Nachtzug nach Lissabon (4)

Musik, Migration und Melancholie – Sodade schwingt im letzten Teil der Mini-Serie über Lissabon mit.

Die Spuren des Tourismus zeigen sich in Lissabon nicht nur im alten Geschäftszentrum rund um den großen Platz „Dom Pedro IV“, sondern mittlerweile auch in populären Wohnvierteln wie der Alfama am Flussufer oder den Straßen an der „Bica“, der alten Seilbahn, die östlich von der Oberstadtzu den Hafendocks absteigt. Aber auch am Hang westlich des Platzes, um den sich die Gassen des Viertels „Mouraria“ winden, ist die Veränderung spürbar. Jahrzehntelang stark von afrikanischer und capverdianischer Immigration geprägt und als sozialer Brennpunkt deklassiert, entwickelt sich das Viertel langsam aber sicher zur Ausgehmeile. mehr lesen / lire plus

Nachtzug nach Lissabon (3)

Lissabon ist nicht nur die Hauptstadt einer noch recht jungen Republik, sondern auch Schauplatz einer komplexen Vergangenheit. Teil 3 der Mini-Serie über Lissabon geht ihren Spuren nach.

In der Frühstücksbäckerei um die Ecke fallen mir erst beim zweiten Besuch die etwas vergilbten Fotos auf, die die Wände zieren. Es sind historische Darstellungen, bestimmt fast ein Jahrhundert alt. Sie zeigen ein älteres Paar – sie, hochgewachsen, in eleganten Roben, er, etwas pummelig und mit einem gezwirbelten Schnurrbart, in Uniform – in verschiedenen feierlichen Kontexten: in einer Kutsche, auf einer Tribüne, usw. Ich frage mich naiv, ob es der frühere Bäckermeister sein könnte, vielleicht der Unternehmensgründer. mehr lesen / lire plus

Nachtzug nach Lissabon (2)

Im zweiten Teil der Mini-Serie über Lissabon steht die Ambivalenz des Touristenbooms im Fokus.

Lissabon ist mir nicht fremd, doch diesmal werde ich die Stadt aus einer neuen Perspektive erleben: Ich nutze nämlich für einmal ein bekanntes Wohnungsvermittlungssystem – wie mittlerweile unzählige anderer Gäste der Stadt. Dass sich das Stadtzentrum verändert hat, sieht man auf den ersten Blick. Besonders die früher stark heruntergekommenen, teilweise leerstehenden zentralen Viertel am Flussufer wirken nun belebter, die Häuser sind häufig renoviert, die Fassaden neu gestrichen. Neben kulturell begründeten, oft mit Fördergeldern verwirklichten Investitionen in Transformation und Restauration hat das Vermittlungssystem sicherlich stark zu dieser Aufwertung beigetragen. mehr lesen / lire plus

Nachtzug nach Lissabon (1)

Per Bahn in die portugiesische Hauptstadt – das hat einen ganz besonderen Charme. Eine sommerliche Mini-Serie über den Weg und das Ziel.

In Pascal Merciers Beststeller-Roman von 2004 reist der Held der Geschichte, ein alternder Schweizer Oberschullehrer auf der Suche nach einem portugiesischen Philosophen, mit dem Zug von Paris über Irún nach Lissabon, eine damals schon anachronistisch anmutende Reiseform. [1] Doch 14 Jahre später verkehrt der “Nachtzug nach Lissabon” weiterhin. Es ist einer der letzten Nachtzüge von West- nach Südeuropa, nachdem die italienische Verbindung abgeschafft wurde, und er bedient sowohl Spanien als Portugal. Von Luxemburg nach Lissabon benötigen Reisende einen ganzen Tag – und die Bereitschaft, lange Zugfahrten zu genießen. mehr lesen / lire plus

Esch : Un arbre pour Mischo

Enfin du durable ! Le CSV Esch s’apprête à honorer le vainqueur des élections communales en… plantant un arbre.

S’agit-il d’un obscur rituel initiatique ou juste d’une lubie des conservateurs de la métropole du fer ? En tout cas, la ville d’Esch-sur-Alzette dispose déjà d’un arbre à l’honneur d’un politicien CSV : dans la rue de Neudorf, pratiquement en vis-à-vis de la structure pour réfugié-e-s en construction, crépit un pauvre petit arbre décoré d’une plaque honorant François Biltgen, ancien ministre et actuel juge à la Cour de justice de l’Union européenne, fils de la ville et du quartier.

À moins que ce soit pour marquer le coup de la victoire historique d’octobre dernier que le CSV Esch invite ses adeptes à un cortège qui à 14h30 partira (avec des associations locales) de la place de l’Hôtel de Ville au parc Laval, où sera planté l’arbre ? mehr lesen / lire plus

Internet Hotelbewertungen: Lobeshymnen und Verrisse


Kaum eine Urlaubsplanung geschieht mehr ohne vorherigen Blick ins Internet. Hier hinterlassen zufriedene und weniger zufriedene Kunden ihre Kommentare zu Unterkünften und sonstigen Tourismus-Angeboten. Nicht unbedingt ein Segen für die Tourismus-Branche.

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Kleine, unmoderne Hotelzimmer die zudem noch überteuert sind, lassen sich schnell per Internet ausmachen. Zumal wenn die Gäste die entsprechenden Bilder dazu online stellen. (Foto: MOE_FLICKR)

„Hilfsbereites Personal“. „Grandioses Frühstück“. „Wunderbares Hotel“. Solches Lob stammt von Nutzern, die im Hotel Sofitel Le Grand Ducal in Luxemburg übernachtet und ihre Eindrücke anschließend im Internet geschildert haben. Zwar zeigen sich nicht alle zufrieden – einen Gast störte, dass die Toilette kein Waschbecken hatte – doch schneidet das Hotel in den Bewertungen im Ganzen gut ab. mehr lesen / lire plus