Revenu d’inclusion sociale: (Nicht) Garantiertes Mindesteinkommen


Die Reformpläne zum Mindesteinkommen stoßen bei der Opposition auf Kritik. Der Rechtsanspruch auf Sozialhilfe sei mit ihnen nicht mehr gewährleistet.

Auch wenn hierzulande absolute Armut kaum vorhanden ist: Auf Sozialhilfe sind dennoch mehr als 20.000 Menschen angewiesen. (Bildquelle : Wikipedia)

Bekämpfung von Kinderarmut, verstärkte Unterstützung von Frauen und Alleinerziehenden, administrative Vereinfachung und soziale Inklusion – das sind die Ziele, die vom Familien- und Arbeitsministerium mit der Reform des Revenu minimum garanti (RMG), künftig Revenu d’inclusion sociale (Revis) genannt, avisiert werden. Die staatliche Hilfeleistung gilt Personen und Haushalten, deren Einkommen nicht dem zur Existenzsicherung erforderlichen Minimum genügt. Künftig sollen diejenigen, die an Maßnahmen zur Resozialisierung oder zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt teilnehmen oder mehr als zehn Stunden pro Woche arbeiten, zusätzlich zur Allocation d’inclusion eine Allocation d’activation erhalten. mehr lesen / lire plus

Flüchtlinge am Luxemburger Arbeitsmarkt: Ein steiniger Weg

Für Flüchtlinge ist es nicht leicht, Arbeit in Luxemburg zu finden – erst recht, wenn sie adäquat sein soll. Neben der Sprachenproblematik kämpfen viele darum, dass man ihre Qualifikation und Berufserfahrung offiziell anerkennt.

Müssen ihr Können unter Beweis stellen: Flüchtlinge beim Betriebspraktikum. (Foto: EPA/Felipe Trueba)

Integration, Inklusion, wie auch immer man es nennen mag: Sprache und Arbeit sind elementar, damit man als MigrantIn in einer Gesellschaft Fuß fassen kann. Ebenfalls Teil dieser Binsenweisheit: Nur wer die im Berufsleben gängigen Sprachen leidlich beherrscht, wird auch bei der Jobsuche erfolgreich sein. Zugleich jedoch wird die erlernte Sprache vor allem im Arbeitsleben perfektioniert. Doch was einerseits an einen Teufelskreis erinnert, ist andererseits eine ganz simple Gleichung: Wer von Neuankömmlingen sprachliche Kompetenzen fordert, muss ihnen nicht nur entsprechende Kurse, sondern frühestmöglich eine Arbeitsmöglichkeit bieten. mehr lesen / lire plus

Verhütung
: Es ist noch Luft nach oben


In Luxemburg besteht Handlungsbedarf bezüglich Informationen und Zugang zu Verhütungsmethoden. Besonders Frauen in prekären Lebenslagen sind benachteiligt.

In Luxemburg erhalten Frauen eine 80-prozentige Rückerstattung der „Pille“ nur bis zum 25. Lebensalter. (Foto: Pixabay)

„La prise en charge s’étendra de manière ciblée à d’autres moyens de contraception que ceux actuellement visés“, heißt es im Regierungsprogramm. Auch Maßnahmen zur Verbesserung des Informationsangebots und zur Sensibilisierung sind im Text vorgesehen. Für die Präsidentin des Planning Familial, Ainhoa Achutegui, ist es völlig unverständlich, weshalb die Umsetzung dieser Vorhaben so lange auf sich warten lässt. Dass es durchaus noch konkreten Handlungsbedarf gibt, wird nun auch in dem am 14. mehr lesen / lire plus

Diskriminierung: Hauptsache nicht dick

Ob am Arbeitsplatz oder in den Medien – Gewichtsdiskriminierung ist nach wie vor salonfähig. Für die Betroffenen hat das viele negative Folgen.

