Europäische Mobilitätswoche: Die Mischung macht’s?


Mit neuem Slogan, verändertem Logo und, neuerdings, Maskottchen Edgar steht die „Mobilitéitswoch“ vor ihrer diesjährigen Runde.

(© mobilityweek.eu)

(© mobilityweek.eu)

Die Mobilitätswoche wird europaweit vom 16. bis zum 22. September stattfinden, wobei vor allem der 22. als autofreier Tag geplant ist. Der liegt der EU-Transportkommissarin Violeta Bulc besonders am Herzen, wie ein über die eigens eingerichtete Homepage (www.mobiliteitswoch.lu) propagierter Film zeigt. In Luxemburg, wo das Programm bereits am 13. September mit einer „porte ouverte“ im Tunnel Grouft startet, wird es auch in diesem Jahr keinen landesweiten autofreien Tag geben. Die Initiative für einen solchen Tag sei den Gemeinden individuell überlassen, so Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch auf einer Pressekonferenz am vergangenen Montag. mehr lesen / lire plus

Tram-Design
: Multiplicity auf Schienen

Luxemburg wird eine baskische Trambahn mit ganz eigener Gestaltung bekommen. Am Mittwoch wurde das große Geheimnis gelüftet.

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(Illustrations : Luxtrams)

„Wir sind ganz gut in der Zeit“ – Infrastrukturminister François Bausch ist voller Zuversicht, dass wie geplant im zweiten Semester 2017 die erste Trambahn der neuen Generation in Luxemburg ihren Dienst aufnehmen wird. Und auch Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer zeigte Vorfreude und fast schon Ungeduld, als am Mittwoch das Design der neuen Trambahn im „Héichhaus“ der Presse vorgestellt wurde. „Wir freuen uns drauf“, meinte die einstige Tramgegnerin, die vor 15 Jahren den Busdienst der Stadt Luxemburg veranlasst hatte, mehrere Gelenkbusse aneinander zu koppeln, um zu demonstrieren, dass es technisch unmöglich sei, sicher mit einem Gefährt von der Länge der Trambahn durch die engen und winkligen Gassen der Hauptstadt zu kurven. mehr lesen / lire plus

Utopie
 ou
 vision ?

Plaidoyer pour une ville viable !

(Photos : woxx)

(Photos : woxx)

Qui ne désire pas cette « autre ville », une ville où la priorité est donnée à l’homme, où l’aménagement urbain est orienté vers une mobilité douce, créant ainsi une qualité de vie élevée ? Selon beaucoup, une parfaite utopie.

La « Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ » (LVI) vient de développer une telle vision pour la ville de Luxembourg et la présente depuis mi-mai et jusqu’à mi-juillet dans le cadre d’une campagne de sensibilisation, au moyen de photomontages déployés sur des panneaux d’affichage implantés à tour de rôle à quatre emplacements peu attirants et à grande circulation de la capitale. mehr lesen / lire plus

Selbstlenkende E-Autos
: Weniger Abgase


Autonome Autos verfügen über spezielle Sensoren, welche die Umgebung abtasten und so Kollisionen vermeiden können. Sie werden in den nächsten Jahren öfter auf den Straßen zu sehen sein.

Googles „Driverless Car“ wird nur mit einem Start-Stop-Button manövriert.Volvos „Drive Me“ begegnet einem rundum Götborg oder auf internationalen Automobilshows.

Googles „Driverless Car“ wird nur mit einem Start-Stop-Button manövriert.Volvos „Drive Me“ begegnet einem rundum Götborg oder auf internationalen Automobilshows. (Foto: smoothgroover22/flickr)

Die Zeiten, in denen der Fahrer lenkt, aufs Gaspedal drückt und den Blinker setzt, könnten bald vorbei sein. In den USA testet Google selbstfahrende Autos, in Europa sind es Hersteller wie VW und Volvo. Die Schweden lassen ab 2017 selbständig navigierende Autos auf die Ringstrecke rund um Göteborg los. Hinterm Steuer sitzen dann normale Insassen, keine speziell ausgebildeten Tester. mehr lesen / lire plus

PETITION 333: „Nicht per se gegen die Tram“

Das neue Instrument der Internetpetition erweist sich als ein Schlag ins Kontor seiner Mit-Erfinder. Besonders den Grünen wurde am Dienstag vorgehalten, das „Volk“ nicht direkt an einer Jahrhundert-Entscheidung zu beteiligen.

Noch mit Oberleitungen: So sollte laut Luxtram einmal die „Nei Avenue“ aussehen.
Jetzt wird in Erwägung gezogen, auf diesem Teil der Strecke ohne Caténaires auszukommen und zwischenzeitlich auf Batteriestrom umzustellen.

Mathias Foehr muss schlechte Erfahrungen mit Trambahnen gemacht haben. Als einer der Zeichner der Petition 333 warnte er bei seiner Intervention am vergangenen Dienstag vor der Gefahr, die von Trambahnen ausgehe, da diese „sehr lange Bremswege“ aufwiesen und schwere Unfälle verursachten. mehr lesen / lire plus

NACHHALTIGER VERKEHR: Noch nicht auf der sicheren Seite

Während das Regierungsprogramm und die bislang vorgestellten Planungen durchaus Fortschritte erwarten lassen, tappt die öffentliche Diskussion in Sachen Verkehr in alte und neue Fallen.

