Smarte grüne Welt
: Digitalisierung mitgestalten

Das Buch „Smarte grüne Welt“ hinterfragt die grünen Utopien, die allein auf digitale Technologien setzen. Und zeigt Ansätze für eine wirklich positive sozial-ökologische Transformation auf.

Was bleibt vom Grün, wenn die Technologie Überhand nimmt? Die Alternative lautet: Digitale Suffizienz. (Biosphere-2-Projekt, Quelle: Flickr / Katja Schulz / CC BY 2.0)

Diesel oder Tesla? AKW oder Windrad? Freie Gesellschaft oder gläserne Bürger? Klar ist, die 0 und die 1 verursachen eine Polarisierung, die ihresgleichen sucht! Die Digitalisierung verändert in rasantem Tempo unsere Wirtschaft und Gesellschaft – aber wissen wir eigentlich, welche Digitalisierung wir wirklich wollen?

Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Wir wollen eine „smarte grüne Welt“, wie der Titel des Buches von Steffen Lange und Tilman Santarius lautet, das dieses Jahr beim Oekom Verlag erschienen ist. mehr lesen / lire plus

Green Finance: Wird der Finanzplatz grün?

„Green Finance“ boomt am Finanzplatz Luxemburg. Die woxx hat sich mit Forscher*innen über Greenwashing, Mikrofinanz und eine falsch geführte Wachstumsdebatte unterhalten.

Regenwälder in Costa Rica sollen forstwirtschaftlich genutzt werden, Rendite erzielen und das Klima retten. So zumindest das Ziel des Forestry and Climate Fund. (Foto: LiserFoto: Uni.lu)

woxx: Wie sind Sie auf das Thema Green Finance gestoßen? 


Sabine Dörry: Vor dem Hintergrund der hohen Aktualität des Themas Green Finance haben wir im Prinzip unsere thematischen Werdegänge verschmolzen. Ich selbst bin Finanzgeografin, ich schaue mir an, wie Finanzprodukte und deren Wertschöpfungsketten über verschiedene Finanzplätze hinweg realisiert werden. Besonders stark habe ich mich mit dem Asset Management, also der Vermögensverwaltung, in Luxemburg beschäftigt. mehr lesen / lire plus

Öffentliche Schulen
: „Der aktuelle Lösungsweg ist der falsche“

Vergangene Woche startete der OGBL eine Kampagne gegen die Privatisierung Luxemburger Schulen. Wir haben mit Patrick Arendt, Präsident des SEW-OGBL, über gegenwärtige Entwicklungen und die Sinnhaftigkeit differenzierter Lernangebote gesprochen.

Sew-Präsident, Patrick Arendt, zeigt sich besorgt über gegenwärtige Entwicklungen 
im Schulwesen.
 (Foto: © privat)

woxx: Worum geht es bei Ihrer Kampagne?


Patrick Arendt: Wir haben festgestellt, dass durch die strukturellen Reformen von Herrn Meisch, die bereits unter Frau Delveaux begannen, die öffentliche Schule in den letzten Jahren geschwächt wurde. Die Autorität der öffentlichen Schule und die Lehrkräfte wurden von der Politik in Frage gestellt. Eltern haben das Gefühl, dass nichts mehr funktioniert und fangen an, sich nach Alternativen umzuschauen – auch wenn diese kostenpflichtig sind. mehr lesen / lire plus

IT-Sicherheit
: Ethisches Hacken


Der Fall „ChamberLeak“ zeigt, dass in Luxemburg wenig Bewusstsein für das Problem vorhanden ist, wie mit Sicherheitslücken umgegangen werden soll.

Die meisten Hacker*innen sind nicht böse – aber sie suchen nach Sicherheitslücken und werden deswegen oft kriminialisiert. (Fotos: CC-BY Hivint)

Am 7. März deckte der öffentlich-rechtliche Radiosender 100,7 eine Sicherheitslücke auf der Website des luxemburgischen Parlaments auf. Was künftig „ChamberLeak“ genannt werden wird, war keine besonders komplizierte Lücke. Es musste kein Passwort erraten und kein Programmiercode ausgeführt werden – es genügte, eine Ziffer in der URL, also der Adresse des gewünschten Dokuments, zu ändern.

