NUCLEAIRE ET EFFET DE SERRE: Le retour du grand jaune

Si l’opinion publique reste méfiante envers le nucléaire, elle est alarmée par le changement climatique. L’industrie nucléaire tente d’en profiter pour faire redémarrer ses affaires.

„Sortir du nucléaire“, c’est le nom d’un réseau d’ONG françaises qui combattent la politique énergétique actuelle. Pour le moment, c’est plutôt la „rentrée du nucléaire“ qui se prépare. Une commission parlementaire vient de remettre son rapport sur les centrales de l’avenir et le „débat public“ organisé les mois passés par le gouvernement a été clôturé samedi dernier. Les conclusions sont semblables: pour assurer la production d’électricité à partir de 2015, quand les centrales actuelles devront être arrêtées, la France aura besoin du nucléaire. mehr lesen / lire plus

LAGE DER NATION: Blood, sweat and black chocolate

Ein Jahr vor der nächsten Chamberwahl verhärtet sich die regierungspolitische Rhetorik. Rechte Politik scheint wieder salonfähig.

„Et gëtt virun de Wale keng Knippercher a keng Korënten. Et gëtt schwaarze Schockela an heiansdo haart Brout. Et gëtt net esou haart datt d’Leit sech d’Zänn ausbäissen. Mee dat Brout wat mer fir 2004 bake, soll laang halen – fir datt mer nach laang z’iessen hunn.“ Seitdem im Herbst des vergangenen Jahres die luxemburgischen Wirtschaftsdaten sich schlagartig in einem düsteren Licht darstellen, hat sich auch der Sprachgebrauch von Jean-Claude Juncker gewandelt. Sein Pech: Nur ein Jahr vor dem nächsten Wahlgang müssen Durchhalteparolen und Gürtel-enger-Schnallen-Appelle an die Stelle von perspektivischen, Jahrzehnte übergreifenden Reformvorschlägen treten. mehr lesen / lire plus

AIDS: Doppeltes Stigma

Auf einer Veranstaltung im Luxemburger Centre Hospitalier diskutierten ExpertInnen über die Stigmatisierung von Aids. HIV-positive oder an Aids erkrankte „Sans Papiers“ leiden unter einer doppelten Diskriminierung.

„Als mein Mann erkrankte, kamen alle, um uns anzuschauen. Sie beobachteten uns, als wir die Straße überquerten. Die Leute standen sogar Schlange, um uns zu sehen. Einmal schlug unser Nachbar sogar seinen kleinen Sohn, weil er zu uns gekommen war.“ Mit diesen Worten beschrieb eine HIV-positive Frau in Uganda, wie die Menschen in ihrer Umgebung reagierten, als ihr Mann an Aids erkrankte – und ein Beispiel dafür, wie sehr HIV-positive Menschen oder Aidskranke Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt sind. mehr lesen / lire plus

ZUKUNFT DER EISENBAHN: Streik – für oder gegen was?

Anlass für den Warnstreik ist die Sorge der Eisenbahnergewerkschaften über den drohenden Sozialabbau. Doch es geht um mehr: um die Zukunft der CFL vor dem Hintergrund der EU-weiten Liberalisierung.

Ein gelungenes Timing: Am Tag bevor die EisenbahnerInnen streiken, um das „Kaputtrationalisieren“ der CFL zu verhindern, stellt Transportminister Henri Grethen einen Gesetzentwurf zum öffentlichen Verkehr vor. Der sieht unter anderem die Schaffung der lange geforderten Mobilitätszentrale vor, die alle Verkehrsträger integrieren soll. Wer kann da noch behaupten, es werde nichts für den öffentlichen Transport getan? Um so mehr als Henri Grethen zwei Tage zuvor, am Dienstag, der Chamber vorgerechnet hatte, welche Quantitäten an neuem Personal, Material und neuen Infrastrukturen in seiner Amtszeit angefallen seien. mehr lesen / lire plus

Opferschutz: Frieden opfert sich für Europa

Ein Gesetzesvorschlag des Justizministers folgt einer europäischen Richtlinie und sieht zahlreiche Neuerungen in der Strafprozessordnung vor.

