Francis Lee
: Brokeback Yorkshire


In „God’s Own Country“ ist das nördliche Yorkshire Schauplatz einer sich entwickelnden Liebesbeziehung zwischen zwei Männern. In nüchternen Bildern erzählt Regisseur und Drehbuchautor Francis Lee von den Auswirkungen dieser Begegnung.

Gheorghe (l.) und Johnny (r.) bei der Farmarbeit. (Foto: filmblerg.com)

Der Jungbauer Johnny (Josh O’Connor) fristet ein monotones Dasein: Tagsüber schuftet er im Betrieb seines seit einem Schlaganfall arbeitsunfähigen Vaters (Ian Hart), abends hat er Sex mit fremden Männern und säuft sich besinnungslos. Merklich unzufrieden, lässt Johnny seinen Frust an jedem aus, der es wagt, sich ihm anzunähern. Als er den rumänischen Wanderarbeiter Gheorghe (Alec Secareanu) kennenlernt, ist es zunächst nicht anders. mehr lesen / lire plus

Naomi Kawase 
: Il était une fois la lumière


Avec « Hikari », Naomi Kawase fait le pari de filmer une allégorie poétique sur la lumière. Même si elle ne peut éviter les maladresses, la réalisatrice prouve une nouvelle fois la force de son regard.

Un film qui célèbre la lumière… y compris celle, blafarde, d’un métro la nuit. (Photos : Haut et Court)

Dur labeur que celui d’audiodescriptrice de films. Misako Ozaki en sait quelque chose, elle qui travaille d’arrache-pied à l’écriture des descriptions sonores du nouveau long métrage d’un cinéaste reconnu : une séance est en effet prévue pour des personnes atteintes de déficience visuelle. Misako s’implique énormément, mais les séances de visionnage de son travail donnent lieu à des opinions négatives sévères, quoique poliment exprimées. mehr lesen / lire plus

Paul Thomas Anderson
 : Passion intime


Avec sa réputation d’enfant terrible du cinéma américain, on n’attendait pas forcément Paul Thomas Anderson dans un film presque intimiste centré sur une histoire d’amour. La surprise est de taille, même si elle a ses défauts.

Une relation pour le moins complexe.

Quel grand écart entre « Phantom Thread » et les films fleuves « Magnolia » ou par exemple « There Will Be Blood » ! Alors que ces derniers étaient des fresques aux nombreuses ramifications avec un souffle quasi épique, le nouvel opus de Paul Thomas Anderson se confine dans des intérieurs anglais feutrés pour décrire une passion dévorante et hors normes. mehr lesen / lire plus

Craig Gillespie:
 Aufs Eis gefallen


Die wechselnden Perspektiven, die Vernachlässigung der Figur Nancy Kerrigans und die selbstreflexive Distanz machen es schwer, sich auf „I, Tonya“ einzulassen – und nachzuvollziehen, was Regisseur Graig Gillespies und Drehbuchautor Steven Rogers uns eigentlich erzählen wollen.

Nicht gerade eine Eiskunstlauf-Prinzessin – Tonya Harding geht es um den Sport, nicht um die Outfits.

Es muss etwas ganz Besonderes gewesen sein, es live mitzuerleben, als die aus der arbeitenden Klasse stammende Tonya Harding (Margot Robbie), erst 1992, dann 1994 die Vereinigten Staaten von Amerika bei den Olympischen Winterspielen im Eiskunstlauf vertat. Qualifiziert hatte sie sich vor allem durch einen Sprung: Als erste US-Amerikanerin meisterte sie nämlich 1991 einen Dreifach-Axel in einem Wettbewerb. mehr lesen / lire plus

Luca Guadagnino
: Der Geschmack von Liebe


Nach „Io sono l’Amore“ und „A Bigger Splash“ bildet „Call Me by Your Name“ den krönenden Abschluss von Luca Guadagninos „Thematic Desire“-Trilogie. In atmosphärischen Bildern werden die Freuden und Frustrationen der ersten großen Liebe eingefangen.

Beim Begutachten einer antiken Statue kommen Elio und Oliver sich näher. (Fotos: outnow.ch)

Er könnte auch „My Summer of Love“ heißen, so sehr entspricht der rezenteste Film des italienischen Filmregisseurs Luca Guadagnino dieser Prämisse. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von André Aciman, ist „Call Me by Your Name“ eine einzige sinnliche Exploration zweier Männer, die sich ineinander verlieben.

