Commerce équitable
 : « Heureux les pauvres »

Il est théologien, producteur de café au Mexique et père fondateur du commerce équitable. Il était au Luxembourg pour une conférence organisée par Fairtrade Lëtzebuerg. Rendez-vous pour un café avec Frans van der Hoff.

Frans van der Hoff, né en 1939 aux Pays-Bas, est docteur en économie politique et en théologie. Il vit au Mexique depuis 1973. (PHOTO : FAIRTRADE LËTZEBUERG)

Frans van der Hoff, né en 1939 aux Pays-Bas, est docteur en économie politique et en théologie. Il vit au Mexique depuis 1973. (PHOTO : FAIRTRADE LËTZEBUERG)

Frans van der Hoff réfléchit beaucoup. Entre chaque phrase qu’il prononce, son regard parcourt les alentours. Parfois, quelque chose lui vient à l’esprit et on peut deviner un léger sourire sur ses lèvres. Un sourire lui vient aussi aux lèvres quand on lui demande ce qu’il veut boire. mehr lesen / lire plus

Économie sociale et solidaire
: Wirtschaften ohne Gewinnzweck


Am vergangenen Freitag hat die Regierung eine Gesetzesvorlage für die „sociétés à impact sociétal“ verabschiedet – und hinkt der Entwicklung einmal mehr etwas hinterher.

Minister Nicolas Schmit, Statec-Direktor Serge Allegrezza und Uless-Präsident 
Robert Urbé: Nach jahrelangen Vorarbeiten wird die „économie sociale et solidaire“ aus der Grauzone herausgeführt. (Foto: MTESS)

Minister Nicolas Schmit, Statec-Direktor Serge Allegrezza und Uless-Präsident 
Robert Urbé: Nach jahrelangen Vorarbeiten wird die „économie sociale et solidaire“ aus der Grauzone herausgeführt. (Foto: MTESS)

Luxemburg mag das Land der kurzen (Behörden-)Wege sein. Bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen – einmal von den Regularien des Finanzplatzes einmal abgesehen – tun wir uns aber oft schwer, dem gesellschaftlichen Wandel gerecht zu werden. Das gilt auch für die „économie sociale et solidaire“ (ESS), also jene Bereiche der Volkswirtschaft, die wirtschaftliches Handeln mit sozialen Zielsetzungen verbinden. mehr lesen / lire plus

Inklusion: Eine Stadt für alle?

Die von der Stadt Luxemburg veranstalteten Sensibilisierungswochen sollten die Menschen mit Einschränkungen aller Art vertraut machen. Doch während die Hauptstadt in Sachen Partizipation voranprescht, bleibt es in den Kommunen bei Einzelinitiativen.

Ziehen alle an einem Strang?  Die städtische Behindertenbeauftragte Madeleine Kayser und Gemeinderat Joël Delvaux (erste Reihe), sowie DP-Schöffe Patrick Goldschmidt, Bürgermeisterin Lydie Polfer, die grüne Verkehrsschöffin Sam Tanson und der Gemeinderat Guy Foetz (déi Lénk) beim Neujahrsempfang im Grand Théâtre.

Ziehen alle an einem Strang?
Die städtische Behindertenbeauftragte Madeleine Kayser und Gemeinderat Joël Delvaux (erste Reihe), sowie DP-Schöffe Patrick Goldschmidt, Bürgermeisterin Lydie Polfer, die grüne Verkehrsschöffin Sam Tanson und der Gemeinderat Guy Foetz (déi Lénk) beim Neujahrsempfang im Grand Théâtre.

Sie bleibt das Schlüsseldokument und der Dreh- und Angelpunkt: die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Luxemburg unterzeichnete das Dokument im Jahre 2007, 2010 wurde es ratifiziert und ein ambitionierter Aktionsplan aufgestellt, dem der Regierungsrat schon im März 2009 zustimmte. mehr lesen / lire plus

WOHNUNGSBAU: Größenwahn statt Sozialer Wohnungsbau

Obwohl die Regierung betont, dass der Wohnungsbau Priorität habe, steigen die Mieten und belastet die Wohnungsnot die Nicht-Vermögenden. Protzige Großprojekte scheinen Vorrang vor bezahlbarem Wohnraum zu haben.

Besitzt du schon oder mietest
du noch? Häuser auf Limpertsberg – einem der teuersten Viertel Luxemburgs.

