Schroeder Anne: Die Celluloid-Künstlerin

An der Brüsseler Filmschule erarbeitete sich Anne Schroeder das Fundament für ihre zukünftige Karriere im Filmgeschäft. In Luxemburg gehört sie seit fünf Jahren zu den raren „Monteuses“ des Landes. Das ist aber längst nicht ihr einziger Trumpf …

Anne Schroeder, fotografiert von Christian Mosar.

Es hat sich herumgesprochen, dass Anne Schroeder auch außerhalb des Schneide- bzw. Computerraums tätig ist. Verstärkt durch die eigene Firma „Cinéquasi“ produziert und ko-produziert sie, führt des öfteren auch selbst Regie.

Begonnen hatte alles vor vielen Jahren bei einem Stage über Filmmontage im CNA (Centre National de l’Audiovisuel). „Wéi ech bis de Montage entdeckt hun, dunn duecht ech, dat ass Ménges.“ Kreativ sein, ohne auf riesigen, unpersönlichen Drehsets agieren zu müssen, kreativ sein im eigenen Kämmerlein und dabei aus einer Vielzahl von unzusammenhängenden Bildern eine Geschichte zum Laufen bringen, genau das reizte Anne Schroeder. mehr lesen / lire plus

Ley Sascha: Sich in den Dingen wiederfinden

Sascha Ley ist einen konsequenten Weg in der Theater- und Musikbranche gegangen. Die Autodidaktin zählt heute zu den beliebtesten KünstlerInnen auf luxemburgischen Bühnen.

Foto: Christian Mosar

Unzählige Frauenrollen verkörperte Sascha Ley auf einheimischen Bühnen und in Filmen – darunter sowohl fiktive Figuren aus der Literatur als auch legendäre Persönlichkeiten der politischen Vergangenheit. Da gab es zum Beispiel die Kameliendame, die Hetäre Megara, die Staatsfeindin Gudrun Ensslin oder Hitlers Geliebte Eva Braun: Gestalten aus dem Stück „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ (1998). Sascha Leys einfühlsame Darbietung der unterschiedlichen Personen begeisterte und überzeugte zugleich das Publikum. Im selben Jahr erlebte die Künstlerin einen weiteren sensationellen Erfolg mit ihrem Solo-Musical „Heute abend: Lola Blau“. mehr lesen / lire plus

Dimmer Michel: Künstler? Ich?

Als Multitalent könnte man „Dimmesch Misch“ durchaus bezeichnen. Oder als Graphiker im weitesten Sinne des Wortes. Auch im Verlag „ultimomondo“ ist er dabei – einfach mal so.

Foto: Christian Mosar

(rw) – Vom Frühling dringt an diesem hellen Sonntagnachmittag nichts in die verrauchte lärmende Atmosphäre des „Chiggeri“, das Michel Dimmer für unser Treffen ausgewählt aus. Und da ist er schon, der Mann Anfang Dreißig mit der Struwwelmähne und der Seventies-Cordjacke als Markenzeichen. Während ich mein Aufnahmegerät in Gang setze, dreht er sich eine Zigarette, klebt sie mit Präzision zusammen.

Neben Micheline Scheuren, Roger Manderscheid, Guy Rewenig und Paul Thiltges ist „Dimmesch Misch“ Mitgesellschafter beim neuen Luxemburger Verlag „ultimomondo“. mehr lesen / lire plus