Die Kampagne „strong4life“ setzt auf Sensibilisierung durch Abschreckung. (Bildquelle: ©strong4life)

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der alle kugelrund sind, also nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere. Es ist eine triste, monotone Welt, alle bewegen sich schwerfällig und essen fast ununterbrochen. In dieser Welt lebt ein kleiner, unglücklicher Junge, in dem sich zunehmend das Bedürfnis nach Veränderung regt – seiner Ernährung einerseits, seines Körpers andererseits. Diese Veränderung soll ihm nicht nur zu mehr Lebensfreude verhelfen, sie soll ihn darüber hinaus sogar zum Fliegen befähigen. mehr lesen / lire plus

Arbeitszeitverkürzung: Kurs auf die Dreißigstundenwoche?

 

Statt einer generellen Reduzierung der Wochenarbeitszeit, wie sie in den 1980er-Jahren gefordert wurde, haben sich in Europa vor allem Flexibilisierungs- und Teilzeitmodelle durchgesetzt. Doch mit der angekündigten Dimension der Digitalisierung stellt sich die Frage neu – auch in Luxemburg.

Zunächst sahen die Gewerkschaften in der Arbeitszeitverkürzung vor allem ein Mittel, die Gesundheit des männlichen Arbeiters zu erhöhen und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen – das klassische Rollenmodell wurde nicht in Frage gestellt. (Quelle: CGT, 1912, Collection Photothèque IHS-CGT.)

11. November 1918, Esch-Alzette. In zwei Wirtschaften halten Sozialistische Partei und Berg- und Hüttenarbeiterverband große Versammlungen ab. Am Tag des Waffenstillstands in Europa formulieren sie ein radikales Reformprogramm, in dem neben der Ablösung der Luxemburger Monarchie durch eine „Volksrepublik“ die Einführung des allgemeinen Wahlrechts, die Verstaatlichung der Eisenbahnen und der Eisenindustrie gefordert werden. mehr lesen / lire plus

Chancengleichheit: Barrierefreiheit in den Köpfen

Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit finden meist nur schwer einen Job. Das beruht nicht zuletzt auf der Ignoranz der Unternehmer. Doch mit dieser Haltung schaden sich die Betriebe selbst.

Luxemburger Erfolgsgeschichte: Joaquim Alves leidet an einer fortschreitenden Augenerkrankung. Zunächst Arbeiter bei Arcelor Mittal, wechselte er nach seiner Diagnose in ein „atelier protégé“. Unterstützt von einem Spezialbildschirm gelang ihm nun die Rückkehr an den ersten Arbeitsmarkt, wo er eine unbefristete Stelle im Sekretariat einer Schule hat. (Foto: info-handicap)

Luxemburger Erfolgsgeschichte: Joaquim Alves leidet an einer fortschreitenden Augenerkrankung. Zunächst Arbeiter bei Arcelor Mittal, wechselte er nach seiner Diagnose in ein „atelier protégé“. Unterstützt von einem Spezialbildschirm gelang ihm nun die Rückkehr an den ersten Arbeitsmarkt, wo er eine unbefristete Stelle im Sekretariat einer Schule hat. (Foto: info-handicap)

Der kommende Samstag ist der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung“. Wie andere solcher von den Vereinten Nationen ausgerufener Tage soll er auf einen Missstand aufmerksam machen. mehr lesen / lire plus

Problemfall Pflege
: Zwischen den Stufen


Muss man die Neuerungen in der Luxemburger Pflegeversicherung fürchten? Der Blick über die Grenze zeigt jedenfalls, dass sie nicht der Weisheit letzter Schluss sind.

Esel, Samariter und Bedürftiger. 
Ein gutes Pflegesystem ermöglicht es dem Helfer, seine Arbeit korrekt 
zu machen. (Skulptur: Han Wezelaar / Foto: Gouwenaar / PD)

Esel, Samariter und Bedürftiger. 
Ein gutes Pflegesystem ermöglicht es dem Helfer, seine Arbeit korrekt 
zu machen. (Skulptur: Han Wezelaar / Foto: Gouwenaar / PD)