In kaum einem Bereich klaffen Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander wie beim Wohnungsbau. Trotz aller politischer Verlautbarungen scheint die Entwicklung in Luxemburg vorgegeben wie ein Teufelskreis: Die Bevölkerung wächst, die Haus- und Mietpreise steigen unaufhaltsam – angefeuert durch den Anreiz für Anleger, angesichts des niedrigen Zinsniveaus in Immobilien zu investieren. (Im vergangenen Jahr lockte die Regierung so die Vermögenden mit einem „super-reduzierten TVA-Satz“ von drei Prozent für den Bau von Zweitwohnungen.) Während die öffentliche Hand beim Wohnungsbau noch immer quasi inexistent ist, betreibt eine Handvoll bekannter Bau-Promoteure ungehindert Immobilien-Spekulation, während Privatbesitzer sich auf ihrem Kapital ausruhen oder mit ihm spekulieren, auf dass es wachse …

Obwohl die jetzige Regierung im Koalitionsabkommen den Wohnungsbau zur absoluten Priorität erklärt hat, herrscht Stillstand. mehr lesen / lire plus

AUTISMUS: Eigene Welt?

Autisten leben in ihrer eigenen Welt, so die landläufige Vorstellung. Dabei wäre es an uns, ihnen Orientierungspunkte zu geben.

Klischee-Autist: Dustin Hoffman in Rainman (1988).

Er zählte Spiel-Karten und Streichhölzer in rasender Geschwindigkeit, las zwei Seiten eines Buches gleichzeitig und blieb auf der Straße, mitten im Verkehr, abrupt stehen, weil die Ampel auf Rot umschaltete. Dustin Hoffman spielte in „Rainman“ (1988) den erwachsenen Autisten und „Savant“ Raymond. Einen sonderbaren, tollpatschigen Menschen, der zwar hochbegabt ist, aber in vielen Alltagssituationen völlig aufgeschmissen. Der Prototyp eines Autisten war filmisch geschaffen. Doch obwohl „Rainman“ zur Enttabuisierung des Phänomens beigetragen hat, hat der Film auch ein Stück weit zur Zementierung des Klischees über Autisten beigetragen. mehr lesen / lire plus

RÉFUGIÉS ET DROITS DE L’HOMME: Tenus à l’écart

Les droits de l’homme valent-ils pour tout le monde ? C’est à cette question que cinq orateurs ont tenté de trouver une réponse, lors d’une table ronde à l’université.

Les droits de l’homme vaudraient-ils aussi pour ces gens-là ? Réfugiés dans un centre de rétention grec en 2010. (PHOTO : WIKIMEDIA/GGIA)

« Il y a 51,2 millions de réfugiés dans le monde », lance Delphine Drapeau, Officier de protection pour l’Europe de l’Ouest du Haut Commissariat des Nations unies pour les réfugiés (HCR) à Bruxelles en guise d’introduction. « Cela représente le chiffre le plus important depuis la Seconde Guerre mondiale. » Puis, pour mettre les choses au clair dès le début : « 86 pour cent de ces réfugiés se trouvent dans des pays en voie de développement, contrairement à ce que l’on pourrait croire. » En 2014, la Syrie aurait dépassé l’Afghanistan en termes de personnes déplacées, que ce soit à l’intérieur ou à l’extérieur du pays. mehr lesen / lire plus

TRANSGENDER: Jenseits der Norm

Der Sammelband „Normierte Kinder – Effekte der Geschlechternormativität auf Kindheit und Adoleszenz“ zeigt interdisziplinär, dass Gendervarianten selbstverständlich sind, und verweist auf die Folgen ihrer Pathologisierung.

Simone de Beauvoirs viel zitiertes Bonmot: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“ hat, allgemeiner gefasst, heute noch immer Gültigkeit. Nachdem nach Jahrzehnten Homosexualität – zumindest in Westeuropa – gesellschaftlich weitgehend enttabuisiert ist, verharren transidente Menschen noch immer in der Unsichtbarkeit, werden kaum wahrgenommen und wenn, als „abnormal“ – sowohl gesellschaftlich wie institutionell diskriminiert. Schlimmer noch: Durch ihre medizinische Pathologisierung, dem Abweichen von der Norm und der Zuschreibung als „krankhaft“ werden hormonelle Behandlungen wie auch chirurgische „geschlechtszuweisende“ Eingriffe in der frühen Kindheit gerechtfertigt. mehr lesen / lire plus

INKLUSION: Wertlos auf dem Arbeitsmarkt

Seinen Lebensunterhalt durch eine frei gewählte oder frei angenommene Arbeit verdienen zu können, fordert die Behindertenrechtskonvention. In Luxemburg ist man von diesem Grundsatz noch weit entfernt …

