Naturschutz: Ökopunktuell zerstören

Künftig sollen nicht mehr so viele Biotope zerstört werden. Doch die neu eingeführte Kompensation nach Ökopunkten könnte sich als kontraproduktiv erweisen.

(Foto: Pixabay / ThomasWolter / CC0)

Die Abstimmung über die Reform des Naturschutzgesetzes findet wohl erst Mitte Juni statt – aufgrund des Todes von Camille Gira hat die Chamber beschlossen, die Donnerstagssitzung zu vertagen. Doch als am Mittwoch der Staatsekretär für Umwelt am Rednerpult zusammenbrach, war die Debatte so gut wie abgeschlossen, die Parteien hatten ihre Positionen dargelegt.

Die Reform hat zwei Seiten, eine positive und eine [eher] problematische. Zur ersteren gehören die kleinen und größeren Neuerungen und Verbesserungen, also das, was man von einer grünen Regierungsbeteiligung erwarten darf. mehr lesen / lire plus

Abfuhr an die Grünen: Die Krux mit dem Staatsrat

Die Ablehnung der Nachfolgerin von Sam Tanson durch Staatsrat zeigt: die Nominierungsprozedur bleibt ein Buch mit sieben Siegeln.

Allerdings trägt die hohe Körperschaft ihrerseits wenig dazu bei, das Verfahren transparenter zu gestalten. So ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit herauszufinden, über welchen Vorschlagsweg die aktuellen Mitglieder zu ihrem Mandat gelangt sind. In der chronologischen Liste sämtlicher Staatsratsmitglieder seit 1857 wird nur das Erkennungsjahr sowie der Name der Person erwähnt, deren Posten durch die Ernennung ersetzt wird. Diese Information macht aber wenig Sinn, da die Staatsratsmitglieder seit 1961 abwechselnd von der Regierung (bzw. bis letztes Jahr durch den Großherzog), der Chamber und dem Staatsrat selber vorgeschlagen werden. mehr lesen / lire plus

Déplacés internes : 80.000 chaque jour

En 2017, les conflits et les catastrophes ont contraint 30,6 millions de personnes à fuir au sein de leur propre pays, selon un rapport publié par l’Observatoire des situations de déplacement interne (IDMC).

Photo : K. Burns, USAID

« Ce chiffre équivaut à plus de 80 000 personnes déplacées chaque jour », explique Alexandra Bilak, directrice de l’IDMC. « Il est alarmant de constater que l’ampleur de ce phénomène ne faiblit pas. Notre nouveau rapport montre la nécessité d’une nouvelle approche pour faire face aux coûts énormes des déplacements internes, non seulement aux coûts humains, mais aussi aux conséquences que ce phénomène a sur l’économie, la stabilité et la sécurité des pays touchés. 

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Hausdurchsuchung bei Radio 100,7 – die ALJP reagiert

Illustration: 100,7

Nachdem heute gegen Mittag die Hausdurchsuchung der Police judiciaire beim Radio 100,7 bekannt wurde, ließ sich die Journalist*innen Gerwerkschaft ALJP (Association luxembourgeoise des journalistes professionnels) nicht viel Zeit um zu reagieren.

In einer Pressemitteilung verurteilt die ALJP „mit Nachdruck“ die Hausdurchsuchung im öffentlich-rechtlichen Sender. In der Folge der „Chamberleak“-Affäre hatte Chamber-Präsident Mars di Bartolomeo am 12. März Anzeige erstattet. Diese führte schließlich dazu, dass der Untersuchungsrichter Ernest Nilles eine entsprechende Untersuchung durch die Police judiciaire auslöste.

Die jetzt durchgeführte Hausdurchsuchung kam dennoch, über zwei Monate nach der eigentlichen Affäre, vollkommen überraschend. Anders als dies bei Durchsuchungen im Zusammenhang anderer „Leak“-Affären zuvor, hatte es diesmal keinerlei Vorwarnung gegeben. mehr lesen / lire plus

Luftverschmutzung: Dicke Luft nun auch am Smartphone

Neben Steuererleichterungen für Elektrofahrzeuge soll nun auch eine App dafür sorgen, dass die Luft in Luxemburg besser wird.

Die Messstation auf dem Churchill-Platz in Luxemburg-Stadt dient gleichzeitig als Informationstafel. Wer an der vielbefahrenen Straße verweilen soll, um sie zu lesen, ist allerdings fraglich. (Fotos: woxx/ja)

2014 starben in Luxemburg zwischen 240 und 420 Menschen vorzeitig an den Folgen schlechter Luft. So hat es zumindest die Europäische Umweltbehörde EEA berechnet. Feinstaub, Stickoxide und bodennahes Ozon sind jene Luftschadstoffe, die der menschlichen Gesundheit stark zu schaffen machen. Verursacher ist neben der Industrie hauptsächlich der Verkehr, und zwar besonders Dieselmotoren.

