Insektensterben
: Stiller Frühling?

Es gibt immer weniger Insekten, stellt eine deutsche Studie fest. 
Wie ist die Situation in Luxemburg – und was kann gegen das Insektensterben getan werden?

(Foto: pixabay/TambiraPhotography)

Tote Bienen erregen die Gemüter – wenn andere Insekten sterben, ist der öffentliche Aufschrei jedoch wesentlich leiser. Als Ende Oktober ein deutsches ForscherInnenteam die Resultate einer Langzeitstudie vorstellte, gab es dennoch Schlagzeilen. 27 Jahre lang hatten die ForscherInnen Insekten in Naturschutzgebieten gefangen und die Biomasse gewogen. Sie fanden heraus: Es gibt immer weniger Fluginsekten, in knapp drei Jahrzehnten ging die Biomasse um 75 Prozent zurück. In den Sommermonaten, in denen es eigentlich besonders viel Insekten geben sollte, lag der Schwund sogar bei über 80 Prozent. mehr lesen / lire plus

Rifkin et le développement durable
 : Et si on était ambitieux ?


Un coup de main plutôt qu’un coup de griffe. Le CSDD vient de présenter son avis sur la stratégie luxembourgeoise pour la troisième révolution industrielle.

Mots fugaces, message durable. Jean Stoll en train de présenter l’avis du CSDD. (Photo : RK)

Favoriser un développement durable ou assurer une croissance renouvelée, à quoi sert l’étude Rifkin ? Cette question, le Mouvement écologique y avait répondu en juin par la seconde proposition – tout en invitant le gouvernement à redresser la barre. Le Conseil supérieur pour un développement durable (CSDD) met également en garde contre la recherche effrénée de croissance. Celle-ci n’empêche pas que le Luxembourg s’endette de plus en plus, a fait remarquer Jean Stoll le 23 octobre en présentant l’avis du conseil. mehr lesen / lire plus

Alimentation et climat : Tout faux, le filet


Manger des légumes, c’est bon pour le climat aussi, tandis que la viande de bœuf a tout faux. L’auteur Jean-Luc Fessard invite à repenser le contenu de nos assiettes.

Jean-Luc Fessard lors de la conférence « Sauver le climat, ça passe (aussi) par nos assiettes ! » organisée par Etika asbl, 
Attac et Slow Food.
 (Photo : RK)

Pour sauver le climat, je prendrais bien le tram… sauf que là où j’habite, il n’y en a pas. Je rénoverais bien ma maison… sauf qu’il est interdit d’apporter des modifications dans notre quartier. Certes, les transports et le logement sont considérés comme secteurs prioritaires en matière de lutte contre le réchauffement planétaire par les pouvoirs publics. mehr lesen / lire plus

Kommunalwahlen, national betrachtet: Schwarzer Oktober

Ein Gewinner, viele Verlierer, und was weiter? Warum die Unzufriedenen CSV gewählt haben statt LSAP oder Déi Lénk. Und was das für 2018 bedeutet.

Überraschung! 
Die Letzen werden nicht die Ersten sein …

„Rechtsruck!“ verkündet das Tageblatt von Montagmorgen auf seiner Titelseite. Und in seinem Beitrag auf Seite eins des Luxemburger Worts geht Marc Schlammes von der Hypothese aus, die Gemeindewahlen seien ein „Test für die Parlamentswahlen 2018“. Die CSV habe „die Prüfung bestanden“, die Regierungsparteien müssten nachsitzen oder seien versetzungsgefährdet. Aber kann man von lokalpolitischen Entwicklungen überhaupt auf nationale Trends schließen? Sind nicht Gemeinde- und Nationalwahlen zwei verschiedene Paar Stiefel? mehr lesen / lire plus

Wählerwille!?

Eine funktionierende Demokratie braucht keinen Wählerwillen. betrachtungen über eine kollektive Fiktion.

Hat Lydie Polfer recht, wenn sie auf 100,7 erklärt, sie wolle den Koalitionspartner aus Respekt für den Wählerwillen wechseln? Die hauptstädtischen Grünen ihrerseits pochen verständlicherweise darauf, dass sie Stimmen dazugewonnen haben – dass die Bevölkerung also die grüne Politik unterstützt. Das ist mehr, als die DP-Bürgermeisterin von ihrer Partei sagen kann. Den Rückgang um 3,6 Prozentpunkte könnte man als Aufforderung an die DP verstehen, das Feld zu räumen.

Keine Partei könne von sich behaupten, den Wählerwillen zu respektieren, schreibt Dhiraj Sabharwal im Tageblatt. Alle rechneten herum, um das eigentliche Wahlergebnis zum eigenen Vorteil umzudeuten. mehr lesen / lire plus

Wohnungsbau
: Paradigmenwechsel?

