DÉI GRÉNG: Pas d’oranges vertes

Le gouvernement Juncker-Asselborn en a encore pour un an. Mais les Verts tirent déjà un premier bilan. Verdict : catastrophique. Coupable : la majorité, mais surtout le CSV.

A d’autres époques,
les Verts ont eu des relations
bien plus amicales avec le CSV. (photo : Déi Gréng)

Qui l’eut cru, il y a encore cinq ans ? A quelques mois des élections législatives de 2004, ils étaient plus d’un commentateur à voir se dessiner une nouvelle ère politique : celle du noir (pardon, de l’orange) et du vert. Le CSV allié à Déi Gréng, voilà la formule miracle, la nouvelle mode. La continuité et l’économie sociale de marché estampillée chrétienne-sociale et l’écologie ainsi que l’ouverture d’esprit cosmopolite made by Gréng. mehr lesen / lire plus

PHILANTHROPIE: Cadeaux intéressés

Epargner en donnant – c’est le principe de la déductibilité fiscale des dons. La réforme annoncée de la promotion de la bienfaisance repose la question sur le partage des rôles entre aide publique et privée.

Jeunes, riches, et philanthropes: le syndrome Bill Gates relie bienfaisance et autopromotion.

« Le Luxembourg doit enfin se doter d’une véritable politique de la philanthropie. » C’est M. Juncker himself qui vient de faire, lors d’un récent colloque de la Banque de Luxembourg (BdL) sur la philanthropie, le constat que le grand-duché est traînard en cette matière. Et de déclarer que « tous les éléments fiscaux qui entourent la philanthropie méritent un réexamen ». mehr lesen / lire plus

PROSTITUTION: Selbst- oder fremdbestimmt?

Prostituierte und Kunden sind Opfer. Sie merken es nur schon nicht mehr. So die „feministische“ Ansicht des Chancengleichheitsministeriums.

Eine nackte junge Frau, fast in Kreuzigungsstellung, liegt in Zellophan eingepackt auf einer Polyesterplatte – wie ein handelsübliches Stück Fleisch mit Barcodeangaben. „Se payer une personne prostituée, c’est financer le commerce d’êtres humains“, heißt es zu dem Bild, das kürzlich an vielen Bushaltestellen in Luxemburg-Stadt zu sehen war.

Dieses Plakat des Chancengleichheitsministeriums fügt sich ein in die zurzeit stattfindende Debatte über Prostitution und über den Versuch, diese im Kontext eines „Luxemburger Modells“ zu regeln. Ziel der Plakataktion ist es, den Menschenhandel mit Frauen zum Zwecke sexueller Ausbeutung anzuprangern sowie darüber hinaus die Freier dazu zu bringen ihre Neigungen zu hinterfragen. mehr lesen / lire plus

KOOPERATIONSPOLITIK: Marathon Man

Vor dem Hintergrund der weltweiten Nahrungsmittelkrise erfuhr der Minister für Kooperationspolitik und humanitäre Hilfe in den vergangenen Wochen einen medialen Hype, der diesen Mittwoch seinen vorläufigen Höhepunkt in der Parlamentsdebatte zum jährlichen Entwicklungshilfebericht fand.

Trotz anderslautender Regierungspropaganda: Die kolumbianischen Militärs sichern auch weiterhin illegal eingerichtete, devisenbringende Ölpalmplantagen. Wie hier am Flussbecken des Curvaradó, halten sie Vertriebene davon ab, auf das ihnen rechtlich zustehende Land zurückzukehren.

Jean-Louis Schiltz konnte sich in diesem Jahr kaum über mangelndes öffentliches Interesse an seiner entwicklungspolitischen Grundsatzrede beklagen. Schon Tage zuvor waren die Medien voll mit Berichten über die seit Monaten andauernde Ernährungskrise in den Ländern des Südens. mehr lesen / lire plus

LISSABON-STRATEGIE: Geld ist alles

Die Lissabon-Strategie soll Nachhaltigkeitsziele berücksichtigen. Luxemburg dagegen hat sich blindem Wachstum verschrieben. Die Einwände der KritikerInnen verhallen ungehört.

Ausstellung „All we need“, Belval-Ouest, 2007

„Wachstum ist kein Selbstzweck.“ Es war ausgerechnet Pierre Bley, der Vertreter der „Union des entreprises luxembourgeoises“ (UEL), welcher während des Chamber-Hearings am Donnerstag vor einer Woche diese Relativierung der Lissabon-Strategie vornahm. Diese seine Aussage relativierte er allerdings sogleich wieder. Wer das Wachstum in Frage stelle, so Bley, müsse auch Ansprüche in anderen Bereichen revidieren.

Ziel dieser 2000 beschlossenen und 2005 überarbeiteten Lissabon-Strategie ist es, die EU bis zum Jahr 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. mehr lesen / lire plus

SIDERURGIE: Tragédie grecque

Le groupe ArcelorMittal ne va définitivement pas changer d’avis sur le site de Gandrange. Reconstruction d’un leurre systématique.