Im Rahmen des luxemburgischen Luftqualitätsprogramms stellte Umweltministerin Carole Dieschbourg am vergangenen Montag, dem 7. mehr lesen / lire plus

Tambov : histoire et business

En automne dernier, la chercheuse du C2DH à l’Université du Luxembourg Inna Ganschow revenait de Moscou, où elle avait réussi non seulement à localiser les fichiers recensant les prisonniers de guerre luxembourgeois qui avaient été emprisonnés au camp de Tambov, mais aussi ceux relatant les négociations pour leur retour au grand-duché. Dans un entretien avec le woxx, Ganschow précisait quant à la qualité des documents qu’il s’agissait généralement de questionnaires remplis par les prisonniers eux-mêmes. Donc pas vraiment concluants pour résoudre la question qui brûle au Luxembourg, à savoir combien parmi ces soldats étaient vraiment des enrôlés de force. Ce qui n’empêche pas Xavier Bettel de recevoir ce vendredi en grande pompe le gouverneur de Tambov au château de Senningen, où il recevra officiellement les documents de la main de l’ambassadeur russe au Luxembourg. mehr lesen / lire plus

Unel kritisiert Stages-Gesetz

Die Studierendenvereinigung Unel befürchtet eine verstärkte Prekarisierung von Jugendlichen. Das geht aus ihrem Gutachten zum Stages-Gesetz hervor. Grundsätzlich sei es ein wichtiger Schritt, einen gesetzlichen Rahmen für Praktika zu schaffen. Der vorliegende Gesetzesentwurf, der von Arbeitsministerium und Acel ausgearbeitet wurde, verpasse jedoch die Chance, der Diskriminierung von Praktikant*innen entgegenzuwirken. Die Vereinigung kritisiert vor allem, dass obligatorische Praktika, also solche, die im Rahmen einer schulischen Ausbildung absolviert werden, nicht entlohnt werden müssen. Dies schaffe einen ungleichen Zugang zum Studium, hängt die Möglichkeit, ein unbezahltes Praktikum zu absolvieren, doch von den finanziellen Mitteln der Betroffenen beziehungsweise ihrer Familie ab. Ein Gesetz, das Arbeitgeber*innen auf Kosten junger Bürger*innen aus der Verantwortung ziehe, trage nicht zu einer gerechteren Gesellschaft bei. mehr lesen / lire plus

Forum : « Indifférence de plus en plus générale »

Afin d’obtenir des indications sur l’usage que fait des médias la classe politique, Forum a interrogé les candidat-e-s des listes des élections communales de 2017. Des 445 témoignages recueillis, en rien « représentatifs » comme le souligne le mensuel, ressort notamment (et sans grande surprise) que le Wort et RTL continuent de jouir d’un taux de pénétration enviable, que les Verts lisent peu la presse, et que les élus communaux socialistes préfèrent le Wort au Tageblatt. Le dossier est cette fois-ci consacré au vieillissement au Luxembourg, avec notamment un entretien avec le directeur du centre RBS sur comment bien préparer sa retraite, des contributions sur la transition travail-retraite, l’activité au soir de la vie ou encore la solitude des personnes âgées. mehr lesen / lire plus

Atomenergie: Die strahlende Zukunft Europas

Zwei Politiker der Grünen fordern eine grundlegende Reform des Euratom-Vertrages.

Wenn es nach der EDF geht, soll das AKW Cattenom bis 2051 in Betrieb bleiben. (Foto: CC-BY Gilles François)

Die Bedeutung der Kernergie ist in den letzten Jahren gesunken, nicht zuletzt, weil erneuerbare Formen der Energieerzeugung profitabler geworden und die Techniken der Energiespeicherung, z. B. Batterien, technisch gereift sind. Lediglich zehn Prozent der weltweiten Stromerzeugung werden von Atomreaktoren erbracht, während der Anteil der Erneuerbaren bereits bei beinahe 23 Prozent liegt. Somit könnte man eigentlich davon ausgehen, dass das Problem „Atomkraft“ sich bald von selbst lösen wird – der Markt müsste es regeln. mehr lesen / lire plus

Climat : ambitions à revoir… lentement

Les bonnes nouvelles en matière de climat se font rares, et certaines se révèlent moins enthousiasmantes qu’elles n’en ont l’air. Ainsi, la plateforme d’ONG luxembourgeoises « Votum Klima » vient de saluer « les nouveaux ‘premiers de cordée’ de la politique climatique européenne ». Les félicitations s’adressent aux sept pays qui, réunis à Paris le 25 avril, ont appelé la Commission européenne à proposer une stratégie à long terme qui permette d’atteindre la neutralité carbone. Les représentant-e-s de ces pays, alarmé-e-s par le risque de ne pas limiter le réchauffement de la planète à 1,5 degré, souhaitent « agir afin de respecter l’accord de Paris auquel tous les États se sont engagés ». mehr lesen / lire plus