Die Affäre zeigt, dass die IT-Sicherheitskultur luxemburgischer Institutionen dringend überprüft werden muss, und sie wirft weitere interessante Fragen auf: Wie soll sich eine Person, die zufällig auf eine Sicherheitslücke stößt, verhalten, was soll sie tun? mehr lesen / lire plus

Big Four
 : « Révoltés et dépendants »

Sébastien Stenger a fait des Big Four son sujet de prédilection. Dans son livre « Au cœur des cabinets d’audit et de conseil. De la distinction à la soumission », il dévoile une culture d’entreprise très particulière.

Sébastien Stenger est titulaire d’un doctorat HEC Paris et enseignant-chercheur à l’école de commerce ISG à Paris, ainsi qu’à l’université Paris I Panthéon-Sorbonne. Son livre « Au cœur des cabinets d’audit et de conseil. De la distinction à la soumission » est paru aux éditions PUF. (Photo : etika)

woxx : Pour écrire votre livre, vous avez fait une immersion dans un grand cabinet d’audit. mehr lesen / lire plus

Fotovoltaik
: Späte Solar-revolution in Luxemburg

Um das Land auf die „dritte industrielle Revolution“ vorzubereiten, sollen die Eigenproduktion und die gemeinsame Nutzung von Solarstrom gefördert werden.

Auf Dächern statt auf der grünen Wiese: Die Fotovoltaik-Strategie der Regierung soll Landnutzungskonflikte vermeiden. (Foto: skeeze/Pixabay)

Der Klimawandel stellt Luxemburg vor große Herausforderungen. Die Pro-Kopf-Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen lagen 2017 laut der europäischen Umweltagentur bei über 20 Tonnen CO2-Equivalenten. Bis 2060 sollen je nach Konjunkturlage mehr oder weniger eine Million Menschen im Großherzogtum leben, wie das nationale Statistikinstitut Statec Ende letzten Jahres errechnete.

In der sogenannten „Rifkin-Studie“ werden zwei Szenarien der Entwicklung des Energieverbrauchs vorgestellt: Im ersten steigt der Gesamtenergieverbrauch nicht, es erfolgt lediglich eine Umstellung von fossilen Brennstoffen auf („grünen“) Strom, der umverteilt wird. mehr lesen / lire plus

Accueil et intégration
 : Tendre 
la main


Depuis 2015 et l’« été des migrations », c’est la société civile qui assure là où les autorités se sont retirées. En Europe comme au Luxembourg, l’accueil et l’intégration des réfugié-e-s se font grâce à elle.

Tendre la main à ceux et celles qui ont traversé l’enfer pour atteindre l’Europe : en 2015, un élan de solidarité s’est manifesté dans une grande partie des pays européens. (Photo : © EPA)

Même si l’opinion publique n’était pas forcément partout du côté des nouveaux arrivant-e-s et de leurs soutiens, une sorte d’euphorie s’était installée quand, en 2015, les réfugié-e-s arrivaient par centaines de milliers en Europe. mehr lesen / lire plus

Mobilität
: Einspurig in die Zukunft?

Eine Petition fordert den Bau einer Einschienenbahn in Luxemburg. Eine Monorail ist jedoch alles andere als ein Wundermittel gegen das Verkehrschaos.

