ZEITGENÖSSISCHE MUSIK: Leitfunktion verloren

Karl Bartos war Mitglied der Elektro-Formation „Kraftwerk“, hat in seinem Leben aber nie aufgehört, über Musik und ihre Wirkung auf den Menschen nachzudenken.

Geht das Ganze eher gelassen an: Karl Bartos.

woxx: Herr Bartos, Sie haben in Ihrer Kindheit eine klassische Musikausbildung genossen; was hat Sie dazu angetrieben, sich den elektronischen Klängen zuzuwenden?

Karl Bartos: Also, zunächst einmal bevorzuge ich die Elektronik nicht. Das hat sich im Laufe meiner Biographie so entwickelt, zunächst einmal durch die 15 Jahre, während denen ich in der Band Kraftwerk gespielt habe. Aber auch vorher gab es Interesse meinerseits. Als Musiker habe ich mich vor allem in den 60er und 70er Jahren entwickelt, und diese Jahrzehnte – aber auch die 50er Jahre – waren geprägt von der Erschaffung und der Neuentwicklung der elektronischen Musik. mehr lesen / lire plus

SEXUALSTRAFTÄTER: Opferschutz und Täterrecht

In Karlsruhe besteht nun seit drei Jahren die Initiative „Opferschutz“. Sie setzt sich für die Behandlung von Sexualstraftätern als Präventionsmaßnahme ein.

„Täter-Therapie ist Opferschutz“, so die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V.
Sie setzt sich dafür ein, dass Gewalt- und Sexualstraftäter, bei denen eine Persönlichkeitsstörung festgestellt wurde, die Möglichkeit einer Therapie erhalten.

Woxx: Aus welcher Motivation heraus wurde die Initiative Opferschutz gegründet?

Klaus Böhm: Die Behandlungs-Initiative Opferschutz wurde 2006 von Juristen gegründet. Mittlerweile ist sie ein interdisziplinärer Zusammenschluss, dem auch Ärzte, Therapeuten, Vollzugsbedienstete und Sozialarbeiter angehören und die Initiative ist seit Oktober 2008 als gemeinnütziger Verein beim Oberlandesgericht in Karlsruhe registriert. Der Grund für die Gründung war, dass man das Behandlungsangebot im Strafvollzug in Baden-Württemberg verbessern wollte, weil es erhebliche Defizite gab: So hat sich bei gerichtlichen Begutachtungen, die anfallen, wenn ein Täter vorzeitig aus der Haft entlassen werden will, immer wieder herausgestellt, dass in einer Vielzahl von Fällen Gewalt- und Sexualstraftäter psychische Störungen aufwiesen, diese jedoch nicht bekannt waren, so dass sie während des Strafvollzugs nicht behandelt werden konnten. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: « Nous sommes en train d’écrire notre propre histoire de l’art »

Surprise ou non, Enrico Lunghi vient d’être nommé nouveau directeur du Mudam à partir de janvier 2009.
Le woxx a fait le point avec l’intéressé.

Le nouveau directeur du Mudam et accessoirement notre voisin : Enrico Lunghi.

woxx : En vous rasant le matin, avez-vous souvent pensé à devenir directeur du Mudam ?

Enrico Lunghi : Ce n’est pas en me rasant que j’ai eu l’idée de poser ma candidature. Le départ de Marie-Claude Beaud à la tête du Mudam était connu de longue date. On savait qu’un jour où l’autre elle ne serait plus là. Ainsi, j’ai eu l’occasion d’y réfléchir pendant plus longtemps. mehr lesen / lire plus

KARIKATUREN: „Ich gehe davon aus, selbst eine Witzfigur zu sein“

Guy W. Stoos ist seit 20 Jahren Zeichner der woxx und damit der dienstälteste freie Mitarbeiter unserer Zeitung. In unserem Interview tauscht er ausnahmsweise Bild gegen Wort.

Zeichnet, filmt, gibt Interviews: Guy W. Stoos. Nebenbei stellt er auch noch im Exit07 aus, bis zum 30. November.

woxx: Wann wurde dir bewusst, dass die Motive, die du zeichnest, Karikaturen sind?

Guy W. Stoos: Das muss auf der Schulbank gewesen sein, als ich anfing meine Lehrer zu malen. Aber es hat dann noch eine ganze Weile gedauert, bis ich begriff, was ich da tat. Jedenfalls waren meine Eltern nie besonders erfreut über mein Talent, denn die Hälfte der Schulhefte ging für Zeichnungen drauf. mehr lesen / lire plus

ARCHITEKTUR: „Ein optisches Chaos“

Gegen das Chaos fordert der Architekt Christian Bauer mehr städteplanerisches Engagement seitens der Politik. Konzentrierte Wohnformen, die näher am Arbeitsplatz liegen – das sind die Herausforderungen der Zukunft.

