www.disagreement.net: Nicht (immer) einverstanden

Schon seit 1991 sind die beiden Brüder Pascal und Lex Thiel nicht mit allem einverstanden was sich im luxemburgischen Musikunderground tut. Damals gaben sie erstmals ein Fanzine namens Disagreement heraus, das seit 1999 auch im Internet unter www.disagreement.net zu finden ist. So mancher Musiker aus der Szene klickt sich bangen Blickes durch die Konzertkritiken um herauszufinden ob die beiden ihn nun für gut befunden haben oder eben nicht. Auf der Seite finden sich nebenbei eine ganze Reihe Plattenrezensionen auch von einheimischen Bands, oft aber werden exotischere Acts besprochen die man ohne die beiden wahrscheinlich nie kennengelernt hätte. Dazu gibts noch einen sehr kompletten Konzertkalender für Luxemburg und Umgebung und eine Linkliste, die alle Bands beinhaltet die für tragbar befunden wurden. mehr lesen / lire plus

www.nachdenkseiten.de: Gegen Geplapper

Harte Zeiten für linke deutsche SozialdemokratInnen. Nach Hartz IV geht der von der SPD getragene Sozialabbau in der großen Koalition weiter. Eine herausragende kritische Stimme stellen die Nachdenkseiten dar, gestaltet von Wolfgang Lieb und Albrecht Müller. Beide waren unter Brandt und Schmidt am Regierungsgeschäft beteiligt, Müller ist zudem bekannt durch sein Buch „Die Reformlüge“. Die kleinen alltäglichen Lügen aufzudecken ist eines der Ziele ihrer Web-Site. Kritisiert werden Parolen wie „Demografische Katastrophe“ und „Überhöhte Lohnnebenkosten“, aber auch die lukrativen Nebenjobs des Pensionärs Gerhard Schröder. Die Autoren verstehen sich vor allem als Mahner gegen die „Pensée unique“ der Mainstream-Ökonomen. „Wir haben eine Nachplapper-Gesellschaft, statt eine Nachdenk-Gesellschaft“, wie es Müller in einem Interview formulierte. mehr lesen / lire plus

EIPCP: Institutionelle Kulturkritik

Nachdem das Projekt „republicart“ im Jahr 2005 abgeschlossen wurde, versuchen die schlauen Köpfe hinter dem „European Institute for Progressive Cultural Policies“ eine neue Plattform zu erschaffen. Die neue Seite steht unter dem Motto „transform“ und widmet sich den Möglichkeiten einer Kritik an den Kulturinstitutionen. Dies in einer Zeit in der Kulturpolitik unter dem Deckmantel der Repräsentativität gerne zu Elite-Zwecken missbraucht wird. Der intereuropäische Think-Tank, mit Hauptsitz in Wien und Partnern in Holland, Deutschland, Litauen und Spanien, veröffentlicht Artikel und Arbeiten zu breitgefächerten Themenbereichen. Hinzu kommt ein Kalender, der alle interessanten Konferenzen zwischen Paris und Neuseeland auflistet sowie einen Überblick über die Ausstellungen und Besprechungen in denen das „European Institute for Progressive Cultural Policies“ selbst eingebunden ist. mehr lesen / lire plus

JUSTMAG: Anklickbar

„Justmag“ ist nur ein mag. Ein Internet-Magazin unter vielen, betrieben von 25 bis 30-jährigen Studenten, denen der Austausch ihrer kulturellen Ausflüge am Herzen liegt. Trotzdem wer hier eine Ansammlung von Berichten über peinlich ausgelebte Quarter-Life-Krisen und ähnlich kulturpessimistisches Rumgenöle vermutet, liegt falsch. Die Seite bietet unter anderem interessante Interviews mit mehr oder weniger bekannten Musikern und Künstlern – mit dem Drummer von Teenage Fanclub zum Beispiel – Buchbesprechungen, Konzertberichte, Plattenkritiken oder einfach nur Glossen über das alltägliche Leben. Bemerkenswert ist auch die Kolumne „10 Dinge, die ich an dir hasse“, in der regelmässig Stereotypen wie der Ärzte-Fan oder der Heimwerker peinlichst unter die Lupe genommen werden. mehr lesen / lire plus