Norditalien im Jahre 1983: Der 17-jährige Elio (Timothée Chalamet), verbringt mit seinen Eltern Annella (Amira Casar)und Mr. mehr lesen / lire plus

John Carroll Lynch
 : Le chant du cygne


Étrange film que « Lucky », qui repose intégralement sur son interprète principal, Harry Dean Stanton. Il ne s’y passe au fond pas grand-chose, et pourtant cet hommage appuyé exerce une fascination quasi hypnotique.

Dans son dernier rôle, Harry Dean Stanton ne cherche pas à cacher sa vulnérabilité. (Photos : imdb.com)

Cela semble un rituel matinal bien établi : d’abord allumer une cigarette, ensuite faire sa toilette, enchaîner avec des exercices de yoga puis enfiler son stetson avant de partir à pied vers la bourgade voisine. Un café en faisant des mots croisés, et puis retour à la maison pour regarder les émissions de jeux à la télévision. mehr lesen / lire plus

Guillermo del Toro
: Fischiges Märchen


„The Shape of Water“ ist ein Mosaik aus schönen Dekors, Ungereimtheiten in der Handlung, flachen Dialogen und exzellenten Schauspielleistungen. Das hinterlässt einen ambivalenten Eindruck.

Sicherheitschef Strickland genießt es, seine Mitmenschen einzuschüchtern. (Fotos: outnow.ch)

„If I spoke about it, if I did, what would I tell you, I wonder … would I warn you about the truth of these facts? And the tale of love and loss? And the monster who tried to destroy it all?“. Von der ersten Minute an ist klar, worum es in „The Shape of Water“ gehen wird: um Liebe, Verlust und ein Monster. Ob es sich dabei wohl um das Wesen auf dem Filmposter handelt? mehr lesen / lire plus

Ai Weiwei : Antidote à l’indifférence


Le documentaire « Human Flow » de l’artiste chinois exilé Ai Weiwei est une plongée profonde et empathique dans le plus grand drame qui est en train de se dérouler sous nos yeux.

Les camps se ressemblent, la misère aussi.

Si vous en voulez toujours à votre oncle ou tante raciste qui vous a gâché les repas des fêtes récentes avec ses invectives nauséabondes, faites-lui cadeau d’un ticket de cinéma pour aller voir « Human Flow ». Certes, les images des migrants traversant la Méditerranée en nacelles ou les Balkans à pied sont gravées dans toutes nos mémoires. On pourrait même parler d’une certaine saturation, qui a aussi induit des effets inverses : on se lasse de la misère, on devient indifférent. mehr lesen / lire plus

Martin McDonagh
: Gewalt, Gewalt und 
nochmals Gewalt


„Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ ist ein ambitioniertes Filmprojekt mit tollem Cast. So ganz zu überzeugen weiß die Tragikomödie trotzdem nicht.

Mildred will, dass der Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter endlich gefunden wird. (Foto: outnow.ch)

Schaut man sich einen Film von Martin McDonagh an, weiß man genau, worauf man sich einlässt: pechschwarzer Humor, spritzige Dialoge, sinnlose Gewalt und ein hervorragender Cast. Wer also gerade Lust auf diese Kombination hat, kann sich mit Filmen wie „In Bruges“ oder „7 Psychopaths“ gut aufgehoben fühlen. Auch „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ entspricht wieder McDonaghs etabliertem Stil. Was bei „In Bruges“ jedoch dynamisch und originell war, mutet in diesem Fall wie eine nicht so recht gelungene Nachahmung an. mehr lesen / lire plus

Sean Baker
: Kindheit fernab von 
Disneyworld

Mit „The Florida Project“ gelingt dem US-amerikanischen Filmemacher Sean Baker der Spagat zwischen knallhartem Sozialrealismus und leichter Unterhaltung.

(Fotos : outnow.ch)

Fast von der ersten Sekunde an herrscht in „The Florida Project“ Bewegung. Und genauso geht es in den darauffolgenden 110 Minuten weiter. Im Zentrum stehen die Bewohner*innen des lila angestrichenen Motels „Magic Castle“ in Florida. Vor allem den jungen Gästen gilt das Interesse.

