SCHWEINEPEST: Jagd auf die Schuldigen

Tausende von Hausschweinen werden gekeult. Da muss es doch auch erlaubt sein, den Hauptschuldigen, das Wildschwein, zu schießen, so die Jagdbefürworter. Doch ob’s was hilft? Die Ursachen der Misere liegen mit Sicherheit anderswo.

Ich war’s auch nicht …
(Foto: Christian Mosar)

„Für uns ist klar und deutlich: Die Schweinepest ist auf die Wildschweine zurückzuführen. Deshalb begrüßen wir auch die Öffnung der Jagd – diese Entscheidung war notwendig und mutig.“ Für Camille Weiler von der CSV, der bei der Aktuellen Stunde am vergangenen Mittwoch im Parlament als erster das Wort hatte, ist die Sache einfach. Camille Gira (Déi Gréng) sah es genau anders herum: „Die Pest geht immer von den Hausschweinen aus.“ Er stützt sich bei dieser Ansicht auf ein im Auftrag seiner Partei erstelltes Gutachten eines Göttinger Wildbiologen. mehr lesen / lire plus

STADT LUXEMBURG: Wir planen eine Straße

Die Nachricht von einer geplanten Straße hatte die EinwohnerInnen von Zessingen aufgeschreckt. Nun hat die Stadt Luxemburg ihre Entwicklungspläne für den Südwesten offengelegt – viel Diskussionsstoff.

Unter www.luxembourg-city. lu/vdl ist die Präsentation von Montagabend online verfügbar.

„Der Augenblick ist gekommen, den Schleier über all diese klammheimlichen Machenschaften zu lüften.“ Das schrieb der Zessinger Interessenverein Anfang Januar in einem offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt Luxemburg und an die zuständigen Ministerien. Gemeint waren die bis dahin geheimen Pläne für den Bau einer parallel zur Autobahn verlaufenden Umgehungsstraße im Südwesten der Stadt, im Randbereich des Wohnviertels Zessingen. Am vergangenen Montag war es dann soweit. mehr lesen / lire plus

KRALOWETZ UND CO: Urbi et Morby

Luxemburg ist nur ein Teil im europaweiten Kralowetz-Puzzle, aber ein wichtiges. Nach zwei Jahrzehnten des Wilderns braucht es eine geregelte und kontrollierte Aufsicht im Transportsektor.

Gut zwei Stunden dauerte am vergangenen Dienstag eine von Transport- und Wirtschaftsminister Grethen anberaumte Pressekonferenz, anlässlich der es Aufschluss über den Werdegang der Affäre Kralowetz geben sollte. Am Ende seiner Ausführungen gab sich der Minister geschlagen: \“Ich erkenne an den Gesichtern vieler der hier Anwesenden, dass meine Erklärungen nicht überzeugen konnten.\“

Tatsächlich hatte Grethen zwar zu fast allen Details der Vorkommnisse um die Firma \“United Cargo Lux GmbH\“ (so nannte sich die von dem inhaftierten Geschäftsführer Karl Kralowetz geleitete Firma zuletzt) etwas zu sagen. mehr lesen / lire plus

KRALOWETZ-AFFÄRE: „Sie kommen wieder „

Mit einer großzügigen Geste hat Luxemburg die menschlichen Aspekte der Kralowetz-Affäre abgehakt und wendet sich nun den juristischen zu. Doch das Reservoir billiger Arbeitskräfte in Osteuropa wird weiterhin Profiteure anlocken.

… und immer wieder geht die Sonne auf!

Angesichts der herumstehenden Kralowetz-Laster sorgten sich die Organisatoren mehrerer Tanzveranstaltungen auf dem P&R Howald um die Durchführbarkeit ihrer „Fuesbaler“, weiß das Luxemburger Wort zu berichten. Transportminister Henri Grethen sorgt sich darum, wie er die Attacken der Opposition abwehren kann. 171 osteuropäische Lastwagenfahrer haben das Rampenlicht der Öffentlichkeit verlassen und sind in ihre Länder zurückgeflogen worden.

Sie sind jetzt arbeitslos. Hätte man sie regularisieren, ihnen eine Arbeitserlaubnis geben sollen? mehr lesen / lire plus

POST-PISA: Brasseur se penche sur Pisa

Au plus tard après l’étude Pisa, tout le monde semble d’accord: le système scolaire luxembourgeois aurait besoin d’être réformé. Mais comment?