BILDBLOG: Keep it clean

Tagtäglich kippt der Berliner Axel-Springer Verlag eine Lawine an Lästereien, Mutmaßungen und Lügengeschichten über Deutschland. Dass die Bild-Zeitung – mit 12 Millionen Lesern Europas größte Boulevardzeitung, – es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wissen interessierte LeserInnen spätestens seit Günter Wallraff unter dem Decknamen Hans Esser die Bild-Zeitung als Manipulationsmaschinerie entlarvte. Im digitalen Zeitalter braucht niemand sich dafür zu verstellen, ein paar Klicks genügen. www.bildblog.de heisst der – inzwischen zweifach preisgekrönte – Watchblog auf dem jeden Tag Lügen und sonstige Halbwahrheiten gegen-recherchiert werden. Ob einfache Patzer, Fotomontagen oder handfeste politische Kampagnen, die Bildblogger liefern meistens die Hintergründe zu den Behauptungen des Massenblatts. mehr lesen / lire plus

www.bpb.de: Wahl-O-Mat

Zugegeben: Nichts ist langweiliger als das Durchlesen von Wahlprogrammen. Glücklich die BürgerInnen der BRD: die Bundeszentrale für politische Bildung hält anlässlich der Bundestagswahl an diesem Wochenende den „Wahl-O-Mat“ für absolute Lesemuffel bereit. Einfach durch 30 Grundthesen aus allen politischen Bereichen durchklicken – angefangen beim Tempolimit auf Autobahnen, über den EU-Beitritt der Türkei bis zum gesetzlichen Mindestlohn -, und mensch weiß, welche Partei er oder sie eigentlich wählen sollte. Zwar fehlen einige der wichtigen Programmpunkte, wie etwa Bürgerversicherung versus Kopfpauschale, dennoch steht am Ende fest, welches Parteiprogramm den eigenen Wünschen am nächsten kommt – Überaschungen inbegriffen. Die einzelnen Thesen lassen sich gewichten, und die eigenen Vorlieben mit den Programmen der Parteien im Einzelnen vergleichen. mehr lesen / lire plus

PETTERI SULONNEN: Penser photo

http://194.100.88.243/petteri/pont

Se passionner pour les aspects techniques de la photographie nuit-il à la sensibilité artistique? Le site personnel de Petteri Sulonnen (en anglais) est là pour prouver le contraire. Certes, on y trouve de nombreux tests de matériel – il admet lui-même être un peu accro. Même sur ces pages-là, le ton est convivial et les illustrations sont intéressantes. Dans les „How to“, on trouve des explications sur le noir et blanc en digital ou sur l’usage des grands-angles. La véritable richesse du site se trouve sous „Essays“. Il dénonce de manière convaincante que „les télés c’est pour les lâches“ – la photo sur le vif se pratique de près. mehr lesen / lire plus

www.eilen.org: Natur relax…

Vu sengem Computerschierm aus kucken, dat kann een op www.eilen. org. Mat senger Webcam gëtt de Gaston Klares den InternetsurferInnen d’Méiglechkeet e Bléck an en Nistkasten mat sechs jonke Tureilen ze wäerfen. 24 Stonnen op 24 kann een deenen Déieren nokucken, déi sech zënter 1999 an enger Scheier am Oste vum Land niddergelooss hunn. Nieft dem Live-Stream kann een sech och déi beschte Screenshots ukucken an sech allgemeng an d’Thema Tureilen aliesen. E bësse Gedold brauch ee schonn, well d’Astellunge wiessele relativ lues a vu datt d’BewunnerInne vun der Këscht dagsiwwer schlofen, ass net ëmmer ganz vill lass. Dofir gëtt de Webmaster allen Nuetseilen direkt en Tipp mat op de Wee: am beschten ass et, sech eréischt Owes no 10 Auer eran ze klicken, well da kënnt den Eilepapp mam Iessen heem a geet sengen eheleche Pflichten no … mehr lesen / lire plus

CID-FEMMES: Stöbern per Netz

Über 17.000 Bücher, CD’s, Partituren und Zeitschriften nennt das Frauendokumentationszentrum Cid-femmes sein Eigen. Klar, dass einem da die Übersicht manchmal abhanden kommt. Um sich von zu Hause aus zu vergewissern, welche Bücher und Dokumente in der Frauenbibliothek zu finden sind, gibt es seit dieser Woche eine Online-Recherche: SurferInnen können den Bestand nach einzelnen Stichwörtern oder großen Rubriken durchsuchen. Das Tool ist noch etwas einfach gestrickt, aber wer die Titel-Volltextsuche klug einsetzt, wird schnell fündig. Abholen muss mensch die Bücher allerdings immer noch zu Fuß. Auch das Reservieren geht noch etwas mühsam per Mail oder Telefon – die virtuelle Welt hat auch im Feminismus immer noch ihre Grenzen. mehr lesen / lire plus

viamichelin: Von A nach B

Michelin-Karten – kartografisch sind sie erste Wahl. Besonders bei Bikern sind sie beliebt, weil die bösartigsten Steigungen auf einen Blick zu erkennen sind. Im Netz lassen sich Michelins kartografische Kenntnisse unentgeltlich nutzen. Einfach Start- und Zielort auf www.viamichelin.de (oder .fr, wenn Französisch bevorzugt wird) unter Angabe von Straße und Hausnummer eintippen, und binnen kürzester Zeit tut sich die ideale Route zwischen zwei auch noch so entfernten Orten vor einem auf. Einmal als interaktive Karte, in die man sich nach Lust und Laune hinein, und wieder hinauszoomen kann. Außerdem lässt sich die Trasse als Liste betrachten und ausdrucken, mit detaillierten Kilometerangaben und aktuellen Baustellenwarnungen. mehr lesen / lire plus