Solidaritätsaktion der ALJP zum 3. Mai 2018

Am internationalen Tag der Pressefreiheit, dem 3. Mai, hielt die kürzlich gegründete Journalistenvereinigung ALJP (Association Luxembourgeoise des Journalistes Professionnels) auf der hauptstädtischen Place d’Armes eine Solidaritätsaktion ab. Dabei ging es einerseits darum, Unterstützung für die ausländischen Kolleg*innen zum Ausdruck zu bringen – nach zwei Journalistenmorden in der EU und den Angriffen auf die Pressefreiheit vor allem in Osteuropa eine Selbstverständlichkeit. Andererseits sollten die drei Hauptforderungen der ALJP – Informationszugangsgesetz, Abschaffung der „Circulaire Bettel“ und Whistleblower-Schutz – an die Öffentlichkeit gebracht werden. Die Schülerinnen des Fieldgen, die von der Oktavmesse zurück in die Klassensäle mussten, hat es sichtlich interessiert zu erfahren, was die hiesigen Presseleute bewegt. mehr lesen / lire plus

EVP und Orbán: Schnauze halb voll?

Ob sich tatsächlich viele Mitglieder der Europäischen Volkspartei (EVP) eine Standpauke für Viktor Orbán erhofft haben, ist fraglich. Der ungarische Premierminister war am vergangenen Mittwochnachmittag zu einem Treffen mit der EVP-Spitze nach Brüssel geladen. Auch für Viktor Orbán gebe es „rote Linien“, wurde Manfred Weber, Chef der mitgliederstärksten Fraktion im Europaparlament, der auch Orbáns Partei Fidesz angehört, vor dem Treffen zitiert. Über die Tagesordnung und Resultate schweigt man sich allerdings lieber aus. Eine Wende zum Besseren brachte es laut dem Luxemburger Abgeordneten Frank Engel (CSV/EVP) indes nicht: „Mir wurde berichtet, dass alles schwierig gewesen sei, weil von Orbáns Seite keinerlei Bewegung stattfindet“, so Engel tags darauf gegenüber der woxx: „Er ist der Meinung, er würde uns [der EVP-Fraktion; Anm. mehr lesen / lire plus

Histoire : Cinqfontaines : retour en arrière

Cette photographie, très probablement prise à Cinqfontaines, date-t-elle du temps où le couvent servait de lieu de transit pour les Juifs luxembourgeois morts en déportation ? Les experts en doutent.

Ce regard… de brute désabusée, a-t-on envie de dire, de bourreau fatigué qui nous fixe sur la photographie ci-dessus est celui, très probablement, d’un soldat de la Waffen-SS, en train de fumer une cigarette devant ce qui semble être un point de contrôle improvisé. Il est aussi la première chose qui saute aux yeux quand on examine cette photographie censée avoir été prise au sein du camp de rassemblement de Cinqfontaines (Clervaux), où l’occupant nazi avait rassemblé entre août 1941 et juin 1943 environ 300 Juifs luxembourgeois, pour la plupart âgés ou invalides, avant leur déportation vers les camps de Theresienstadt, Izbica et Auschwitz, entre avril 1942 et la fermeture du camp luxembourgeois un an plus tard. mehr lesen / lire plus

IDEA-Debatte zum Mindestlohn: It’s the rent, stupid!

Der Arbeitsminister will eine Erhöhung, der Unternehmensvertreter argumentiert dagegen. Im Idea-Streitgespräch konnten beide ihre Argumentation vertiefen.

Nicolas Schmit, Michel-Édouard Ruben und Nicolas Henckes beim Idea-Streitgespräch in der Handelskammer. (Foto: Raymond Klein)

„Das wahre Problem in Luxemburg sind nicht zu niedrige Löhne, sondern die Ausgaben für das Wohnen.“ Was Nicolas Henckes gegen die Anhebung des Mindestlohns vorbrachte, war nicht wirklich neu. Der Direktor der Confédération du commerce (CLC) trat am Donnerstag in einem Streitgespräch gegen Arbeitminister Nicolas Schmit an. Und er erläuterte, das zu geringe Angebot an Wohnraum werde dazu führen, dass eine allgemeine Lohnerhöhung zu einem großen Teil von einer Erhöhung der Wohnungspreise aufgefressen wird. mehr lesen / lire plus

La fin du Hariko ?

On le savait provisoire dès les débuts, mais lorsque le woxx a interviewé l’instigatrice de ce projet innovant liant travail social et secteur créatif, Marianne Donven était encore pleine d’espoir que la Ville de Luxembourg essaierait de trouver une solution à cette situation précaire. Depuis l’année dernière, on sait que l’ancienne propriétaire, la Sogel, a vendu bâtiment et terrain au promoteur immobilier Crea Haus, qui veut raser le bâtiment et y réaliser ses propres projets. Les occupant-e-s du Hariko devront donc plier bagage vers la fin juin. Ce qui inquiète particulièrement Déi Gréng, fraîchement arrivés sur les bancs de l’opposition dans la capitale. mehr lesen / lire plus