Alternatives Magazin ö
: Wir sind Transition!

Neugierig macht die ö schon, denn sie ist mehr als nur ein Newsletter. Blick hinter die Kulissen eines alternativen Mediums, das in der Zivilgesellschaft der 2010er Jahre wurzelt.

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(Coverfoto: Joanne Theisen)

Ist „ö“, das „Transition Luxembourg Magazine“, wirklich eine Zeitung? Sie erscheint nicht in gedruckter Form, wird nicht von professionellen JournalistInnen gemacht, und dann der Name – viel zu kurz! Außerdem besteht der Inhalt größtenteils aus einer Übersicht über Transition-Termine, abgedruckten Flyern sowie Kochrezepten.

Aber: ö erscheint regelmäßig, und die Termine und Einladungen sind für die AdressatInnen durchaus relevant. Und: Der restliche Inhalt könnte auch in einer „normalen“ Zeitung erscheinen, oder zumindest in einer „alternativen“, wie der woxx. mehr lesen / lire plus

Surfen hinterlässt Spuren: Komfort oder Privatsphäre?


Sich frei und bequem im WWW bewegen, ist für viele ein Stück Lebensqualität. Doch was tun gegen die virtuellen „Spanner“, die unsere Daten ausspähen und sammeln?

Spanner gibts nicht nur am stillen Örtchen. Auch im Internet bewegen wir uns unter den Blicken von Google und Co. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (Foto: Raymond Klein)

Spanner gibts nicht nur am stillen Örtchen. Auch im Internet bewegen wir uns unter den Blicken von Google und Co. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (Foto: Raymond Klein)

„To browse“ bedeutet so viel wie stöbern oder sich umsehen. Ein zutreffender Name, denn Browser sind genau dafür da. Mit den Programmen lassen sich Seiten im World Wide Web darstellen. Sie dienen sozusagen als Fenster zum Internet. Zwar herrscht Browser-Wahlfreiheit, aber die großen Vier – Microsofts Internet Explorer, Googles Chrome, Apples Safari und Mozillas Firefox – teilen sich den Markt weitgehend untereinander auf. mehr lesen / lire plus

Tote in der Cloud: Bewahren oder Löschen?


Was passiert nach meinem Tod mit den Familienfotos in der Cloud? Und mit meinem Facebook-Profil? Ohne Zugangsdaten sind meine Angehörigen vom Wohlwollen der Dienstleister abhängig.

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Calvary Cemetery, Queens, New York. Stadt der Toten, Stadt der Lebenden. Im Netz kann das Andenken an Verstorbene weiterleben. (Foto: Plowboylifestyle / Wikipedia / PD)

Stirbt jemand, der zu Lebzeiten viel im Internet unterwegs war, kann es sein, dass er eine beträchtliche Menge an Daten zurücklässt. Tausende E-Mails sind in irgendeinem Postfach gespeichert, unzählige Posts finden sich bei Facebook. Möglich auch, dass der Verstorbene einen Cloud-Speicher nutzte, um Videos von Reisen aufzubewahren. Die Dateien liegen dann zum Beispiel bei Dropbox. mehr lesen / lire plus

WIKIPEDIA: Manipulierbares Lexikon?

Für Wissen in Form von dicken Lexika-Bänden gibt kaum noch einer Geld aus. Denn Wissen ist gratis im Netz abzurufen: bei Wikipedia. Rund 500 Millionen Besucher hat die Online-Enzyklopädie im Monat. Aber ist sie auch verlässlich?

An Wikipedia kommt so schnell keiner vorbei. Egal, welchen Begriff der Nutzer in die Suchmaschine eingibt, ob er Informationen über einen Fußballspieler oder die Relativitätstheorie sucht: Immer steht ganz oben in der Ergebnisliste ein Wikipedia-Link. Hinter dem so präsenten, inzwischen 13 Jahre alten Online-Lexikon steckt die Wikimedia Foundation. Die Non-Profit-Organisation mit Sitz in San Francisco will das gesammelte Wissen der Menschheit frei zugänglich machen. Momentan umfasst Wikipedia rund 30 Millionen Artikel, davon 1,6 Millionen deutschsprachige. mehr lesen / lire plus

BIG DATA: Die Erfahrungen von vielen

Zu viel Information erstickt die Information? Im digitalen Zeitalter stimmt das nicht mehr. Neue Techniken ermöglichen es, die online anfallenden großen und unstrukturierten Datenmengen auszuwerten.

Nicht nur Computer, auch Menschen sollen die aus Big Data extrahierte Information verstehen können – dabei hilft eine grafische Aufbereitung. Die erste Abbildung zeigt die aus 700 Millionen Facebook-Einträgen gewonnenen Erkenntnisse über die Lieblingswörter von Frauen (oben) und Männern (unten). Der Original-Artikel „Personality, Gender, and Age in the Language of Social Media: The Open-Vocabulary Approach“ trägt die DOI-Referenz 10.1371/journal.pone.0073791.
Die untere Abbildung zeigt einen Screenshot des Projekts „Flu near you“, das unter anderem auf Google zurückgreift, um über Grippewellen zu informieren.