CHAMBRE DES DEPUTE-E-S: Débattre en ligne

Celles et ceux qui n’ont pas pu participer aux débats sur le traité constitutionnel lors des hearings organisés par la Chambre des député-e-s peuvent se consoler: depuis le 10 mai, le parlement propose une nouvelle arène sous forme de forum en ligne. Quelques données telles que nom, prénom et adresse e-mail suffisent pour obtenir le mot de passe permettant de se connecter. Pouvant se dérouler dans les trois langues administratives du pays, les débats ont été subdivisés en différentes catégories thématiques. Si la modération a veillé à ce que chaque catégorie soit introduite aussi bien par un-e représentant-e du oui que du non, les premières contributions penchent majoritairement en faveur des opposant-e-s au texte. mehr lesen / lire plus

http://forum. vdl.lu/: La ville en discussion

Sous http://forum. vdl.lu/ les responsables de la Ville de Luxembourg viennent de mettre en place plusieurs forums dont „la vocation est (…) de favoriser le dialogue entre les citoyens et l’administration.“ Des différents thèmes, c’est de loin le problème de la mobilité qui est le plus débattu. Parmi les messages: des suggestions d’amélioration des lignes d’autobus ou des adaptations d’horaires. Le débat plus fondamental sur un train urbain par exemple figure également au programme. L’initiative est très louable, mais elle a ses limites. Les forums étant „modérés“ par l’administration, pas de chance de pouvoir discuter lors des week-ends. Votre message, s’il est accepté, ne va apparaître que lundi après la réouverture des bureaux. mehr lesen / lire plus

www.forum-referendum.lu: Verfassung online

„Mit diesem unabhängigen Angebot dem Bürger einen Überblick über die Argumente verschaffen und dadurch zu einer offenen politischen Meinungsbildung beitragen“, so charakterisiert die Monatszeitschrift Forum ihre Website über die luxemburgische EU-Verfassungs-Debatte. Zu diesem Zweck bietet die Site eine gut sortierte Presserevue, einen Veranstaltungskalender und eine Linkliste. Das Leser-Forum allerdings befindet sich noch „im Aufbau“. Einen gelungenen Einstieg in die komplexe Materie bieten die Beiträge zum Verfassungstext und zu den Positionen der wichtigsten Akteure. Weil auch eine um Objektivität bemühte Zusammenfassung immer eine subjektive Auswahl bedeutet, findet man zahlreiche Links zu gescannten Originaldokumenten. Die recht umfangreichen PDF-Dateien werden allerdings Nicht-DSL-SurferInnen Probleme bereiten. mehr lesen / lire plus

CIA: The World Fact Book

http://www.odci.gov/cia/publications/factbook/ index.html

Geheimdienste haben auch manchmal ihr Gutes. „The World Fact Book“, vom amerikanischen CIA herausgebracht, war jahrzehntelang ein einzigartiges Produkt, das akribisch geo-politische Fakten sämtlicher Länder der Welt auflistete. In der Nur-Print-Zeit litt die Publikation allerdings unter dem schnellen Wandel der Zeitgeschichte, und die Ausgaben waren, kaum gedruckt, bereits überholt. Im Zeitalter des Internets gehen die Updates etwas schneller vonstatten. Wer bequem an die klassischen Grunddaten der Staaten dieser Erde kommen will, samt ansehnlicher Landkarte, der wird im Buch der Fakten schnell fündig. Kritische Analysen sind allerdings nicht die Stärke des CIA, dafür warten die Geheimdienstler mit ungeahnten Informationen auf: So verfügt Luxemburg über 115.721 Männer im wehrfähigen Alter! mehr lesen / lire plus

