„Bestätigung für jeden homophoben Idioten“

CSV-Parteipräsident Marc Spautz muss für eine Aussage heftige Kritik einstecken.

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„49 Jahre Sensibilisierung und Aufklärung einfach ausgelacht“, mit diesem Satz bringt Rosa Lëtzebuerg in einem Presseschreiben seine Entrüstung über eine Aussage von CSV-Parteipräsident Marc Spautz auf den Punkt. Dieser hatte auf einem Kongress  der CSV Süden Kritik an Polizeiminister Etienne Schneider geübt. Dabei erwähnte er nicht nur die neuen Streifenwagen, sondern warf zudem die Frage auf, ob denn nun auch noch rosa Uniformen eingeführt werden würden.

Kritik kam zunächst in den sozialen Netzwerken, woraufhin sich Spautz am vergangenen Donnerstag für seinen Seitenhieb entschuldigte. Die Bemerkung sei ihm „herausgerutscht“, was er bedauere, da sie nicht seine Haltung widerspiegele. mehr lesen / lire plus

Nachsitzen mit Romain Schneider

Kein guter Start für die Reform der Pflegeversicherung: Dienstleister und das zuständige Ministerium verhandeln öffentlich, was eigentlich bereits vor Inkrafttreten der Reform hätte geklärt werden müssen. Romain Schneider macht dabei keine gute Figur.

Nicht leicht zu verstehen: Auch nach der Streichung der „courses-sorties“ ermöglicht die Pflegeversicherung bis zu zehn Stunden individuelle Begleitung bei Einkauf, Spazieren und Verwaltungsgängen. (Bildquelle: Pixabay)

Eine schlecht durchgeführte Reform lässt sich auch nicht gut kommunizieren. So könnte man die Debatte um das neue Gesetz zur Pflegeversicherung zusammenfassen, die sich im Laufe der vergangenen Woche entsponnen hat. woxx und RTL Radio hatten jeweils unter Berufung auf Marc Fischbach, den Präsidenten des Dachverbandes der Pflegedienstleister (Copas), darauf hingewiesen, dass die sogenannten „course-sorties“ abgeschafft worden seien. mehr lesen / lire plus

Pflegeversicherung mit Handicap

Da hat sich wohl jemand zu wenig Hilfe geholt: Romain Schneiders Reform der „assurance dépendance“ reflektiert nicht die Alltagserfahrungen der Betroffenen. Doch die melden sich jetzt zu Wort.

Oft braucht es nicht viel Unterstützung, aber zielgerichtet muss sie sein: Hilfe zur Autonomie. (Bild: Pixabay)

Noch keinen Monat ist die reformierte Pflegeversicherung wirksam – und schon steht sie massiv in der Kritik. Formuliert wird diese Kritik von denen, die direkt und ohne Verzögerung zu spüren bekommen, was sich seitdem geändert hat: Das sind zum einen die Pflegedienstleister; aber auch eine Betroffene hat öffentlich deutliche Worte gefunden. Zwar wisse sie nicht, wer das Gesetz „verbrochen“ habe, schrieb die 76-jährige Anne Fixmer in einem an die zuständigen Minister für Gesundheit (Lydia Mutsch) respektive Sozialversicherung (Romain Schneider) gerichteten offenen Brief: „Auf jeden Fall ist es nicht ausgereift und birgt eine Menge Probleme für Alleinstehende.“

Fixmer ist unter anderem von der Streichung der sogenannten „courses-sorties“ betroffen, also der Hilfe beim Einkaufengehen oder beim Verwaltungsgang. mehr lesen / lire plus

Porträt: „Mäi léiwen Dan …“ (4/4)

Eise leschten Deel vun der Webserie setzt sech mat der Zäit no de Studien auserneen: Während mir an d’Beruffsliewen mol méi, mol manner gutt eragestolpert sin, hues du lues a lues d’Schlappe verluer… a mir dech aus den Aaen.

Kapitel 4: Suen

Suen waren dat lescht wat eis zesummegehalen huet. (©woxx)

 

Ëmbréch gehéieren zum Studenteliewen dozou, an dee leschten ass oft net nëmmen deen definitivsten, mä och gär dee schwéiersten. Et ass keng einfach Zait, mä dofir eng, an där ee gäre feiert. Et huet ee schliesslech elo och seng eege Suen a ka seng Féiss ënnert sengem eegene rabbelegen Ikea-Dësch ausstrecken. mehr lesen / lire plus

Mehr Inklusion gefordert

Nicht ausreichend auf Inklusion ausgerichtet, in segregierender Sprache verfasst – das Gutachten des „Conseil supérieur des personnes handicapées (CSPH)“ zum Gesetzesentwurf, der die Anliegen der „Élèves à besoins éducatifs particuliers“ regelt, fällt recht negativ aus.

(©Pixabay)

Die Kritik an den geplanten Änderungen in punkto schulischer Inklusion hält sich hartnäckig. Nachdem der CSPH bereits die geplante Änderung bezüglich der Sonderpädagogik im neuen Schulgesetz kritisiert hatte, hat die Organisation nun ein negatives Gutachten zum Gesetz zu den „Élèves à besoins particuliers“ vorgelegt.