Christian Bauer

Woxx: „Out There: Architecture Beyond Building“ ist der Titel der diesjährigen Architekturbiennale. Wie ist er zu verstehen?

Christian Bauer: Der Titel der Biennale wurde erst sehr spät gefunden, so dass viele Teilnehmer bereits ihre Herangehensweise hatten. Für mich persönlich geht es darum, über Architektur im philosophischen Sinne nachzudenken: Was ist Architektur? Und was ist die Rolle der Architekten? Man kann den Titel aber auch so interpretieren, dass Architektur in Richtung Design geht. mehr lesen / lire plus

CINEMA: « D’abord, il y a notre désir de filmer une femme »

Même s’ils appartiennent au cercle très restreint des doubles Palme d’Or, Luc et Jean-Pierre Dardenne – qui viennent de terminer leur dernier-né « Le silence de Lorna » – restent en dehors du star système et continuent à vivre à leur rythme : soit un film tous les trois ans.

woxx : Comment travaillent les frères Dardenne ?

Jean-Pierre : On a trouvé une espèce d’équilibre tout en se disant que la prochaine fois, nous irions plus vite mais apparemment, c’est le temps qu’il nous faut pour se remettre du film précédent et pour repartir tout doucement vers une autre aventure. Il y a des cinéastes qui travaillent avec beaucoup de scénaristes et lorsqu’ils ont terminé leur film, ils ont déjà le suivant quasiment prêt à être mis en chantier. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: « Y a pas grand chose après Patricia Kaas… »

Frédéric Simon est le directeur du Carreau de Forbach, une scène nationale établie en Lorraine. Pour faire avancer la politique culturelle commune en Grande Région, il propose des Groupements d’employeurs pour l’insertion et la qualification (Geiq) dans le domaine de la culture. Il interviendra au 5e Forum Européen de la Culture et de la Société qui se tiendra ce weekend à l’Abbaye de Neumünster. Pour plus d’infos: www.ipw.lu

Frédéric Simon

Frédéric Simon : Ce sont des structures qui existent depuis assez longtemps, mais sont peu utilisées. Principalement, elles sont en usage dans le secteur du bâtiment, et surtout dans les bâtiments publics en France. mehr lesen / lire plus

BILAN SOCIALISTE: « Rien n’a été fait que je n’aurais pu accepter »

Jean Asselborn n’est pas que le chef de la diplomatie luxembourgeoise, il est également Vice-premier ministre du gouvernement CSV-LSAP. A une année des élections législatives, le woxx tire un bilan avec le chef de file des socialistes.

Entretien : Richard Graf et David Wagner

Le Vice-premier ministre ne décerne pas de zéro pointé à la coalition. Malgré certains points critiquables, de nombreuses réformes positives justifieraient la présence du LSAP au gouvernement.

woxx : Il y a deux semaines, le bourgmestre de Kayl, John Lorent, a déclaré à l’assemblée générale locale des « Femmes socialistes » qu’il commençait « a en avoir marre de ce gouvernement ». mehr lesen / lire plus

BILAN SOCIALISTE: « Rien n’a été fait que je n’aurais pu accepter »

Jean Asselborn n’est pas que le chef de la diplomatie luxembourgeoise, il est également Vice-premier ministre du gouvernement CSV-LSAP. A une année des élections législatives, le woxx tire un bilan avec le chef de file des socialistes.

Entretien : Richard Graf et David Wagner

Le Vice-premier ministre ne décerne pas de zéro pointé à la coalition. Malgré certains points critiquables, de nombreuses réformes positives justifieraient la présence du LSAP au gouvernement.

woxx : Il y a deux semaines, le bourgmestre de Kayl, John Lorent, a déclaré à l’assemblée générale locale des « Femmes socialistes » qu’il commençait « a en avoir marre de ce gouvernement ». mehr lesen / lire plus

Sarko, l’enfant de la télé

François Jost est professeur d’université à la Sorbonne Nouvelle Paris III. Il y dirige le Centre d’Etude sur les Images et les Sons Médiatiques (Ceisme). En tant que critique des médias, il a plusieurs livres à son actif, le dernier en date est intitulé « Le téléprésident » et s’intéresse à la façon dont le président français Nicolas Sarkozy se sert des médias pour mieux régner. Il interviendra le 22 mai à l’université du Luxembourg dans le cadre de la conférence « La promesse des genres télévisuels – Comment regardons-nous la télévision ? ». Pour plus d’informations, voir le blog de François Jost : http://mathias012.vox.com.

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KINDERSCHUTZ: Wenn der Vater hinter Gittern sitzt

Kinder mit ihren Eltern zusammenführen, in Konfliktsituationen oder gar im Gefängnis ? das hat sich die Institution „Treff-Punkt“ zur Aufgabe gemacht.