Rentenreserven für Wohnungsbau – die Idee ist nicht neu, doch erst jetzt werden die Rahmenbedingungen festgehalten, wie so etwas funktionieren kann. Für vorerst 23 Wohnungen.

23 zwischen 70 und 95 Quadratmetern große Mietwohnungen sollen in Grevenmacher enstehen. Der Pensionsfonds wird dort 8,5 Millionen Euro investieren. (Illustration: Fonds du logement)

Marc Hansen ist dieser Tage ein vielbeschäftigter Mann. Ein Blick auf die Homepage seines Wohnungsbauministeriums macht deutlich: Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo im Lande ein staatlich gefördertes Wohnprojekt eingeweiht, eine Straußfeier für ein kommunales Baulückenprojekt veranstaltet oder das Trikolorebändchen für eine neues Baugrundstück des Fonds du logement durchschnitten wird. mehr lesen / lire plus

Pénurie d’enseignant-e-s
 : Une rentrée chaotique


L’enseignement fondamental manque d’enseignant-e-s. Les raisons sont multiples, et les mesures du ministère pour y remédier ne sont que ponctuelles.

Le ministre devra-t-il bientôt dispenser lui-même des cours ? Claude Meisch lors de la visite d’une maison de jeunes à Pétange. (Photo : MENEJ)

« Recrutement de remplaçants temporaires (m/f) pour l’enseignement fondamental ». L’annonce sur le site du ministère de l’Éducation nationale annonce la couleur : le fondamental manque cruellement d’enseignant-e-s. Le ministère tente d’y remédier tant bien que mal, en embauchant de nouveaux remplaçant-e-s ou encore en adressant une lettre aux enseignant-e-s retraité-e-s, les appelant à se porter volontaires pour effectuer des remplacements. mehr lesen / lire plus

Conquête de l’espace
 : Le mou et 
le dur

La curiosité scientifique et la prudence ont guidé jusqu’à présent l’exploration spatiale. La recherche du profit pousse à des pratiques plus hardies – sans considération des dangers.

La sonde Cassini avant qu’elle ne soit délibérément envoyée s’écraser sur Saturne. Au nom de la protection planétaire, les scientifiques ont choisi de la sacrifier – en serait-il de même lors de missions commerciales ?
 (Illustration : Nasa / PD)

« Les astéroïdes que nous aurons sélectionnés, ce seront un peu nos îles de Manhattan. » Peter Diamandis s’est référé aux débuts de la colonisation de l’Amérique du Nord pour décrire sa vision de la conquête de l’espace. mehr lesen / lire plus

Mobilität
: Besser vorankommen?

„Sharing gets you further“ heisst der Leitspruch der diesjährigen europäischen Mobilitätswoche, die vom 16. bis 22. September stattfindet.

Parkplätze zu Fahrradständern – im Londoner Stadtteil Hackney erobert sich die sanfte Mobilität nach und nach ihren Raum zurück. (Foto: woxx)

Eine europaweite Verkehrswoche, weniger als einen Monat vor den Gemeindewahlen – das hätte doch eigentlich zu stürmischer Beteiligung der Gemeinden führen müssen, könnte man meinen. Doch tatsächlich hatten sich bis zum Montag dieser Woche nur 26 Kommunen mit ihrem Programm beim Verkehrsverbund gemeldet. Zwar wird Luxemburg auch damit wahrscheinlich Spitzenreiter unter den EU-Mitgliedsstaaten werden, weil in keinem anderen Land auch nur annähernd ein Viertel der Kommunen an dieser seit 2002 veranstalteten europaweiten Kampagne teilnimmt. mehr lesen / lire plus

Pont Adolphe:
 Ten Years After

Vor zehn Jahren hatte er die Idee einer „Brücke unter der Brücke“ – Jo Simon, ehemaliger Direktor von Sudgaz. (Foto: woxx)

Als im Februar 2014 nach längerer Zeit wieder eine Fahrraddemo der Lëtzebuerger Vëlos Initiativ (LVI) stattfand, nahm an ihr auch der damals noch recht neue Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) mit seinem Faltrad teil. Besondere Aufmerksamkeit wurde damals dem „Pont Adolphe“ zuteil, der kurz vor seiner Renovierung stand. Schon seit einiger Zeit war der LVI bekannt, dass die Straßenbauverwaltung keine Möglichkeit sah, neben den Streifen für die Tram, die Autos und die FußgängerInnen auch noch einen weiteren für die RadfahrerInnen zu reservieren – dazu sei der Platz auf der Fahrdecke zu knapp.
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Life-cycle management: Made in Ökoland


In Luxemburg saßen Wissenschaftler und Manager zusammen, um über die Nachhaltigkeit bei der Produktentwicklung zu diskutieren. Grüne Revolution oder Greenwashing?

