BUCHVORSTELLUNG: „Melusina Rediscovered“

Das CID-femmes geht mit dem Sammelband „Melusina Rediscovered  – Not the Girl You’re Looking For“ der Frage nach, in welcher Form Weiblichkeit und Feminismus die zeitgenössische Kultur geprägt haben. Als Leitmotiv dient der Mythos Melusinas, der „geheimnisvollen Mitbegründerin der Stadt Luxemburg“. Die woxx sprach mit Danielle Roster, der konzeptionellen Betreuerin des Bandes.

woxx: Wie sind Ideen und Konzept dieses Bandes entstanden?

Danielle Roster: Wir wollten schon länger ein Projekt zu Wasserfrauen machen und haben 2007 an einem ersten Konzept gearbeitet. Der damalige Ausgangspunktpunkt ist eigentlich der gleiche wie heute: Die Melusinen, die Wasserfrauen, die Sirenen, die Undinen beflügeln die Phantasie der Geisteswissenschaftler, Künstler und Komponisten schon seit Jahrhunderten, aber der Blick ist ein ausgesprochen männlicher. mehr lesen / lire plus

SCHWANGERSCHAFTSABBRUCH: „Die Frau sollte selbst bestimmen“

Nadine Geisler ist Sprecherin des Kollektivs „Si je veux – Für das Selbstbestimmungsrecht der Frau“, das sich als Reaktion auf das von der CSV-LSAP-Regierung erarbeitete Reformvorhaben zum Abtreibungsgesetz auf Initiative des CID-Femmes gebildet hat. Das Kollektiv hat eine Petition gegen das Reformvorhaben verfasst, die noch immer im Umlauf ist.

Die Sprecherin des Kollektivs „Si je veux“ Nadine Geisler findet, ein restriktives Gesetz zum Schwangerschaftsabbruch bringt nichts.

woxx: Wie ist die Kampagne entstanden?

Nadine Geisler: Das Kollektiv hat sich Mitte Februar dieses Jahres gegründet. Es war als Reaktion auf das „Projet de loi 6103“ gedacht. Als diese geplante Reform des Abtreibungsgesetzes bekannt wurde, gab es erst mal keinerlei Reaktionen von Frauenorganisationen. mehr lesen / lire plus

PHOTOGRAPHIE: Ecrire avec la lumière

Lucien Clergue est sûrement un des photographes les plus influents du 20e siècle : élève de Picasso et ami des écrivains, ses images font une halte à la Galerie Clairefontaine.

Photographié en digital, faute de mieux : Lucien Clergue.

woxx : Toute votre oeuvre se compose de photographies traditionnelles. Est-ce que vous voyez le digital comme un danger ?

Lucien Clergue : Il faut bien distinguer deux choses, l’oeil qui regarde et les outils pour fabriquer des images. L’oeil ne changera pas dans ses fondements, il évoluera constamment en fonction de ce qui se passe dans le monde et la technique n’a qu’à se mettre au service de l’oeil. mehr lesen / lire plus

INTERVIEW: „Das Leben ist eine einzige Tragikkomödie.“

Interview mit Michèle Clees zur Premiere des Stücks „Der Wald“, einer Inszenierung der Schauspielklasse des Konservatoriums

Michèle Clees unterrichtet die Schauspielklasse des Konservatoriums.
Ihre bis ins letzte Detail liebevoll durchkomponierte Inszenierung von Ostrowskis „Der Wald“
feierte am Mittwoch Premiere.

Woxx: Wie lange unterrichten Sie schon am Konservatorium, und was haben Sie davor gemacht?

Michèle Clees: Ich bin jetzt seit 1990 am Konservatorium beschäftigt und war vorher Schauspielerin. Das bin ich zwar immer noch, habe aber in den letzten Jahren wenig in Luxemburg gespielt. Vorher war ich an verschiedenen Bühnen in der Schweiz und in Deutschland tätig. Dann habe ich hier in Luxemburg unter anderem am Kapuzinertheater gespielt. mehr lesen / lire plus

LATEINAMERIKA: „Morales ist auf dem richtigen Weg“

In Südamerika dreht die Geschichte wieder, und zwar in Rot. Luxemburgs Außenminister, der Sozialist Jean Asselborn, erklärt uns seine Ansicht zu Morales und Chávez, den Stellenwert von Lateinamerika und macht sich Überlegungen zu den verschiedenen Linken.

„Wir haben keine Lektionen zu erteilen, nicht einmal, wenn Petrobras oder YPFB nationalisiert werden. Das ist nicht nur linke Politik, dass ist Menschenrechtspolitik!“,
so der Außenminister zur bolivianischen Energiepolitik.

woxx: Luxemburg ist Kandidat für einen Sitz im Weltsicherheitsrat. Sie haben auf Ihrer Reise für diese Kandidatur geworben. Haben Sie Bolivien und Paraguay überzeugen können?