Ohne seine Behinderung wäre er vielleicht Förster geworden … Der Syndikatssekretär beim „Département des travailleurs handicapés“, Joël Delvaux hat es täglich mit Klagen von Menschen mit Behinderung über Diskriminierung bei der Arbeitssuche oder am Arbeitsplatz zu tun. (Foto: Joël Delvaux – privat)

Christophe Muller hat es geschafft, so scheint es. Trotz Hörschädigung arbeitet er seit 2006 im Werk von Goodyear in Colmar-Berg in der Produktion. „Ich find den Job okay“, meint Muller. Nach einer oralen Schulausbildung absolvierte er in Winnenden bei Stuttgart eine Ausbildung zum Elektrotechniker und schiebt heute Schichten in der Produktion der Autoreifen-Firma. mehr lesen / lire plus

RÉACTION: Légiférer sur la prostitution

Suite à l’article « Luxemburger Modell » (woxx 1283) sur la volonté du gouvernement d’encadrer la prostitution « volontaire », Norbert Campagna a réagi en nous livrant quelques réflexions. Le woxx continuera à suivre les travaux de la commission parlementaire.

« Au salon de la rue des Moulins » (Henri de Toulouse-Lautrec). La prostitution, un choix de métier ?

Dans sa réponse à une question parlementaire des députés Diane Adehm et Gilles Roth concernant la proposition de loi française en matière de prostitution, le nouveau ministre de la Justice, Félix Braz, constate d’abord que « ce sujet important et sensible mérite d’être examiné en détail », reconnaît que « les réflexions du gouvernement sur cette question ne sont pas encore terminées », annonce ensuite « l’intention du gouvernement d’engager un débat sur le phénomène de la prostitution au Luxembourg », pour terminer par le voeu de « trouver une solution basée sur le respect réciproque entre homme et femme dans l’optique également de créer un cadre légal de la prostitution ». mehr lesen / lire plus

SEXISMUS IN DER WERBUNG: Hausfrau oder Nymphe

Dass die Werbebranche auf Klischees setzt ist nichts Neues. Doch sexistische Motive sind populärer denn je. Besonders während der Fußball-WM hatte Sexismus Konjunktur. Wo bleibt der #Aufschrei?

Der Cid-Femmes-Protest schlug vor allem über Facebook hohe Wellen.

In einem Werbespot der Utopolis-Gruppe sitzt ein kleiner Junge weinend in der ersten Kinoreihe, bis wie aus dem Nichts eine blonde Super-Frau in enger Bluse mit wehendem Haar in Erscheinung tritt und ihn mütterlich an ihren tiefen Ausschnitt drückt. Dem Jungen verrutscht die Brille und er grinst debil. Die Männer fangen an zu weinen, weil sie auch an ihre Brust gedrückt werden wollen. Die Utopolis-Gruppe tue alles für die Zufriedenheit ihrer Kunden, lautet die Message des Werbespots. mehr lesen / lire plus

STËMM VUN DER STROOSS: Sozialer Anker

Seit ihrer Gründung ist die „Stëmm“ stetig gewachsen und seit langem fester Bezugspunkt für Menschen in sozialer Not. Ohne ihre Strukturen stünde das kleine, reiche Luxemburg arm da. Doch die Obdachlosigkeit bleibt. Wird die Stëmm ihrem Anspruch der sozialen Reintegration gerecht?

Breite Themenpalette – jeden Donnerstag trifft sich das Redaktionsteam der Stëmm, um über das Thema der neuen Ausgabe zu diskutieren. Im neuen Heft wird sich alles um Wohnungsnot in Luxemburg drehen.

Luxemburg mag vielen noch immer als Synonym für Wohlstand gelten, eine Wohlstands-Insel ist es nicht. Soziale Not und Obdachlosigkeit sind – wenngleich in der Oberstadt weniger sichtbar – doch im Alltag überall präsent. mehr lesen / lire plus

SELBSTBESTIMMUNG VON GEHÖRLOSEN: Meilenstein?

Mitte Juli hat das Familienministerium eine Gebärdensprachdolmetscherin eingestellt. Die offizielle Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache in Luxemburg scheint nun greifbar.