Copiez cinquante fois:
Pisa est le nom d’une ville …

C’était sans doute le cadre académique du Conservatoire de Musique à Luxembourg-Ville, qui faisait que la ministre de l’Education nationale, Anne Brasseur, avait l’air bien plus à l’aise qu’à l’habitude. Elle profita ici du fait que tout le monde l’écoute pieusement pour réaffirmer ses positions de manière un peu plus nuancée qu’à son habitude. „Basics gin net duer, daat wees ech och“, concéda la ministre aux quelques 500 personnes venues à la présentation des résultats de l’étude Pisa. mehr lesen / lire plus

REGULARISATION: 2.856 sans papiers, ça use, ça use

La procédure de régularisation n’a plus qu’une moitié de chemin à faire pour aboutir définitivement. Bilan intermédiaire.

Arrivé-e-s à mi-chemin, les ministres de la Justice et du Travail se sont félicité du bon travail effectué, lors d’un point presse, même s’ils ont pris du retard. La cellule de régularisation luxembourgeoise ne devait fonctionner que jusqu’en mai prochain. Fin janvier, elle a su clôturer 49,16 pour cent des 1.544 dossiers introduits entre la mi-mai et la mi-juillet 2001. Le ministre du Travail, François Biltgen, a donc annoncé que cette cellule continuerait de fonctionner au-delà de mai 2002, si ce n’est que par nécessité de suivi de certains dossiers. mehr lesen / lire plus

ERZIEHERiNNEN: Das Warten geht weiter

Die Studie des Kulturministeriums zur Situation im sozio-edukativen Sektor ist ein Flop. Neuigkeiten bringt sie keine.

Als möglicherweise „historisches Datum“ hatte das Lëtzeburger Land im Februar vergangenen Jahres den Auftakt der bis dato einmaligen Erhebung zum sozio-edukativen Sektor bezeichnet. Die Studie, die das Hochschulministerium beim „Etudes et formation“ in Auftrag gegeben hatte, sollte die Umwandlung des „Instituts d’études éducatives et sociales“ (IEES) in eine Hochschuleinrichtung und eine Reform der Ausbildung zum „Educateur/Educatrice gradué-e“ vorbereiten. Man wolle herausfinden, „wie es um die Tätigkeit des Berufes steht, wie viele Educateurs und Educateurs gradués hierzulande in welchen Arbeitsbereichen ihren Beruf ausüben und ob die angebotene Ausbildung beim IEES den Anforderungen der Praxis entspricht“, hatte Germain Dondelinger vom zuständigen Ministerium vor einem Jahr auf einer Diskussionsveranstaltung vollmundig angekündigt. mehr lesen / lire plus

PROCES „FINDEL“: L’Etat et les imbéciles

Quand des manifestant-e-s avaient envahi le Findel en juillet 2000, Jean-Claude Juncker avait promis que cela aurait des suites. Pour le moment, il y a eu: un juge exalté, une ambiance surréaliste et un coup de théâtre.

Mal embarqués?
La défense, dans le procés „Findel“, serait mal embarquée, c’est ce que le juge a balancé à un des avocats lors de la première journée.
(photo: Christian Mosar)

„Monsieur le témoin, pouvez-vous dire qui a proféré ces injures?“ L’avocat de la défense se lève. „Monsieur le Président, ce point ne se trouve pas dans le libellé de l’accusation.“ „Maître, le tribunal pose les questions qu’il veut.“ „Mais cette question n’est pas pertinente, car…“ „La pertinence, c’est moi qui en décide. mehr lesen / lire plus

BELVAL-OUEST: Spagat in vier Dimensionen

In dem Maße wie sich das Projekt Belval-Ouest konkretisiert, treten die Widersprüche zu Tage. Tram oder Auto, Wohnen oder Wirtschaften, Stadt oder Stadtteil, diese Fragen müssen beantwortet werden. Und: Welches ist die Hauptfunktion der „Cité des Sciences“?

Jo Koenen &Co, Maastricht / agora

Mit fiebrigem Eifer arbeiten derzeit in Darmstadt, Maastricht und Paris drei Architektenbüros an Plänen für die Neugestaltung der Industriebrache von Belval-Ouest. Nach der ersten Etappe wurden Ende November die vorläufigen Preisträger des von „Agora“, der Entwicklungsgesellschaft für die Arbed-Industriebrachen, ausgeschriebenen städtebaulichen Wettbewerbs ausgesucht. Sie sollen ihre Vorschläge bis Ende Januar überarbeiten. Dann wird der endgültige Gewinner des Wettbewerbs ausgewählt. mehr lesen / lire plus

CONVENTION EUROPEENNE: Un pari sur l’avenir

Le député socialiste Ben Fayot sera l’un des représentants du Parlement luxembourgeois au sein de la nouvelle Convention européenne, qui fonctionne selon un modèle que l’on espère plus démocratique.

(dessin: Guy Stoos 2001)

woxx: Quelle est votre opinion sur la nomination controversée de Valéry Giscard d’Estaing, lors du Sommet de Laeken, à la présidence de la Convention?