Es sind Sommerferien, doch von Langeweile keine Spur. Der Alltag ist geprägt von Eis essen, dem Ausspionieren der Nachbar*innen und dem Erkunden der Umgebung. Auf diese Weise wird das Motel für die Kinder zum regelrechten Abenteuerspielplatz. mehr lesen / lire plus

Aaron Sorkin : Rien ne va plus

Souvent enraciné dans les codes de la biographie filmée, parfois les dépassant, « Molly’s game » reste constamment sur la corde raide et laisse une impression mitigée mais positive… à l’image de son héroïne.

Plus qu’un simple « Jessica Chastain movie », « Molly’s Game » repose avant tout sur l’alchimie entre l’actrice et Idris Elba. (Photos : allocine.fr/SND)

L’adaptation au cinéma de la vie d’une personnalité, c’est la garantie de flash-back rythmés et d’une prestation oscarisable pour celle ou celui qui joue le personnage principal. La routine, quoi. Et Aaron Sorkin, scénariste et dramaturge dont « Molly’s Game » est le premier long métrage, n’échappe évidemment pas à ces règles qui semblent désormais bien établies. mehr lesen / lire plus

Die Monster kommen!

In der städtischen Cinémathèque werden noch bis zum Ende diesen Monats restaurierte Horror-Klassiker der Produktionsfirma Universal gezeigt.

(©alarencontreduseptiemeart.com)

„Frankenstein“, „Dracula“, „The Mummy“ – selbst ohne die entsprechenden Bücher gelesen oder Filme gesehen zu haben, sind diese Titel den meisten bekannt. Ihre filmische Geburtsstunde verdanken die jeweiligen Monster allesamt der US-amerikanischen Produktionsfirma Universal. Seither wurden sie in unzähligen Remakes und Spin-offs aufgegriffen. Die Cinémathèque ehrt die Klassiker nun mit einer Horror-Reihe, die noch bis zum Ende diesen Monats andauert.

Nachdem gestern bereits der auf einer Buchvorlage der britischen Autorin Mary Shelley basierende Film „Frankenstein“ (1931) gezeigt wurde, erwartet Filmbegeisterte heute Abend, dem 9. mehr lesen / lire plus

Sally Potter: Kein Grund zum Feiern

Die politische Komödie „The Party“ 
zeigt eine Star-Besetzung in Höchstform. In schlichtem Schwarz-Weiß bringt Filmemacherin Sally Potter ihre Sicht der gegenwärtigen britischen Gesellschaft auf die große Leinwand.

Mit „The Party“ zeigt Sally Potter ihr Talent, Humor in jedem noch so desaströsen Situation auszumachen. (Fotos: outnow.ch)

Ein Haus, eine Dinner-Party, vier Paare: Die Prämisse von „The Party“ ist denkbar simpel. Filme dieser Art – eine Handvoll Figuren, wenige Räume, eine Unmenge an größeren und kleineren Konflikten – gibt es zahlreiche. Es ist nicht überraschend, dass viele von ihnen – so zum Beispiel „Who’s Afraid of Virginia Woolf“, „Carnage“, oder „Fences“ – auf Theaterstücken basieren. mehr lesen / lire plus

Rian Johnson
 : La Force serait-elle de gauche ?

Après des campagnes de teasing à la limite du soutenable, le nouveau « Star Wars 8 – The Last Jedi » a polarisé les audiences. Surtout à cause de ses choix de personnages, qui laissent entrevoir une dimension politique nouvelle dans la saga intersidérale.

Personnage presque shakespearien : Adam Driver dans le rôle de Kylo Ren.

Même si vous avez raté le ou les derniers épisodes de la saga, il suffit de vous rappeler qui est le père de Luke Skywalker (le méchant Darth Vader) et qui est sa sœur (la gentille princesse Leia, qui désormais est générale de la Rébellion) et c’est dans le sac. mehr lesen / lire plus

George Clooney : Bourbier suburbain

« Suburbicon », est un projet à la traîne depuis 2005. Pourtant, la collaboration entre l’acteur-réalisateur Clooney et les frères Coen n’est pas à la hauteur de ses ambitions, malgré des décors et des acteurs plus qu’intéressants.

Il en prend plein la gueule : Matt Damon dans « Suburbicon ».