Jean Asselborn: Die Kandidatur war Thema auf meiner Besuchsreise, sie war aber nicht die Hauptsache. mehr lesen / lire plus

FILM DOCUMENTAIRE: « L’Italie est un laboratoire »

Claudio Lazzaro est un ancien journaliste du « Corriere della sera », qui s’est lancé il y a quelques années dans le film documentaire. Retour sur son premier film « Camicie verdi – Bruciare la tricolore », qui parcourt les méandres des sécessionnistes de la Lega Nord.

L’état de son Italie natale lui crève le coeur : Claudio Lazzaro.

woxx : Comment se fait-il que quand on évoque la politique italienne du moment, qu’on parle de Berlusconi mais pas ou très peu de la Lega Nord ?

Claudio Lazzaro : La Lega Nord existe parce que Berlusconi a été capable de créer un bloc politique de droite. Toute seule, elle serait un parti qui atteindrait au maximum cinq pour cent à toutes les élections. mehr lesen / lire plus

MUSIQUE: « Je suis devenue plus prudente »

Claudine Muno, depuis une bonne décennie une des artistes les plus prolifiques du pays, vient de présenter son nouvel album « Noctambul », enregistré avec les Luna Boots.

woxx : Après une dizaine d’années de présence dans la scène artistique, comment vis-tu ton image publique ?

Claudine Muno : Pas très bien. C’est pourquoi je préfère l’ignorer. Pour moi, avoir une image publique, correspond plutôt au côté négatif de l’existence d’artiste. L’idéal serait de pouvoir créer sans toujours devoir mettre mon nom en-dessous et de voir ma photo un peu partout.

N’as-tu jamais pensé à travailler sous un pseudonyme ?

Si, j’y ai pensé. Mais, vu que je travaille depuis dix ans sous mon vrai nom, c’est difficile de changer. mehr lesen / lire plus

LVI-PRÄSIDENT GUST MULLER: „Der Radverkehr nimmt zu, und damit seine Sichtbarkeit“

Gust Muller ist Vorsitzender der „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“ (LVI). Der Verein wurde im März 1985 gegründet und feiert somit dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Die Jahreshauptversammlung findet am heutigen Freitag ab 19 Uhr in der Hall Victor Hugo auf Limpertsberg statt. Gegen 20 Uhr wird bei dieser Gelegenheit der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, Claude Wiseler, den „plan national pour la promotion de la mobilité douce“ vorstellen.

Ich will nicht zu viel verraten, da der Minister auf unserer Jahresversammlung heute Abend zu der Sache Stellung nehmen wird. Nur soviel: Ein Knackpunkt ist weiterhin die Frage nach einer übergeordneten Koordination bei der Umsetzung des nationalen Aktionsplans. mehr lesen / lire plus

ASTI: „Die Sprache reicht zur Integration nicht“

Die „Association de soutien aux travailleurs immigré“ (Asti), die seit 1979 „gewerkschaftliche“ Arbeit im Interesse der Zuwanderer betreibt, hat seit einigen Wochen eine neue Präsidentin: Laura Zuccoli.

Laura Zuccoli wurde in Luxemburg geboren und hat italienische Eltern. Sie hat ein Studium als Sozialarbeiterin und Arbeitssoziologin absolviert. Sie ist Mutter von drei Kindern und arbeitet seit 1983 bei der ASTI. 2009 hat sie den langjährigen Präsidenten der Asti, Serge Kollwelter, abgelöst.

In welcher Weise hat sich die Arbeit oder auch die Klientel der Asti in den vergangenen Jahren verändert? Wird die Asti nicht zunehmend zum bloßen Dienstleister, der über das Immigrationsgesetz oder die Schule informiert? mehr lesen / lire plus

SCIENCES HUMAINES: Vues imprenables

Les sciences humaines sont à l’affiche de cette foire des étudiants. Le woxx s’est entretenu pour l’occasion avec le doyen de la faculté des sciences humaines, Michel Margue.

woxx : Les sciences humaines n’avaient pas vraiment la cote dans le monde politique ces dernières années – elles étaient plutôt victimes de railleries diverses. Cela vous a-t-il touché en tant que doyen de votre faculté?