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MULTIMEDIA: Mahlzeit aus dem Drucker

Chancen und Risiken einer Technik, die unser Leben revolutionieren wird.

3D-Drucker produzieren, wie der Name schon sagt, dreidimensionale Objekte. Der Prozess ist ganz einfach: Im Drucker steckt ein schmelzfähiger Kunststoff, etwa Polymilchsäure (PLA), ein auf Maisstärke basierendes Biopolymer. Er wird erhitzt und von einer Düse in hauchdünnen Schichten aufgetragen – jede neue Schicht haftet an der darunterliegenden. So wächst nach und nach der gewünschte Gegenstand heran.

Die Technik bietet große Chancen, sagt Jan Borchers von der Media
Computing Group an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. In der Logistik könnten sich die Lieferketten auf ein Minimum verkürzen. Denn Produkte lassen sich vor Ort fertigen. mehr lesen / lire plus

DER PREIS DES HANDYS: iSlave oder Fairphone?

Berichte über die Umstände der Gewinnung von speziellen Metallen und Herstellung von elektronischen Geräten sind erschreckend, doch wer möchte schon auf sein Handy verzichten? Die Entwicklung eines authentischen Fairphones kommt nur langsam voran.

Logo-Vielfalt, vom kongolesichen Okapi bis zum Made-in-China-Siegel. Das erste Fairphone-Modell: umweltschonend verpackt.
(Foto: FAIRPHONE/CC BY-NC-SA)

Kaffee, Tee, Bananen, Schokolade – diese Lebensmittel gibt es als fair gehandelte Produkte zu kaufen. Ein Smartphone mit Fair-Trade-Siegel ist dagegen noch nicht auf dem Markt erschienen. Kein Wunder: Die etwa 30 Metalle, die in einem Smartphone stecken, werden häufig unter katastrophalen Bedingungen abgebaut. In Kobaltminen des Ostkongos etwa sind Arbeiter giftigen Dämpfen ausgesetzt. mehr lesen / lire plus

RADIOS: Deux décennies de perdues

La loi sur la libéralisation des médias de 1991 n’est pas vraiment un succès. Il est grand temps de l’adapter aux réalités luxembourgeoises.

Même adresse, mêmes propriétaires et presque même concept : depuis la Saint-Nicolas 1992, Radio Ara est le dernier des Mohicans de la libéralisation des ondes du début des années 1990 à ne pas avoir trahi l’idée de départ.

Quand Radio Ara a choisi en 1992 la fête de Saint-Nicolas pour commencer à émettre sur les fréquences 103,3 et 105,2, le petit monde rallié à ce projet avait le sentiment d’avoir vraiment abouti : depuis dix ans, ses militant-e-s avaient tenté de mettre en place une véritable radio participative à Luxembourg, d’abord en diffusant sous le nom d’« Atelier Radio Ukaweechelchen » depuis l’« Areler Knippchen » de l’autre côté de la frontière belge, puis en érigeant de façon illégale des émetteurs à différents endroits du grand-duché sous l’entité « RadAU Lëtzebuerg ». mehr lesen / lire plus

INITIATIVE CITOYENNE EUROPÉENNE: Pluralisme en situation précaire

Si la liberté et le pluralisme des médias ont été unanimement reconnus comme fondamentaux pour les valeurs communes prévalant dans l’Union européenne, dans la pratique, une série d’obstacles peut en limiter
la portée.

L’existence d’un paysage médiatique pluraliste garantit la liberté d’expression des différentes opinions, dans le respect de leur diversité. Dans toute société démocratique, les médias doivent être pluralistes et libres de toute pression économique ou politique afin de produire et diffuser une information de qualité qui donne à chacun la liberté, le plus possible, de choisir  : choisir en connaissance de cause telle marque au supermarché ou tel parti pour représenter ses idées, quand la publicité ou le copier-coller de discours politiques uniformisés seuls nous laisseraient tels des pantins pantois aux mains de quelques individus en quête de pouvoir ou d’argent à placer. mehr lesen / lire plus

20 JAHRE 100,7: Geheimsender mit Ambitionen

Neue Studios, neuer Direktor, neues Programm. Vieles ändert sich beim soziokulturellen Radio, das nach zwei Jahrzehnten den Weg aus der Nische sucht.

Aller Anfang ist schwer: Als „100komma7“ im September 1993 endlich auf Sendung gehen durfte, war seine namensgebende Frequenz eigentlich noch durch den Platzhirsch RTL Radio besetzt. Die in den 1980er Jahren für Luxemburg international ausgehandelte Zuteilung der Radio-Frequenzen trug der zu jener Zeit sich anbahnenden Liberalisierung des Radios kaum Rechnung. Als Folge davon waren die landesweit nutzbaren Frequenzen überhaupt nicht auf die, Anfang der 1990er Jahre auch rechtlich fixierte, Neugestaltung der Radiolandschaft zugeschnitten.