Zwei gehörlose Meisterinnen der Gebärdensprache in Aktion. Die Luxemburgerinnen Jackie Winandy (links) und Nicole Sibenaler (rechts). Beide unterrichten die Deutsche Gebärdensprache (DGS), die die Stadt Luxemburg als „Integrationskurse“ anbietet.
(© Yves Kortum)

Es sind Alltagssituationen, in denen Schwerhörige und Gehörlose in Luxemburg oft aufgeschmissen sind. Beim Einkauf, beim Lesen von Beschilderungen, oder in der Kommunikation mit Behörden. Die Dreisprachigkeit stellt Menschen mit einer Hörschädigung vor zusätzliche Hürden. Beim Einkauf gelingt das Lippenlesen nicht, wenn die VerkäuferInnen Französisch sprechen, Ministerien antworten auf Anfragen in Deutsch nicht selten auf Französisch. mehr lesen / lire plus

WOHNUNGSMARKT: Eigentum verpflichtet

Kaum ins Leben gerufen, war er schon wieder verschwunden: Der Leerstandsmelder. Dabei gibt die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Luxemburg den Betreibern eigentlich Recht.

„Wenn Häuser bis zu zehn Jahre lang leer stehen, muss man sogar an Enteignung denken können.“ – Demo gegen hohe Mieten in Berlin.

„Ich glaube, der Leerstandsmelder hat deshalb für so großes Aufsehen gesorgt, weil er den Finger in die Wunde gelegt hat“ sagt Dr. Jochen Zenthöfer, Vizepräsident von „Sauvegarde du patrimoine asbl“ und Urheber des besagten Leerstandsmelders. Die Homepage www.leerstandsmelder.lu, auf der Interessierte leerstehende Häuser und Wohnungen melden konnten, war Anfang vergangener Woche in Betrieb gegangen, einige Tage später aber wieder vom Netz genommen worden. mehr lesen / lire plus

AIDES AUX ÉTUDES: « Garantir l’indépendance de l’étudiant »

Depuis des semaines, la discussion sur les aides aux études domine le débat public. Quelle est l’ampleur réelle du projet de loi ? Qu’en disent ses détracteurs ?

Au moins, ils n’auront plus le temps de descendre dans la rue quand ils devront travailler en plus de leurs études…

« Le présent projet de loi vise la mise en place d’un système d’aide financière pour études supérieures qui promeut l’accès aux études supérieures et qui permet à l’étudiant d’exercer son droit à l’éducation. Le système se veut équitable, il garantit l’indépendance de l’étudiant, il prend en compte les frais réels pour subvenir aux besoins de l’étudiant et il respecte la situation socio-économique de l’environnement dans lequel vit l’étudiant. » C’est ainsi que commence l’exposé des motifs du projet de loi 6670. mehr lesen / lire plus

DETTE, JUSTICE, POLITIQUE: Briser les chaînes

Qu’est-ce que la dette ? Le film « Payback » propose des éléments de réponse. La réflexion, artistique et anthropologique, élargit aussi l’horizon de la critique politique du système.

Une gorgée d’eau, enfin ! Les cueilleur-se-s de tomates de Floride ont imposé un accord Fair Food, mais cela n’efface pas la dette sociale des décennies passées.(PAYBACK / BAICHWAL / ZEITGEIST FILMS)

« Je n’avais pas le choix. » Cette phrase pourrait être prononcée par un ou une ministre luxembourgeois-e de la coalition « du renouveau » : pas d’autre choix que d’effectuer des coupes dans la Sécurité sociale. Ou un manager : « Nous avons impérativement dû procéder à une réduction des effectifs de 800 unités. » Ou encore un financier : « Pour des raisons de rentabilité, le choix d’investir dans l’industrie pétrolière s’imposait. »

Dans le film « Payback » de Jennifer Baichwal, c’est un paysan albanais qui affirme ne pas avoir eu le choix. mehr lesen / lire plus

CHAMBRE DES SALARIÉS: Abwärtsspirale

Während allerseits von einem moderaten Wirtschaftsaufschwung die Rede ist, stehen die Zeichen sozialpolitisch gesehen auf Sturm. „Soziale Selektivität“ heißt das neue Schlagwort, doch an hohen Arbeitslosenzahlen und Kaufkraftverlust ändert das nichts.