Michel Margue : L’homme politique avec lequel nous avons le plus de contact est bien sûr notre ministre de tutelle. Et Monsieur Biltgen insiste dans bon nombre de ses discours officiels qu’il est très important qu’il y ait à côté des sciences naturelles et autres sciences dites « exactes » un volet sciences humaines qu’il ne faut délaisser sous aucun prétexte. mehr lesen / lire plus

LUXEMBURG-SCHWEIZ: Gemeinsam gegen das Bankgeheimnis

Als das Schweizer Bankgeheimnis Anfang des Jahres unter Druck geriet, war die Regierung überrascht. Die öffentliche Meinung dagegen zeigte ein gewisses Verständnis für die ausländischen Forderungen – und die inländischen KritikerInnen wie Peter Niggli.

woxx: In Luxemburg sorgte während des Sommers eine Studie für große Entrüstung: Sie monierte, der Finanzplatz füge den Entwicklungsländern mehr finanziellen Schaden zu, als das ansehnliche Entwicklungshilfe-Budget ihnen einbringe. Würde eine solche Veröffentlichung in der Schweiz auch so heftige Gegenreaktionen hervorrufen?

Peter Niggli: Weniger heftige. Der Schweizer Finanzplatz wird viel angegriffen, auch von innen. Das sorgt für Aufregung, aber nicht in diesem Ausmaße. Die Schweiz ist eben nicht nur ein Finanzplatz; Industrie und andere Dienstleistungen machen über 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. mehr lesen / lire plus

JUDAÏSME: « Une communauté modérée et discrète »

Petite et discrète, la communauté juive luxembourgeoise est assez méconnue. Entretien avec François Moyse, du Consistoire israélite, sur l’évolution de cette confession en terre catholique.

François Moyse se félicite que depuis la fin de l’occupation nazie, la vie des Juifs au Luxembourg s’est toujours déroulée harmonieusement.

woxx : Qu’est-ce que cela signifie d’être juif au Luxembourg ?

François Moyse : Cela signifie faire partie d’une minorité. Mais il faut souligner que les Juifs vivant au Luxembourg s’y sentent tous très bien, qu’ils soient luxembourgeois ou étrangers. La société luxembourgeoise est ouverte et tolérante. La vie n’y est pas compliquée, entre autres aussi parce que le niveau de vie y est relativement élevé. mehr lesen / lire plus

DENKMALSCHUTZ: „Nicht den Kopf in den Sand stecken“

Auch unter ihrem neuen Leiter Patrick Sanavia kommt die Denkmalschutzbehörde noch oft zu spät. Der Dialog mit den Gemeinden und eine landesweite Bestandsaufnahme sollen eine neue Politik einleiten.

Patrick Sanavia ist von seiner Ausbildung her Anwalt. Neun Jahre war er Direktionsrat im Kulturministerium. Seit Januar 2007 ist er Präsident der nationalen Denkmalschutzkommission und fungiert seit Mitte September 2008 als Direktor des SSMN.

Woxx: Seit einem Jahr stehen Sie als Verantwortlicher dem Service des Sites et Monuments vor. Auf welcher Ebene sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

Patrick Sanavia: Wir haben in den letzten Monaten den „Fonds pour les monuments historiques“ aufgearbeitet, um festzustellen, wo wir stehen, und zu klären, welche Projekte abgeschlossen und welche noch umgesetzt werden müssen. mehr lesen / lire plus

GEWERBEINSPEKTION: Im Sinneswandel

Die Inspection du travail et des mines (ITM) befindet sich im Wandel. Und so ganz hat sie sich noch nicht gefunden.

Zur Person: Gino Pasqualoni wurde 1953 geboren. Nach seiner Lehre als Automechaniker arbeitete er fast zwanzig Jahre als Angestellter bei der Arbed. Zwischen 1991 und 1997 war er als Gewerksschaftssekretär aktiv. Und seit 1997 ist er „inspecteur du travail“ bei der Inspection du travail et des mines. Kürzlich hat er ein Buch „Code du travail décodé“ über das Arbeitsrecht verfasst.

Woxx : Wie beurteilen Sie die Situation in puncto Arbeitssicherheit und Arbeitsrecht in Luxemburg ?

Gino Pasqualoni: Was die Sicherheit anbelangt, hat Luxemburg vor allem in den Bereichen Verkehr und Bau Probleme. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Nouvelle(s) direction(s)

Kevin Muhlen est depuis quelques mois le nouveau et très jeune direc-teur artistique du Casino-Forum d’art contemporain. Le woxx a fait le point avec lui.

Nouvelles perspectives : Kevin Muhlen n’a pas froid aux yeux.

woxx : Comment se sent-on quand on arrive si jeune au sommet de sa hiérarchie ?

Kevin Muhlen : Je ne le vois pas comme un aboutissement, mais plutôt comme un début. Ici, j’ai beaucoup de possibilités et d’opportunités – et le fait que je sois encore si jeune me permettra de collecter des expériences importantes pour un futur développement hors du Casino. Qui sait ce que l’avenir apportera. mehr lesen / lire plus