Momentan bestehe die Erwartungshaltung, dass Menschen mit besonderem Förderbedarf sich den jeweiligen Strukturen anpassen müssen. Dabei sei das Gegenteil notwendig: „Es müssen Bedingungen geschaffen werden, damit jede*r ein ‘normales’ Leben ohne Einschränkungen führen kann“, heißt es im Avis. mehr lesen / lire plus

Geschlechtergerechte Sprache:
 Heute schon gegendert?


Die wenigsten würden wohl von sich behaupten, beim Schreiben von Texten bewusst auf eine sexistische Sprache zurückzugreifen. Dabei ist, sich gendergerecht auszudrücken, keineswegs nur eine Frage des guten Willens.

(Bildquelle: Pixabay)

Einmal den Entschluss gefasst, bei seinem Sprachgebrauch künftig niemanden, schon gar nicht marginalisierte Geschlechtergruppen, auszugrenzen, gilt es sich erst einmal einen Überblick über entsprechende Möglichkeiten zu verschaffen. Doch schon bald kann sich ein Gefühl der Überforderung einstellen. „StudentInnen“, „Student_innen“, „Student*innen“ „Studierende“. Was ist da der Unterschied? Wofür sollte man sich am besten entscheiden? Wer hier nicht über gewisse Grundkenntnisse verfügt, mag verleitet sein, sogleich das Handtuch zu werfen.

Auf die Intention kommt es an

Unabhängig davon, welchen Ansatz man wählt – „geschlechterneutrale“, „gendergerechte“ oder „nicht-
sexistische Sprache“ – Umsetzungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche. mehr lesen / lire plus

Portrait: Mäi léiwen Dan… (3/4)

Mäi léiwen Dan … elo sinn ech schonn um drëtte Kapitel vun dëser Serie, an ech muss feststellen, d’Leit (oder hier Clickzuelen zumindest) wëllen de Rescht och wëssen. Gutt, en marche comme dirait l’autre.

Eng Foto vu Sprëtzen, déi den Dan der woxx zur Verfügung gestallt hat, fir een Artikel z’illustréieren.

Kapitel 3: Setting Sun

Mäi léiwen Dan… wéi mer bis op der Uni oder besser den Unie waren, huet sech munches geännert. Fir eis, Groussstadkolleren, eidel Konten, nei Welten a Studenteliewen. Fir dech, wuel deng éischt Zäit mat enger voller Tâche als Junkie. Et muss ëm deen Dréi gewiescht sinn, wéi s du an d’M. mehr lesen / lire plus

Salaire social minimum : Le progrès social redécouvert

Ça pourrait devenir un sujet dans la campagne électorale à venir : une possible hausse du salaire social minimum. Qui est pour, qui est contre, et quels sont leurs arguments ?

Plus qu’une aumône : le salaire social minimum. (Photo : © Pixabay)

C’est devant un public pas forcément acquis à sa cause que Nicolas Schmit a fait savoir que la lutte contre les inégalités passait forcément par les salaires. Le ministre du Travail, de l’Emploi et de l’Économie sociale était invité à exprimer ses vues sur la question des inégalités au Luxembourg à la Banque européenne d’investissement au Kirchberg, dans le cadre d’un cycle de conférences organisé par l’Université du Luxembourg. mehr lesen / lire plus

Schluss mit Sexismus!

Nachdem sich tausende Opfer sexueller Übergriffe unter dem Hashtag #metoo outeten, hätte es bei einem kurzweiligen Aufschrei bleiben können, doch mittlerweile wird in Hollywood versucht, nachhaltig gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe vorzugehen.

(© timesupnow.com)

Mehr als drei Monate ist es mittlerweile her, dass die breite Öffentlichkeit erstmals von den sexuellen Übergriffen des Hollywood-Moguls Harvey Weinstein erfuhr.  Seither sind zahlreiche weitere Opfer mit Anschuldigungen vorgetreten, nicht nur gegen Weinstein, sondern auch gegen viele andere Produzenten, Schauspieler und Regisseure. In den sozialen Netzwerken meldeten sich hunderttausende Opfer von Missbrauch und sexueller Belästigung unter dem Hashtag #metoo zu Wort.

Zunächst war das mediale Interesse groß. mehr lesen / lire plus

Un téléphone dans chaque cellule, et pourquoi pas au Luxembourg ?

En France, un téléphone viendra équiper chaque cellule de prison d’ici quelques années. Une décision qui pourrait constituer un cas d’école.

Un téléphone dans chaque cellule pour en finir avec les trafics de portables. C’est la nouvelle de la semaine : le ministère de la Justice français vient de lancer un appel d’offres pour faire installer des appareils téléphoniques dans les cellules de chaque prison de France.