Das Wichtigste zuerst: Es soll nicht billiger werden. Aber auch nicht wesentlich teurer. Das Finanzierungsmodell der luxemburgischen Pflegeversicherung wird beibehalten, der Beitragssatz verändert sich nicht. Die Ausgaben werden zum Teil umgeschichtet, anders strukturiert. „Die Reform der Pflegeversicherung dient nicht dazu, die Ausgaben zu senken“, unterstrich Sozialminister Romain Schneider bei der Vorstellung des Projet de loi vor einer Woche. mehr lesen / lire plus

Euro 2016
 : Entre fête populaire et risque sécuritaire


Le Championnat d’Europe de football masculin commence ce vendredi 10 juin. Dans un contexte de risque d’attentats et de tensions sociales, l’attitude répressive des autorités françaises à l’égard des supporters de foot risque de faire tourner la grande fête au désastre.

Source d’énervement pour certains, le foot peut aussi procurer de grandes émotions… comme chez ces fans de l’équipe nationale de Suède. (Photo : Wikimédia)

Source d’énervement pour certains, le foot peut aussi procurer de grandes émotions… comme chez ces fans de l’équipe nationale de Suède. (Photo : Wikimédia)

C’était la répétition générale. Pour les joueurs, c’était l’ultime match d’entraînement avant le début du Championnat d’Europe 2016. Pour les supporters, c’était l’occasion d’encourager une dernière fois leur équipe avant le début des hostilités. Et pour les forces de l’ordre, c’était le moment de tester le dispositif de sécurité entourant l’événement. mehr lesen / lire plus

La France debout : « Tous à l’Élysée ! »


De la mobilisation contre un projet de loi visant à réformer le droit du travail à « Nuit debout », la France est en train de vivre son premier mouvement social d’envergure depuis l’arrivée au pouvoir de François Hollande.

1369RegardsFrance

Pour la première fois depuis l’arrivée au pouvoir de François Hollande, la France retrouve ses vieux réflexes… manifestation contre la loi El Khomri à Paris. (Photo : Alternative libertaire / flickr)

À première vue, tout ça a quelque chose d’une réunion des alcooliques anonymes. « Bonjour, je suis Paul », se présente un quinquagénaire. « Bonjour Paul ! », lui répond un groupe de lycéens visiblement amusés. mehr lesen / lire plus

Jeunes et engagé-e-s (2/2)
 : « Pas pris au sérieux »

La participation politique des jeunes est un sujet récurrent au Luxembourg. Pourtant, tous les jeunes n’estiment pas être pris aux sérieux.

Faire comme les vieux ou faire autrement ? Deux jeunes « parlementaires » lors d’une session du « European Youth Parliament ». (Photo : European Youth Parliament)

Faire comme les vieux ou faire autrement ? Deux jeunes « parlementaires » lors d’une session du « European Youth Parliament ». (Photo : European Youth Parliament)

Le monde est dirigé par de vieux hommes blancs et privilégiés. Le Luxembourg aussi. Seul 3,3 pour cent des parlementaires luxembourgeois ont moins de 30 ans, et la Chambre des député-e-s ne compte que 28,3 pour cent de femme. Et ce, alors qu’une grande partie des sujets d’actualité – précarité, chômage, logement, éducation – concernent avant tout des jeunes. mehr lesen / lire plus

Jeunes et engagé-e-s (1/2) : Un monde à inventer

Ils sont apolitiques, désintéressés et conformistes, à en croire des clichés largement répandus. Mais au Luxembourg comme ailleurs, ils sont nombreux à vouloir changer le monde, d’une façon ou d’une autre. Une plongée dans les milieux jeunes et engagés du grand-duché.

Au Luxembourg, chaque génération connaît sa grande mobilisation…manif contre la réforme du système de bourses d’études, avril 2014. (Photo : Michelle Kleyr)

Au Luxembourg, chaque génération connaît sa grande mobilisation… manif contre la réforme du système de bourses d’études, avril 2014. (Photo : Michelle Kleyr)

Ils sont paresseux, ne s’intéressent à rien et ne pensent qu’au prochain week-end. Le mot « politique » leur est étranger et tout ce qui ne les concerne pas directement ne leur fait ni chaud ni froid. mehr lesen / lire plus

Nation und Sprache: Die letzte Bastion

Sprache gilt als Kernelement der Identität. Im mehrsprachigen Luxemburg gewinnt das Luxemburgische immer mehr an Bedeutung – und erfüllt nicht zuletzt eine soziale Funktion.