Zur Person:
Marie-Jeanne Schmitt ist Vorsitzende und Mitbegründerin des Service „Treff-Punkt“. Sie ist Sozialarbeiterin. Vor ihrer Tätigkeit beim Service „Treff-Punkt“ hat sie zwanzig Jahre lang in staatlichen Kinderheimen gearbeitet, wo sie vor allem für die Zusammenführung von Kindern und ihren Eltern zuständig war.

woxx: Wann wurde der Service „Treff-Punkt“ gegründet?

Marie-Jeanne Schmitt: Der Dienst wurde 1997 gegründet. Ausgangspunkt waren die staatlichen Kinderheime. Hier waren die Konflikte zwischen den Erziehern und den Eltern der betreuten Kinder manchmal so groß, dass diesen das Besuchsrecht entzogen wurde. mehr lesen / lire plus

ITALIEN: Das Verschwinden der italienischen Linken

Ein Gespräch mit dem linken Publizisten und Politologen Marco Revelli von der Universität Turin.

Marco Revelli

woxx: Für die italienische Linke ist der Ausgang der Wahl eine „Katastrophe“. Die Verantwortung für die Wahlniederlage wird vor allem Walter Veltroni, dem Vorsitzenden der Demokratischen Partei (PD), zugeschrieben. Welchen Einfluss hatte seine Kampagne, den PD als einzige Alternative zu Berlusconi darzustellen?

Marco Revelli: Mit diesen Wahlen verschwindet nicht nur die radikale Linke aus dem Parlament, sondern die gesamte italienische politische Linke. Alle im 20. Jahrhundert verankerten Traditionen, die verschiedenen Komponenten der ehemaligen italienischen Arbeiterbewegung, wurden ausgelöscht: vor allem die kommunistische, aber auch die sozialistische und die sozialdemokratische. mehr lesen / lire plus

ELMAR ALTVATER: „Zivilisationskrise des Kapitalismus“

Man sollte die Klimakrise nicht isoliert betrachten, findet der Globalisierungskritiker Elmar Altvater. Den Emissions-handel hält er für eine absurde Veranstaltung.

woxx: Derzeit ist die Welt zwei Bedrohungen ausgesetzt: Ölknappheit und Klimawandel. Welche sehen Sie als dringlicher an?

Elmar Altvater: Es gibt nicht nur zwei Bedrohungen. Die Energieknappheit führt dazu, dass Öl fehlt für die Motoren der Autos. Aber Nahrungsmittel sind auch Energie, die fehlt, und zwar für die Mägen der Menschen. Hinzu kommt die Finanzkrise. Alle diese Probleme haben miteinander zu tun. Es handelt sich um eine Zivilisationskrise des Kapitalismus. Man kann die Probleme nur in einer gemeinsamen Anstrengung angehen.

Auch bei steigendem Verbrauch dürften die Reserven an fossilen Brennstoffen bis 2030 ausreichen. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Nouvelle(s) censure(s)

Alain Lefèbvre est professeur à l’université de Toulouse et sera le représentant d’Attac France lors du colloque « culture – argent – censure » qui se déroulera ce weekend au Centre culturel de rencontre Abbaye de Neumünster.

Pense que la culture est devenue l’esclave de la bureaucratie et du libéralisme: Alain Lefèbvre, professeur à l’université de Toulouse, sera présent au colloque
«culture – argent – censure» ce week-end.

woxx : En 2008, nous célébrons les 40 ans de la « révolution » de 1968. Alors que le monde ne va pas forcément mieux. Qu’est-ce qui a changé pour vous ?

Alain Lefèbvre : En 1968, j’avais 27 ans et je me trouvais en Algérie, donc loin du coup. mehr lesen / lire plus

INTERVIEW: „Die Kritik am Pei-Museum gilt noch heute“

In der Diskussion um das fehlende Konzept des „Musée de la Forteresse“ wird derzeit auch mit dem Finger auf Vereine wie „Stoppt de Bagger“ gezeigt: Deren Kritik am Pei-Museum sei mit dem Versprechen eines zusätzlichen Festungsmuseums zum Verstummen gebracht worden. Die „woxx“ fragte inhouse bei zwei ehemaligen MitstreiterInnen von „Stoppt de Bagger“ nach.

Vor mehr als 20 Jahren waren die woxx-RedakteurInnen Richard Graf und Renée Wagener maßgeblich an der Gründung der Denkmalschutzorganisation „Stoppt de Bagger“ beteiligt. Ein gemeinsamer Blick zurück auf die Beteiligung des Vereins im historischen Streit um das Pei-Museum.

woxx: Das Festungsmuseum wird immer noch grundsätzlich debattiert. Bei der Suche nach Schuldigen werden in der öffentlichen Debatte auch Initiativen wie „Stoppt de Bagger“ genannt. mehr lesen / lire plus