Die Monorail in Toyko verbindet das Stadtzentrum mit dem Flughafen Haneda. (Foto: CC-BY-SA Wikimedia Commons/TC411-507)

Springfield hat ein ungewöhnliches Problem: Der fiktionale Ort aus den „Simpsons“ schwimmt in Geld und weiß nicht wie er es ausgeben soll. Auf einer Bürger*innenversammlung werden Vorschläge wie „die Schlaglöcher reparieren“ gesammelt – bis ein mysteriöser Geschäftsmann namens Lyle Lanley auftaucht, der eine ganz andere Idee hat: den Bau einer Monorail. Mit einem Lied lassen sich die Zeichentrickfiguren davon überzeugen, dass eine solche Einschienenbahn für ihr kleines Städtchen eine prima Sache wäre. mehr lesen / lire plus

Immigration capverdienne
 : En proie aux inégalités

Une étude récente explore la question de l’immigration capverdienne au Luxembourg. Et révèle les inégalités éclatantes dont pâtit cette communauté.

Ils et elles fuient la pauvreté pour la plupart… pour se retrouver confronté-e-s à des inégalités sociales importantes au Luxembourg : 
les Capverdien-ne-s. (Photo : © imke.sta/flickr)

Elle comporte entre 8.000 et 9.000 personnes. Elle est le deuxième groupe le plus important de personnes originaires d’un pays hors de l’Union européenne, après celles originaires d’ex-Yougoslavie. Elle est présente au Luxembourg depuis le début des années 1960. On parle de la communauté capverdienne du grand-duché, comprenant aussi bien les personnes d’origine capverdienne que celles en ayant la nationalité. mehr lesen / lire plus

#MeToo
: Nicht nur Monster im Visier

Spätestens seit den Vorwürfen gegen den US-Schauspieler Aziz Ansari, der sich selbst als Feminist begreift, werden Stimmen laut, dass die #Metoo-Bewegung nun zu weit gehe. Dabei ging es von Anfang an um die Hinterfragung einer Kultur, in der sexuelle Belästigung toleriert wird.

Das Ausmaß der #Metoo-Bewegung geht manchen mittlerweile zu weit. (Foto: Wikimedia Commons
)

„Jemanden auf den Hintern klopfen ist nicht dasselbe wie eine Vergewaltigung. Beide Verhaltensweisen gilt es zu beseitigen, aber sie dürfen nicht gleichgestellt werden.“ Als Matt Damon im Dezember letzten Jahres in einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender ABC erklärte, dass es bezüglich sexueller Übergriffe ein „Spektrum an Verhaltensweisen“ gäbe, hagelte es so viel Kritik, dass der Schauspieler sich kurze Zeit später für seine Aussagen entschuldigte. mehr lesen / lire plus

Autokauf
: Muss es ein Tesla sein?


Zum Autofestival ein kritischer Blick auf den Stand der Technik – besonders auf den Punkt Umweltverträglichkeit von Elektroautos.

Tesla fahren verleiht Flügel. 
Auch wenn das bei der Herstellung der Batterie anfallende CO2 zum Abschmelzen der Bergkuppen beiträgt. (Foto: Wikimedia/Jakob Härter/CC BY-SA 2.0)

Menni fährt ein Elektroauto. Er entschuldigt sich fast dafür: „Am liebsten käme ich ganz ohne Wagen aus. Aber berufsbedingt brauche ich einen.“ Für den Umweltfreund kam nur ein möglichst sauberes Auto in Frage. Mit seinem Elektro-Kleinwagen ist Menni zufrieden: „Der bringt mich von A nach B, ohne allzuviel Energie zu verbrauchen.“ Darüber, wie viele Ressourcen die Herstellung einer Autobatterie verbraucht, hat er noch nicht nachgedacht. mehr lesen / lire plus

Universität
: Incorporated

Die PR-Abteilung der Uni Luxemburg kann zufrieden sein: Die Inthronisierung des neuen Rektors Stéphane Pallage und die gleichzeitige Unterzeichnung der Vierjahreskonvention mit dem Hochschulministerium lassen die Misstöne, die es im turbulenten Jahr 2017 gegeben hatte, vergessen.

