Vegane Ernährung
: „Die Nachfrage ist da“

Nicht nur das Angebot an veganen Produkten hat sich hierzulande in den letzten Jahren vervielfältigt, auch einige Blogs zum Thema vegane Ernährung sind im Netz aufgetaucht. Einer davon ist „De Grénge Léiw“. Wir haben mit dem Betreiber Sven Mühlen gesprochen.

Seit vier Jahren betreibt der Luxemburger Sven Mühlen nun schon seinen veganen Blog „De Grénge Léiw“. (Foto: © Sven Mühlen)

woxx: Seit vier Jahren betreiben Sie nun schon den veganen Blog „De Grénge Léiw“. Wie sind Sie zum Veganismus gekommen?


Sven Mühlen: Als ich vor Jahren anfing, mir Gedanken über gesunde Ernährung zu machen, bin ich irgendwann auf Veganismus gestoßen. mehr lesen / lire plus

Genscheren: Kein Allheilmittel

Boris Fehse, Universtitätsprofessor und Leiter der Forschungsabteilung für Zell- und Gentherapie in der Klinik für Stammzelltransplantation, UK Hamburg-Eppendorf, zu Chancen und Risiken mit molekularbiologischen Werkzeugen, den sogenanntem „Genscheren“, Zellen genetisch zu verändern.

Typ-I CRISPR-surveillance-complex (Cas, dunkel) mit gebundener Ziel-DNA (hell). (Foto: CC BY-SA 4.0 -Thomas Splettstoesser)

woxx: Welche Bedeutung haben Genscheren für die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung? 


Boris Fehse: Sie sind da schon jetzt kaum noch wegzudenken. Besonders in der biomedizinischen Forschung, die auf ein besseres Verständnis von Krankheiten und auf die Entwicklung neuer Therapieansätze abzielt. Genscheren sind von gewaltigem Nutzen, weil mit ihnen viele Prozesse in der Forschung viel schneller ablaufen können, zum Beispiel das Nachvollziehen von Krankheiten im Reagenzglas. mehr lesen / lire plus

Rechtsextremismus: „Patriotisches Streetwork für die Jugend Europas“

In Österreich versucht die rechts-
extreme „identitäre Bewegung“, sich als Alternative zur klassischen Jugendarbeit zu positionieren. 
Die woxx sprach mit der Sozial-
forscherin Eva Grigori über dieses Phänomen.

Rechtsextreme Identitäre in Deutschland bei einer gemeinsamen Aktion mit der AfD (Foto: CC-BY-SA Metropolico.org)

woxx: Sie arbeiten gerade in einem Forschungsprojekt zum Thema „Jugendarbeit von rechts“ – wie sind Sie auf dieses Thema gestoßen? 


Eva Grigori: Das Thema ist eher ein bisschen auf mich gestoßen. Man ist in Österreich in den letzten Jahren eigentlich nicht darum herumgekommen, sich mit den Identitären zu beschäftigen. Dabei kommt man eigentlich relativ schnell darauf, dass die so ein paar zentrale Begriffe und Themen haben, die sie in einem regelrechten Wiederholungsdrang immer wieder benutzen, um die sich dann aber auch ihre Aktionen und ihre Politik drehen. mehr lesen / lire plus

Rohingyas : « Les gens faisaient tout pour trouver une solution »

Rémi Fabbri est parti en tant que volontaire bénévole dans les campements de réfugié-e-s rohingyas au Bangladesh, à la frontière avec le Myanmar. Il raconte son vécu au woxx.

Rémi Fabbri à son poste de travail au Bangladesh. (Photos : Croix-Rouge)

woxx : Dans quel cadre avez-vous effectué votre mission au Bangladesh ?


Rémi Fabbri : Je suis parti bénévolement pour l’ERU Benelux (Emergency Response Unit) de la Croix-Rouge, qui a été créée par la Fédération internationale des sociétés de la Croix-Rouge et qui regroupe donc plusieurs sociétés nationales suivant les compétences. Dans mon cas, ce sont les Croix-Rouge du Benelux qui ont répondu à l’appel. mehr lesen / lire plus

Lebensmittelindustrie
: „Unternehmen müssen haftbar sein“


Die woxx hat sich mit Barbara Unmüßig über die Macht der Lebensmittelkonzerne, über Boykottaufrufe und Patente auf Leben unterhalten.

woxx: Sie haben mit der Heinrich-Böll-
Stiftung den „Konzernatlas“ herausgegeben, der sich mit den Machenschaften großer Lebensmittel- und Landwirtschaftskonzerne beschäftigt. Wieso dieser Fokus auf große Konzerne?