Eduard Frieden oder Luc Zimmermann … (Foto: woxx-Montage)

„Jeder von uns kann schon morgen selbst betroffen sein“, warnte Eduard Zimmermann vor einigen Jahren auf Werbeplakaten des Weißen Ringes in Deutschland. Die Geschichte der Opferschutzorganisation war einst untrennbar mit der Person ihres Gründers und ehemaligen Moderators der ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ verbunden – bis Zimmermann den Weißen Ring im Oktober 2000 verließ: Er hatte der Organisation Spendenmissbrauch vorgeworfen. Seitdem fehlt den OpferschützerInnen eine Galionsfigur.

Mittlerweile bemüht sich Justizminister Luc Frieden, diese Lücke zumindest in Luxemburg zu füllen. mehr lesen / lire plus

SCHULKONFERENZ: Es geht auch anders

Wer eine andere, bessere Schule will, sollte am besten gleich heute anfangen. Die Konferenz „Beyond Basics“ von „Déi Gréng“ sprach Reformwilligen Mut zu.

Schon in den ersten Minuten wird es deutlich: Die Frau, die dort vorne am Tisch im Bonneweger Kulturzentrum einen Vortrag über eine Schule jenseits von Lernfabrik und Lehrerfrust hält, weiß, wovon sie spricht. Enja Riegel, 62, ist die ehemalige Rektorin der renommierten Helene-Lange-Schule im hessischen Wiesbaden, berühmt geworden vor allem durch traumhafte Ergebnisse beim ansonsten desaströs ausgefallenen Pisa-Test Deutschland. Bei der Lesekompetenz erreichten die SchülerInnen ihrer Schule im Mittel 579 Punkte – weit mehr als Pisa-Sieger Finnland, dessen SchülerInnen im Durchschnitt auf 546 Punkte gekommen waren. mehr lesen / lire plus

ENERGIEPOLITIK: Stromwechsel ohne Wende?

Wie „öko“ der von der Cegedel angebotene Ökostrom wirklich ist, hängt von der Sichtweise ab. Der Glaube an eine von den VerbraucherInnen herbeigeführte Wende in der Energiepolitik scheint sowieso dahin zu sein.

Erstaunlich, wie viele Möglichkeiten es gibt, den persönlichen Lebensstil umweltverträglicher zu gestalten. Drei-Liter-Auto, Niedrig-Energie-Haus und demnächst auch noch „Nova Naturstroum“ von Greenpeace anstelle des Cegedel-Standard-Stroms. Allerdings stellt sich die Frage, wie viel Veränderung ein solcher Wechsel bewirken kann.

Ziel des Angebotes, künftig für einen Mehrpreis von 2,5 Cent pro Kilowattstunde „ökologischen Strom“ zu beziehen, sei es, den Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromversorgung zu erhöhen, heißt es in einer Cegedel-Pressemitteilung. mehr lesen / lire plus

KRIMINALITÄT/JUSTIZ: Viele Augen sehen mehr

Die (Jugend-)Kriminalität ist stark angestiegen. Diesen Eindruck vermittelt die Polizeistatistik, die der Innenminister Anfang April vorgestellt hat. Doch was sagen diese Zahlen wirklich aus?