Für einen Hauptstadt-Bahnhof viel zu klein und vor allem zu weitab vom Geschehen: Verkehrsminister François Bausch weihte am Mittwoch die erste „M-Box“ für Fahrräder ein.

Mittwoch 9. April knapp vor 14 Uhr, in der Nähe des CFL-Parkhauses am Bahnhof Luxemburg. Bei den VertreterInnen der „Lëtzbuerger Vëlos-Initiativ“ (LVI) ist die Begeisterung eher gedämpft, obwohl ein wichtiger Akt vollzogen werden soll: die Einweihung der ersten „M-Box“, eines mit einem elektronischen Schloss versehenen Abstell-Käfigs für Fahrräder.

Der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, ein Vertreter der Eisenbahndirektion und der Generaldirektor des Verkehrsverbunds haben sich eingefunden, um die knapp zehn mal zehn Meter große mit einem Gitter umgebene Abstellfläche einzuweihen. mehr lesen / lire plus

PONT ADOLPHE: Sanierung beschlossen

Kurz vor Jahresschluss wurde in der Chamber das Gesetzesprojekt „portant réhabilitation du Pont Adolphe à Luxembourg“ angenommen. Ein Startschuss hoffentlich auch für eine neue Verkehrspolitik.

„Schauen Sie sich den Pont Adolphe noch einmal genau an, bald wird er nicht mehr da sein“, erinnert sich Bautenminister Claude Wiseler in der Chamber kurz vor Jahresschluss an die erste Unterredung mit der Straßenbauverwaltung zur Zukunft der Brücke. Die Behörde hätte die renovierungsbedürftige hundertjährige Brücke am liebsten gleich komplett abgerissen.

Dazu soll es nun aber nicht mehr kommen. Damit die Brücke ihren Charakter behält, wurde mit dem von der Chamber verabschiedeten Gesetzesprojekt 6468 zur Renovierung des Pont Adolphe und seiner Verbreiterung um 1,5 Meter in der Sitzung Ende Dezember beschlossen, dass die ursprüngliche Steinstruktur der Brücke als bedeutendes Werk des französischen Eisenbahn-Ingenieurs Paul Séjourné und als urbanistisches Wahrzeichen der Stadt in ihrer Authentizität weitestgehend erhalten bleiben soll. mehr lesen / lire plus

MOBILITE DOUCE: Fahrradkulturrevolution

Rund um die diesjährige „Fête du Vélo“ am vergangenen Wochenende ist so etwas wie eine neue Fahrradeuphorie entstanden. Kommt jetzt der Wandel, den die immer noch kleine, aber ständig wachsende Minderheit der RadfahrerInnen seit langem erhofft?

Kaum eröffnet, schon genutzt. Ein konsequenter Ausbau des städtischen Radwegenetzes kostet zwar Parkplätze, schafft aber mehr Sicherheit. Was in Kopenhagen mit Erfolg betrieben wurde, geschieht jetzt auch ansastzweise in Luxemburg.

Spätestens, seit der Minister für nachhaltige Entwicklung vor einigen Wochen sein neues Verkehrskonzept für Luxemburg vorgestellt hat, herrscht in manchen Kreisen eine Art Aufbruchstimmung. Die Abkürzung „MoDu“ in dem von Claude Wiseler (CSV) vorgelegten Dokument klingt nicht nur wie „mobilité douce“; das durch sie repräsentierte Konzept setzt tatsächlich in sehr starkem Maße auf die sanften VerkehrsteilnehmerInnen, nicht zuletzt auf das Fahrrad. mehr lesen / lire plus

NACHHALTIGE MOBILITÄT: „In der Substanz immer noch ein Autoland“

Nur eine Woche nach der Vorstellung eines neuen Mobilitätskonzeptes scheint Luxemburg zur alten verkehrspolitischen Tagesordnung zurückzukehren

„Da ist mir zu viel Park and Ride“. Für den Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim setzt auch MoDu zu sehr auf den privaten Pkw, statt die Leute zu animieren schon ab zu Hause einen, dann gut organisierten, öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. (Illustration: MDDi)

„Im Gegensatz zu meinen Vorgängern habe ich die Chance, einem Ministerium vorzustehen, das alle Kompetenzen, die in Sachen Verkehrsorganisation zum Tragen kommen, bündelt. Deshalb war es möglich, in unserem globalen Strategiekonzept für eine nachhaltige Mobilität, das wir abgekürzt MoDu nennen, alle Aspekte intern abzustimmen und so ein kohärentes Ganzes zu schaffen, ohne allzuviel Zeit zu verlieren.“ Als Super-Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler am Donnerstag vergangener Woche sein Konzept der Presse vorstellte (siehe auch woxx 1159), klang es fast, als würde nun eine neue Ära anbrechen – nach mehreren Jahrzehnten, in denen die luxemburgischen Planer verkehrstechnisch in jede Falle getappt waren, die sich vor ihnen öffnete. mehr lesen / lire plus