Schwule online: Eurogay

(ik) – Schwule, die ihresgleichen suchen und etwas über schwules Leben erfahren wollen, sollten mal bei Eurogay vorbeisurfen. Hier gibt es News, Reise-, und Filmtipps, Rezensionen und Shopping-Angebote für die „Gay Community“. Die Site ist aufgemacht wie ein Yuppie-Lifestyle-Magazin, vor allem die Nachrichten lassen an Tiefgang missen. Dafür wird Liebhabern der schwulen Gemeinschaft viel Platz zum Schmökern, Chatten, Diskutieren – und zum Gucken – geboten. Für homosexuelle Männer, die Schwierigkeiten mit ihrem Coming-out haben, gibt es zudem wertvolle Adressen, an die sie sich wenden können. Allerdings, und dies ist ein echter Schwachpunkt: Das Angebot richtet sich – anders als man bei dem Namen vielleicht vermuten könnte – in erster Linie an (Mainstream-)Schwule. mehr lesen / lire plus

Neue Homepage des Parlaments: Chamber zum Zweiten

(ergué) – Hübscher und facettenreicher präsentiert sich seit einigen Tagen die neue Homepage des Parlaments. Zu finden sind neuerdings zum Beispiel Dokumentationen (wie über die letzten Wahlen) oder der Zugang zum Chamber-Web-TV. Bei manchen Menüleisten ist leider nicht sofort ersichtlich, was sie alles an Untermenüs verbergen. Bestehende Funktionen wurden zum Teil auch überarbeitet, allerdings nicht immer zum Besten. Beim Kalender der Kommissionssitzungen können WebnutzerInnen nun anders als früher zwar eine Auswahl nach Daten oder Kommissionen treffen, allerdings gelangen sie dann auch nur zu dieser einen präzisen Information. Leute, die wissen wollen, was heute auf der Tagesordnung der Justizkommission steht, benötigen dafür vier Mausklicks – und die Suchzeiten sind oft beträchtlich. mehr lesen / lire plus

Netzkultur: Telepolis

(RK) – So mancheR WoxxlerIn hat diese Adresse als Startseite im Browser eingestellt. Das E-zine Telepolis bietet aktuelle Informationen über das Internet, Gott und die Welt. Es wird vom Heise-Verlag herausgegeben, bekannt durch die Computerzeitung „ct“, die den Blick über den Chiprand auch nicht scheut. Unter www.telepolis.de wecken fundierte Artikel zu Themen wie den Plänen der EU, das Internet zu überwachen, zum Anteil gesundheitsschädlichen Nickels in den Euro-Münzen sowie zur Rolle des arabischen Senders Al Djasira die Leselust der SurferInnen. In die Texte eingebettet finden sich Links auf andere Beiträge sowie auf Quelldokumente, sofern sie online existieren. Zusätzlich kann man die Suchmaschine benutzen oder unter „Special“ thematische Artikelsammlungen einsehen. mehr lesen / lire plus

Krieg und Rüstungsindustrie: Friedens-Munition

(RK) – Wer einen Kampf gewinnen will, sollte über seine Gegner Bescheid wissen. Zum Beispiel über Krieg und Rüstungsindustrie. Dabei hilft die Site der Federation of American Scientists. Gegründet wurde die Organisation 1945 von Wissenschaftlern, die an der Entwicklung der Atombombe beteiligt gewesen waren. Sie kämpft gegen den Rüstungswettlauf und liefert Analysen und Argumente zu Wissenschaft, Technik und Politik. Die Themen der Einstiegsseite reichen von ziviler Atomtechnik bis zum neuesten US-Kampfflugzeug. Unter „War against terrorism“ finden sich sachliche Informationen zur US-Strategie, zum Waffenarsenal der Taliban und zu früheren US-Waffenexporten sowie Unmengen von Links. Bemerkenswert ist auch die Unterabteilung „Military Analysis Network“, die unter anderem sämtliche US-Waffensysteme vorstellt. mehr lesen / lire plus

Surfen auf tv: Kürzel für Tuvalu

(RK) – Das Suffix „tv“ wird bei Internet-Adressen als Kürzel für Tuvalu, eine unabhängige und unbekannte Inselgruppe im Pazifik, benutzt. Doch „tv“ ist auch das weltweit meistbekannte Zwei-Buchstaben-Kürzel. Behauptet jedenfalls „tv-Corporation“, die Firma, die sich das Nutzungsrecht der interessanten Domain per Vertrag bis ans Ende der Zeiten gesichert hat. Verständlich, dass Fernsehsender zugegriffen haben und cnn.tv oder viva.tv reserviert haben. Doch auch die Adresse drugstore.tv (übersetzt apotheke.tv) wurde für 500.000 Dollar gekauft – und nicht benutzt! Das hochspekulative Internet-Suffix hat sich als ultimative Nische erwiesen für diesen 11.000-Einwohner-Staat, der sich bisher mit dem Verkauf von Motiv-Briefmarken und dem Kassieren von Entwicklungshilfe über Wasser hielt. mehr lesen / lire plus