La sidérurgie lorraine meurt lentement et ce n’est pas la faute à ses ouvriers.

Voir des métallurgistes défiler devant les quartiers généraux du groupe ArcelorMittal dans l’avenue de la Liberté est devenu une triste habitude pour les riverains du siège. A chaque fois qu’un site est en danger, c’est la même histoire : les patrons promettent d’écouter les syndicats, les politiques promettent d’aider à trouver des solutions et les syndicats essaient d’être diplomates pour faire avancer les choses. Idem pour ce qui s’est passé pour Gandrange. mehr lesen / lire plus

EXPULSION: Dans les geôles de l’ami Ben Ali

Cinq ans après la razzia dans les milieux « islamistes », l’opposant politique tunisien Taoufik Salmi est toujours en prison. Ses défenseurs affirment que la CIA est derrière son rapatriement.

Un vol pour la Tunisie: le paradis pour les touristes, l’enfer pour les opposants politiques.

Et si le gouvernement luxembourgeois renvoyait des militants politiques tibétains en Chine ? On imagine la bronca, la levée de boucliers. Après tout, en Chine, les droits de l’Homme sont bafoués. Plus près de chez nous, de l’autre côté de la Méditerranée, ils le sont aussi. Dans la Tunisie du président Zine El Abidine Ben Ali, par exemple, une destination touristique très appréciée par les Luxembourgeois-e-s. mehr lesen / lire plus

ENTWICKLUNGSPOLITIK: Standort Luxemburg

Jahrelang war Luxemburg ein Mauerblümchen der Nord-Süd-Kooperation. Nun hat sich das Land gemausert und wird zunehmend für die internationale Entwicklungs-Szene interessant.

„Zwar gehört Luxemburg nicht zu den G7, dafür aber zu den G 0,7. Das ist der exklusivere Club“, meinte Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, als er sich in Berlin am 22. Oktober 2007 für den soeben erhaltenen „Milleniums“-Preis bedankte. Tatsächlich hat Luxemburg im Budgetjahr 2007 Entwicklungshilfe in Höhe von schätzungsweise 0,9 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes geleistet. Sofern man den Pro-Kopf-Beitrag zu dieser Hilfe als Messlatte nimmt, liegt das Großherzogtum zusammen mit den skandinavischen Ländern weltweit an der Spitze.

Der „Milleniumspreis“ wurde erstmals von der deutschen Entwicklungshilfe-Organisation Care vergeben und soll „bedeutende Akteure der Armutsbekämpfung“ auszeichnen. mehr lesen / lire plus

KLIMAWANDEL: Trumpf im Ärmel

Um den Klimawandel aufzuhalten, müsste jeder Akteur seine besten Karten ins Spiel bringen. Der Versuch, klüger zu sein als die anderen, könnte für alle böse enden.

Survival of the fittest – Bootskauf als Antwort auf die Klimabedrohung?

Dienstag, 13. März 2008. Eine Chamber-Sitzung wie viele andere. Orientierungsdebatte zum Klimapaket der EU-Kommission. Umweltminister Lucien Lux übt den Spagat. „Nichts zu tun angesichts des Klimawandels, würde die Basis für den künftigen Wohlstand schädigen (…) der Klimaschutz ist auch eine Chance (…). Wenn wir jetzt die Hände in den Schoß legten, müsste man uns später dafür einsperren…“

Während es weltweit notwendig ist, einen Pro-Kopf-CO2-Ausstoß von unter zwei Tonnen jährlich zu erreichen, ist es in Luxemburg unmöglich, zwanzig Tonnen zu unterschreiten. mehr lesen / lire plus

INTERRUPTION VOLONTAIRE DE GROSSESSE: La grande muette

Depuis un an, une proposition de loi visant à moderniser la législation arriérée du Luxembourg en matière d’IVG croupit dans les tiroirs du parlement. Dans l’indifférence générale.

Jamais évident, mais parfois inévitable: l’avortement fait partie des droits des femmes à la maîtrise sur leur propre corps.

« Mon père se faisait traiter de meurtrier ». Ce père, c’était celui de Carlo Wagner, député libéral et ancien ministre de la santé. Comme son fils, il siégeait à la Chambre des député-e-s pour le DP et en 1978 avait approuvé la loi sur la libéralisation partielle de l’intervention volontaire de grossesse (IVG) au temps de la coalition sociale-libérale du gouvernement Thorn. mehr lesen / lire plus

DENKMALSCHUTZ: Planlos abreißen?

Während die einen noch diskutieren, schaffen andere bei den Escher Hochöfen Fakten. Denkmalschützer schlagen Alarm.

Nichts als Schrott?