Barbara Unmüßig: Wir erleben gerade eine Vermachtung im Agrarsektor, was wir so historisch gar nicht kennen: Immer mehr Macht in den Händen von einigen wenigen Konzernen. Wir sehen diese Konzentrationserscheinungen beim Saatgut, beim Landbesitz und auch bei den Supermärkten. Im Atlas zeigen wir auf, wie diese Marktmacht in der gesamten Produktionskette unserer Nahrung aussieht. Wir wollen demonstrieren, was es bedeutet, wenn wir immer abhängiger werden von großen Konzernen, die bestimmen, was bei uns auf den Teller kommt. mehr lesen / lire plus

Laurie Penny im Interview: „Die Revolution kommt langsam“

Auf Einladung des Cid Fraen an Gender hat die britische Journalistin und Autorin Laurie Penny am 6. November ihr neues Buch „Bitch Doktrin: Gender, Macht und Sehnsucht“ im Kulturzentrum Neumünster vorgestellt. Wir haben mit der jungen Feministin gesprochen.

Die 31-jährige Penny schreibt nicht nur Bücher und Essays, sondern ist auch auf Twitter aktiv und betreibt den Webblog „Penny Red“. (© www.edition-nautilus.de)

woxx: Muss die Gesellschaft in sich zusammenfallen, damit eine wirkliche Revolution möglich wird?


Laurie Penny: Ich begegne oft Männern, vor allem in der Linken, die der Meinung sind, dass es nur möglich ist, eine neue Welt aufzubauen, nachdem die gegenwärtige komplett zerstört wurde. mehr lesen / lire plus

Datenschutz im Netz
: Kontrolle zurückgeben


Datenschutz und Anonymität im Netz gehen uns alle an. Für queere Menschen sind sie jedoch oft überlebenswichtig.

Im Rahmen der Computersicherheitskonferenz „hack.lu“ unterhielt sich die woxx mit der Sicherheitsexpertin Sarah Jamie Lewis über ihr Projekt „Queer Privacy“ und die besonderen Anforderungen, die die Situation queerer Menschen an die Anonymität und den Datenschutz im Netz stellt.

woxx: Warum ist Privacy so wichtig für queere Menschen im Internet? 


Sarah Jamie Lewis: Sowohl bei der Anonymität als auch beim Datenschutz geht es in Wirklichkeit um Empowerment. Wenn wir Anonymität für Menschen in gewissen Situationen gewährleisten, geben wir ihnen den Raum, sie selbst zu sein, Ideen auszudrücken und mit Konzepten und Ideen zu spielen. mehr lesen / lire plus

„Ich verstehe, dass es vielen nicht schnell genug geht“

Zu wenig Interesse an ihren Erfahrungen habe der Staat, meinen private Initiativen der Flüchtlingshilfe – vor allem hinsichtlich einer kohärenteren Integrationspolitik. Yves Piron, Direktor des „Office luxembourgeois de l’accueil et de l’intégration“ (Olai) reagiert im Gespräch mit der woxx auf diese Kritik.

„Unsere finanziellen Mittel werden gar nicht ausgeschöpft“: Olai-Direktor Yves Piron. (Foto: David Angel)

woxx: In einem Interview mit uns haben Sie vor einem Jahr gesagt, der Olai greife „viel häufiger als bisher auf NGOs zurück“. Wäre es da nicht angemessen, diese mehr in die Planung einzubeziehen?

Yves Piron: Wir arbeiten sehr viel mit der Zivilgesellschaft zusammen, insbesondere, was die Aufnahme und die Integration von Flüchtlingen anbelangt. mehr lesen / lire plus

„Die größte Herausforderung sind nicht die Flüchtlinge“

Wünscht sich, dass zivilgesellschaftliche Initiativen enger einbezogen werden in die Planung staatlicher Integrationspolitik: Asti-Präsidentin Laura Zuccoli. (Foto: ASTI)

In der staatlichen Integrationspolitik erkennt Laura Zuccoli bislang keinen roten Faden. Die Präsidentin der „Association de soutien aux travailleurs immigrés“ (Asti) bemängelt auch, dass man sich von öffentlicher Seite zu wenig für die Erfahrungen der NGO interessiert.

woxx: Ist die ASTI mit der Arbeit des Integrationsministeriums zufrieden?

Laura Zuccoli: Wir finden, dass die Auffangstrukturen für die neuankommenden Flüchtlinge sich im Vergleich zu den Verhältnissen unter der vorherigen Regierung verbessert haben, insbesondere, wenn man bedenkt, dass 2015 sehr viele Leute gekommen sind. In dieser Hinsicht wurden also große Fortschritte gemacht. mehr lesen / lire plus

„Studierende werden durchs Studium gepresst“

Pünktlich zur „Studentefoire“ 2017 unterhält sich die woxx mit Unel-Sprecherin Kelly Kosel über Politikfrust unter Jugendlichen, schlechtbezahlte Praktika und die katastrophale Lage auf dem Wohnungsmarkt.

Kelly Kosel, 24, ist Sprecherin der Unel und hat in Wien transkulturelle Kommunikation studiert. Ab nächstem Jahr wird sie mit Gender Studies und Critical Studies weitermachen. Derzeit macht sie ein – bezahltes – Praktikum in Paris. (Foto: Privat)

woxx: Die Unel wird wie jedes Jahr mit einem Stand auf der „Foire de l’étudiant“ vertreten sein. Was macht ihr denn im Moment so und was sind eure thematischen Schwerpunkte?