Kaffeepause: Angeregte Diskussionen im Foyer des Konferenzzentrums. (Fotos: RK)

Was ist Life-cycle management (LCM)? Der Name einer dreitägigen Konferenz auf Kirchberg, die irgendwas mit Umwelt, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft zu tun hat. Auf Deutsch heißt LCM Produktlebenszyklus-Management und meint das Zusammenstellen aller Daten über ein Produkt, von seinem Entwurf über die Produktion bis hin zu Kundendienst und Entsorgung. Es handelt sich um ein unternehmerisches Konzept, nicht zu verwechseln mit dem Life-cycle assessment, auf Deutsch Lebenszyklusanalyse … oder Ökobilanz.

Grüne Traumprodukte

Kurz gesagt: LCM dient der Optimierung. mehr lesen / lire plus

Emmanuel Macron : Sous pression


En visite au Luxembourg en début de semaine, Emmanuel Macron doit faire face à des difficultés grandissantes à la maison. La rentrée s’annonce désagréable pour lui.

Le président français a profité de sa visite au Luxembourg pour prendre un bain de foule – même si la foule n’était pas très nombreuse. (Photo : SIP / Jean-Christophe Verhaegen, tous droits réservés)

« Nous voulons être la génération qui refondera l’Europe. » La visite du président français au Luxembourg, mardi, était placée sous le signe de l’Europe. Rejoints plus tard par le premier ministre belge, Charles Michel, Xavier Bettel et Emmanuel Macron ont affiché leur volonté de faire avancer l’Europe, fût-ce « à deux vitesses ». mehr lesen / lire plus

Tourismus
: Die Massen kommen


Das Bewusstsein für nachhaltiges Reisen ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Aber reicht es, den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren?

Der Trevi-Brunnen in Rom ist stets gut besucht. Immer wieder kommt es vor, das TouristInnen darin verbotenerweise ihre Füße eintauchen oder gar ganz reinspringen. (Foto: ©Flickr)

In den letzten 20 Jahren hat sich das Reiseverhalten stark verändert. Die Menschheit verreist zusammengerechnet im Jahr mehr als eine Milliarde mal – mehr als doppelt so oft als noch 1995. Flüge sind heute günstiger, die Menschen haben mehr Geld. Der alljährliche mehrwöchige Pauschalurlaub ist mehreren kürzeren Städte-
trips gewichen. 2016 bereisten laut World Travel Monitor 26 Prozent von weltweit insgesamt 1,1 Milliarden UrlauberInnen Metropolen. mehr lesen / lire plus

Radicalisation et djihadisme
 : « Il faut oser parler davantage du côté religieux »


Interview : Thorsten Fuchshuber et Danièle Weber

Jean-Philippe Schreiber remet en question la pertinence du terme de « radicalisation » dans le contexte de la terreur islamiste. Selon l’historien des religions, l’absence d’appareil théorique pour encadrer le lexique utilisé a pour effet de créer des chaînes causales sans assise empirique et logique.

Docteur en philosophie et lettres, 
Jean-Philippe Schreiber est depuis 1996 professeur à l’Université libre de Bruxelles, où il fait entre autres partie du Centre interdisciplinaire des études des religions et de la laïcité (CIERL). (Photo : Danièle Weber)

woxx : Vous contestez l’usage du terme de radicalisation en tant que paradigme central dans la discussion autour de l’islamisme. mehr lesen / lire plus

Beratungsstelle gegen Radikalisierung
: Sozialer Entbindung entgegenwirken

Anfang Juli hat das Zentrum gegen Radikalisierung „respect.lu“ seine Arbeit aufgenommen. Seine Ziele bleiben vorerst wenig konkret. Zunächst soll das soziale Umfeld möglicher Betroffener sensibilisiert werden.

„Radikale Tendenzen kann man 
nicht an Äußerlichkeiten erkennen“: Um mitzubekommen, ob sich jemand einer menschenverachtenden Ideologie zuwendet, muss man Prozesse der sozialen Abkapselung zu deuten lernen. (Foto: Pixabay)

Junge Erwachsene, die sich in Syrien dem Islamischen Staat anschließen, Mordfantasien Rechter, wie jüngst gegen Angehörige der Jonk Lénk und davor gegen Außenminister Jean Asselborn – allein diese Beispiele zeigen, dass es auch in Luxemburg den gemeinhin als „gewaltbereiten“ bezeichneten Extremismus gibt. Um diesen zu bekämpfen und seiner Entstehung vorzubeugen, wurde Anfang Juli das „Zentrum gegen Radikalisierung – respect.lu“ eröffnet. mehr lesen / lire plus