LIFECAMP: Campen an der Basis

Seit dem 10. August läuft das Action Camp in Esch. Hier proben junge Menschen aus aller Herren Länder das autonome Leben.

Unter der Kunstbank das Küchenzelt: Besetzerszene anno 2006. (Foto: Plattform Life)

Wer sich dem Action-Camp nähert, muss zuerst einmal am regulären Campingplatz mit den Niederländern und den Wildtiergehegen vorbei. Hier leben sowohl Menschen als auch Tiere hinter Stacheldraht. Bei den einen dient es der eigenen Sicherheit, die anderen werden am Weglaufen gehindert. Etwas weiter links, auf dem Fussballfeld, steht eine Zeltstadt, ganz ohne Draht rundherum. Der Besucher versteht nun, wo die Djembe-Klänge herkommen.

Auf dem Feld liegen ein paar Leute rum, die Sonne scheint ausnahmsweise mal wieder, die Nächte müssen trotzdem kalt und feucht sein. mehr lesen / lire plus

SCHRIFTSTELLER: Tatort Heidelberg

Provinz mal anders: Der Heidelberger Autor Carlo Schäfer schickt regelmässig sein Ermittlungsteam los um knifflige Fälle in der alten Unistadt zu lösen.

Der Autor und sein Bild: Hier bei einer Lesung in Heidelberg im Mai 2006. (Foto: www.carlo-schaefer.de)

„Man roch den nächsten Regen als eine Ahnung von Metall und Stein in der Luft. Eine graue Wand schob sich neckaraufwärts, als würde die ganze Stadt in eine gigantische Autowaschanlage getrieben. Gegenüber lag das Schloss im Nebel. Ein schönes erstes Bild für einen Fernsehkrimi, aber hier war wirklich jemand tot, und das war erfährungsgemäß nicht unterhaltsam.“ Mit diesen Worten beginnt das erste Kapitel von Carlo Schäfers Roman-Debüt „Im falschen Licht“, dem Auftakt der Krimi-Reihe um Hauptkommissar Johannes Theuer und seinem verschrobenen Team. mehr lesen / lire plus

ROCKHAL: „Wir sind keine Scheune“

Rockhal-Direktor Olivier Toth äußert sich über das gerade eingeweihte Centre de ressources und die Veränderungen, die noch auf sein Haus zukommen werden.

Auch ein Jahr nach der Eröffnung besteht Klärungsbedarf in der Rockhal. Direktor Olivier Toth vor der Presse im September 2005. (Foto: woxx)

woxx: Das Centre de Ressources hat vor zwei Wochen die Tore geöffnet. Was sind seine Aufgaben?

Olivier Toth: Als erstes geht es darum, den jungen Künstlern, die in der Rock und Pop-Musik tätig sind weiterzuhelfen. Wir wollen sie dabei unterstützen, ihre Arbeit zu perfektionieren und zu professionalisieren. Wir stellen ihnen Mittel zur Verfügung, zu denen sie früher nicht so schnell Zugang gefunden hätten. mehr lesen / lire plus

Von Fischen und Fußorgeln: THE CARPS‘

The Carps‘, das sind Rino Mallardi und die Gebrüder Belardi, rocken schön retro los und lassen die alten Helden der 70er Jahre wieder aufleben.

Psychedelisches Summen im Sumpf der Töne. The Carps‘
beim Innocent Festival in Rumelange im Mai 2005. (Foto: Internet)

Rino Mallardi sowie Pol und Chris Belardi alias The Carps‘ lassen alle derzeitigen musikalischen Trends unbeeindruckt an sich abprasseln. Wo viele Musikgruppen dem zurzeit typisch britischen Sound krampfhaft hinterher eifern, da orientiert sich die Tetinger Band lieber an vergangenen Helden wie Pink Floyd und Led Zeppelin, oder an konstanten Indie-Größen wie Motorpsycho, dem musikalischen Chamäleon aus Norwegen.

The Carps‘ wurden schon 2004 von dem heute 17-jährigen Pol Belardi und zwei befreundeten Musikern gegründet. mehr lesen / lire plus

CENTRE DES ARTS PLURIELS: Wechsel in Ettelbrück

Die neue Leiterin des Centre des arts pluriels (CAPe) Ainhoa Achutegui will ihre Erfahrungen aus dem zum Teil selbstverwalteten Wiener Werkstätten- und Kulturhaus mit in die Nordstadt bringen.

Freut sich auf die neue Aufgabe und über den guten Empfang, den ihr Luxemburg bislang bereitete: Die 28-jährige Theaterwissenschaftlerin Ainhoa Achutegui. (Foto: CAPe)

woxx: Von der Kulturmetropole Wien in das Provinzstädtchen Ettelbrück. Wissen Sie, worauf Sie sich einlassen?