Donnerstagmorgen, gegen 7.45 Uhr, ein Polizist befestigt ein Absperrgitter am Hinterausgang des Arbed-Gebäudes. Der Sitz des weltgrößten Stahlkonzerns Arcelor ist weiträumig abgeriegelt, Polizeiwagen an jeder Ecke, drei belgische Wasserwerfer und mehrere gepanzerte Räumfahrzeuge warten auf ihren Einsatz. Spezialeinheiten rüsten sich mit Schlagstock und Helm gegen geschätzte mehrere hundert StahlarbeiterInnen, die in Luxemburg erneut gegen die Schließung von Stahlstandorten protestieren wollen. Die Kulisse wirkt martialisch, die luxemburgische Polizei demonstriert – nach den Einsätzen auf den Friedensdemonstrationen und den Hausdurchsuchungen – einmal mehr Stärke. mehr lesen / lire plus

RAZZIA GEGEN ISLAMISTEN: „Internationaler Polizeistandard“

Die brutale Vorgehensweise der Polizei bei den Hausdurchsuchungen am 31. März sowie die Abschiebung mehrerer Personen nach Tunesien lassen Zweifel daran aufkommen, ob in Luxemburg die Menschenrechte für alle gelten.

„Seien Sie froh, dass er nicht mehr zu Lande ist“, meinte Jean-Claude Juncker beim Pressebriefing vorigen Donnerstag über einen der beiden nach Tunesien abgeschobenen Männer. Sie waren im Rahmen der Hausdurchsuchungen im „islamistischen Milieu“ festgenommen worden. Der Premier fügte selbstzufrieden hinzu: „Frau und Kinder wurden mit ausgewiesen. Es soll niemand sagen, wir würden Familien auseinander reißen.“ Doch warum diese Person so gefährlich sein soll, das wurde bisher nicht belegt. Es heißt, sie sei Mitglied der verbotenen islamistischen al-Nahda-Bewegung in Tunesien und werde von der dortigen Polizei gesucht. mehr lesen / lire plus

ISLAM: Auf zum Luxemburger Djihad

Der heilige Krieg gegen den Islamismus breitet sich auch in Luxemburg aus. Statt mit den Waffen von Integration und Toleranz zu kämpfen, verstärkt der Staat sein Arsenal der Ausgrenzung.

Zugegeben, sie wirken etwas exotisch, die Männer mit den Bärten, die sich seit einiger Zeit in einem Bonneweger Lokal versammeln – wenn auch nicht mehr als „Brüder“ anderer Religionsgemeinschaften. Am Montag in der Frühe wurde die „Association des musulmans du Luxembourg“ im Rahmen einer polizeilichen Aktion gegen „Islamistenkreise“ Zielscheibe einer Hausdurchsuchung. Grund: Hinweise auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Und die Polizei, so ihre spätere Pressemitteilung, wurde fündig: Propaganda-Material, das zum Heiligen Krieg aufrufe, sei sichergestellt worden. mehr lesen / lire plus

ISRAEL/PALESTINE: Le provisoire qui dure

Ruth Il Raz, une opposante juive aux occupations des territoires palestiniens, était à Luxembourg cette semaine. Témoignage d’une situation qui risque tomber à l’oubli alors que la guerre en Irak bat son plein.

La soixantaine, assistante sociale de profession, Ruth Il Raz est en tournée européenne pour faire écho de la campagne „Le droit de vivre dans un foyer et une patrie“ que son organisation l'“Israeli Committee against House Demolition“ (Icadh) mène ensemble avec une organisation soeur palestinienne, le „Jerusalem Centre for Social and Economic Rights“ (JCSER). Lundi dernier, lors d’une conférence de presse et d’une soirée publique organisées par le Comité pour une Paix juste au Proche-Orient et l’Action Solidarité Tiers Monde, Ruth a développé son analyse d’un conflit vieux de plus de 50 ans et qui est à l’heure actuelle dans sa plus grave crise depuis la signature des traités d’Oslo. mehr lesen / lire plus

SCHÜLERDEMO: Polizei in der Kritik

Blaue Flecken, Schürfwunden – nicht für alle ging die große Schülerdemo vor der US-Botschaft glimpflich zu Ende. KritikerInnen werfen der Polizei vor, unverhältnismäßig auf einzelne Unruhestifter reagiert zu haben.