Ben Fayot: Au Parlement luxembourgeois, lors du débat sur Laeken, j’avais incité le gouvernement à défendre Jacques Delors comme candidat. Vu l’engagement au niveau européen que je lui connais, je l’aurais bien vu à ce poste. Mais, comme les chefs d’Etat ont pris cette décision, il n’y a plus beaucoup de sens à en débattre. mehr lesen / lire plus

ETUDE PISA ET OFFENSIVE DANS L’EDUCATION: Réveiller un géant qui dort

Un zéro pointé pour le système scolaire luxembourgeois à l’épreuve PISA. „Back to basics“ s’exclame la ministre pour la nième fois. Mais comment en est-on arrivés là? Et quels sont ces „basics“ qui font défaut à nos élèves?

Symbole de la pédagogie grand-ducale: une double page d’expressions à apprendre par coeur. Un lumineux regroupement grammatical libre de toute considération sémantique.

„Je suis profondément ébranlée“ a dit Anne Brasseur, ministre de l’éducation nationale, en présentant à la presse, il y a deux semaines, les résultats de l’étude PISA. Depuis, le classement catastrophique du Luxembourg (le 29e sur 31 pays) a fait couler beaucoup d’encre. mehr lesen / lire plus

STEUERDUMPING: Armes reiches Luxemburg

Selbst Tony Blair will von Steuersenkungen nichts mehr wissen. Doch in Luxemburg sollen die Individual- und die Betriebssteuern so niedrig werden wie sonst kaum in Europa.

Was läuft schief?
(Foto: Christian Mosar)

Als Claude Wiseler als Budgetberichterstatter vergangene Woche den „wichtigsten Gesetzestext des Jahres“ vor versammeltem Haus (und erstmals auch vor laufender Chamber-TV-Kamera) kommentierte, fiel der Spagat weitaus schwieriger aus als in den Vorjahren.

Die Rekordjahre 1999 und 2000 im Rücken, eine ungewisse Zukunft in der Folge des „11. September“ vor sich, musste er der aufmerksamen Öffentlichkeit vorrechnen, warum es uns laut dem vorliegenden Zahlenmaterial so gut geht, auch wenn uns im Alltag an so vielen Stellen der Schuh drückt. mehr lesen / lire plus

PROTECTION DES DONNEES: Laissez surveiller, laissez circuler

Le projet de loi sur la protection des données s’est attiré les foudres de la Chambre du Travail. Les inquiétudes formulées sont-elles exagérées? Après examen, nous avons trouvé de nombreuses zones d’ombres.

Qui contrôle les contrôleurs?
(photo: Christian Mosar)

„Il s’agit d’un texte indigeste, énonçant de beaux principes, mais truffé d’exceptions et de renvois à des règlements inexistants.“ Lors de la conférence de presse du lundi 3 décembre Michel Di Felice, conseiller à la Chambre de Travail, reprend presque mot à mot la critique formulée dans l’avis du projet de loi sur la protection des données. Si l’avis de la Chambre de Travail est le seul à rejeter en bloc le projet, les autres ne sont pas pour autant enthousiastes. mehr lesen / lire plus

STADT LUXEMBURG: De Bierger-Center ass lo do

Dienstleistung soll in der Stadtverwaltung Luxemburg künftig groß geschrieben werden. Das neue Bürgeramt versteht sich als Aushängeschild eines gewandelten Serviceverständnisses.

Große Fenster lassen viel Licht in die Räume, der Blick von innen nach außen fällt auf die buntbemalte „la grande tempérance“ der Pariser Künstlerin Nikki de Saint-Phalle und auf betriebsamen Busverkehr. Wir befinden uns in den neuen Räumen des „Bierger-Centers“ der Stadt Luxemburg. Hier, im ersten und im zweiten Stock des Centre Emile-Hamilius, insgesamt auf rund 1.640 Quadratmetern, werden künftig 45 MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung Luxemburgs unterschiedlichste Anfragen von BesucherInnen entgegennehmen – und sie hoffentlich auch gleich an Ort und Stelle beantworten. mehr lesen / lire plus

UNIVERSITE DE LUXEMBOURG: Développer des centres d’excellence

Le projet d’une Université au Luxembourg est en marche. Le woxx s’est entretenu avec Jean-Paul Lehners sur la direction prise et les défis de l’avenir.

woxx: Où en est le projet de l’Université de Luxembourg aujourd’hui?

Jean-Paul Lehners: Au printemps la Ministre de l’Enseignement supérieur a présenté le projet lors d’une conférence de presse. Bientôt un nouveau projet de loi sera déposé, et, si tout va bien, la nouvelle loi sur l’enseignement supérieur sera adoptée avant l’été 2002.

Entre-temps la création de nouvelles filiéres et l’extension des filières existantes se poursuit. Par exemple en Lettres et Sciences humaines, nous proposons des premiers cycles complets dans sept matières. mehr lesen / lire plus