Ainhoa Achutegui: Ich glaube schon. Ich sehe Ettelbrück nicht als die 7.500- Personen-Gemeinde, man muss die Stadt im Rahmen der Großregion betrachten. Ansonsten würde sich der Wechsel von Wien nach Ettelbrück in der Tat komisch anhören. mehr lesen / lire plus

CHRISTIAN NEUMAN: Marionettes sans fils

Avant d’être dessinateur, auteur ou photographe, Christian Neuman vit essentiellement pour le cinéma. Cet habitué du Luxembourg-Londres vient de finir son dernier court métrage „No Star“.

La rélève du cinéma luxembourgeois ne se fera pas attendre: Christian Neuman en action.(photo: Jessica Theis) www.focusart.com

La chaleur est intense dans l’aquarium du Casino-Forum d’Art Contemporain. Sous le soleil de juillet, Christian Neuman s’attable devant un verre d’eau sorti tout droit d’un de ces distributeurs d’eau à l’américaine qu’il semble beaucoup apprécier. S’il est ici, c’est pour participer aux Art Workshop 06 qui se tient en ce moment.

Christian Neuman vient juste de terminer son école de cinéma à Londres. mehr lesen / lire plus

KOLLEKTIV: 13 Freunde

Ein neues Kollektiv erblickt die Welt und jeder soll was davon haben: Ein Backfisch wühlt die einheimische Newcomer-Szene auf.

Diesmal sind es mehr als nur fünf und es gibt auch keine Bösewichte zu Fangen: Backfisch organisiert Konzerte. (Foto: Claude Dernoeden)

Die Freunde des einheimischen Rock werden es gemerkt haben: die luxemburgische Musikszene scheint ihr Frühlingserwachen zu erleben. Elevator, D:qliq und die Schwergeburt Rockhal bieten seit kurzem neben internationalen Bands auch ein Forum für Luxemburgs Newcomer und Lokalhelden. Die Kollektive der ersten Stunde, wie Schalltot und Winged Skull, sind aktiver denn je und bieten mehr als nur „Konzertkontakte“. Doch von einem Monopol der Alteingesessenen kann seit langem nicht mehr die Rede sein, denn ähnliche Organisationen und Label gibt es heute mehrere. mehr lesen / lire plus

FILMEMACHER: Fasziniert vom Pionier

Wer war Leslie Kent? Ein Pionier der luxemburgischen Rockmusik, sagt Andy Bausch, der soeben einen Dokumentarfilm über die fast vergessene Legende fertiggestellt hat.

Hat sogar eine Pionierkamera: Andy Bausch beim Dreh.
(Foto: Romain Girtgen)

woxx: Warum haben Sie Leslie Kent – den ersten „richtigen“ luxemburgischen Rocker – in einem Dokumentarfilm und nicht in einer Fiktion verewigt?

Andy Bausch: Man darf nicht vergessen, dass meine Dokumentar- und meine Kinofilme zwei grundverschiedene Sachen sind. Bei Leslie Kent – mit bürgerlichem Namen Guy Theisen – war es so, dass die Idee mir schon länger im Kopf herumschwirrte. Als ich anfing an dem Film zu arbeiten, lebte Guy noch. mehr lesen / lire plus

PHOTOMEETINGS LUXEMBOURG: „Die Ikonoklasten kommen so bald nicht wieder“

Ikonen sind mehr als nur Bilder. Sie entstehen aus dem Willen des Menschen sich eine Sprache zu geben mit der er die Welt lesen kann. Sie sind auch ein Spiegel für
die Oberflächkeit unserer Zeit, sagt Hans-Michael Koetzle.

Ikonenwissenschaftler mit Ikone: Hans-Michael Koetzle und Abraham Lincoln. (Foto: Christian Mosar)

woxx: Wenn Sie auf der Straße einem jungem Menschen mit einem Che-Guevara-T-Shirt begegnen, an was denken Sie dabei?

Hans-Michael Koetzle: Es gibt ja zwei Porträts von Che Guevara die um die Welt gingen, das von Alberto Korda und das von René Burri. Das Korda-Porträt ist als T-Shirt-Aufdruck sicher noch viel verbreiteter als das von René Burri. mehr lesen / lire plus

ART: L’agence de toutes les frontières

Curieuse excroissance du monde artistique luxembourgeois, l’agence Borderline combine la vie de quartier, le questionnement des frontières et la tombola.