STEUERVERWALTUNG: Steuern immer noch off-line

Seit etwa zwei Jahren ist die Steuerverwaltung mit www.impotsdirects.public.lu online. Seitdem wurde viel von Lissabonprozess, Modernisierung und eGouvernment geredet. Außerdem flattern dieser Tage die allseits beliebten, undurchdringlichen Formulare bei den Steuererklärungspflichtigen ins Haus. Gelegenheit also auf einer Site vorbeizuschauen, die sehr viele BürgerInnen direkt betrifft. Doch außer einem etwas besser strukturierten Look scheint fast nichts passiert zu sein: immer noch keine Möglichkeit seine Erklärung per Internet abzugeben (wie es geht, siehe Frankreich). Immerhin, inzwischen gibt es einen Rechner der einem sagt wie viele Steuern bei einem bestimmten zu versteuerndem Einkommen fällig werden. Doch eine Online-Hilfestellung wie dieser „revenu imposable“ zustande kommt gibt es nicht. mehr lesen / lire plus

WALL OF NAMES: Patriotisme amer

http://orp3.tripod.com/

On trouve de tout sur le web, même et surtout ce qu’on n’y cherche pas. Voici le site „Wall of Names“, avec des poèmes d’un ancien de la guerre du Vietnam. A première vue, l’auteur n’a pas de regrets, „our cause was just“. Un poème exprimant la rancoeur envers les tire-au-flanc: „While they were dodging the draft, we were dodging the bullets“. Un autre poème sur le 11 septembre, avec la chanson „I am proud to be an American“ en arrière-fond. On se dit que ce n’est peut-être pas un vrai vétéran, qu’il s’agit d’un site de propagande du gouvernement américain. mehr lesen / lire plus

CASES: Cure anti-virus

Tou-te-s ceux ou celles qui ne sont pas des spécialistes en matière d’ordinateurs, vont reconnaître les sensations suivantes: les sueurs froides lorsque l’engin refuse de s’allumer, la peur bleue qui les envahit lors des achat en ligne, les crises de nerf précédant la lecture d’un courriel susceptible de contenir un dangereux virus. Le Ministère de l’Economie et du Commerce extérieur a enfin eu pitié de ceux ou celles qui aimeraient bien se servir de l’outil informatique, mais qui se sentent largué-e-s dès que les opérations ne se déroulent pas comme prévu. Sur le site www.cases.lu, on a accès à de nombreux conseils pour protéger son ordinateur d’attaques éventuelles. mehr lesen / lire plus

www.outsider.unel.lu: Outsider

Jugendliche lesen keine Zeitungen und interessieren sich nicht für Politik, lautet ein verbreitetes Vorurteil. Ein Blick auf die Seite www.outsider.unel.lu reicht, um das in Frage zu stellen. Hier beschäftigen sich Jugendliche nicht nur intensiv mit Politik, sie bringen auch selbst eine – elektronische – Zeitung heraus. Man findet dort informative Beiträge zur politischen Aktualität in Luxemburg, Frankreich und Deutschland, wo die meisten AutorInnen leben, aber auch über andere Länder, zum Beispiel Großbritannien, die Schweiz und Italien. Bemerkenswert ist der „Insider“ überschriebene, satirische Teil der Zeitung. Besonders gelungen sind gefakte Meldungen wie: „Etude Vinsmoselle – trois litres de vin par jour ont un effet bénéfique sur la santé“ oder „Luc Frieden dit Non à la Constitution“. mehr lesen / lire plus

www.couleurdorange.com: Photographies

Couleur d’orange est le site de présentation d’un collectif de quatre photographes. Philippe Revelli fait surtout du reportage classique en noir et blanc. Les migrant-e-s constituent un sujet important pour lui, avec des travaux sur les „clandestinos“ aux Etats-Unis ou sur des immigrés africains à l’âge de la retraite. „Avoir 20 ans à Bogota“ est tout aussi remarquable. Guère moins politique, mais avec un grand souci de la mise en scène, Olivier Touron affiche des portraits insolites et des reportages sociaux. Pour Michel Staumont, le plus artistique du quatuor, relevons la Toscane montrée à travers un appareil Holga. Enfin, Aimée Thirion cultive un style de reportage classique rehaussé par des cadrages originaux. mehr lesen / lire plus

www.journalpes.net: Regard sur le Rwanda

Penser à contre-courant n’est pas le privilège de structures comme Attac ou Indymedia, à forte connotation politique. Pour preuve cet excellent dossier en ligne sur le génocide rwandais. Il s’agit du travail d’étudiant-e-s de l’école de journalisme de Grenoble de la promotion 2004. Leur dossier web intitulé „Rwanda, les médias en question“ dénonce l’aveuglement de la plupart des journalistes sur place au printemps 1994. Lors du génocide comme lors de l’opération Turquoise, dite de sauvetage, les médias auraient été instrumentalisés par le gouvernement français. On ne peut s’empêcher de penser à ce qui se passe actuellement en Côte d’Ivoire. En France, contrairement à ce qui s’est passé en Belgique, ni la classe politique ni les médias n’ont fait l’autocritique de leur rôle au Rwanda. mehr lesen / lire plus