Einheitsdemonstration der Gewerkschaften am 16. Mai 2009

„Unsere Gesellschaft ist aufgebaut wie ein Haus“ sagte Staatsminister Xavier Bettel anlässlich des Neujahrsempfangs der Chambre des salariés du Luxembourg (CSL), „zieht man unten einen Ziegel raus, riskiert man, dass alles zusammenfällt. Lässt man das Dach weg, regnet es rein.“

Die CSL, 2008 durch die Zusammenlegung der Arbeiter- und der Privatbeamtenkammer entstanden, vertritt den größten Teil dieses Hauses. 440.000 Lohnabhängige und RentnerInnen aus der Privatwirtschaft sowie CFL-Angestellte sind Mitglied der Arbeitnehmerkammer, ohne Unterscheidung zwischen LuxemburgerInnen, AusländerInnen oder GrenzgängerInnen. mehr lesen / lire plus

ARBEITSGESELLSCHAFT: Das Leben lebt nicht mehr

Selbstverwirklichung, einst ein unerreichbar scheinendes Glücksversprechen, wird von Vielen mehr und mehr als Zwang erlebt: Statt die Arbeit im Selbst aufgehen zu lassen, läuft es meistens andersrum.

Woher nimmt die Psyche ihre Struktur?Sozialwissenschaftler fürchten, dass mit der Stabilität in der Arbeitswelt auch jene der seelischen Ökonomie verloren geht.

„It`s better to burn out than to fade away“, schrieb einst Kurt Cobain, Sänger der Rockband „Nirvana“, Neil Young zitierend in seinen Abschiedsbrief, bevor er sich mit einer Schrotflinte erschoss. Was vormals als Credo des Rock’n’Roll galt – in jeder Beziehung Vollgas zu geben und sich und sein Leben rücksichtslos zu verausgaben, anstatt bedächtig darauf zu achten, dass man sich in gesicherten Bahnen bewegte und an Leib und Seele keinen Schaden nahm – dieses selbstzerstörerische Credo ist längst zum kategorischen Imperativ der Arbeitswelt geworden. mehr lesen / lire plus

PENTECÔTISTES: Les bons conseils

Si l’église catholique est de moins en moins populaire, d’autres variantes du christianisme savent attirer les foules. Visite dans une communauté évangélique du quartier de la gare.

« Joy », « Peace », « Love » – Le service pentecôtiste se tient dans un décor simple.

Dimanche matin, dans une arrière-cour de la rue de Strasbourg, juste en face du « Dame Blanche bar ambiance », un homme aux cheveux grisonnants et en costume bleu prépare sa présentation PowerPoint. Derrière lui un jeune homme accorde sa guitare basse, à sa gauche un autre jeune homme installe une caméra vidéo. L’homme au costume bleu est Adama Ouedraogo, un pasteur pentecôtiste originaire du Burkina Faso. Dans les années 1990, il part à Bruxelles pour faire des études de théologie, puis retourne au Burkina. mehr lesen / lire plus

HÄUSLICHE GEWALT: Hinter der Fassade

Noch vor der Sommerpause wurde die Gesetzesänderung zur häuslichen Gewalt verabschiedet. Gewährleistet die Verschärfung den Betroffenen hinreichenden Schutz? Und woher rührt eigentlich das Phänomen der häuslichen Gewalt?

Ist Gewalt am Ende nicht doch ein sozio-kulturelles Phänomen?

Es ist kein Wunder, dass kaum jemand die Abstimmung über eine Verschärfung des Gesetzes zur häuslichen Gewalt (Projet du Loi 6181) wahrgenommen hat, fand sie doch im Schatten der alles überlagernden Parlamentsdebatte vom 10. Juli statt – dem lang ersehnten vermeintlichen Schicksalstag, an dem die Rede des Premiers und ihre Konsequenzen das Land in Atem hielten.

Offenbar besteht in Luxemburg zum Thema „häusliche Gewalt“ jedoch ein weitgehender Konsens. mehr lesen / lire plus

FAMILIENMODELLE: Andere Wege

Nicht in allen Familien trifft man auf Vater, Mutter und leibliche Kinder, und nicht immer ist die Mutter die Haupterziehende. Viele Eltern entschließen sich zur Adoption. Immer mehr Väter nehmen eine Elternzeit. Eltern sind zunehmend alleinerziehend. Ist das klassische Familienmodell überholt?

Gibt es sie überhaupt noch, die klassische, heile Familie?

Es ist 19 Uhr, in der schwülen Abendluft ist Carine, in lässiger sommerlicher Arbeitskleidung, gerade dabei, den Rasen zu mähen. Ihr Sohn häuft das schon gemähte Gras auf einen Anhänger. Sie sieht mich und bittet mich, ihr in das Wohnzimmer zu folgen. Das Licht bleibt ausgeschaltet, wir sitzen im Halbdunkeln am Wohnzimmertisch. mehr lesen / lire plus