Deux vitrines et une idée: Claudia Passeri et Michèle Walerich animent l’agence Borderline à Esch. (photo: woxx)

Le quartier Hiehl d’Esch-Alzette est un des endroits dont la ville est peut-être un peu moins fière. A l’occasion du centenaire, aucune activité spécifique n’est liée à ce quartier qui fût et reste un des hauts lieux d’immigration du pays. C’est un de ces rares endroits au Luxembourg où on pourrait aussi se croire dans un quartier de Marseille. Pourtant, pas loin des discos, de l’énorme station-service pour frontaliers et d’un supermarché très bon marché, à l’autre bout de la rue, un ilôt d’art résiste. mehr lesen / lire plus

CINEMA REGIONAL: Que du cinéma!

Le cinéma Ariston à Esch-sur-Alzette va renaître de ses cendres. C’est du moins ce que promettent ses nouveaux locataires.

Quand les exploitants font leur cinéma entre eux, les salles restent vides. Entretemps
l’Ariston attend sa renaissance promise. (photo: Christian Mosar)

L’histoire du cinéma Ariston est à l’image de la ville d’Esch: toujours prête à rebondir sur ce qu’on croyait établi. Construit et fondé en 1962 par les oeuvres paroissiales Sacré-Coeur, l’Ariston a d’abord été un cinéma „normal“ de l’époque – conçu aussi comme un moyen d’éducation populaire. Mais il a vite connu le même déclin que la ville d’Esch pendant les difficiles années 1970. mehr lesen / lire plus

PUNK: Révolution professionnelle

Depuis une bonne vingtaine d’années le Luxembourg dispose d’une minuscule scène punk. Cette scène qui fût d’abord très engagée politiquement, est en train de connaître la relève d’une nouvelle génération.

Le public lors d’un concert organisé par Ashcan Records. Le mouvement punk est devenu plus populaire, mais aussi moins radical. (photo: Ashcan Records)

Pour commencer, un peu d’histoire. C’est vers le début, milieu des années 80 que naît la scène punk luxembourgeoise – avec ce petit retard habituel que le pays semble accuser dans toutes les mouvances culturelles. Communément, tout le monde tombe d’accord pour dire que le berceau de ce mouvement fût la Kulturfabrik à Esch-Alzette – alors un ancien abattoir squatté – le terrain d’expérimentation pour des groupes comme les Rotzbouwen, Toxkäpp, Subway Arts, Wounded Knee et autres. mehr lesen / lire plus

LUXEMBOURG 2007: Kropemann, le frontalier

Les grandes lignes de „Luxembourg et Grande Région – capitale culturelle européenne 2007“ sont désormais connues. Mais qu’en est-il des petits projets?

Veut dissoudre les frontières entre le Luxembourg et la Belgique, en les intégrant dans un projet artistique: le galeriste Frank Gerlitzki.

La petite galerie de Frank Gerlitzki n’a vraiment pas l’air d’un de ces lieux de haute culture d’où partent les projets grandiloquents. Et pourtant dans cet ancien magasin dont les murs montrent désormais de l’art et non plus de la marchandise ordinaire, réside entre autres un concept qui va comme un gant à l’année culturelle en préparation. „Le calendrier des migrations“, c’est le nom d’un projet qui va durer toute l’année culturelle. mehr lesen / lire plus

MUDAM: Hors du frigidaire

Le Mudam, ouvrira enfin ses portes au public
le 2 juillet. L’occasion pour le woxx de s’entretenir avec Marie-Claude Beaud, sa directrice.

Le Mudam commence à prendre des contours. Tout comme sa directrice, croquée ici par le peintre Jean-Christophe Massinon.

woxx: Quel est le rôle d’un musée d’art moderne, excepté celui d’exposer des tableaux et autres objets abstraits?

Marie-Claude Beaud: Dans une cité il y toujours des lieux incontournables, et le musée en fait partie. C’est le cas toujours, du trésor des Athéniens jusqu’au Guggenheim. C’est pourquoi, le mot musée garde toujours une notion de frigidaire, si l’on veut. Il a forcément une connotation vieillote et poussiéreuse. mehr lesen / lire plus

FLAMENCO: Eres flamenco

La ville d’Esch-sur- Alzette, dans le cadre des festivités de son centenaire, accueille le „Flamenco Festival Esch“. L’occasion pour le woxx de se pencher sur cet art plus méconnu qu’il ne paraît.

Le flamenco au Luxembourg? C’est possible, et l’allure peut être tout aussi fière qu’en Andalousie. (photo: Ecole de danse Pascale Schmit)

„No canto por que me escuchen
ni para lucir la voz“
(Je ne chante pas pour qu’on m’écoute
ni pour faire valoir ma voix).

Il est tout à fait possible de présenter le flamenco et ses dérivés en long et en large. On peut écrire son histoire, la réécrire même. mehr lesen / lire plus

INTERMITTENT-E-S: Le bout du rouleau?