Big-Brother-Award: Otto Schily

Big Brother 2001

(RK) – Der deutsche Innenminister Otto Schily wurde am vergangenen Freitag mit dem Hauptpreis des deutschen Big-Brother-Awards ausgezeichnet. Ins Leben gerufen wurde dieser „Oscar für Datenkraken“ 1998 von der britischen Menschenrechtsgruppe Privacy International, die das Treiben der staatlichen und nichtstaatlichen Überwachung überwacht. Seit dem vergangenen Jahr wird dieser Preis auch in Deutschland von einer Jury aus DatenschützerInnen, kritischen InformatikerInnen und RechsanwältInnen vergeben.

Otto Schily ist sozusagen vom Paulus zum Saulus mutiert. Er trete, so die Big-Brother-Jury „unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung für den Abbau von Bürgerrechten, Datenschutz und informationeller Selbstbestimmung ein“. Neben ihm wurde die Firma Informa nominiert, die Unternehmen ein Scoring-Verfahren anbietet, mit dem sie, laut eigenen Angaben, eine Abschätzung des Verhaltens jedes Kunden berechnet. mehr lesen / lire plus

Witz-Pulver: Wo hört Humor auf?

Wo hört Humor auf? Spätestens im Gerichtssaal – für Witzbolde, die Briefumschläge mit Puderzucker verschicken. Wen’s trotzdem juckt, der sollte bei animaxx.de vorbeischauen: unter den Internet-Grußkarten für jede Gelegenheit, die dort angeboten werden, findet sich auch eine elektronische Milzbrand-Mail. Sie lässt sich mit einer kleinen Widmung versehen und dann an NachbarInnen, ChefInnen oder Mathe-LehrerInnen versenden.

Wegen des durchschlagenden Erfolgs dieser Idee innerhalb der Netzgemeinschaft ist die Site zurzeit nur schwer zu erreichen. Dabei sind auch die anderen Postkarten durchaus sehenswert. Daneben bietet animaxx.de so nützliche Dinge an wie einen Reimgenerator, eine Weicheiliste und eine Kontaktbörse. Und für alle, die den Milzbrand-Witz schlecht finden, findet sich die ideale Antwortkarte: „Noch so’n Spruch – Kieferbruch!“

www.animaxx.de mehr lesen / lire plus

greenpeace@mazonas.lu: Internationalen Kampagne

Im Rahmen einer internationalen Kampagne hat Greenpeace Luxemburg ein paar interessante Seiten ins Netz gestellt. Unter www.greenpeace.lu/urwald wird man von einer Dschungel-Geräuschkulisse empfangen. Andere Klänge gibt es zu hören, wenn man „zerstören“ drückt … Unter „schützen“ erfährt man mehr zum Projekt: Eine Grenzmarkierung um die Gebiete des indigenen Amazonasvolkes der Deni vor dem Kahlschlag zu bewahren.

Die Deni-Indianer werden dabei von Greenpeace-Freiwilligen unterstützt. Ein Link führt zu deren Logbucheintragungen auf der Site von Greenpeace International – Tag für Tag erhält das Internet die Verbindung mit dem Dschungel-Camp aufrecht. Am 11. September schrieb zum Beispiel das Expeditionsmitglied Kontau, der Amazonas sei ihnen plötzlich als „sicherster Ort auf Erden“ erschienen. mehr lesen / lire plus

e-zine: Jugend übt Kritik an Konsumwelt

Gleich in drei Sprachen (deutsch, englisch, italienisch) wartet das „e-zine“ www.yomag.net mit Verbraucherinformationen für Jugendliche auf. Nach Themenbereichen geordnet, soll auf der Basis von Umfragen, Beratungen und objektiven Darstellungen des Konsumverhaltens junger Menschen ein Meinungsaustausch zwischen AutorInnen und LeserInnen angeregt werden. Zu jedem Artikel kann ein Kommentar verfasst werden, sei es zum Einfluß der Popszene auf die Mode, zur Euthanasiedebatte in den Niederlanden oder ein Erfahrungsbericht über Schüleraustausche. Auch aktuelle Diskussionen läßt die breitgefächerte Themenpalette nicht außen vor: Eine Darstellung der BSE-Problematik findet sich ebenso wie Überlegungen zum Einfluß magersüchtiger Models auf die Ernährungsgewohnheiten junger Mädchen. mehr lesen / lire plus