Kelly Kosel: Wir haben fünf thematische Arbeitsgruppen, die jedes Jahr neu definiert werden – je nach den Bedürfnissen innerhalb der Gruppe und der politischen Situation. mehr lesen / lire plus

Zweiter Weltkrieg
: Ungefährliche Archive

Die Historikerin Inna Ganschow ist damit beauftragt die Archive der luxemburgischen Kriegsgefangenen in der ehemaligen Sowjetunion zurückzuholen. Die woxx unterhielt sich mit ihr über ihren Fund und dessen Bedeutung.

Dr. Inna Ganschow forscht seit September 2017 im Rahmen des über Lydie-Schmit-Stiftung unterstützen Projekts zur russischen Migration in Luxemburg im 20. Jahrhundert am Zentrums für Zeitgeschichte und digitale Geschichtswissenschaften C2DH 
an der Universität Luxemburg. (Foto: © LW_Joaquim Valente)

woxx: Sie sind soeben aus Moskau zurückgekehrt, wo Sie versucht haben, die Archive der luxemburgischen Kriegsgefangenen aufzuspüren. Was genau war ihre Mission?


Inna Ganschow: Eigentlich forsche ich über die russischen Kriegsgefangenen in Luxemburg – das war der Ursprung und Ausgangspunkt meiner Arbeit: die Geschichte der Russen in Luxemburg. mehr lesen / lire plus

AfD und Neue Rechte
: „Ein kulturrevolutionärer Anspruch“

Der Historiker Volker Weiß glaubt, dass die „Alternative für Deutschland“ kein kurzfristiges Phänomen ist und sieht sie als Sammelbecken auch für ein an der französischen „nouvelle droite“ orientiertes radikalkonservatives Spektrum.

Ordnet die AfD in seinem Buch auch in die Geschichte der Rechten in Deutschland ein: der Historiker Volker Weiß. (Foto: Annette Hauschild)

woxx: Wie lässt sich der Wahlerfolg der AfD erklären?

Volker Weiß: Zum einen ist er das Resultat einer sehr breiten Kampagne mit massivem Werbeaufwand. Zum anderen hat die Kommunikationstechnik der Rechtspopulisten gut funktioniert: Es wurde gezielt provoziert und die Medien haben nicht immer klug reagiert. Die Strategie, durch Provokation für die eigenen Thesen und Themen Öffentlichkeit zu schaffen, ist also aufgegangen. mehr lesen / lire plus

Cinq questions à : Krys Pleimelding

En vue des élections communales, le woxx interroge une candidate toutes les semaines. Au tour de Krys Pleimelding, candidate Déi Gréng à Schifflange.

(Photo : Émile Hengen)

woxx : Pourquoi avoir choisi Déi Gréng pour vous engager en politique ?

Krys Pleimelding : Quand je me suis décidée à m’engager en politique, j’ai dû faire un choix. Et puis, vu mes opinions personnelles concernant la protection animale et celle de la nature, j’ai opté pour Déi Gréng parce que leur panoplie politique s’adaptait le mieux à mes valeurs.

Votre parti participe au gouvernement depuis 2013. Est-ce que vous êtes satisfaite de sa politique jusqu’ici ? mehr lesen / lire plus

Guerre et paix
 : Sauver l’Europe autrement

La semaine dernière, une 
nouvelle association dénommée « Pour la paix et contre la guerre » a été présentée à la presse. Entretien croisé avec Claude et Natalia Pantaleoni (président et vice-présidente) ainsi que Susanna Aksenkova – une étudiante ukrainienne aidée par l’association.

Les intervenants de notre interview, de gauche à droite : Susanna Aksenkova, Natalia Pantaleoni et Claude Pantaleoni. (Photo : association Pour la paix et contre la guerre)

woxx : Quand l’idée de fonder « Pour la paix et contre la guerre » est-elle née ?


Claude Pantaleoni : Le moment décisif a été en février 2015, quand j’ai compris que la guerre dans l’est de l’Ukraine n’allait pas s’arrêter de sitôt. mehr lesen / lire plus

Fünf Fragen an: Lucie Kunakova

Im Vorfeld der Gemeindewahlen interviewt die woxx jede Woche eine Kandidatin. Dieses Mal haben wir Lucie Kunakova getroffen, die für die Piratenpartei in der Stadt Luxemburg antritt.

(Foto: Oli Kerschen)

woxx: Wie sind Sie dazu gekommen, sich politisch zu engagieren? Und warum bei den Piraten?

Lucie Kunakova: Vor ungefähr vier Jahren, als meine Kinder schon etwas selbständiger waren, bin ich sozusagen zur Ruhe gekommen. Durch Facebook-Links von Freunden ist mir bewusst geworden, was in der Welt alles schief läuft. Ich habe mir gesagt, wenn wir darauf warten, dass jemand das zum Besseren ändert, kann das lange dauern. Also habe ich beschlossen, selber aktiv zu werden. mehr lesen / lire plus