L’industrie luxembourgeoise du cinéma sombrerait dans une crise, en tout cas c’est ce qui se dit dans les milieux. Qu’en est-il sur le terrain?

Fleuron national ou machine à précarité? L’industrie cinématographique fait rêver les communicants, tandis que pour les intermittents, le rêve peut aussi devenir un cauchemar.

Etre la sécrétaire particulière de Demi Moore doit être un job qui paie bien. Du moins dans la réalité. En ce qui concerne le domaine de la fiction, les différences sont palpables.

Claire Thill est une jeune actrice, et lorsque la boîte de production lui a proposé le rôle de la sécrétaire de Demi Moore dans son dernier film tourné au Luxembourg, dans le cadre d’une de ces co-productions dont notre industrie cinématographique nationale est si friande, elle n’a pas hésité une seule seconde. mehr lesen / lire plus

MUSIKBAR: Na, macht es klick?!

An diesem Freitag wird das Nachtleben von Luxemburg-Stadt Nachwuchs erhalten. d:qliq, nennt sich die neue Alternative zu dem schon breit gefächerten Angebot für Partygänger.

Haben noch viel herumzuschleppen: Fred und Manu
aus dem d:qliq.

Die weißen Lieferwagen stehen Schlange in der engen Heilig-Geist-Gasse, nicht weit entfernt vom nationalen Geschichtsmuseum. Jeder einzelne liefert noch mehr braune Pakete in das – von außen klein anmutende – Lokal, und hetzt schnell weiter, ehe der Nächste in der Reihe hupt. Gerade rechtzeitig zum Termin erscheint Fred Baus, einer der beiden Initiatoren des Projektes mit einer Ladung Paletten, die aus den Stocks eines bekannten Supermarkts
stammen. mehr lesen / lire plus

TELECHARGEMENT: Toile sociale

A l’occasion de la journée mondiale de la propriété intellectuelle, le 26 avril, il est temps de considérer les nouvelles alternatives aux droits d’auteurs anciens et rigides.

Ne détâche que rarement les yeux de l’écran. Laurent Kratz est un des chefs de la plateforme Jamendo.

Ne détâche que rarement les yeux de l’écran. Laurent Kratz est un des chefs de la plateforme Jamendo.

„Plus les répressions contre ceux qui téléchargent illégalement sont radicales et draconiennes, mieux c’est pour nous“, ironise Laurent Kratz, le CEO de Jamendo. Cette petite start-up luxembourgeoise mais gérée par des français, a installé ses bureaux dans les couloirs du Technoport „Schlassgoart“ à Esch-sur-Alzette, véritable ruche d’abeilles „néolibérales“, si l’on veut. mehr lesen / lire plus

ESCH 2006: Wie man in die Stadt ruft …

Paul Kuffer, Koordinator der Jahrhundertfeier in der Minettemetropole, über Konzepte, Kommunikationsschwierigkeiten und Nachhaltigkeit in Esch.

Paul Kuffer fehlt es an Reaktionen von den Escher Bürgern.

woxx: Herr Kuffer, wenn man so durch Esch spaziert, merkt man relativ wenig davon, dass die Stadt hundert Jahre feiert. Gibt es gerade keine Events, oder lieben Sie es eher diskret?

Paul Kuffer: Das ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass ich diese Bemerkung höre. Ich will hier bloß dran erinnern, dass im Vergleich die Festlichkeiten zum fünfzigsten Geburtstag der Stadt im Ganzen nur fünf Wochen gedauert haben. Wir feiern ja auch nur einen Geburtstag, das heißt den 29. mehr lesen / lire plus

KULTURPOLITIK: Mit Leben füllen

Kulturstaatssekretärin Octavie Modert über ihre neuen Funktionen, das Künstlerstatut und die neuen kulturellen Infrastrukturen in Luxemburg.

Staatssekretärin mit Ministerkompetenzen: Seit einem guten Monat ist Octavie Modert für Kultur in Luxemburg verantwortlich. (Foto: Christian Mosar)

woxx: Frau Modert, vor über einem Monat wurden Ihnen, im Rahmen des Regierungsumbaus, sämtliche Kompetenzen im Kulturbereich übertragen. Welche Aufgabenbereiche haben Sie denn nun konkret übernommen?

Octavie Modert: Durch eine „délégation des compétences“ hat mir Minister Biltgen sämtliche Aufgabenbereiche des Kulturressorts übertragen. Folglicherweise hat er nichts mehr mit der Kulturpolitik Luxemburgs zu tun und diesen Bereich ganz an mich abgetreten, in dem ich seither alleine entscheide. In den anderen Bereichen des Ministeriums, Forschung und Hochschulwesen, hat sich hingegen nichts geändert an unserer vorherigen Aufgabenaufteilung. mehr lesen / lire plus