La décision, qui fait suite à une expérience menée depuis 2016 dans la prison de Montmédy dans la Meuse, est principalement motivée par deux raisons : permettre aux détenu-e-s un contact régulier avec le monde extérieur en vue de leur réinsertion et mettre un terme à une des principales sources d’incidents en prison, à savoir les trafics de téléphones portables. mehr lesen / lire plus

Portrait: Mäi léiwen Dan … (2/4)

Den Auteur ass viru kuerzer Zäit aus der Zeitung gewuer ginn, datt e Kolleg, e Frënd aus Kandheet a Jugend net méi ass. An dëser Serie reflektéiert hien iwwer deen onnéidegen Dout a wéi d’Gesellschaft mat Ausgeloossenen ëmgeet.

E sonnegen Nomëtten an der Natur. Den Dan ass lénks. (© privat)

Kapitel 2: Funghi Troll

No der Primärschoul, eng éischt Segregatioun. Während mär et méi oder wéineger gutt duerch den Opnamexamen an de Classique gepackt haten, waars du an den Technique versat ginn. An den Arts et Métiers wann ech mech richteg erënneren. Joren laang huet een näischt vun eneen héieren. An wien weess wéi wichteg déi Joren vun der fréier Pubertéit sinn, kann sech virstellen, datt de Gruef tëscht eis zimlech séier méi breet ginn ass. mehr lesen / lire plus

Porträt: Mäi léiwen Dan … (1/4)

Den Auteur ass viru kuerzer Zäit aus der Zeitung gewuer ginn, datt e Kolleg, e Frënd aus Kandheet a Jugend net méi ass. An dëser Serie reflektéiert hien iwwer deen onnéidegen Dout a wéi d’Gesellschaft mat Ausgeloossenen ëmgeet.

Eng vun den läschten Fotoen vum Dan sengem Facebookprofil. (© Facebook)

Kapitel 1: Den Tränteler

Mäin léiwen Dan, och wann d’Cappellettië vum Bei an d’rout Zooss vum Favaro waren, dëse Sonndeg bei mengen Elteren hunn se mer um Mëttesdësch net geschmaacht. Kuerz ier si d’Iessen op den Dësch gestallt huet, huet meng Mamm mer d’Zeitung gewise mat denger Doudesannonce dran. „Et ass jo deen“, huet se mech gefrot, wéi wann si sech sëlwer net sécher wir. mehr lesen / lire plus

Der „Foie“ kann gar nicht „gras“ genug sein

Was die einen als Resultat von Tierquälerei ablehnen, gilt für andere als unverzichtbare Delikatesse: Stopfleber.

1998 hat der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz der EU sämtliche Möglichkeiten der Stopfleberproduktion als grausam eingestuft. Seither ist die Herstellung in vielen europäischen Staaten, darunter auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich, untersagt. Import und Verkauf aber bleiben in diesen Ländern weiterhin erlaubt. In Frankreich wurde Stopfleber 2006 sogar per Gesetz als „Kultur- und Gastronomieerbe Frankreichs“ unter besonderen Schutz gestellt. Das Land ist der weltweit größte Foie-Gras-Hersteller: 90 Prozent des globalen Bestands stammen aus der Grande Nation.

Bei der sogenannten Stopfmast werden die Enten über einen Zeitraum von 12 bis 21 Tagen mithilfe eines 50 Zentimenter langen Metallrohrs zwangsgefüttert. mehr lesen / lire plus

Weihnachtslieder
: Santa is watching you!

Neben Plätzchen und Glühwein sind auch Sexismus und emotionale Erpressung nicht aus den alljährlichen Weihnachtsritualen wegzudenken – so scheint es jedenfalls, wenn man sich die Texte mancher der bekanntesten Weihnachtslieder anhört.

Schaut man sich die Texte mancher Weihnachtslieder genauer an, kann es richtig unheimlich werden. (Bildquelle: flickr)

Es ist wieder einmal die Jahreszeit, in der man genötigt wird, Weihnachtslieder zu hören. Allen, die sich dem entziehen wollen, bleibt nicht viel übrig, als Einkaufsstraßen, Supermärkte und kommerzielle Radiosender zu meiden. Doch warum sollte man das wollen, handeln die meisten dieser Lieder doch von Verliebtheit, Spaziergängen im Schnee oder dem Weihnachtsmann, der Groß und Klein mit Geschenken beglückt? mehr lesen / lire plus

« Les ultras sont une force collective dans des sociétés individualistes »

Ils sont la bête noire du football. Pourtant, ils fascinent jeunes et moins jeunes depuis 50 ans. Entretien-fleuve avec Sébastien Louis, chercheur et auteur du livre « Ultras. Les autres protagonistes du football ».

woxx : Les ultras sont généralement perçus comme des supporters de foot violents, délinquants, et souvent proches de l’extrême droite. Une action récente d’ultras de la Lazio Roma, qui ont collé des autocollants à l’effigie d’une Anne Frank portant un maillot de leurs rivaux de l’AS Roma, n’a fait que renforcer cette image…

Les ultras de l’AC Milan en 2006 (© Wikimedia).

Sébastien Louis : Oui, malheureusement, cette action et le traitement médiatique qu’on lui a réservé confortent ce genre de clichés. mehr lesen / lire plus