1363RegardsNation1

Nicht nur in der Sprachendebatte artikulieren sich identitäre Bestrebungen in Luxemburg: 
Auch so etwas Nebensächliches wie eine Nationalflagge kann nationalistischen Eifer auslösen. (Foto: Wikimedia)

Wirtschaftliche und politische Krisen bringen Unsicherheiten mit sich, vor allem bei den Aussichten für die Zukunft. Wenn die Arbeitslosigkeit zunimmt, Flüchtlinge ins Land strömen und auch noch die Muttersprache zu verschwinden droht, werden Schutzmechanismen aktiviert. Einer davon ist der Rückgriff auf die Nation als Herkunftsgemeinschaft mit einer gemeinsamen Sprache. Dass diese Mechanismen auch im Europa des 
21. mehr lesen / lire plus

Musiktherapie: „Musik erreicht jeden“

Dass Musik eine heilende Wirkung hat, ist seit langem erwiesen. Der „Europäische Tag der Musiktherapie“ am 15. November gibt der Luxemburger Vereinigung „GML“ und dem Europäischen Dachverband „EMTC“ Gelegenheit, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Lieber auf den Gong einschlagen als auf die Schwester.

Lieber auf den Gong einschlagen als auf die Schwester.

„Was halten Sie von Musik?“ fragt ein Arzt einen Alzheimer-Patienten im Film „Alive Inside“. „Mein Herz schlägt für Musik. Ich liebe Musik“, antwortet der. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Musikstücke bei dementen Menschen starke Gefühle auslösen, wie sie Erinnerungen wecken. Musik aktiviert mehr Synapsen im Gehirn, regt umfassender an als alles andere, so die unmissverständliche Botschaft. „Jeder Mensch braucht Stimulation von außen – vom Kindesalter an bis ins hohe Alter“, erklärt ein Arzt im Film. mehr lesen / lire plus

Immigration cap-verdienne au Luxembourg
 : Entre-deux


Ils sont environ 7.000 au Luxembourg. Les premiers sont arrivés il y a cinquante ans et certains sont repartis entre-temps. Zoom sur l’immigration cap-verdienne au Luxembourg.

1338RegardsCaboVerde

Le Cabo Verde, terre d’émigration. Il y a plus de ressortissants cap-verdiens à l’extérieur qu’à l’intérieur du pays. Femmes cap-verdiennes à Santiago. (Photo : Wikimedia)

« Je me sens autant luxembourgeoise que cap-verdienne », sourit Silvia, Cap-Verdienne du grand-duché. Elle est née à Luxembourg de parents cap-verdiens. « Le Luxembourg a permis à mes parents de bâtir à mon frère et à moi un meilleur avenir. En ce sens, je suis reconnaissante envers le Luxembourg et envers mes parents, qui ont travaillé dur toute leur vie. mehr lesen / lire plus

Réfugiés : Se sentir en sécurité


Le centre de premier accueil pour demandeurs d’asile Lily Unden au Limpertsberg a été inauguré il y a peu. Le woxx l’a visité et a pu rencontrer des familles qui y vivent.

1332RegardsLilyUnden

Avec l’ouverture du foyer Lily Unden (à droite), un chapitre peu glorieux prend fin : celui du Don Bosco (à gauche). (Photo : woxx)

Visite au foyer Lily Unden, le 11 août. La température extérieure avoisine les 35 degrés et une bonne dizaine d’habitants profite du soleil. À l’intérieur, c’est le brouhaha général. Une famille avec trois enfants vient d’arriver et attend qu’on l’accueille. Un homme se balade, écouteurs dans l’oreille, et s’adonne à pleins poumons à un chant africain. mehr lesen / lire plus