Nationales Kulturgut in Gefahr! – Zu einer solch drastischen Formel sehen sich Luxemburgs Denkmalschützer mittlerweile gezwungen, um auf die Sanierungsarbeiten der Hochofenanlage in Esch-Belval aufmerksam zu machen. Dort wird „ohne Konzept und ohne Transparenz gearbeitet“, so die Bilanz von Francis Hengen vom Mouvement écologique. Eine vom Kulturministerium versprochene und viel zitierte Kooperation mit Interessengruppen oder Vereinigungen wie der „Amicale des Hauts Fourneaux“ habe kaum stattgefunden. Wer nicht selbst nachgehakt habe, sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden – auch die Denkmalschutzbehörde, resümiert Hengen.

Deshalb also die Pressekonferenz unter dem Titel „Nationales Kulturgut noch immer in Gefahr! mehr lesen / lire plus

GEFÄNGNISPOLITIK: Strafe muss sein

Das Gefängnis spiegelt immer auch den Grad der Zuspitzung der sozialen Widersprüche innerhalb einer Gesellschaft wieder. Ein Streifzug durch die Geschichte des Strafvollzugs.

„Mein Papa hinter Gittern.“
Gemalt von Kindern Inhaftierter –
im Rahmen des Projekts „Treff-Punkt“.

„Der mittelalterliche Handwerker lief mit einem ebenso ruhigen Herzen die Foltertürme entlang, wie der Angestellte des 20. Jahrhunderts entlang des Gefängnisses radelt.“
(Herman Bianchi)

„Für uns Gefangene soll und darf sich niemand einsetzen. In Luxemburg bevorzugt man es, die Gefangenen wegzusperren. Und dann alle Verbindungen nach draußen zu kappen, damit sie auf ewig isoliert sind. Das heißt, sie werden sich nie mehr in der freien Welt zurechtfinden können.“ Der sich hier über das Gefängnissystem in Luxemburg äußert, meint zu wissen, wovon er spricht. mehr lesen / lire plus

VERKEHRSPOLITIK: Weniger Benzin, mehr Steuern!

Zu hoch und ungerecht, das sind die Hauptvorwürfe der Kritiker der neuen, nach CO2-Ausstoß gestaffelten Autosteuer in Luxemburg. Doch in den Nachbarländern fällt die Rechnung zum Teil noch höher aus. Und völlig sinnlos ist diese CO2-Steuer auch nicht.

Klimaschutz beim Autokauf. Die Wahl der staatlichen Mittel – Prämie, Autosteuer oder
Sprit-Taxe – ist umstritten. (Foto: mailsparky/xchng)

In dem Buch „Sylvie and Bruno“ lässt Lewis Caroll die Bevölkerung von Outland bei einer „bestellten“ Demo „Less bread, more taxes“ rufen. Doch was der englische Meister der Satire und des Nonsense sich 1889 ausdachte, wird übertroffen von dem, was Luxemburgs Autofreaks seit der Erhöhung der jährlichen Taxe fordern: Der Staat solle stattdessen den Treibstoff über den neu eingeführten Kyoto-Cent hinaus noch stärker besteuern und so eine Senkung des Verbrauchs erreichen. mehr lesen / lire plus

VORWAHLEN IN DEN USA: Ein offenes Rennen

Die Vorwahlen in den USA sind spannend wie selten, nicht einmal der „Super Tuesday“ hat eine Entscheidung gebracht. Im Lager der Republikaner liegt das daran, dass jeder der drei verbliebenen Kandidaten für unterschiedliche konservative Werte steht. Die Demokraten leisten sich den Luxus zweier charismatischer Bewerber. Eindrücke von zwei Wochen Wahlkampf in den Staaten.

Es ist alles weg. Die Regale sind leer. Und wenn die 36-jährige Susan Carroll im Internet Material nachbestellen will, heißt es, sie müsse mindestens zwei bis drei Wochen warten. Deshalb muss die Chefin der Wahlkampagne von Barack Obama im südlichen Bundesstaat Arkansas all jene vertrösten, die in das kleine Büro im Herzen der Hauptstadt
Little Rock kommen und nach
T-Shirts, Aufklebern oder Plakaten mit dem Namen des Senators aus Illinois fragen. mehr lesen / lire plus

INCARCERATION: Petite prison

Hors Schrassig, le Luxembourg dispose d’une autre prison plus discrète et sans mur ni barbelés : Givenich. Alors que Schrassig deviendra plus sécurisé encore, Givenich est modernisé.

Cuisinier, serrurier et autres formations sont au programme de la réinsertion (photo: CPG)

« Le travail sérieux qui est fait ici n’est pas apprécié à sa juste valeur », a affirmé le ministre de la justice et de la police Luc Frieden, lors de la présentation officielle des nouveaux bâtiments de Givenich. Même si le public présent a eu l’impression que le ministre voulait parler plutôt de son propre travail que de celui du personnel du Centre pénitentiaire de Givenich (CPG) – tant il soignait sa neurose profilique -, il a raison sur le fond : Givenich n’est – presque – jamais à la une des journaux. mehr lesen / lire plus