Die etwas früher an den Start gegangenen privaten Regionalsender hatten es daher mit kompliziert koordinierten Doppelfrequenzen zu tun; bei allen gab es mehr oder weniger große Funklöcher und andere Probleme, die bis heute andauern. mehr lesen / lire plus

MAILDIENSTE: Mitlesen unerwünscht!

Maildienste verwerten die per-sönliche Daten ihrer Nutzer. Es geht aber auch ohne Bespitzelung.

Obamas wahres Gesicht:
Der gute demokratische
US-Präsident entpuppt sich
als Daten-Krake.

Prism und Tempora – die US-Spähprogramme sind in aller Munde. Der Militärnachrichtendienst NSA hat direkten Zugriff auf die Server von Google, Facebook, Microsoft, Apple und anderen. Was bedeutet, dass über Gmail oder Outlook laufende digitale Kommunikation abgefangen und ausgewertet werden kann.

Die Bespitzelung ist nicht das einzige Ärgernis. Die Firmen, deren Server angezapft werden, scheren sich selbst wenig um die Privatsphäre ihrer Kunden. Google etwa erstellt mit Hilfe von Gmail detaillierte Nutzerprofile und verhökert sie an die Werbe-industrie. mehr lesen / lire plus

GOOGLE GLASSES: Datenbrillen müssen draußen bleiben!

Google hat die ersten Testexemplare seiner Cyberbrille ausgeliefert – für 1.500 US-Dollar das Stück. Allerdings stößt das Gestell auf viel Skepsis …

Ein Konsument darf mit einem gekauften Produkt machen, was er will? Bei elektronischen Geräten gelten andere Regeln. Ihre Funktionen können zunehmend von außen gesteuert werden. Der Hersteller nimmt sich das Recht der Fernwartung heraus und kann an dem Gerät jederzeit etwas verändern oder sperren. Der Konsument, an der langen Leine gehalten, hat genau genommen nur eine Nutzungslizenz, nicht das Gerät als Ganzes gekauft.

Dass es nur eingeschränkt möglich ist, elektronische Waren wirklich zu besitzen – diese Entwicklung treibt Google auf eine vorläufige Spitze. mehr lesen / lire plus

PROTECTION DES DONNÉES: Un luxe ?

Alors que le monde entier commence à se faire à l’idée qu’il faudra mieux protéger ses données, le Luxembourg ne semble pas trop se soucier des nouveaux enjeux. Un retard qui risque de coûter très cher.

La prochaine fois que vous croisez un flyer comme celui-ci, pensez à y aller. Car l’internet, c’est comme le sexe : mieux vaut avoir des rapports protégés.

Depuis ce jeudi matin, les terminologies « Prism » ou « Tempora » sont devenues un peu plus obsolètes. Car il y a bien pire. Comme vient de le révéler le « whistleblower » – toujours bloqué à l’aéroport de Moscou – Edward Snowden, l’arme ultime de la NSA s’appelle « XKeyscore ». mehr lesen / lire plus

OSTERN 2.0: Ein Papst zum Herunterladen

Religiöse Apps und frömmelnde Videokanäle begleiten gläubige Nutzer durch den Alltag.

Jeden Mittwoch um zehn ist es soweit: Dann erscheint der Papst in einem Fenster über dem Petersplatz. Die Gläubigen reisen zum Teil von weither an, um die Generalaudienz mitzuerleben. Seit Januar können sie auch zuhause bleiben und einfach ihr Smartphone einschalten. Der Vatikan bietet eine Papst-App an, welche die Auftritte live und in voller Länge überträgt.

Der Start der App fiel noch in die Amtszeit Benedikts XVI. Damals war aus dem Vatikan zu hören, dass die katholische Kirche in der „digitalen Arena“ gegenwärtig sein müsse. Was natürlich auch für Franziskus, den neuen Papst gilt. mehr lesen / lire plus

RECHT AUF DIGITALES VERGESSEN: Das Netz hat ein gutes Gedächtnis

Nutzer sollten sich genau überlegen, was sie im Internet veröffentlichen. Es ist schwierig, unangenehme Inhalte zu löschen. Daher wird über ein Recht auf digitales Vergessen gesprochen.

Gestern online gesetzt, heute gelöscht, morgen vergessen? Doch in den Maschen des Internet bleibt vieles hängen. Und wie in der realen Welt ist es manchmal auch ganz gut, dass man Dokumente wieder aus dem Papierkorb herausfischen kann.

Das Internet vergisst nicht. So sagt man. Gemeint ist damit, dass Nutzer zum Beispiel von peinlichen Fotos, die sie irgendwann dummerweise ins Netz gestellt haben, noch nach vielen Jahren heimgesucht werden. Diese Jugendsünden können nicht einfach so gelöscht werden. mehr lesen / lire plus