 
Murat Sevinç (links) wurde von der regimetreuen Universitätsleitung selbst vorbereitet. (Foto: Internet)

woxx: Anfang des Jahres hat das türkische Abgeordnetenhaus die umstrittene Verfassungsreform gebilligt, über die mit einem Referendum am kommenden Wochenende abgestimmt wird. Wie kam es dazu?


Murat Sevinç: Der Entwurf wurde im Parlament von den Abgeordneten der AKP mit Unterstützung der MHP angenommen. mehr lesen / lire plus

Libye
 : Zintan, un fief entre guerre et paix


Excentrée dans l’Ouest du pays, à moins de 200 kilomètres de la frontière tunisienne, Zintan est une ville enclavée. Enclavée dans les monts Nefoussa, fief des Amazighs. Enclavée au sein d’une région qui lui est politiquement opposée.

En 2014 et 2015, Zintan a mené des discussions avec les villes voisines et est parvenu à des accords de paix. (Photos : Maryline Dumas)

Zintan a de multiples facettes, épousant les soubresauts libyens post-2011. Il y a Zintan la révolutionnaire : ses brigades sont parmi les premières à avoir pris les armes contre Kadhafi. L’un de ses chefs de guerre, Mokhtar al-Akhdar, contrôlait l’aéroport international de Tripoli. mehr lesen / lire plus

Bolivien
: Evos Bastion bröckelt

El Alto heißt die am schnellsten wachsende Stadt Lateinamerikas. Aus der verrufenen Zuwandererstadt oberhalb von La Paz ist ein quirliger Handelsplatz geworden. Hier findet sich auch eine Machtbasis von Evo Morales. Doch unumstritten ist der Präsident längst nicht mehr.

Plattform für Gesellschaftskritik: das autonome Kulturzentrum „Compa“ im Stadtviertel 
„Ciudad Satelite“. (Fotos: Knut Henkel)

Mit dem Rücken zum Tal hat man sie montiert – eine Statue in der traditionellen Kleidung „Chola Aymara“. Mitten auf der Plaza Ballivián steht die Ikone, „Bombím“ (Melone) auf dem Kopf, ins Umhängetuch „Manta“ und den Faltenrock „Pollera“ gehüllt. Die weibliche Figur steht auf einer Weltkugel, von wo aus sie die „Wiphala“, die Flagge der indigenen Bevölkerung schwenkt. mehr lesen / lire plus

Europäische Union
: Alles wird anders

Die Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 war einer der Meilensteine auf dem Weg zur EU. Heute ist fraglich, ob und wie das Konstrukt die unterschiedlichen gesellschaftlichen Verwerfungen in Europa übersteht.

Unter keinem guten Stern: Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker präsentiert das „Weißbuch“ zur Zukunft der Europäischen Union. (Foto: EC – Audiovisual Service)

Es sind nicht die besten Zeiten, die Europa gerade erlebt. Die Finanzkrise ist noch nicht überstanden und in vielen politischen Fragen sind die EU-Staaten tief zerstritten. Ausgerechnet zum 60. Geburtstag der Römischen Verträge könnte sich ihr Schicksal entscheiden, je nachdem, wie die Wahlen in Frankreich und Italien ausgehen. mehr lesen / lire plus