Kreuzberg oder Limpertsberg?
(Foto: woxx)

„War is not a game“, „United for Peace“, „Kee Krich“ – das sind einige der Sprüche, die mit großen, bunten Buchstaben auf die Plakate geschrieben standen, die SchülerInnen aus nahezu allen Lyzeen Luxemburgs am vergangenen Donnerstag vor sich hertrugen. Zehntausende waren es, die allein in der Hauptstadt vor der US-Botschaft gegen den Krieg im Irak und für eine friedliche Lösung des Irakkonfliktes demonstrierten. Und dabei sind die Tausende, die in Esch, Ettelbrück und anderswo ebenfalls auf die Straße gingen, noch nicht mitgezählt. mehr lesen / lire plus

KRIEG UND KRISE: Dünne Luft am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenzahlen sind so hoch wie lange nicht mehr. Die Gewerkschaften rechnen gar mit einem weiteren Anstieg – die Kriegsfolgen nicht mit eingerechnet.

Nach der ersten Euphorie tiefe Talsohlen? Die Auswirkungen des Irakkrieges sind noch völlig ungewiss.

„Die Folgen des Irakkrieges für die Wirtschaft sind überhaupt nicht absehbar“, sagt Ali Kaes. Der beigeordnete Generalsekretär des LCGB ist besorgt, bisher haben er und seine KollegInnen keine Anzeichen feststellen können, dass sich die wirtschaftliche Situation in Europa verbessern wird. Eher könnte das Gegenteil der Fall sein: Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten wurden in vielen EU-Mitgliedstaaten – Frankreich, Schweiz, Österreich und Deutschland – die Wirtschaftsprognosen nach unten korrigiert, hält der Krieg an, befürchten ExpertInnen gar eine weltweite Rezession. mehr lesen / lire plus

GIRLS‘ DAY 2003: Kurbelwelle statt Dauerwelle

Jungen werden Baggerfahrer, Programmierer oder Professoren. Mädchen werden Friseurin, Sekretärin oder Grundschullehrerin. Der Girls‘ Day 2003 will am 8. Mai mit diesen Klischees aufräumen und Mädchen für atypische Berufe begeistern.

„Les filles en avant!“ lautet das Motto des zweiten Girls‘ Day, der am 8. Mai diesen Jahres in Luxemburg stattfindet. Der Startschuss ist gefallen, das Fraueninformations- und Dokumentationszentrum Cid-femmes, das den Girls‘ Day koordiniert, hat in einer Pressemitteilung und mit Briefen Betriebe, Verwaltungen und Organisationen im ganzen Land dazu aufgerufen, an jenem Tag ihre Türen für interessierte Mädchen zu öffnen. Vor allem im Technik- und Kommunikationsbereich werden noch Praktikumsplätze gesucht.

„Die Sache nimmt Gestalt an“, sagte Christa Brömmel auf Nachfrage der woxx. mehr lesen / lire plus

ABSCHIEBUNGEN: Rückkehr ins Land des „Rasiermessers“

Die aus Luxemburg abgeschobenen ehemaligen Flüchtlinge treffen in ihrer alten Heimat Montenegro auf wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und politische Instabilität.

Nach der Abschiebung: Heimweh nach Luxemburg?

„Am meisten berührt hat mich die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der Menschen.“ Die Betroffenheit ist Maggy Backes anzusehen, als sie ihre Eindrücke aus dem Sandjak schildert. Die Lehrerin gehörte zu der Delegation der „Association de soutien aux travailleurs immigrés“ (Asti), die vor kurzem in der Bergregion im Norden Montenegros war, um sich ein Bild von den Bedingungen zu machen, unter denen die seit November aus Luxemburg abgeschobenen Flüchtlingsfamilien leben müssen.

Montenegro galt bereits vor dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens als das Armenhaus des Vielvölkerstaats. mehr lesen / lire plus