La banlieue pavillonnaire américaine est depuis longtemps au centre des fantasmes des réalisateurs hollywoodiens. Que ce soit pour y faire éclore des féeries surréalistes comme « Edward Scissorhands » de Tim Burton ou la transformer en cauchemar absolu envahi de zombies comme dans « Land of the Dead » de George A. mehr lesen / lire plus

Ruben Östlund: Kleinkarrierte Welt


Mitläufertum, Abgehobenheit und Scheinheiligkeit – Ruben Östlunds Analyse der Kunstwelt im Speziellen und unserer Gesellschaft im Allgemeinen fällt recht pessimistisch aus. In Cannes wurde er für „The Square“ mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Manche Museumsgäste in „The Square“ wissen mit diesem Kunstwerk nicht viel anzufangen. (Fotos: outnow.ch)

Worum geht es eigentlich in „The Square“? Eine Frage, die sich so mancher auch noch nach Sehen des Films stellen mag. Zunächst einmal handelt es sich um eine sogenannte „comedy of errors“, in deren Zentrum der Museumskurator Christian (Claes Bang) steht. Sowohl in seinem privaten als auch beruflichen Leben gerät dieser im Laufe des Films immer wieder in peinlich-skurrile Situationen, aus denen er sich nur mit Mühe und Not herausmanövrieren kann. mehr lesen / lire plus

Kornél Mundruczó
 : Migration hybride

« Jupiter holdja », ovni cinématographique à mi-chemin entre la fresque sociale et le thriller fantastique, met en scène la crise humanitaire des réfugiés syriens confrontés à la politique ultraconservatrice du gouvernement hongrois et à ses dérives autoritaires.

S’élever au-dessus des brumes des frontières : la lévitation, une des allégories du film. (Photos : Pyramide distribution)

Le scénario oscille entre dénonciation politique et allégorie poétique : après une tentative pour traverser la frontière hongroise qui se solde par une fusillade, Aryan, un jeune Syrien que l’on croit mort, commence à léviter à travers la cime des arbres. Le médecin qui le prendra en charge au camp de réfugiés voudra s’emparer de ce don surnaturel pour soutirer de l’argent aux patients en quête de miracles, et ainsi pouvoir rembourser ses dettes et expier ses péchés (alcoolisme, bavure médicale entraînant la mort d’un patient, etc.). mehr lesen / lire plus

Dorota Kobiela et Hugh Welchman
 : Van Gogh par lui-même


Dans sa dernière lettre à son frère Théo, Van Gogh disait : « On ne peut s’exprimer que par nos tableaux. » Les réalisateurs de « Loving Vincent » ont décidé de le prendre au mot en animant ses toiles, avec un résultat mitigé.

Une prouesse technique pour un résultat mitigé. (Photos : outnow.ch)

Suivant la forme d’une immense fresque animée, Kobiela et Welchman proposent pour leur premier long métrage un hommage à Van Gogh inspiré de la correspondance qu’il entretenait avec ses proches. Un biopic aux contours d’enquête policière, à travers lequel la réalisatrice a tenu à honorer le peintre. mehr lesen / lire plus

Janus Metz
 : Jeu, set et film


Venu des frimas de Scandinavie, « Borg vs. McEnroe » fait revivre dans les salles obscures un match historique qui a opposé les deux tennismen. Mais un sujet historique n’est pas la garantie d’un film réussi.

Et tout finit par une poignée de main…

Nous sommes en 1980, à la veille du début du tournoi de Wimbledon. Si le Suédois Björn Borg triomphe en finale, ce sera son cinquième trophée consécutif sur le gazon anglais, un enchaînement jamais accompli. Mais devant lui se dresse l’Américain John McEnroe, « bad boy » et surdoué du tennis, qui compte bien ne pas rester éternel second en se payant le scalp de l’empereur du tennis mondial. mehr lesen / lire plus

Yórgos Lánthimos : Qui va à la chasse…

Avec « The Killing of a Sacred Deer », Yórgos Lánthimos flirte comme dans « The Lobster » avec un surnaturel qui s’immisce dans la banalité des rapports humains. Malheureusement, le réalisateur grec tire un peu trop sur une corde désormais usée et manque la marche vers de nouveaux horizons.

Une relation d’abord ambiguë qui tourne rapidement à l’affrontement. (Photo : Atsushi Nishijima)

Lors de sa présentation cannoise, le nouveau film de Yórgos Lánthimos avait divisé la critique : d’un côté, des dithyrambes sur sa beauté formelle et l’univers visuel immédiatement reconnaissable d’un cinéaste doué ; de l’autre, des railleries sur le formatage pour les festivals d’un long métrage dont l’auteur peine à se renouveler. mehr lesen / lire plus