Marc Hansen, Stéphane Pallage und Yves Elsen (vlnr): Ob sie miteinander „können“ wird für die weitere Entwicklung der Universität wesentlich sein. (Foto: woxx)

Die im Budgetjahr 2017 wegen grober Fehlkalkulationen notwendig gewordenen und dann in aller Eile durchgeführten Sparmaßnahmen und der im Anschluss erfolgte Rücktritt von Reiner Klump im Frühjahr hatten das Vorzeigeprojekt „uni.lu“ zu einem echten Sorgenkind werden lassen. Sehr zum Verdruss auch des zuständigen Ministers Marc Hansen, der sich gerade angeschickt hatte, die Reform des Uni-Gesetzes auf den Instanzenweg zu bringen. mehr lesen / lire plus

Elektromobilität
: Auf fremde Rechnung


Immer mehr Ladestationen für Elektroautos werden in Luxemburg gebaut. Doch die verwendete Technik hat Schwächen.

Danger! Bei Ladestationen für Elektroautos ist nicht nur der Strom gefährlich. (Foto: CC-BY Karlis Dambrans)

Im Rahmen des Luxemburger „Autofestivals“ wird einmal im Jahr der motorisierte Individualverkehr mit beinahe religiösem Eifer zelebriert. Die Gretchenfrage war dabei lange Zeit „Diesel oder Benziner?“, doch inzwischen konvertieren immer mehr Autokäufer*innen zum Elektroantrieb. Lange Zeit wurden Elektroautos in Luxemburg von der Politik eher ignoriert. Die Finanzkrise änderte das; im Zuge eines Konjunkturprogramms wurden damals Prämien für den Kauf von PKWs mit Elektroantrieb gewährt. Eine konkrete Zielsetzung, wieviel Prozent des Fuhrparks nicht mehr mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sein sollten, wurde allerdings nicht formuliert. mehr lesen / lire plus

Landeswahlen 2018
: Was alles möglich ist

Weder die Umfragen noch die Gemeindewahlen erlauben es, das Resultat der Wahlen im Herbst vorherzusagen. Doch Themen und Trends lassen sich bereits erkennen.

Wer wird Juniorpartner des großen schwarzen Vogels? Nicht die einzige, aber eine der gewichtigsten Fragen. (Bild: Jimmy44, CC BY 3.0)

Hat die CSV die Wahlen am 14. Oktober schon gewonnen? In der Ilres-Umfrage von Dezember erreichte sie 27 Sitze, zwei weniger als sechs Monate zuvor. Was manche Kommentare als „Rückgang“ interpretieren, ist eigentlich eine Bestätigung dafür, dass die Christlich-Sozialen mit einem Stimmenanteil von fast 40 Prozent rechnen können. Möglicherweise werden sie sogar das beste Ergebnis der vergangenen 50 Jahre erzielen. mehr lesen / lire plus

Nach der Netzneutralität
: Der Zustand des Web

Die Abschaffung der Netzneutralität bedroht das freie Internet. Doch wie sieht die digitale Welt Ende 2017 eigentlich aus? Die woxx wagt einen Überblick.

Gehören durchwachte Serien-Nächte am Laptop mit dem Ende der Netzneutralität bald der Vergangenheit an? (Fotos: pxhere)

„Mein Plan, für mehr Freiheit im Netz zu sorgen, hat für viel Diskussion gesorgt. Hier sind sieben Dinge, die ihr auch noch nach Aufhebung der Netzneutralität im Internet tun könnt“. Ajit Pai ist der Vorsitzende der „Federal Communications Commission“ (FCC) – jener Bundesbehörde der USA, die gerade die Regeln über die Netzneutralität, die unter Obama eingeführt worden, aufgehoben hat. In einem Video, das sich ganz klar erkennbar an junge Menschen richtet, macht Pai Selfies, fotografiert Hundewelpen, schaut sich „Game of Thrones“ an und tanzt den „Harlem Shake“ – in Anspielung an einen Internet-Hype aus dem Jahr 2013. mehr lesen / lire plus